Annecy ist die Stadt, in der die Savoyer Alpen unmittelbar ins Wasser steigen. Durch die Altstadt ziehen die Arme des Flusses Thiou, gesäumt von pastellfarbenen Häusern, kleinen Brücken und Geranienkästen – ein Bild, das der Stadt den Beinamen „Venedig der Alpen“ eingetragen hat. Über das Wasser führen schmale Gassen mit Arkaden, in denen sich Cafés, Käsehändler und kleine Werkstätten aneinanderreihen. Im Herzen der Altstadt liegt das Palais de l'Île, eine schiffsförmige Inselfestung aus dem 12. Jahrhundert, die einst als Gefängnis und Gerichtssitz diente und heute zu den meistfotografierten Motiven Frankreichs zählt. Von hier steigen die Gassen hinauf zum Château d'Annecy, der ehemaligen Residenz der Grafen von Genf, das hoch über den Dächern thront und einen weiten Blick über Stadt und See bietet. Doch das eigentliche Wunder ist der Lac d'Annecy. Der See gilt als einer der saubersten Seen Europas, ein türkisblaues Becken zwischen steilen Bergflanken. An seinem Ufer liegen Badestege, kleine Häfen und ein beliebter Radweg, der auf einer alten Bahntrasse rund um das Wasser führt. Im Sommer wird der See zum Zentrum des Lebens: Stand-up-Paddling, Segeln, Schwimmen und Bootsausflüge gehören ebenso dazu wie ein Picknick am grünen Pâquier, der großen Uferwiese vor der Stadt. Annecy ist außerdem ein hervorragender Ausgangspunkt in die Berge. Wanderwege führen hinauf zum Semnoz oder zum Aussichtspunkt am Col de la Forclaz, von dem aus Gleitschirmflieger über den See gleiten. Die savoyische Küche – Tartiflette, Raclette, Fondue und der Reblochon-Käse – rundet das Erlebnis ab und macht Annecy zu einem Ort, an dem sich Alpen und Mittelmeerleichtigkeit auf seltene Weise begegnen.




