Stadt · Frankreich

Montpellier

Zehn Kilometer vor dem Mittelmeer liegt eine Stadt, in der mittelalterliche Gassen direkt auf einen postmodernen Prachtboulevard treffen und abends halb Montpellier auf einem der größten Fußgängerplätze Europas sitzt.

4 Stadtviertel6 Sehenswürdigkeiten7 Hotels
Überblick

Deine Montpellier-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Mai–Juni und September–Oktober; im Hochsommer heiß, aber das Meer ist nah
Anreise
Flughafen Montpellier-Méditerranée (MPL) ca. 7 km südöstlich; Shuttle und Tram ins Zentrum
Lage
Südfrankreich, Region Okzitanien, rund 10 km vom Mittelmeer am Fluss Lez
Mit dem Zug
Bahnhof Saint-Roch am TGV-Netz: Paris in ca. 3,5 Std., Marseille in ca. 1,5 Std., Barcelona direkt erreichbar
Zeitzone
Europe/Paris (MEZ/MESZ)
Vor Ort unterwegs
Écusson autofrei zu Fuß; vier moderne Straßenbahnlinien (TaM) mit ihren bunt gestalteten Bahnen
Über Montpellier

Reisen nach Montpellier

Montpellier ist die jüngste Großstadt Frankreichs, und man merkt es an jeder Straßenecke: Die Stadt wuchs nicht um eine Römerstraße, sondern um eine mittelalterliche Universität, deren Medizinische Fakultät auf Statuten von 1220 zurückgeht und als älteste bis heute durchgehend lehrende der westlichen Welt gilt. Im Écusson, dem schildförmigen Altstadtkern, führen autofreie Gassen an schlichten Fassaden vorbei, hinter denen sich Renaissance-Treppenhäuser und schattige Innenhöfe verbergen, bis sie auf die weite Place de la Comédie münden – das ovale Wohnzimmer der Stadt mit Opernhaus und Drei-Grazien-Brunnen. Westlich davon öffnet sich die Promenade du Peyrou mit Triumphbogen, klassizistischem Wasserschloss und der Doppelarkade des Aqueduc Saint-Clément, von der der Blick bei klarer Luft bis zum Meer und zu den Cevennen reicht. Östlich beginnt Antigone, Ricardo Bofills monumentale Achse aus Säulen und Giebeln im XXL-Format, die auf den Lez zuläuft; dahinter zeigt Port Marianne mit Jean Nouvels blauem Rathaus und dem aufgefächerten Arbre Blanc, wie die Stadt weiterbaut. Dazwischen liegen das Musée Fabre, gusseiserne Markthallen, Austern aus der Lagune von Thau, Picpoul de Pinet – und Strände, die per Rad in gut einer Stunde erreichbar sind.

Montpellier – Karte
Reiseführer

Montpellier von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Um halb sieben abends füllt sich die Place de la Comédie von den Rändern her, die Stühle wandern aus dem Schatten in die letzte Sonne, und aus den Gassen des Écusson kommen Leute, die alle jünger aussehen als in jeder anderen französischen Großstadt. Montpellier hat kein römisches Erbe und keinen Hafen – die Stadt wuchs um eine mittelalterliche Universität, und das merkt man ihr bis heute an. Zehn Kilometer weiter beginnt das Mittelmeer, dazwischen liegen Lagunen, Austernbänke und ein Radweg, der auf einer alten Bahntrasse ans Wasser führt.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Montpellier

Das historische Zentrum passt in einen Kreis von knapp einem Kilometer Durchmesser – von der Comédie erreichst du fast alles zu Fuß in unter einer Viertelstunde.

Alles beginnt auf der Place de la Comédie, wegen ihrer Form von allen nur l'Œuf genannt, das Ei. Der Platz gehört zu den größten Fußgängerflächen Europas und ist zugleich Verkehrsknoten, Treffpunkt und Freilichtbühne: Straßenmusiker, Trambahnen an den Rändern, Kinder auf dem Kopfsteinpflaster. An der Südseite steht das Opernhaus von 1888, davor sprudelt der Drei-Grazien-Brunnen von Étienne d'Antoine aus dem 18. Jahrhundert, dessen Original inzwischen im Innern der Oper geschützt ist. Nach Nordosten geht der Platz nahtlos in die Esplanade Charles-de-Gaulle über, eine schattige Platanenallee, die bis zum Kongresszentrum Corum führt – der angenehmste Weg durch das Zentrum, wenn im Sommer der Asphalt flimmert.

Vom Westrand des Platzes zieht dich das Écusson in sich hinein, der schildförmige Altstadtkern, in dem kaum ein Auto fährt. Nach zehn Minuten stehst du vor der Cathédrale Saint-Pierre, und ihr Portal ist das Merkwürdigste, was Montpellier zu bieten hat: Zwei wuchtige runde Pfeiler tragen einen kegelförmigen Baldachin, der eher nach Wehrbau aussieht als nach Kirche. Der Bau begann im 14. Jahrhundert als Klosterkapelle der Benediktiner, erst 1536 wurde er Kathedrale. Gleich nebenan liegt die Faculté de Médecine in den Gebäuden desselben Klosters – die Fakultät, deren Statuten auf 1220 zurückgehen und an der im 16. Jahrhundert François Rabelais Medizin studierte.

Ein paar Minuten weiter westlich öffnet sich der Blick. Die Promenade du Peyrou wurde ab dem späten 17. Jahrhundert als barocke Terrasse über der Stadt angelegt, mit dem Reiterstandbild Ludwigs XIV. in der Mitte und dem klassizistischen Château d'eau von 1768 am westlichen Ende. Dahinter setzt die Doppelarkade des Aqueduc Saint-Clément an, die Mitte des 18. Jahrhunderts nach Plänen des Ingenieurs Henri Pitot entstand und Quellwasser über rund vierzehn Kilometer bis auf den Peyrou brachte. Betreten wird der Platz durch den Arc de Triomphe von 1691, entworfen von François d'Orbay. Bei klarer Luft siehst du von der Balustrade in die eine Richtung die Cevennen, in die andere den Dunststreifen über dem Meer.

