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Piazza Marconi
Der Dorfplatz am Wasser: Boote auf dem Pflaster, Trattorien unter den Turmhäusern und der ständige Wechsel von Ankunft und Abschied an der Mole.
◆ STADTVIERTEL · VERNAZZA
Die kleine Hafenbucht mit der Piazza Marconi ist Herz und Postkartenmotiv von Vernazza zugleich: bunte Boote auf dem Pflaster, Trattorien unter den Arkaden der Turmhäuser, die Kirche Santa Margherita di Antiochia mit den Füßen fast im Wasser – und über allem der runde Turm des Castello Doria. Hier legen die Fähren an, hier springt man von der Mole ins Wasser, hier endet jeder Spaziergang durchs Dorf.

Dass Vernazza im Mittelalter reicher war als seine Nachbarn, verdankt es dieser Bucht: dem einzigen natürlichen Hafen der Cinque Terre. Von hier liefen Schiffe der Seerepublik Genua aus, hierhin floss der Ertrag aus Seehandel und Wein – ablesbar an den Loggien und Portalen der Turmhäuser und an der Kirche Santa Margherita di Antiochia, die 1318 direkt auf den Fels am Wasser gebaut wurde. Ihr achteckiger Glockenturm und der Zugang über die Rückseite, weil die Fassade dem Meer zugewandt ist, machen sie zu einem der eigenwilligsten Gotteshäuser Liguriens.
Den südlichen Abschluss der Bucht bildet die alte Festungsanlage: Das Castello Doria mit dem runden Wachturm und der Bastion Belforte sollte die Bewohner rechtzeitig vor den Segeln der sarazenischen Piraten warnen. Heute warnt hier niemand mehr – vom Turm schaut man stattdessen auf das berühmteste Dorfpanorama der Küste, und in der Bastion serviert ein Restaurant Acciughe über der Brandung.
Tagsüber ist die Piazza Marconi Bühne: Kinder springen von der Mole, Fähren legen an und ab, an den Tischen der Trattorien wird Pesto gedreht. Wer das andere Gesicht des Platzes sehen will, kommt früh – wenn die Fischer ihre Boote richten und die Stühle noch gestapelt sind – oder bleibt bis nach Abfahrt der letzten Ausflugsboote, wenn das Licht warm über die Fassaden fällt und das Dorf hörbar ausatmet.
01 · Highlights
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Der Dorfplatz am Wasser: Boote auf dem Pflaster, Trattorien unter den Turmhäusern und der ständige Wechsel von Ankunft und Abschied an der Mole.
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Gotische Hafenkirche von 1318 mit achteckigem Glockenturm – innen drei schlichte Schiffe aus grauem Stein, durch deren Fenster die Brandung rauscht.
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Mittelalterliche Wehranlage über der Bucht – der runde Wachturm liefert den klassischen Blick über Dächer, Hafen und Steilküste.
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Wellenbrecher und Aussichtskanzel zugleich: vorn das offene Meer, hinten die berühmteste Hafenfront der Cinque Terre – der Platz für den Aperitivo.
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Ja – im kleinen Hafenbecken und an der winzigen Bucht direkt an der Piazza Marconi; Mutigere springen von den Felsen an der Mole. Infrastruktur gibt es keine, also Handtuch und Badeschuhe mitbringen.
Direkt an der Mole vor der Piazza Marconi. Von Frühjahr bis Herbst verbinden die Fähren Vernazza mit Monterosso, Manarola, Riomaggiore und Portovenere – nur Corniglia hat keinen Anleger.
Unbedingt: Der Blick vom runden Turm über Bucht, Dächer und Steilküste ist der beste des Dorfs. Der Aufstieg über die Treppen aus den Gassen am Platz dauert nur wenige Minuten, der Eintritt ist gering.
Früh am Morgen, wenn die Fischer ihre Boote richten und das Dorf den Einheimischen gehört – und abends nach Abfahrt der letzten Tagesgäste, wenn das Licht warm über die Turmhäuser fällt.
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