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Punta Bonfiglio
Der Aussichtssporn mit dem klassischen Manarola-Blick – terrassierter Park über dem Hafen, am schönsten zur blauen Stunde.
◆ ORTSTEIL · RIOMAGGIORE
Manarola gehört zur Gemeinde Riomaggiore und ist doch ein eigener Kosmos: ein Bündel pastellfarbener Häuser auf schwarzem Fels, umgeben von den steilsten Weinterrassen der Cinque Terre. Vom Aussichtssporn Punta Bonfiglio öffnet sich das vielleicht berühmteste Fotomotiv Italiens; dahinter reifen die Trauben für den süßen Sciacchetrà.

Manarola ist das Weindorf der Cinque Terre: Kein anderes der fünf Dörfer ist so eng mit seinen Terrassen verwachsen. Die Hänge über den Dächern sind bis hoch hinauf zum Bergweiler Volastra in schmale Streifen gegliedert, auf denen Bosco, Albarola und Vermentino wachsen – teils nur über Zahnrad-Bähnchen erreichbar, die die Kisten durch die Steillage tragen. Aus den besten, lange getrockneten Trauben entsteht der Sciacchetrà, der süße Stolz der Region.
Das Dorf selbst schiebt sich entlang der Via Discovolo einen Bachlauf hinab, bis die Häuser am schwarzen Fels über dem winzigen Hafen enden. Oben steht die gotische Kirche San Lorenzo aus dem 14. Jahrhundert mit ihrem freistehenden Glockenturm, der einst als Wachturm gegen Piraten diente; unten springen im Sommer die Mutigen von den Felsen ins tiefblaue Wasser.
Westlich des Hafens schiebt sich die Punta Bonfiglio ins Meer – ein terrassierter Park mit dem Blick, der Manarola weltberühmt gemacht hat. Im Advent verwandelt sich der gegenüberliegende Hang in eine der größten beleuchteten Krippen der Welt, ein Werk des Eisenbahners Mario Andreoli, der über Jahrzehnte Tausende Lichtfiguren aufstellte. Dazwischen liegt die Terrasse des Nessun Dorma, deren Aperitivo-Blick vermutlich öfter fotografiert wurde als mancher Staatsbesuch.
01 · Highlights
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Der Aussichtssporn mit dem klassischen Manarola-Blick – terrassierter Park über dem Hafen, am schönsten zur blauen Stunde.
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Der flache Felsweg hinüber nach Riomaggiore – rund 900 Meter Steilküste, seit Sommer 2024 wieder geöffnet.
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Der Panoramaweg durch die Reben hinauf zum Bergweiler Volastra zeigt die Kulturlandschaft, die das Welterbe begründet.
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Gotische Kirche von 1338 an der Piazza im Oberdorf – ihr freistehender Campanile diente einst als Wachturm.
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Ja – Manarola ist eine Fraktion der Gemeinde Riomaggiore, ebenso wie der Bergweiler Volastra darüber. Als Reiseziel hat das Dorf aber längst seinen eigenen Namen und Charakter: kleiner, ruhiger und noch stärker vom Wein geprägt.
Auf dem Spazierweg über die Punta Bonfiglio, den Felssporn westlich des Hafens. Von dort schaut man frontal auf die pastellfarbene Häuserwand über dem schwarzen Fels – zur blauen Stunde, wenn die Lichter angehen, ist das Motiv am stärksten.
Einen Strand gibt es nicht, aber die Felsen und die Rampe am winzigen Hafen sind eine beliebte Badestelle mit tiefem, glasklarem Wasser. Mutige springen von den höheren Felsen – Vorsicht bei Wellengang, dann lieber zuschauen.
Der süße Passito der Cinque Terre: Die besten Trauben aus den Steillagen trocknen nach der Lese wochenlang auf Gestellen, bevor sie gepresst werden. Das Ergebnis ist ein konzentrierter, bernsteinfarbener Dessertwein, der nur in winzigen Mengen entsteht – am besten direkt bei den Winzern über Manarola probieren.
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