Am südlichen Ende des Levante-Strands ließ Kaiser Tiberius im 1. Jahrhundert seine Sommervilla direkt an die Küste bauen. Das Herzstück der Anlage war eine natürliche Meeresgrotte, die als Speisesaal diente: In ihrem Inneren legte man Becken an, die mit Meerwasser gespeist wurden, und schmückte den Raum mit monumentalen Skulpturengruppen. Hier speiste der Kaiser im kühlen Halbdunkel der Höhle, während draußen das Tyrrhenische Meer rauschte – eine der eindrucksvollsten antiken Verbindungen von Architektur und Natur an dieser Küste. Beim Bau der Küstenstraße entdeckte man 1957 in der Grotte Tausende Marmorfragmente. Aus ihnen ließen sich monumentale Skulpturengruppen mit Szenen aus der Odyssee zusammensetzen – die Blendung des Polyphem und der Angriff der Skylla auf das Schiff des Odysseus. Der Fund machte den Fischerort über die Region hinaus bekannt; eine Inschrift nannte dieselben rhodischen Bildhauer, denen die Laokoon-Gruppe der Vatikanischen Museen zugeschrieben wird. Die Originale stehen heute im angrenzenden Nationalmuseum. Heute spaziert man durch die Reste der Villa bis an den Rand der Grotte und kann sich vorstellen, wie der Raum einst gestaltet war. Das Ticket gilt zusammen mit dem benachbarten Nationalmuseum, sodass sich Grotte und Skulpturen in einem Besuch verbinden lassen. Wer zuerst die Grotte sieht und dann die Figuren im Museum, versteht den Zusammenhang am besten. Die Anlage liegt am Ende des Levante-Strands und ist von dort zu Fuß erreichbar – ein Besuch verbindet Antike, Landschaft und das Baden im Meer, das schon Tiberius an genau diesen Ort gezogen hat. Für den Besuch ist ein Ticket erforderlich.
Die Reste der Sommervilla des Kaisers Tiberius am Ende des Levante-Strands, mit einer natürlichen Meeresgrotte, die als Speisesaal diente. Man spaziert durch das Grabungsgelände bis an den Rand der Grotte, in der 1957 die berühmten Odyssee-Skulpturen gefunden wurden. Die Originale stehen im angrenzenden Nationalmuseum; das Ticket gilt für beides. Ein Besuch verbindet Antike, Küstenlandschaft und das Meer.
Im 1. Jahrhundert ließ Kaiser Tiberius seine Sommervilla direkt an die Küste bauen, mit einer Meeresgrotte als Speisesaal und meerwassergespeisten Becken. 1957 entdeckte man beim Bau der Küstenstraße in der Grotte Tausende Marmorfragmente, aus denen sich monumentale Skulpturengruppen mit Szenen der Odyssee rekonstruieren ließen – ein Fund, der Sperlonga weithin bekannt machte.
