Die Piazza del Popolo ist der zentrale Platz von Ascoli Piceno und der gesellschaftliche Mittelpunkt der Stadt. Ihr Boden besteht vollständig aus poliertem Travertin, dem hellen Kalkstein der Region, der im Nachmittagslicht schimmert und dem Platz seine besondere Wirkung verleiht. Wer den Platz betritt, steht buchstäblich auf einer durchgehenden Steinfläche, die das gesamte Areal überzieht. Ringsum laufen einheitliche Renaissance-Arkaden, die im 16. Jahrhundert geschaffen wurden – mit der erklärten Absicht, dass kein Palast den anderen übertrumpfen sollte. Diese gestalterische Einheitlichkeit ist ungewöhnlich und gibt dem Platz seine geschlossene, ruhige Geschlossenheit. Die Arkaden rahmen den freien Raum und schaffen zugleich überdachte Wege an den Rändern. An der Stirnseite erhebt sich der Palazzo dei Capitani del Popolo, das historische Rathaus, das dem Platz seine markante Front gibt. Seitlich öffnet sich die gotische Kirche San Francesco, ein Kontrast zu den Renaissance-Arkaden, und an einer Ecke wacht das Caffè Meletti, das Jugendstil-Café von 1907, unter dessen Arkaden man bei einem Espresso oder Aperitivo auf den Platz blickt. So treffen hier mehrere Epochen der Stadtgeschichte aufeinander. Die Piazza del Popolo ist nicht nur Architektur, sondern gelebter Stadtraum. Am Abend wird sie zur Bühne der passeggiata, des italienischen Flanierens, bei dem sich die Einwohner zum Spazieren und Treffen einfinden. Zu besonderen Anlässen ist der Platz Schauplatz der Quintana-Umzüge, des historischen Reiterfests in Renaissance-Kostümen. Damit verbindet die Piazza die Rolle eines architektonischen Höhepunkts mit der eines lebendigen Treffpunkts im Alltag Ascolis.
Einen weiten Platz mit durchgehendem Boden aus poliertem Travertin, umrahmt von einheitlichen Renaissance-Arkaden. An der Stirnseite steht der Palazzo dei Capitani del Popolo, seitlich die gotische Kirche San Francesco, an einer Ecke das Caffè Meletti. Am Abend wird der Platz zur Bühne der passeggiata.
Die einheitlichen Renaissance-Arkaden rund um den Platz entstanden im 16. Jahrhundert mit der Vorgabe, dass kein Palast den anderen übertreffen sollte – daher die geschlossene Gestaltung. Der Palazzo dei Capitani del Popolo und die gotische Kirche San Francesco zeugen von älteren Bauphasen, das Caffè Meletti kam 1907 hinzu.