Für die Innenräume bleibt das Musée Fabre, das auf die Schenkung der Sammlung des Malers François-Xavier Fabre von 1825 zurückgeht und 1828 eröffnet wurde. Der Rundgang führt von altniederländischer und italienischer Malerei über die französische Klassik bis zu Courbets Bonjour Monsieur Courbet und den Werken des in Montpellier geborenen Frédéric Bazille; ein eigener Bereich ist Pierre Soulages und seinem Schwarz gewidmet. Wer danach noch Bilder verträgt, hat es nicht weit: Der Pavillon Populaire auf der Esplanade zeigt Fotografie ohne Eintritt, und die Häuser von MO.CO. bespielen die zeitgenössische Kunst an mehreren Adressen im Zentrum. Öffnungstage wechseln – prüfe sie vor dem Besuch, montags ist in Montpellier vieles zu.

Sehenswürdigkeiten in Montpellier

Altstadt & Innenhöfe

Die Altstadt von Montpellier und ihre verborgenen Innenhöfe

Das Écusson zeigt seinen Reichtum nicht an den Fassaden, sondern hinter den Toren – und die stehen nur manchmal offen.

Écusson
Écusson

Der Name kommt von der Form: Der mittelalterliche Kern liegt wie ein Wappenschild zwischen den Boulevards, die dort verlaufen, wo bis ins 17. Jahrhundert die Stadtmauer stand. Von der Befestigung sind nur zwei Türme übrig, die Tour de la Babote im Süden, auf der später eine Sternwarte eingerichtet wurde, und die Tour des Pins im Westen. Innen ist das Écusson ein Gewirr aus schmalen, oft nur zwei Meter breiten Gassen, in denen die Sonne selbst mittags kaum bis auf den Boden kommt – im Juli der wichtigste Grund, warum sich das Leben in dieser Stadt so gut aushalten lässt.

Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert bauten sich Steuerpächter, Ärzte und Adlige hier ihre Hôtels particuliers, und die Bauherren investierten nicht in die Straßenfront, sondern in das, was dahinter lag. Deshalb wirken die Fassaden schlicht bis abweisend, während sich hinter den Toren Ehrenhöfe mit freitragenden Treppen, Balustraden und Loggien auftun. Das Hôtel des Trésoriers de la Bourse, das Hôtel de Varennes mit seinen mittelalterlichen Sälen und das Hôtel Saint-Côme mit dem anatomischen Theater des 18. Jahrhunderts unter der Kuppel gehören zu den bekanntesten. Viele werden heute von Behörden, Kanzleien oder Kulturbetrieben genutzt und sind nur zu Führungen oder an offenen Tagen zugänglich – das Tourismusbüro führt die aktuellen Termine.

Der beste Zugang bleibt trotzdem der beiläufige. Geh früh, zwischen acht und zehn, wenn Lieferwagen und Handwerker unterwegs sind und die schweren Holztore offenstehen. Dann siehst du im Vorbeigehen Innenhöfe, für die du sonst eine Führung bräuchtest. Ähnlich funktionieren die kleinen Plätze: die Place de la Canourgue mit ihrem Einhornbrunnen und den Platanen, ein Stück über der Altstadt gelegen, mit Blick auf die Kathedrale; die Place du Marché aux Fleurs und die Place de la Chapelle Neuve, beide vor allem abends belebt; und die Place Jean-Jaurès, unter der die Krypta der ehemaligen Kirche Notre-Dame-des-Tables liegt, heute Teil des stadtgeschichtlichen Museums.

Ein Ort, der auf keiner Postkarte auftaucht, aber viel über Montpellier erzählt, liegt in der Rue de la Barralerie: eine Mikwe, ein jüdisches Ritualbad aus dem Mittelalter, das zu den ältesten erhaltenen Europas gezählt wird und an die große jüdische Gemeinde erinnert, die einst zur Medizinschule beitrug. Besichtigt wird nur mit Anmeldung über das Tourismusbüro, die Plätze sind begrenzt. Wer stattdessen einfach laufen will, nimmt die Rue de l'Ancien Courrier, die älteste Ladenstraße der Stadt, und arbeitet sich von dort durch die Gassen Richtung Peyrou – ohne Karte, weil man sich im Écusson ohnehin nicht länger als fünf Minuten verlaufen kann.

Rundgang & Tagesplan

Montpellier an einem Tag – ein Rundgang vom Peyrou zur Comédie

Die ganze Runde misst kaum fünf Kilometer, und trotzdem läufst du dabei durch sieben Jahrhunderte Stadtgeschichte.

Starte oben am Peyrou, solange die Terrasse noch leer und das Licht flach ist. Vom Château d'eau blickst du über die Bögen des Aqueduc Saint-Clément nach Westen, dann gehst du unter dem Arc de Triomphe hindurch in die Altstadt hinein. Die erste Station ist die Cathédrale Saint-Pierre mit ihrem Baldachinportal, gleich daneben die Faculté de Médecine. Von dort führt der Weg über die Place de la Canourgue – der ruhigste Platz im Écusson und ein guter Ort für den zweiten Kaffee – hinunter in die Gassen, wo du am besten ohne Ziel abbiegst und auf offene Hoftore achtest.

Gegen Mittag landest du in den Halles Castellane, der gusseisernen Markthalle mitten im Écusson. An den Theken gibt es Austern aus der Lagune von Thau, Käse aus den Cevennen, Charcuterie und ein Glas Picpoul de Pinet dazu – die unkomplizierteste und meist auch beste Mittagslösung der Stadt. Wer lieber sitzt, geht die paar Schritte weiter zur Place de la Canourgue, wo La Coquille seit den 1970er-Jahren eine große schattige Terrasse betreibt, oder in den Garten des Petit Jardin mit Blick auf die Kathedrale. Danach ist die Hitze am größten, und genau dafür ist das Musée Fabre gebaut.

