Der Besuch des Südtiroler Archäologiemuseums in der Museumstraße ist eine der eindrücklichsten Kulturerfahrungen in Bozen und führt direkt zu Ötzi, dem Mann aus dem Eis. Die Gletschermumie wurde 1991 in den Ötztaler Alpen am Tisenjoch entdeckt, stammt aus der Kupferzeit und ist rund 5.300 Jahre alt. Auf einem Rundgang über drei Stockwerke taucht man Schritt für Schritt in die Fundgeschichte und in das Leben der Menschen vor über fünf Jahrtausenden ein. Der Höhepunkt ist die Begegnung mit der Mumie selbst, die in einer eigens entwickelten Kühlzelle bei konstant rund minus sechs Grad und hoher Luftfeuchtigkeit konserviert wird. Durch ein kleines Fenster lässt sich Ötzi aus nächster Nähe betrachten. Rundherum erzählen die originalen Fundstücke seine Geschichte: die Kleidung aus Fell und Gras, die Schuhe, das wertvolle Kupferbeil sowie Pfeil und Bogen. Eine lebensgroße Rekonstruktion zeigt, wie er zu Lebzeiten ausgesehen haben könnte. Multimediale Stationen und Modelle machen die Forschungsergebnisse anschaulich, etwa zu Ötzis Ernährung, seinen zahlreichen Tätowierungen, seinen Krankheiten und den Umständen seines gewaltsamen Todes durch einen Pfeil. Für den Rundgang sollte man rund eine bis eineinhalb Stunden einplanen. Das Museum liegt zentral in der Altstadt, nur wenige Gehminuten vom Obstmarkt entfernt, und lässt sich gut mit einem Bummel durch die Lauben verbinden. Der Besuch ist ticketpflichtig; an Wochenenden und in der Hochsaison empfiehlt sich eine Reservierung, um Wartezeiten vor der Kühlzelle zu vermeiden.
Der Besuch führt durch das Südtiroler Archäologiemuseum in der Museumstraße, das meistbesuchte Museum Südtirols. Auf drei Stockwerken taucht man in die Fundgeschichte von Ötzi ein, der rund 5.300 Jahre alten Gletschermumie. Höhepunkt ist die Begegnung mit der Mumie selbst, die durch ein kleines Fenster einer Kühlzelle bei rund minus sechs Grad zu sehen ist. Rundherum erzählen originale Funde wie Fellkleidung, Schuhe und das Kupferbeil seine Geschichte, ergänzt von einer lebensgroßen Rekonstruktion und Multimediastationen zu Ernährung, Tätowierungen und den Umständen seines gewaltsamen Todes. Für den Rundgang sollte man rund eine bis eineinhalb Stunden einplanen.
