Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Biarritz
Das Sehenswerte von Biarritz liegt auf gut zwei Kilometern Küstenlinie – vom Leuchtturm im Norden bis zur Côte des Basques läufst du alles zu Fuß ab.
Der Rocher de la Vierge ist das Bild, das jeder aus Biarritz mitbringt: ein vorgelagerter Felsen mit weißer Marienstatue, erreichbar über eine schmale eiserne Fußgängerbrücke, die vom Plateau de l'Atalaye hinausführt. Napoleon III. ließ den Felsen im 19. Jahrhundert erschließen, unter dem Plateau wurde dafür ein Tunnel durch den Stein getrieben, der bis heute die kürzeste Verbindung zum Fischerhafen ist. Bei auflandigem Wind schlägt die Gischt über das Geländer – dann wird die Brücke gesperrt, und zwar ohne Vorwarnung. Geh früh am Morgen hinaus, wenn die Reisegruppen noch nicht da sind, und schau von dort zurück auf die Stadt: Von keinem anderen Punkt siehst du Klippen, Strände und Villen so vollständig auf einmal.
Auf dem Plateau darüber steht das Musée de la Mer, das Aquarium von Biarritz, in einem Art-déco-Bau von 1933, dessen Fassade allein schon den Weg lohnt. Drinnen geht es um den Golf von Biskaya, um Haie, Rochen und die Fischerei der baskischen Küste; auf der Dachterrasse leben Seehunde, deren Fütterung zu festen Zeiten stattfindet – die aktuellen Uhrzeiten hängen am Eingang. Ein Stück tiefer, im Windschatten des Felsens, drängt sich der Port des Pêcheurs zusammen, ein Hafenbecken kaum größer als ein Hinterhof, gesäumt von den niedrigen Fischerhütten, den crampottes, in denen heute Restaurants wie Chez Albert sitzen. Es ist der Ort, an dem Biarritz noch am ehesten nach Dorf aussieht.
Nördlich davon öffnet sich die Grande Plage, der Stadtstrand, gerahmt vom Casino in seinem Art-déco-Bau von 1929 und am Nordende vom Hôtel du Palais. Das rosafarbene Gebäude war ursprünglich die Sommerresidenz der Kaiserin Eugénie und bestimmt bis heute die Silhouette der Uferpromenade, auch für alle, die dort nie übernachten werden. Von der Grande Plage führt die Avenue de l'Impératrice landeinwärts an Villen vorbei zur Église Orthodoxe Russe von 1892, deren blaue Kuppel an die russische Sommerkolonie erinnert. Wenige Minuten entfernt steht die Chapelle Impériale aus den 1860er-Jahren mit hispano-maurisch ausgemaltem Innenraum; sie öffnet nur an wenigen Tagen und Stunden, prüfe die Zeiten vorher, sonst stehst du vor verschlossener Tür.
Am nördlichen Stadtrand markiert der Phare de Biarritz von 1834 auf der Pointe Saint-Martin das Ende der Felsküste. Oben angekommen – über 248 Stufen – siehst du in die eine Richtung die Klippen des Baskenlands und in die andere den fast schnurgeraden Sandstrand, der über Anglet Richtung Landes zieht. Im Süden endet die Stadt an der Côte des Basques, über der die neugotisch anmutende Villa Belza aus dem späten 19. Jahrhundert auf ihrem Felsen sitzt. Wer Museen mag, findet abseits der Küste zwei ungewöhnliche: Asiatica mit asiatischer Kunst und ein Museum zur Geschichte der Schokolade, die über das nahe Bayonne nach Frankreich kam. Weiter südlich erklärt die Cité de l'Océan Wellen, Strömungen und Meeresforschung.







