Am Nachmittag wechselst du die Epoche. Von der Place de la Comédie führt der Durchgang neben dem Einkaufszentrum Polygone direkt nach Antigone, und der Kontrast könnte kaum härter sein: eben noch zwei Meter breite Gassen, jetzt eine Achse mit Kolonnaden, Giebeln und Wasserbecken, die Ricardo Bofill ab den 1980er-Jahren wie eine antike Stadt in Beton entworfen hat. Lauf sie bis zur Esplanade de l'Europe am Lez durch – das sind etwa zwanzig Minuten – und geh dort über die Brücke nach Port Marianne, wo das blaue Rathaus von Jean Nouvel und François Fontès und der aufgefächerte Wohnturm Arbre Blanc von Sou Fujimoto stehen.

Für den Abend zurück ins Zentrum, entweder zu Fuß am Fluss entlang oder mit der Tram, die auf diesem Abschnitt ohnehin schneller ist. Der Aperitif gehört auf die Place Jean-Jaurès oder die Place du Marché aux Fleurs, gegessen wird spät – vor halb neun füllen sich die Terrassen im Écusson nur zögerlich. Wer zwei Tage hat, nimmt am nächsten Morgen den Jardin des Plantes und die Türme der alten Befestigung mit und fährt nachmittags ans Meer. Bei drei Tagen kommt ein Ausflug nach Nîmes, Sète oder zum Pont du Gard dazu, ohne dass du das Hotel wechseln musst.

zoomen mit KlickSehenswürdigkeitenErlebnisse
Stadtviertel

Montpelliers Stadtviertel vom Écusson bis Port Marianne

Montpellier lässt sich als Zeitstrahl lesen, der von West nach Ost verläuft und alle paar hundert Meter das Jahrhundert wechselt.

Promenade du Peyrou
Promenade du Peyrou

Im Westen liegt das Écusson, der mittelalterliche Kern, und dort spielt sich für Besucher das meiste ab. Autofreie Gassen, Hôtels particuliers hinter unscheinbaren Toren, die Kathedrale, die Markthalle, kleine Läden und der größte Teil der Restaurants – wer zum ersten Mal in der Stadt ist und kurze Wege will, wohnt hier. Die Kehrseite: Die Gassen sind eng, die Terrassen bleiben lange offen, und wer empfindlich schläft, sollte nach einem Zimmer zum Hof fragen. Am westlichen Rand geht das Viertel in die Promenade du Peyrou über, am östlichen in die Place de la Comédie.

Rund um die Comédie beginnt das Montpellier des 19. Jahrhunderts. Hier stehen das Opernhaus, die großen Cafés, die Kaufhäuser und die Hotels im Haussmann-Stil, hier verläuft die schattige Esplanade Charles-de-Gaulle zum Kongresszentrum Corum, und hier liegen mit dem Musée Fabre und dem Pavillon Populaire die wichtigsten Ausstellungshäuser. Der Bahnhof Saint-Roch ist von der Südseite des Platzes in fünf Gehminuten erreichbar, vier der fünf Tramlinien kreuzen sich in unmittelbarer Nähe. Praktischer kann eine Lage kaum sein, ruhiger geht es aber überall sonst zu.

Östlich schließt Antigone an, Ricardo Bofills postmoderne Stadterweiterung aus den 1980er-Jahren. Das Viertel ist erstaunlich normal bewohnt: Wäsche hängt zwischen Säulen, Kinder fahren auf den Plätzen Roller, im Erdgeschoss liegen Bäcker und Apotheken. Für Besucher sind vor allem die Achse selbst, die Médiathèque Émile Zola und der Weg hinunter zum Lez interessant, dazu die olympische Schwimmhalle. Abends wird es hier still, Restaurants gibt es nur wenige – ein Viertel zum Durchlaufen und Anschauen, weniger zum Ausgehen.

Jenseits des Lez wächst Port Marianne, das jüngste Viertel der Stadt und ein Freiluftkatalog zeitgenössischer Architektur. Das segelförmige Rathaus von Jean Nouvel und François Fontès leuchtet blau, der Wohnturm Arbre Blanc von Sou Fujimoto fächert seine Balkone wie Zweige nach allen Seiten auf, und rund um das Hafenbecken Bassin Jacques Cœur reihen sich Terrassen. Am Fluss hat sich mit dem Marché du Lez ein Areal aus Foodtrucks, Trödel und Bars etabliert, das an Wochenenden gut besucht ist. Hotels stehen hier ebenfalls, mit mehr Platz und Parkplatz als im Zentrum, dafür mit zehn bis fünfzehn Minuten Tramfahrt zur Comédie.

Übernachten

Hotels in Montpellier und die passende Lage für deinen Aufenthalt

Die Entscheidung fällt in Montpellier weniger über die Sternekategorie als über die Frage, ob du mit dem Auto kommst.

Die eindrucksvollste Adresse ist das Hôtel Richer de Belleval an der Place de la Canourgue, ein Stadtpalast aus dem 17. Jahrhundert, der nach jahrelanger Restaurierung als Fünf-Sterne-Haus der Relais-&-Châteaux-Gruppe wiedereröffnet wurde – mit historischen Deckenmalereien, zeitgenössischer Kunst im Haus und dem Restaurant Jardin des Sens der Pourcel-Zwillinge. Kleiner und persönlicher ist das Baudon de Mauny, ein Boutiquehotel mit neun Zimmern in einem Adelspalais des 18. Jahrhunderts, nur Schritte von der Comédie entfernt. Beide zeigen, was das Écusson kann, wenn ein Hôtel particulier gut instand gesetzt wird.

