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Piazza San Pellegrino
Die vielleicht mittelalterlichste Platzkulisse Italiens: Wohnpalast, Kirche und Bögen aus dunklem Peperino auf wenigen Quadratmetern.
◆ STADTVIERTEL · VITERBO
Zwischen Piazza Fontana Grande und Porta San Pietro liegt das Quartier, das Viterbo weltberühmt machen müsste: San Pellegrino, ein seit dem 13. Jahrhundert nahezu unverändertes Geflecht aus Peperino-Häusern, Außentreppen, Türmen und Bögen. Kein Museum, sondern ein bewohntes Viertel – mit Antiquitätenläden, Ateliers und Katzen auf warmen Steinstufen.

Der Name verrät die Funktion: San Pellegrino lag an der Via Francigena, dem Pilgerweg von Canterbury nach Rom, und beherbergte Hospize und Herbergen für die Durchreisenden. Gebaut wurde mit dem Stein, der hier ansteht – grauschwarzem Peperino –, und so dicht, dass die Häuser einander über Schwibbögen abstützen. Typisch sind die profferli, außenliegende Treppen, die zur Wohnetage führen, während im Erdgeschoss Werkstatt oder Stall lag.
Das Herz ist die kleine Piazza San Pellegrino mit dem wehrhaften Palazzo degli Alessandri, dem Wohnpalast einer der mächtigen Familien des Mittelalters, und der schlichten Kirche San Pellegrino. Weil die Kulisse so vollständig ist, dient das Viertel immer wieder als Filmset – meist genügt es, die Autos wegzuräumen. Wer abseits der Hauptgasse abbiegt, findet Innenhöfe, Loggien und Brunnen, die in keinem Plan verzeichnet sind.
Heute teilen sich Antiquitätenhändler, Restauratoren und Keramiker die Erdgeschosse; an Wochenenden kommen die Römer zum Stöbern. Im Frühling schmücken die Bewohner zu San Pellegrino in Fiore Treppen und Plätze mit zehntausenden Blumen, und am Abend des 3. September drängt sich die Stadt hier, wenn die Macchina di Santa Rosa durch die engen Gassen getragen wird. Dazwischen gehört das Viertel den Katzen und dem Klang der eigenen Schritte.
01 · Highlights
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Die vielleicht mittelalterlichste Platzkulisse Italiens: Wohnpalast, Kirche und Bögen aus dunklem Peperino auf wenigen Quadratmetern.
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Wehrhafter Wohnpalast einer Viterbeser Adelsfamilie aus dem 13. Jahrhundert, der die kleine Piazza dominiert.
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Die außenliegenden Treppen und Stützbögen sind das Markenzeichen des Viertels – am schönsten im Streiflicht des Vormittags.
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In den Erdgeschossen stöbert man durch Antiquariate, Restaurierungswerkstätten und Keramikateliers.
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Im Frühling verwandeln zehntausende Blumen Treppen, Brunnen und Plätze des Viertels in einen Garten.
02 · Sehenswürdigkeiten
03 · Essen & Trinken
04 · Erleben
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Außenliegende Steintreppen, die direkt von der Gasse zur Wohnetage im ersten Stock führen – im Erdgeschoss lagen Werkstatt, Laden oder Stall. Sie sind das Markenzeichen der Viterbeser Mittelalterarchitektur und in San Pellegrino an fast jedem Haus zu sehen.
Bewohnt – und genau das macht den Reiz aus. Zwischen den mittelalterlichen Fassaden hängt Wäsche, in den Erdgeschossen arbeiten Antiquare und Restauratoren, abends füllen sich die kleinen Osterien. Es gibt keinen Eintritt und keine Absperrung, nur ein Viertel, das seit 800 Jahren in Gebrauch ist.
Im Frühling, in der Regel um Anfang Mai. Dann schmücken die Bewohner Treppen, Brunnen und Plätze mit zehntausenden Blumen, dazu kommen Stände und Veranstaltungen – das Viertel ist dann voll, aber so fotogen wie sonst nie. Die genauen Termine wechseln von Jahr zu Jahr.
Für den Durchgang über die Via San Pellegrino reicht eine halbe Stunde – aber das wäre schade. Mit Abstechern in die Quergassen, einem Blick in die Läden und einer Pause auf der Piazza sind anderthalb bis zwei Stunden realistisch, gern mehr mit Mittagessen in einer Osteria.
07 · In der Nähe
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