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Der Kamm des Cannubi
Ein schmales Sträßchen führt über den Hügelrücken – links und rechts die berühmtesten Rebzeilen Italiens, voraus das Panorama der Barolo-Dörfer.
◆ ORTSTEIL · BAROLO
Zwischen Barolo und der Straße nach Alba wölbt sich ein sanfter Hügelrücken, dessen Name unter Weinfreunden Andacht auslöst: Cannubi. Die Lage gilt als die berühmteste Italiens – der Überlieferung nach stand ihr Name schon auf einer Flasche von 1752, Jahrzehnte bevor man von „Barolo“ sprach. Wer den Kamm zu Fuß abläuft, blickt auf beide Talseiten, auf Castello und Dorf – und versteht, warum um jede Rebzeile hier so leidenschaftlich gerungen wird.

Cannubi ist mehr als ein Weinberg – er ist das historische Gedächtnis der Zone. Eine Flasche mit der Aufschrift „Cannubi 1752“ gilt als einer der ältesten Belege für eine Lagenbezeichnung im Piemont, datiert lange bevor der Wein der Gegend den Namen Barolo trug. Der sanfte Rücken liegt geschützt zwischen höheren Hügeln, und wo seine Böden ineinander übergehen, entstehen Weine, denen Kenner eine seltene Balance aus Kraft und Eleganz nachsagen.
Heute teilen sich einige der renommiertesten Güter der Langhe die Parzellen des Hügels, und kaum eine Lage Italiens wird auf Etiketten stolzer geführt. Über den Kamm zieht sich ein schmales Sträßchen, gesäumt von alten Cascine – perfekt für einen Spaziergang, bei dem links und rechts nur Rebzeilen, Rosen an den Zeilenköpfen und der Blick auf die Dörfer der Barolo-Zone bleiben.
Einkehr und Nachtlager liegen gleich an der Flanke: Auf der Kuppe bewirtet die Locanda in Cannubi mit Panoramaterrasse, am Fuß des Hügels empfängt der Agriturismo Il Gioco dell'Oca in einem Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert. Vom Dorf Barolo ist man zu Fuß in einer guten halben Stunde oben – am schönsten früh morgens oder zur goldenen Stunde, wenn das Licht flach über die Zeilen fällt.
01 · Highlights
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Ein schmales Sträßchen führt über den Hügelrücken – links und rechts die berühmtesten Rebzeilen Italiens, voraus das Panorama der Barolo-Dörfer.
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Mittagessen über den Reben: Langhe-Küche der Tenuta Carretta mit einer der schönsten Terrassen der Zone.
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Im September und Oktober wird zwischen den Zeilen geerntet – Trauben-Kisten, Traktoren und Nebelmorgen inklusive.
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Von der Südflanke des Hügels liegt Barolo wie gemalt unter seinem Schloss – der klassische Fotopunkt, besonders am Abend.
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Weil er als eine der ältesten dokumentierten Lagen Italiens gilt – der Überlieferung nach stand „Cannubi“ schon 1752 auf einer Flasche, früher als der Name Barolo selbst – und weil seine Weine eine vielgerühmte Balance aus Kraft und Eleganz zeigen. Entsprechend begehrt sind die Parzellen unter den Erzeugern der Zone.
Zu Fuß ab dem Dorf Barolo in rund 30 Minuten über die kleinen Sträßchen Richtung Alba; mit dem Auto oder E-Bike sind es nur wenige Minuten. Der Kammweg ist asphaltiert, aber kaum befahren – festes Schuhwerk reicht völlig.
Auf den Wegen und Sträßchen ja – die Rebzeilen selbst sind Privatbesitz und Arbeitsort. Zur Lese im Herbst gilt besondere Rücksicht: den Erntehelfern und Traktoren Platz machen und keine Trauben anfassen.
Ja: Die Locanda in Cannubi bewirtet auf der Kuppe mit Panoramaterrasse und vermietet einige Zimmer, und am Fuß des Hügels liegt der Agriturismo Il Gioco dell'Oca in einem restaurierten Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert.
07 · In der Nähe
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