Wer klassisch und zentral wohnen will, findet an und um die Place de la Comédie die größte Auswahl. Das Grand Hôtel du Midi steht im Haussmann-Stil direkt gegenüber dem Opernhaus, das Pullman Montpellier Centre bietet Dachpool und Spa in Sichtweite des Polygone, und das Crowne Plaza Montpellier Corum liegt am Kongresszentrum, wenige Minuten von Platz und Bahnhof Saint-Roch. Deutlich günstiger und trotzdem mitten im Écusson ist das Hôtel du Palais, ein Stadthotel mit langer Familientradition in einer ruhigen Gasse. Für Bahnreisende ist dieser ganze Bereich die naheliegende Wahl, weil du vom Bahnsteig in einer Viertelstunde vor der Zimmertür stehst.

Mit dem Auto kehrt sich die Rechnung um. Das Écusson ist weitgehend autofrei, viele Hotels dort haben keine eigenen Stellplätze, und du landest in einem der zentralen Parkhäuser mit Tagessätzen. Frag beim Buchen nach dem Hotelkontingent fürs Parkhaus, oder nutz gleich einen der Park-and-Ride-Plätze an den Tram-Endstationen am Stadtrand – dort ist das Parken in Verbindung mit einem Nahverkehrsticket üblicherweise deutlich günstiger. In Port Marianne wiederum wirst du dieses Problem gar nicht erst haben: Das Courtyard by Marriott dort hat Außenpool und Parkplatz, die Tram bringt dich in gut zehn Minuten ins Zentrum.

Beim Termin lohnt ein Blick auf den Kalender. Montpellier ist Kongress- und Messestadt, dazu kommen Festivals wie Montpellier Danse im Frühsommer, das Festival Radio France im Juli und das Mittelmeer-Filmfestival Cinemed im Herbst; in diesen Wochen sind zentrale Häuser früh ausgebucht und teurer. Im Hochsommer konkurrierst du zusätzlich mit dem Badetourismus an der Küste. Am entspanntesten reist du unter der Woche im Mai, Juni, September oder Oktober – gleiche Zimmer, spürbar andere Preise, und in den Restaurants bekommst du kurzfristig noch einen Tisch.

Hotels in Montpellier

Alle 7 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Restaurants in Montpellier und was das Languedoc auf den Teller bringt

Gegessen wird spät, mediterran und mit dem Meer im Hintergrund – vor halb neun sitzt du auf den Terrassen fast allein.

Ganz oben stehen zwei Häuser mit sehr unterschiedlichem Charakter. Das Jardin des Sens der Brüder Jacques und Laurent Pourcel ist nach seinem Umzug in den Stadtpalast Richer de Belleval an der Place de la Canourgue angekommen, wo unter restaurierten Deckenfresken serviert wird – große Küche in einem Raum, der selbst schon eine Sehenswürdigkeit ist. Die Réserve Rimbaud liegt dagegen etwas außerhalb des Trubels am Ufer des Lez, mit einer Terrasse über dem Wasser, und ist als Adresse älter als hundert Jahre. Für beide reservierst du besser lange im Voraus, gerade an Wochenenden.

Für den normalen Abend funktioniert die Ebene darunter besser. La Coquille an der Place de la Canourgue ist seit den 1970er-Jahren in Familienhand und hat die große schattige Terrasse, auf die im Sommer alle wollen. Le Petit Jardin besitzt einen der grünsten Gärten der Altstadt mit Blick auf die Cathédrale Saint-Pierre und funktioniert mittags wie abends. Und L'Endroit du Jour kocht bistronomisch mit mediterranem Einschlag in der Nähe des Lez. Dazu kommen die vielen kleinen Küchen in den Gassen des Écusson, in denen abends zuerst die Studierenden und dann alle anderen sitzen.

Die schnellste und ehrlichste Variante ist der Markt. Die Halles Castellane, eine gusseiserne Halle mit rund dreißig Ständen mitten im Écusson, verbindet Einkauf und Theke – du bestellst ein halbes Dutzend Austern aus Bouzigues am Étang de Thau, dazu ein Glas Picpoul de Pinet, und stehst dabei zwischen Leuten, die gerade ihren Wocheneinkauf erledigen. Die Halles Laissac südlich davon wurden 2019 neu gebaut und sind die weniger touristische Alternative. Und unter den Bögen des Aqueduc Saint-Clément findet der Marché des Arceaux statt, traditionell dienstag- und samstagvormittags, mit Bio-Ständen und Erzeugern aus dem Umland – prüf die aktuellen Tage vor Ort.

Regional heißt hier vor allem Meer und Weide. Aus der Lagune von Thau kommen Austern und Miesmuscheln, aus dem nahen Sète die Tielle, ein kleines Tintenfisch-Pastetchen mit rot gewürzter Sauce, aus der Camargue das Stierfleisch, das als Gardiane geschmort auf den Tisch kommt, und aus den Cevennen der Pélardon, ein kleiner Ziegenkäse. Getrunken wird Languedoc: Picpoul de Pinet zu allem, was aus dem Wasser kommt, Rote vom Pic Saint-Loup oder aus den Terrasses du Larzac zum Fleisch. Als Mitbringsel eignen sich die Grisettes de Montpellier, kleine dunkle Kugeln aus Honig und Süßholz, die es seit dem Mittelalter in der Stadt gibt.

Restaurants in Montpellier

Meer & Lagunen

Vom Zentrum ans Mittelmeer und an die Strände bei Montpellier

Montpellier liegt nicht am Meer, sondern zehn Kilometer davor – und genau das ist der Grund, warum die Stadt funktioniert.

