Highlight
Altes Eingangstor
Das historische Tor mit dem Medici-Wappen markiert den Übergang vom offenen Land in die engen Gassen des Borgo.
◆ STADTVIERTEL · SANTO STEFANO DI SESSANIO
Wo die Treppengassen des Borgo Mediceo ins Offene übergehen, beginnt die Porta del Borgo – die bodenständige, alltägliche Seite von Santo Stefano. Rund um das alte Eingangstor mit dem Medici-Wappen reihen sich Hofläden, in denen Bauern die berühmten kleinen Bergllinsen, Schafskäse und Bergkräuter verkaufen, und kleine Trattorien, in denen Lamm und Linsensuppe nach alten Rezepten auf den Tisch kommen. Von den Terrassen am Dorfrand fällt der Blick weit hinaus auf das Hochplateau und die Bergketten des Gran Sasso. Hier ist Santo Stefano weniger Postkarte und mehr gelebter Alltag – der Ort, an dem man die Produkte und Menschen hinter der archaischen Schönheit kennenlernt.

Die Porta del Borgo ist das Viertel, in dem Santo Stefano bodenständig wird. Während sich oben um die Torre Medicea die restaurierte Schönheit des Borgo entfaltet, geht es hier um das, was den Ort seit jeher trägt: Landwirtschaft und Schafzucht in einer rauen Höhenlandschaft. Über Jahrhunderte zogen von hier die Herden über die tratturi zur Transhumanz; geblieben sind Schafskäse, Lammgerichte und vor allem die winzige Lenticchia di Santo Stefano di Sessanio, eine Bergllinse, die auf den kargen Hochfeldern gedeiht und heute als Slow-Food-Presidio geschützt ist.
Rund um das alte Eingangstor finden sich die Hofläden und kleinen Lokale, in denen diese Produkte verkauft und verkocht werden. Hier kauft man die Linsen direkt beim Erzeuger, probiert Bergkräuter und Honig und isst in familiengeführten Trattorien eine deftige Linsensuppe oder geschmortes Lamm. Die Karten hängen oft nur auf Italienisch, gezahlt wird gern in bar – es ist das ungeschminkte Gegenstück zum kuratierten Sextantio-Erlebnis oben im Borgo.
Und dann ist da der Blick. Vom Dorfrand öffnet sich das Land: Unter einem liegt das weite Hochplateau, dahinter staffeln sich die Ketten des Gran Sasso. Am Spätnachmittag, wenn das Licht golden über die Steinhäuser fällt und die Schafe von den Weiden zurückkehren, versteht man, warum die Menschen diesen kargen, schönen Ort nie ganz aufgegeben haben.
01 · Highlights
Highlight
Das historische Tor mit dem Medici-Wappen markiert den Übergang vom offenen Land in die engen Gassen des Borgo.
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Hier kauft man die geschützte Bergllinse direkt beim Erzeuger, dazu Schafskäse, Honig und Bergkräuter.
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Familiengeführte Lokale servieren Linsensuppe, geschmortes Lamm und Schafskäse nach alten Rezepten der Abruzzen.
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Vom Dorfrand fällt der Blick weit über das Hochplateau und die Ketten des Gran Sasso – besonders schön im Abendlicht.
02 · Essen & Trinken
03 · Sehenswürdigkeiten
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Es ist eine besonders kleine, dunkle Bergllinse, die auf den kargen Hochfeldern um das Dorf auf rund 1.250 Metern gedeiht. Sie gilt als sehr aromatisch, muss nicht eingeweicht werden und ist als Slow-Food-Presidio geschützt. In den Hofläden der Porta del Borgo kauft man sie direkt beim Erzeuger.
In den familiengeführten Trattorien rund um den Dorfeingang und in den Lokalen des Sextantio. Typisch sind Linsensuppe mit der lokalen Lenticchia, geschmortes Lamm, Schafskäse und Brot aus dem Holzofen – schlichte, ehrliche Bergküche der Abruzzen.
Ja, das lohnt sich. Die haltbaren Linsen, Schafskäse, Honig und Bergkräuter gibt es in den Hofläden am Dorfrand. Vakuumierte Linsen sind das klassische, leicht zu transportierende Mitbringsel aus Santo Stefano di Sessanio.
07 · In der Nähe
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