📍 44.10°N · 9.74°E
Zoom 5 / 5Ortsteil · in Riomaggiore

◆ ORTSTEIL · RIOMAGGIORE

Centro Storico.
die steile Bühne über dem Hafen

Das obere Riomaggiore ist eine einzige steile Bühne: Die Via Colombo folgt dem überwölbten Bachbett des Rivus Maior bergauf, gesäumt von Friggitorien, Weinbars und kleinen Läden, während links und rechts Treppengassen zu Castello und Pfarrkirche hinaufklettern. Hier spielt der Alltag des Dorfes – zwischen Vespa-Geknatter, Wäscheleinen und dem Duft von frittiertem Fisch.

Centro Storico.
Entlang der Via Colombo, vom Bahnhofstunnel bergauf bis zur Kirche
Lage
Turmhäuser, Treppengassen, Streetfood & Weinbars
Charakter
Erstbesucher, Genießer, Fotografen
Gut für
Früh morgens oder nach Abfahrt der Tagesgäste
Beste Zeit

Eine Gasse über einem verschwundenen Bach

Die Via Colombo ist eigentlich ein Flussbett: Unter dem Pflaster der Hauptgasse rauscht der Rivus Maior, der dem Dorf den Namen gab und im 20. Jahrhundert überwölbt wurde, um Platz zu schaffen. Seither ist die Gasse Marktplatz, Flaniermeile und Wohnzimmer zugleich – morgens rollen die Händler ihre Kisten mit Sardellen und Zitronen heraus, abends sitzen Gäste mit Weingläsern auf den Treppenstufen der Seitengassen.

Über der Gasse staffeln sich die berühmten Turmhäuser: drei bis fünf Geschosse hoch, in Ocker, Rosa und Terrakotta gestrichen, viele mit zwei Eingängen auf unterschiedlichen Ebenen – ein Erbe der Zeit, als man vor Sarazenenüberfällen schnell nach oben fliehen wollte. Wer den Treppengassen folgt, landet beim Castello mit seinen runden Türmen oder an der gotischen Pfarrkirche San Giovanni Battista von 1340, deren Vorplatz einer der ruhigsten Aussichtspunkte des Dorfes ist.

Kulinarisch ist das Centro Storico die Schlagader Riomaggiores: Friggitorien reichen frittierten Fisch in der Papiertüte über die Theke, Enotechen schenken Vermentino und Cinque-Terre-DOC aus, kleine Läden verkaufen Pesto, eingelegte Sardellen und Sciacchetrà. Der beste Rat: einmal mit der Tüte in der Hand bergab zur Marina schlendern – und sich treiben lassen.

Via Colombo

02 · Sehenswürdigkeiten

Im Viertel entdecken.

04 · Essen & Trinken

Wo es schmeckt.

05 · Praktisch

Gut zu wissen.

Anreise
Vom Bahnhof durch den Fußgängertunnel direkt auf die Via Colombo
Beste Zeit
Vor 9 Uhr oder nach 18 Uhr, wenn die Tagesgäste weg sind
Gut für
Streetfood, Weinbars, Bummeln, den ersten Überblick
Preisniveau
Moderat – Friggitorien günstig, Enotechen gehoben
Insider-Tipp
Die Treppengassen oberhalb der Via Colombo führen zu Aussichtspunkten, die kaum jemand findet

06 · Häufige Fragen

Was Reisende oft fragen.

Warum heißt die Hauptgasse Via Colombo?

Sie ist nach Christoph Kolumbus benannt, dem berühmtesten Seefahrer Liguriens. Baulich ist sie das überwölbte Bett des Rivus Maior – des Bachs, der Riomaggiore den Namen gab und unter dem Pflaster weiterfließt.

Ist der Aufstieg zum Castello anstrengend?

Es sind einige steile Treppenzüge, aber gut machbar – etwa zehn Minuten ab der Via Colombo. Die Aussicht über die gestaffelten Dächer bis weit übers Meer entschädigt für jeden Höhenmeter.

Wo isst man im Centro Storico am besten?

Für die schnelle, ehrliche Variante stehen die Friggitorien an der Via Colombo – frittierter Fisch in der Papiertüte. Wer sitzen möchte, findet Weinbars und kleine Trattorien in den Seitengassen; die gehobeneren Fischrestaurants liegen unten an der Marina.

Lohnt sich das Viertel auch bei Regen?

Ja – die Kirche, die Enotechen und die kurzen Wege machen es zum besten Schlechtwetterprogramm des Dorfes. Bei kräftigem Regen sind die Treppen allerdings rutschig, gutes Schuhwerk hilft.

07 · In der Nähe

Weiter erkunden.

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travelperfect · Aktualisiert 13. Juni 2026