Zwischen der Stadt und der Küste liegt eine Lagunenlandschaft aus flachen Étangs, Salzwiesen und Dünen, in der Flamingos stehen und im Sommer die Luft nach Salz riecht. Der klassische Badeort ist Palavas-les-Flots, ein ehemaliges Fischerdorf mit langem Sandstrand, Kanal und Strandbuden, das die Montpelliérains seit Generationen an den Wochenenden bevölkern. Östlich schließen Carnon und La Grande-Motte an, letzteres die Ferienstadt der 1960er- und 70er-Jahre mit den pyramidenförmigen Bauten von Jean Balladur, die inzwischen als Architekturerbe des 20. Jahrhunderts eingestuft ist. Westlich liegt Villeneuve-lès-Maguelone mit der romanischen Kathedrale auf einer ehemaligen Insel zwischen Étang und Meer.

Der schönste Weg ans Wasser führt aufs Rad. Vom Zentrum aus folgt ein durchgehender Radweg dem Lez nach Süden, danach der Trasse der alten Küstenbahn, und endet nach gut einer Stunde direkt am Strand von Palavas – flach, verkehrsfrei und mit Lagunenblick auf fast der ganzen Strecke. Leihräder gibt es über das städtische Mietradsystem und bei privaten Anbietern, viele Hotels vermitteln ebenfalls. Nimm Wasser mit, Schatten gibt es unterwegs kaum, und plan die Rückfahrt nicht in die Mittagshitze. Wer nicht radeln will, kommt mit Tram und Bus hin – die Kombination erfordert einmal Umsteigen, die aktuellen Linien und Takte fragst du am besten am Automaten oder im Tourismusbüro ab.

Im Wasser ist das Mittelmeer hier bis in den Oktober hinein angenehm warm, im Hochsommer erreicht es Werte um die 24 Grad. Der Küstenstreifen ist lang genug, dass du auch im August ein ruhiges Stück findest, wenn du ein paar hundert Meter von den Zugängen weggehst. Achte auf den Wind: Wenn die Tramontane aus Nordwest bläst, wird es am Strand ungemütlich, das Wasser aber oft klarer und die Bedingungen für Kite- und Windsurfer deutlich besser. Genau deshalb ist die Küste zwischen Palavas und Le Grau-du-Roi bei Wassersportlern beliebt, und Verleihe und Schulen findest du an fast jedem größeren Strandabschnitt.

Die Lagunen selbst lohnen den Umweg. Rund um den Étang de l'Or und die Salins bei Villeneuve führen Beobachtungswege, auf denen du mit etwas Geduld Flamingos, Säbelschnäbler und Seeschwalben siehst – am besten früh morgens oder in der letzten Stunde vor Sonnenuntergang. Und wenn du schon am Wasser bist, hängst du den Étang de Thau mit den Austernbänken vor Bouzigues an, wo die Muschelzucht in langen Reihen im flachen Wasser hängt und die Verkostung direkt am Bassin stattfindet. Von Montpellier aus ist das ein halber Tag, mit Sète als Abschluss ein ganzer.

Aktivitäten & Touren in Montpellier

Anreise & vor Ort

Anreise nach Montpellier und unterwegs mit Tram und Rad

Der Bahnhof liegt fünf Gehminuten von der Place de la Comédie – in Montpellier brauchst du kein Auto, sondern Schuhe.

Mit der Bahn kommst du am bequemsten an: Der Bahnhof Saint-Roch liegt unmittelbar südlich des Écusson, vier der fünf Tramlinien halten in unmittelbarer Nähe, und von der Bahnsteigkante bis zur Comédie läufst du keine fünf Minuten. Ab Paris fährt der TGV die Strecke in gut dreieinhalb Stunden, aus Deutschland reist du in der Regel über Paris oder Lyon an. Zusätzlich gibt es außerhalb der Stadt den Hochgeschwindigkeitsbahnhof Montpellier Sud de France, an dem ein Teil der Fernzüge hält – er liegt nicht im Zentrum und ist über den Nahverkehr angebunden, achte beim Buchen also darauf, welcher der beiden Bahnhöfe auf dem Ticket steht.

Der Flughafen Montpellier-Méditerranée liegt östlich der Stadt bei Mauguio, rund zehn Kilometer vom Zentrum entfernt, und ist per Shuttlebus mit dem Tramnetz verbunden. Das Angebot ab Deutschland wechselt saisonal stark – wenn nichts Passendes dabei ist, prüf Marseille, Toulouse oder Nîmes und häng die letzte Etappe per Zug an. Mit dem Auto kommst du über die mautpflichtige A9 an, verlässt sie aber vor der Stadt: Seit 2017 trägt die alte, stadtnahe Trasse die Nummer A709, führt als Südtangente an Montpellier entlang und ist zwischen den Mautstellen Baillargues und Saint-Jean-de-Védas mautfrei – über ihre Abfahrten erreichst du das Zentrum, während die neue A9 weiter südlich ohne eigene Anschlussstellen vorbeizieht. An den Samstagen der französischen Ferienwechsel im Juli und August gehört dieser Korridor zu den am stärksten belasteten Autobahnabschnitten des Landes; wer flexibel ist, verlegt An- und Abreise auf einen Wochentag.

In der Stadt selbst ist die Tram das Rückgrat. Fünf Linien decken das Zentrum, Antigone, Port Marianne, den Bahnhof und die Vororte ab; die jüngste, Ende 2025 eröffnete Linie 5 hält unter anderem am Peyrou und nahe der Kathedrale. Weil Künstlerinnen und Designer die Wagen gestaltet haben, sieht das Netz aus, als führe eine Ausstellung durch die Stadt: Élizabeth Garouste und Mattia Bonetti setzten Schwalben auf die erste und bunte Blumen auf die zweite Linie, Christian Lacroix gestaltete die Linien 3 und 4 mit Meerestieren und goldenen Wappen. Wichtig für Besucher: Der Nahverkehr ist für die Bewohner der Metropolregion kostenlos, für Reisende aber nicht. Du brauchst ein reguläres Ticket, das du am Automaten an jeder Haltestelle bekommst, und entwertest es beim Einstieg.

