Das Forte Malatesta steht auf einem Felsvorsprung über dem Fluss Castellano am östlichen Rand der Altstadt von Ascoli Piceno und kontrolliert seit jeher den Zugang zur Stadt von dieser Seite. Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Antike zurück, doch die heutige Festungsgestalt erhielt das Bauwerk im 16. Jahrhundert durch Antonio da Sangallo den Jüngeren – jenen Architekten, der auch an bedeutenden Befestigungs- und Kirchenbauten des Kirchenstaates beteiligt war. Sein Name verleiht dem Forte Malatesta eine architekturgeschichtliche Bedeutung, die über die lokale Stadtgeschichte hinausreicht. Das Innere überrascht: Eingeschlossen in den massiven Festungsmauern befindet sich eine achteckige Kirche, deren Grundriss aus älterer Zeit stammt und in die Verteidigungsanlage integriert wurde. Diese Verbindung von Sakralbau und Wehrarchitektur ist ungewöhnlich und macht den Besuch über die reine Festungsbesichtigung hinaus interessant. Heute dient das Forte als Museum mit wechselnden Ausstellungen, sodass sich der Inhalt von Besuch zu Besuch unterscheiden kann. Ein Höhepunkt ist der Blick von den Mauern. Von oben überschaut man den Lauf des Castellano und die charakteristischen Travertindächer der Altstadt – ein anderer, höher gelegener Blickwinkel auf Ascoli Piceno als der von den Gassen und Plätzen aus. Travertin, der helle Kalkstein, prägt das gesamte Stadtbild und wird hier von außen sichtbar. Weil das Forte am Castellano liegt, lässt sich ein Besuch gut mit einem Spaziergang am Fluss verbinden. In der Nähe befindet sich auch der Ponte di Solestà, eine der besterhaltenen römischen Brücken Italiens. Wer Ascoli Piceno jenseits der zentralen Plätze kennenlernen möchte, findet im Forte Malatesta einen lohnenden Ausgangspunkt für den östlichen Stadtteil.
Eine kompakte Renaissance-Festung über dem Fluss Castellano, in deren Mauern eine ungewöhnliche achteckige Kirche eingeschlossen ist. Heute dient das Forte als Museum mit wechselnden Ausstellungen, deren Inhalt variiert. Von den Mauern öffnet sich ein erhöhter Blick auf den Fluss und die Travertindächer der Altstadt.
Der befestigte Ort über dem Castellano war schon in der Antike von Bedeutung, da er den östlichen Zugang zur Stadt kontrollierte. Die heutige Gestalt erhielt das Forte im 16. Jahrhundert durch Antonio da Sangallo den Jüngeren, der die Wehranlage um eine bereits bestehende achteckige Kirche errichten ließ. Diese Verbindung von Sakralbau und Festung blieb bis heute erhalten.
