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Mirador de San Nicolás
Der berühmteste Aussichtspunkt der Stadt mit dem klassischen Blick über das Darro-Tal auf die Alhambra und die Sierra Nevada.
◆ STADTVIERTEL · GRANADA
Auf dem Hügel gegenüber der Alhambra windet sich der Albaicín als weißes Labyrinth aus Kopfsteingassen, Cármenes und Lehmmauern den Hang hinauf – das maurische Herz Granadas, seit 1994 UNESCO-Welterbe. Vom Mirador de San Nicolás schaut man über das Darro-Tal direkt auf die rotgoldene Festung, vor allem zum Sonnenuntergang ein Bild, das man nicht mehr vergisst.
Der Albaicín ist die älteste Siedlungsschicht Granadas: Hier stand schon vor der maurischen Blüte eine Festung, und im 13. Jahrhundert war das Viertel ein wohlhabender Stadtteil voller Paläste und Cármenes – jener typischen Granadiner Stadthäuser mit ummauertem Garten. Nach der christlichen Eroberung 1492 wurden die Moscheen abgerissen und durch Kirchen ersetzt, doch der maurische Grundriss blieb: ein steiles Gewirr aus Gassen, Sackgassen und kleinen Plätzen, das man am besten ziellos zu Fuß erkundet. Erhalten sind heute noch der Palast Dar al-Horra aus dem 15. Jahrhundert und das El Bañuelo, eine der besterhaltenen arabischen Badeanlagen Spaniens an der Carrera del Darro.
Wer hinaufsteigt, beginnt meist am Plaza Nueva und folgt der Carrera del Darro und dem Paseo de los Tristes – einem Uferweg am Fluss Darro, der unter mittelalterlichen Brücken hindurch direkt auf die Alhambra blickt. Von hier zweigen die Aufstiege ab: zur lebendigen Plaza Larga mit dem Hufeisenbogen Arco de las Pesas, dem alltäglichen Treffpunkt der Bewohner, und weiter zum berühmten Mirador de San Nicolás, dem klassischen Postkartenblick. Abends spielen dort Straßenmusiker, während die Sonne die Festungsmauern zum Glühen bringt.
Am Fuß des Viertels, gleich oberhalb der Plaza Nueva, liegt die Calle Calderería Nueva – die „Calle de las Teterías". Die enge Gasse erinnert an einen kleinen arabischen Souk: marokkanische Handwerksläden, bunte Glaslampen, Gewürze und eine Teestube neben der anderen, in denen man Minztee mit arabischem Gebäck trinkt. Sie ist touristisch, aber sie bewahrt den orientalischen Charakter, den der Albaicín seit der Nasridenzeit nie ganz verloren hat.
01 · Highlights
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Der berühmteste Aussichtspunkt der Stadt mit dem klassischen Blick über das Darro-Tal auf die Alhambra und die Sierra Nevada.
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Romantischer Uferweg am Fluss Darro mit mittelalterlichen Brücken und Blick auf die Festungsmauern.
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Souk-artige Gasse voller marokkanischer Läden und Teestuben, gleich oberhalb der Plaza Nueva.
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Eine der besterhaltenen arabischen Bäderanlagen Spaniens aus dem 11. Jahrhundert an der Carrera del Darro.
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Der alltägliche Mittelpunkt des Viertels mit Tavernen, Markttreiben und einem nasridischen Stadttor.
02 · Sehenswürdigkeiten
03 · Essen & Trinken
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Zum Sonnenuntergang, wenn die Abendsonne die Alhambra-Mauern rotgolden färbt. Dann ist es allerdings am vollsten – wer Ruhe sucht, kommt am Vormittag oder geht zum höher gelegenen Mirador de San Miguel Alto.
Von der Plaza Nueva fahren die kleinen Linienbusse C31 und C32 die steilen Gassen hinauf bis nahe San Nicolás. Zu Fuß ist es schön, aber steil und kopfsteingepflastert – festes Schuhwerk hilft.
Tagsüber ist das Viertel problemlos und das Verlaufen gehört zum Reiz. Abends sollte man auf den belebten Hauptwegen bleiben; die Gassen sind eng, dunkel und teils verwinkelt.
Ein Carmen ist ein typisches Granadiner Stadthaus mit ummauertem Garten und Innenhof. Im Albaicín sind viele heute Restaurants oder kleine Hotels – ideal, um mit Alhambra-Blick zu essen.
07 · In der Nähe
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