Für alles im Écusson gilt trotzdem, dass Laufen schneller ist. Der Altstadtkern ist weitgehend autofrei, die Gassen sind eng und mit Kopfsteinpflaster belegt – nimm feste Schuhe statt Sandalen mit dünner Sohle. Ergänzend gibt es das städtische Mietradsystem mit Stationen im ganzen Zentrum, das sich vor allem für die Strecken entlang des Lez und Richtung Küste lohnt. Wenn du mit dem eigenen Auto anreist, stell es am besten für den ganzen Aufenthalt ab, entweder im Parkhaus oder auf einem Park-and-Ride-Platz an einer Tram-Endstation, und bewege dich danach ohne.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Ausflüge

Ausflüge ab Montpellier ins Languedoc und an die Küste

Innerhalb einer Stunde erreichst du römische Bauten, eine Wehrstadt im Salz und ein Weinbaugebiet unter einer Felswand.

Der naheliegendste Ausflug ist Nîmes, mit dem Zug in etwa einer halben Stunde erreichbar. Dort steht mit dem Amphitheater eine der besterhaltenen römischen Arenen überhaupt, dazu die Maison Carrée, ein fast vollständig erhaltener römischer Tempel, der 2023 in die Welterbeliste aufgenommen wurde. Von Nîmes aus ist es nicht weit zum Pont du Gard, dem dreistöckigen Aquäduktbogen über dem Gardon, ebenfalls Welterbe – mit dem Auto von Montpellier aus rund eine Stunde, mit öffentlichen Verkehrsmitteln umständlicher. Wer beides an einem Tag will, braucht einen Wagen oder eine organisierte Tour.

Nach Westen liegt Sète, die Hafenstadt auf und um den Mont Saint-Clair, durchzogen von Kanälen, auf denen im Sommer die traditionellen Wasserturniere ausgetragen werden. Oben auf dem Berg liegt der Seemannsfriedhof, auf dem der in Sète geborene Dichter Paul Valéry begraben ist, unten am Kai reihen sich Fischrestaurants. Auf dem Weg dorthin liegt der Étang de Thau mit den Austernbänken von Bouzigues und Marseillan, wo der Wermut Noilly Prat in Fässern unter freiem Himmel reift. Für Genießer ist das der lohnendste Tag im ganzen Umland, und mit dem Zug ab Saint-Roch dauert die Fahrt nach Sète weniger als eine halbe Stunde.

Östlich beginnt die Camargue. Aigues-Mortes wurde im 13. Jahrhundert von Ludwig IX. als Hafen für den Kreuzzug angelegt und hat seinen kompletten rechteckigen Mauerring behalten; direkt daneben leuchten die Salzgärten je nach Licht und Jahreszeit rosa. Weiter im Osten grasen in den Manaden schwarze Stiere und weiße Pferde, und mit Le Grau-du-Roi und der Pointe de l'Espiguette kommt einer der längsten und ursprünglichsten Sandstrände der französischen Mittelmeerküste dazu. Rechne für Aigues-Mortes mit einer knappen Stunde Fahrt, ohne Auto ist die Region schwer zu erschließen.

Nach Norden wird es grün und felsig. Saint-Guilhem-le-Désert, ein Dorf aus hellem Stein in einer engen Schlucht, lebt um die Abtei Gellone aus dem 9. Jahrhundert, die als Etappe der Jakobswege zum Welterbe gehört; ein Stück flussabwärts spannt sich der mittelalterliche Pont du Diable über den Hérault, an dem im Sommer gebadet und Kajak gefahren wird. Näher an der Stadt liegt der Pic Saint-Loup, ein markanter Kalkgrat von gut 650 Metern, den du in einem halben Tag besteigen kannst – und an dessen Fuß eines der interessantesten Weinbaugebiete des Languedoc liegt, das sich gut mit einer Verkostung verbinden lässt.

Geheimtipps

Geheimtipps in Montpellier abseits der Place de la Comédie

Die interessantesten Stunden in dieser Stadt liegen früh morgens und spät abends – dazwischen gehört die Stadt den Tagesbesuchern.

Place de la Comédie
Place de la Comédie

Der Jardin des Plantes ist der ruhigste Ort im Zentrum und zugleich der historisch bedeutendste, den kaum ein Tagesbesucher betritt. Ab 1593 auf Erlass Heinrichs IV. für die Medizinische Fakultät angelegt, ist er der älteste botanische Garten Frankreichs, und er sieht auch so aus: alte Terrassen, verwitterte Becken, ein Gewächshaus aus dem 19. Jahrhundert, Bambus, Zypressen und Studierende, die auf den Stufen ihre Skripte durchgehen. Öffnungszeiten und Ruhetage wechseln saisonal, meist ist der Montag geschlossen – ein Blick auf die aktuelle Regelung lohnt sich vor dem Besuch.

Für Ausblicke musst du in Montpellier nach oben statt nach draußen. Die Dachterrasse des Kongresszentrums Corum am Kopf der Esplanade ist öffentlich zugänglich und legt dir das ganze Écusson mit der Kathedrale und, bei klarer Luft, den Cevennen dahinter vor die Füße. Die zweite Adresse ist die Bar auf dem Arbre Blanc in Port Marianne, dem Wohnturm von Sou Fujimoto, dessen Balkone wie Äste nach allen Seiten stehen – von dort schaust du über den Lez zurück auf die Silhouette der Stadt. Das Corum-Dach kostet nichts, im Arbre Blanc zahlst du den Preis eines Cocktails, und die Bar öffnet nur in der wärmeren Jahreszeit – prüf das vorab. Zusammen ersetzen die beiden jede Aussichtsplattform, die Montpellier nicht hat.

