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Loggia des Papstpalastes
Die durchbrochene Benediktionsloggia aus dem 13. Jahrhundert ist Viterbos Wahrzeichen – filigrane Doppelsäulen über der Valle Faul.
◆ STADTVIERTEL · VITERBO
Der Colle del Duomo ist Viterbos ältester Hügel und seine größte Bühne: Hier residierten im 13. Jahrhundert die Päpste, hier erfand man das Konklave, hier stehen Kathedrale, Loggia und Kurienhäuser noch so beieinander wie auf mittelalterlichen Stichen. Abends, wenn die Besucher gegangen sind, gehört die Piazza dem Wind über der Valle Faul.

Der Colle del Duomo war schon besiedelt, lange bevor es Viterbo gab – hier lag der etruskisch geprägte Kern, aus dem die mittelalterliche Stadt wuchs. Im 12. Jahrhundert entstand die Kathedrale San Lorenzo mit ihrem kunstvollen Kosmaten-Fußboden; der gestreifte gotische Glockenturm kam später hinzu. Nach schweren Kriegsschäden wurde das Innere im 20. Jahrhundert wieder in seine romanische Form zurückgeführt.
Seine große Stunde erlebte der Hügel, als die Kurie Mitte des 13. Jahrhunderts vor den römischen Adelsfehden nach Viterbo auswich. Der Palazzo dei Papi mit seiner von schlanken Säulen getragenen Loggia wurde zur Residenz der Christenheit – und zum Schauplatz der Papstwahl von 1268 bis 1271, der längsten der Geschichte. Erst als die Viterbesi die Kardinäle einschlossen, die Verpflegung kürzten und das Dach abdecken ließen, stand mit Gregor X. ein Papst fest: Das Konklave war geboren. Im Dom liegt zudem Johannes XXI. begraben, der 1277 starb, als im Palast die Decke seines Studierzimmers einstürzte.
Heute verbindet ein Rundgang mit Kombiticket Palast, Kathedrale und das Museo Colle del Duomo mit seiner Sammlung sakraler Kunst. Danach lohnt der Blick von der Loggia über die Gärten der Valle Faul – und der kurze Abstieg über die Via San Lorenzo, vorbei an der Piazza della Morte mit ihrem Brunnen, zurück ins Gassengewirr der Altstadt.
01 · Highlights
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Die durchbrochene Benediktionsloggia aus dem 13. Jahrhundert ist Viterbos Wahrzeichen – filigrane Doppelsäulen über der Valle Faul.
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Im großen Saal des Palazzo dei Papi tagte von 1268 bis 1271 die längste Papstwahl der Geschichte – samt abgedecktem Dach.
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Romanischer Dom mit Kosmaten-Fußboden, gestreiftem Glockenturm und dem Grab Papst Johannes' XXI.
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Sakrale Kunst und Archäologie vom Domhügel – Teil des Kombitickets mit Palast und Kathedrale.
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Kleiner Platz mit Brunnen und Schatten am Fuß des Domhügels – guter Zwischenstopp auf dem Weg nach San Pellegrino.
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Ja. Der große Konklave-Saal und die Loggia sind im Rahmen des Rundgangs über den Colle del Duomo zugänglich, meist mit einem Kombiticket, das auch Kathedrale und Museo Colle del Duomo einschließt. Die Öffnungszeiten variieren saisonal – vormittags ist man am flexibelsten.
Weil die Papstwahl nach dem Tod Clemens' IV. ab 1268 fast drei Jahre ergebnislos blieb. Die Viterbesi verloren die Geduld, schlossen die Kardinäle im Palast ein – cum clave, mit dem Schlüssel –, kürzten die Verpflegung und deckten schließlich das Dach ab. 1271 wurde Gregor X. gewählt; die Regeln der Abschottung wurden später kirchenrechtlich festgeschrieben.
Der romanische Bau mit seinem Kosmaten-Fußboden, der gestreifte gotische Glockenturm und das Grab Papst Johannes' XXI., des einzigen portugiesischen Papstes, der 1277 in Viterbo starb. Nach Kriegsschäden wurde das Innere bewusst in die romanische Form zurückgeführt.
Für Palast, Loggia, Kathedrale und Museum sind anderthalb bis zwei Stunden realistisch. Wer nur die Piazza und die Loggia von außen sehen will, kommt mit einer halben Stunde aus – sollte den Hügel aber unbedingt noch einmal am Abend besuchen.
07 · In der Nähe
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