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Palazzo Borromeo & Terrassengärten
Prunksäle, Muschelgrotten und zehn Gartenebenen mit weißen Pfauen – das barocke Herzstück der Isola Bella.
◆ INSELN · STRESA
Vor Stresas Ufer ankern drei Inseln, die seit dem 17. Jahrhundert den Ruhm des Lago Maggiore begründen: Die Isola Bella trägt den Barockpalast der Borromeo und zehn Gartenterrassen, die sich wie ein Schiffsbug aus dem Wasser heben. Die Isola Madre ist ein botanischer Landschaftsgarten mit stillem Palazzo und frei laufenden Pfauen. Und die Isola dei Pescatori bleibt, was sie immer war – ein bewohntes Fischerdorf, dessen Trattorien den Fang des Sees auf die Terrassen bringen. Linienschiffe verbinden alle drei im Minutentakt mit Stresa.

Ab 1632 ließen die Borromeo aus einem kargen Felseneiland die Isola Bella formen – benannt nach Isabella d’Adda, der Frau von Carlo III. Borromeo. Über Generationen entstanden ein Palazzo mit Prunksälen, muschelverzierten Grottenräumen und Gemäldegalerien sowie zehn terrassierte Gartenebenen mit Statuen, Zitrusbäumen und weißen Pfauen. 1935 trafen sich hier Mussolini, Laval und MacDonald zur Konferenz von Stresa – die Inseln waren immer auch Bühne der Geschichte.
Die Isola Madre, die größte der drei, schlägt leisere Töne an: Ihr englischer Landschaftsgarten sammelt Kamelien, Magnolien und exotische Gehölze, dazwischen spazieren Pfauen und Fasane. Berühmt ist die mächtige Kaschmir-Zypresse vor dem Palazzo, die ein Unwetter 2006 umwarf und die in einer spektakulären Aktion wieder aufgerichtet wurde; im Haus zeigen die Borromeo unter anderem ihre historische Marionettentheater-Sammlung.
Die Isola dei Pescatori schließlich – offiziell Isola Superiore – ist keine Inszenierung, sondern ein Dorf: schmale Gassen, eine romanische Kirche, Häuser mit langen Balkonen, auf denen früher die Netze trockneten, und eine kleine Gemeinschaft, die als einzige das ganze Jahr auf den Inseln lebt. Wer den Unterschied schmecken will, bleibt mittags hier: Felchen und Barsch aus dem See, serviert auf Terrassen eine Armlänge über dem Wasser.
01 · Highlights
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Prunksäle, Muschelgrotten und zehn Gartenebenen mit weißen Pfauen – das barocke Herzstück der Isola Bella.
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Kamelien, Magnolien und die wiederaufgerichtete Kaschmir-Zypresse in einem englischen Landschaftsgarten.
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Ein echtes Fischerdorf mit romanischer Kirche, Netzbalkonen und Uferkanten zum Füße-Baumeln.
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Seefisch auf den Terrassen der Inseltrattorien – vom Belvedere am Westufer bis zum Elvezia auf der Isola Bella.
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06 · Häufige Fragen
Die Isola Bella ist mit Palazzo und Terrassengärten das spektakulärste Ziel und Pflicht beim ersten Besuch. Gartenliebhaber stellen oft die stillere Isola Madre darüber, Genießer die Isola dei Pescatori mit ihren Fisch-Trattorien. Mit einer Tageskarte lassen sich alle drei bequem an einem Tag verbinden.
Für die klassische Dreierrunde einen vollen Tag: je etwa zwei Stunden für Palazzo und Gärten der Isola Bella und für die Isola Madre, dazu ein langes Mittagessen auf der Isola dei Pescatori. Wer nur einen halben Tag hat, konzentriert sich auf die Isola Bella und das Fischerdorf.
In der Hochsaison sehr zu empfehlen: Die Borromeo-Häuser verkaufen Online-Tickets und Kombikarten für Isola Bella, Isola Madre und weitere Anwesen, mit denen du die Schlangen an den Inselkassen umgehst. Die Bootstickets der Linienschifffahrt gibt es problemlos am Anleger.
Ja, in kleinem Rahmen: Auf der Isola dei Pescatori bietet das Hotel Verbano Zimmer mit Seeterrasse, auf der Isola Bella das Boutique-Haus Elvezia. Inselnächte sind begehrt und früh ausgebucht – dafür gehören dir Gassen und Sonnenaufgang fast allein, sobald das letzte Tagesboot abgelegt hat.
07 · In der Nähe
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