Der Marché des Arceaux ist das, was die Einheimischen unter Markt verstehen: Stände unter den Bögen des Aquädukts, Erzeuger aus dem Umland, Gemüse, Käse, Austern und Wein, dazu ein Publikum, das dort wirklich einkauft. Traditionell findet er dienstag- und samstagvormittags statt; die aktuellen Tage hängen an der Tafel vor Ort. Wer danach noch Zeit hat, geht die knapp 900 Meter der doppelten Arkade entlang bis zu ihrem Ende mitten im Wohnviertel Les Arceaux – ein Spaziergang, den fast nur Anwohner machen, obwohl er den beeindruckendsten Blick auf das Bauwerk bietet.

Am Rand der Stadt liegen zwei Dinge, die selten in Reiseführern auftauchen. Im Norden erstreckt sich der Zoo du Lunaret in einem weitläufigen Waldgelände als städtische Anlage mit freiem Eintritt; die tropische Gewächshausanlage darin ist kostenpflichtig und separat zu buchen. Im Osten stehen mit dem Château de Flaugergues und dem Château de la Mogère zwei sogenannte Folies, Landhäuser des 18. Jahrhunderts, die reiche Montpellieraner vor die Tore der Stadt bauen ließen – mit französischen Gärten, Weinbergen und Verkostungen im eigenen Keller. Beide sind mit Tram und kurzem Fußweg erreichbar, die Besuchszeiten sind begrenzt.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Montpellier – und welches zu dir passt

Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Montpellier mit Wetter und Festivals im Jahreslauf

Montpellier gehört zu den sonnigsten Städten Frankreichs, und die Schattenseite davon heißt Juli.

Das Klima ist mediterran – heiße, sehr trockene Sommer, milde Winter, und ein Frühjahr, das schon im April sommerlich wirken kann. Im Juli und August klettern die Höchstwerte regelmäßig über 30 Grad, dann verlagert sich das Leben in die schmalen Gassen des Écusson und ans Meer. Regen fällt vor allem im Herbst, oft in wenigen heftigen Episoden statt über Wochen verteilt; die sogenannten cevenolen Ereignisse im September und Oktober können in kurzer Zeit erhebliche Mengen bringen. Dazwischen liegen lange Perioden mit klarer Luft und der Tramontane aus Nordwest, die im Winter kühl bläst und im Sommer für Erleichterung sorgt.

Jan12°3°mild und sonnig, Museen ohne Schlange
Feb13°3°erste Terrassentage, klare Fernsicht
Mär16°5°Mandelblüte, Wind aus Nordwest
Apr19°8°frühlingshaft, Ausflüge ins Umland
Mai23°12°lange Abende, Festivalauftakt
Jun28°16°warm, Meer wird badetauglich
Jul30°18°heiß, Festivals, volle Strände
Aug30°18°Hochsommer, Stadt teils im Urlaub
Sep25°15°warmes Meer, ruhigere Gassen
Okt21°12°goldenes Licht, Regenepisoden möglich
Nov16°7°wechselhaft, Austernsaison läuft an
Dez12°4°mild, Weihnachtsmarkt auf der Esplanade

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Montpellier sind Mai, Juni, September und Oktober. Dann liegen die Höchstwerte zwischen 21 und 28 Grad, die Abende sind lang, das Meer ist ab Juni und bis weit in den Oktober warm genug zum Baden, und die Hotelpreise bleiben unter dem Hochsommerniveau. Juli und August sind heiß und voll, dafür läuft dann der dichteste Festivalkalender – wer in dieser Zeit kommt, plant die Vormittage für die Stadt und die Nachmittage für den Strand. Der Winter ist mild und sonnig und eignet sich gut für Museums- und Altstadttage, im Oktober solltest du kurze, heftige Regenepisoden einkalkulieren.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Montpellier

Wie viele Tage sollte man für Montpellier einplanen?
Zwei Tage sind die richtige Größe: einer für das Écusson mit Kathedrale, Peyrou und Musée Fabre, einer für Antigone, Port Marianne und einen Nachmittag am Meer. Ein Tag reicht für den historischen Kern, wenn du früh anfängst. Bei drei Tagen kommt ein Ausflug nach Nîmes, Sète oder zum Pont du Gard dazu, ohne dass du das Hotel wechseln musst.
Ist Montpellier gut zu Fuß zu erkunden?
Ja, und das ist der bequemste Weg. Das Écusson ist weitgehend autofrei und misst kaum einen Kilometer im Durchmesser, alle zentralen Sehenswürdigkeiten liegen darin oder direkt daneben. Nur für Antigone, Port Marianne und die Vororte lohnt die Tram. Rechne mit engem Kopfsteinpflaster und teils steilen Gassen – feste Schuhe sind sinnvoller als dünne Sandalen.
Ist die Tram in Montpellier kostenlos?
Für die Bewohner der Metropolregion ist der Nahverkehr seit Ende 2023 kostenlos, für Reisende jedoch nicht. Als Besucher kaufst du ein reguläres Ticket am Automaten an der Haltestelle und entwertest es beim Einstieg. Fünf Tramlinien decken Zentrum, Bahnhof, Antigone, Port Marianne und die Park-and-Ride-Plätze am Stadtrand ab; Linie 5 kam Ende 2025 dazu.
Wie kommt man von Montpellier an den Strand?
Am schönsten mit dem Rad: Ein durchgehender Radweg folgt dem Lez nach Süden und danach der Trasse der alten Küstenbahn bis Palavas-les-Flots, gut eine Stunde ohne nennenswerte Steigung. Alternativ Tram plus Bus mit einmal Umsteigen; die aktuellen Linien erfragst du am Automaten oder im Tourismusbüro. Carnon, La Grande-Motte und Villeneuve-lès-Maguelone liegen ähnlich nah.
Wo wohnt man in Montpellier am besten?
Ohne Auto im Écusson oder rund um die Place de la Comédie – kurze Wege, alle Restaurants vor der Tür, der Bahnhof Saint-Roch fünf Minuten entfernt. Wer empfindlich schläft, nimmt dort ein Zimmer zum Hof. Mit Auto ist Port Marianne die entspanntere Wahl, mit Parkplatz am Haus und zehn bis fünfzehn Minuten Tramfahrt ins Zentrum.
Lohnt sich das Musée Fabre?
Für alle, die Malerei mögen, eindeutig. Das Haus geht auf die Sammlung des Malers François-Xavier Fabre von 1825 zurück, eröffnet wurde es 1828, und es zeigt alte Meister, französische Klassik, Courbets Bonjour Monsieur Courbet, Werke des in Montpellier geborenen Frédéric Bazille und einen eigenen Bereich zu Pierre Soulages. Es liegt an der Esplanade, wenige Schritte von der Comédie, und füllt problemlos einen halben Tag.
Was sollte man in Montpellier auf keinen Fall auslassen?
Die Place de la Comédie mit dem Opernhaus, das Baldachinportal der Cathédrale Saint-Pierre samt der benachbarten Medizinischen Fakultät, die Promenade du Peyrou mit Triumphbogen und Aquädukt und einen Gang durch die Achse von Antigone. Dazu ein halbes Dutzend Austern in den Halles Castellane und, wenn die Zeit reicht, den Nachmittag am Meer.
Was ist ein echter Geheimtipp in Montpellier?
Die Dachterrasse des Kongresszentrums Corum am Kopf der Esplanade – öffentlich zugänglich und mit dem besten Überblick über die Altstadt. Dazu der Jardin des Plantes, ab 1593 angelegt und der älteste botanische Garten Frankreichs, sowie der Spaziergang unter den Bögen des Aqueduc Saint-Clément, die nach knapp 900 Metern mitten im Wohnviertel Les Arceaux enden.
Wann ist die beste Reisezeit für Montpellier?
Mai, Juni, September und Oktober, mit Höchstwerten zwischen 21 und 28 Grad, langen Abenden und moderaten Preisen. Ab Juni ist das Meer badetauglich und bleibt es bis weit in den Oktober. Juli und August sind heiß und voll, dafür läuft der dichteste Festivalkalender. Im Oktober solltest du kurze, heftige Regenepisoden einplanen.
Was isst und trinkt man in Montpellier typischerweise?
Austern und Miesmuscheln aus der Lagune von Thau, die Tielle aus dem nahen Sète, Stierfleisch aus der Camargue als geschmorte Gardiane und Pélardon, den kleinen Ziegenkäse aus den Cevennen. Getrunken wird Languedoc – Picpoul de Pinet zu allem aus dem Wasser, Rote vom Pic Saint-Loup zum Fleisch. Als Mitbringsel taugen die Grisettes, Kugeln aus Honig und Süßholz.
Welche Tagesausflüge lohnen sich ab Montpellier?
Nîmes mit römischer Arena und Maison Carrée ist per Zug in etwa einer halben Stunde erreichbar, Sète mit Kanälen, Hafen und den Austernbänken am Étang de Thau ähnlich schnell. Mit dem Auto kommen der Pont du Gard, die Wehrstadt Aigues-Mortes samt Salzgärten und das Dorf Saint-Guilhem-le-Désert im Hérault-Tal dazu.
Braucht man in Montpellier ein Auto?
In der Stadt nicht – das Écusson ist autofrei, die Tram deckt den Rest ab, und Hotels in der Altstadt haben meist keine eigenen Stellplätze. Sinnvoll wird ein Wagen erst für die Camargue, den Pont du Gard oder das Weinland um den Pic Saint-Loup. Wer mit dem Auto anreist, stellt es am besten für den ganzen Aufenthalt im Parkhaus oder an einem Park-and-Ride-Platz ab.
Was kann man in Montpellier bei schlechtem Wetter machen?
Das Musée Fabre füllt einen halben Tag, der Pavillon Populaire zeigt Fotografie ohne Eintritt, und die Häuser von MO.CO. bespielen zeitgenössische Kunst an mehreren Adressen. Dazu die überdachten Markthallen Castellane und Laissac, die Krypta unter der Place Jean-Jaurès und das anatomische Theater im Hôtel Saint-Côme, das allerdings nur zu Führungen zugänglich ist.

· Sehenswürdigkeiten

Das musst du gesehen haben.

· Hotels

Wo übernachten.

· Restaurants

Wo essen.

· Aktivitäten

Was erleben.

MontpellierZehn Kilometer vor dem Mittelmeer liegt eine Stadt, in der mittelalterliche Gassen direkt auf einen postmodernen Prachtboulevard treffen und abends halb Montpellier auf einem der größten Fußgängerplätze Europas sitzt.

Der Reisebrief

Ein Ziel, ein Preisfund, ein Plan — mehr nicht.

Einmal im Monat: wohin es sich gerade lohnt — mit geprüftem Preis und fertigem Plan.

Kostenlos & jederzeit abbestellbar — Anmeldung mit Bestätigungs-Mail.

Reise buchen

Deine Montpellier-Reise buchen

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Hotels

Vom Boutique-Hotel in der Altstadt bis zum Landhaus im Grünen.

Hotels ansehen7 in Montpellier

Touren & Tickets

Museen, Wahrzeichen und Weinproben — Tickets und geführte Touren, oft ohne Anstehen.

Touren & Tickets3 in Montpellier

Anzeige · Buchung über Partner. Preise & Verfügbarkeit beim Anbieter. Warum wir empfehlen, was wir empfehlen

Keine Lust zu suchen? Sag uns Budget und Reisezeit — wir stellen dir Montpellier zusammen.

Persönliches Angebot anfragen →
Reiseplaner

Deine perfekte Reise – in Minuten geplant.

Sag uns, wohin und wie lange – der travelperfect Reiseplaner stellt dir Route, Highlights und Programm passend zusammen.

Reise planen
  • KI-Copilot
  • Route
  • Highlights
  • Crew
  • Budget
Reise buchen