An der Piazza Bellini im Zentrum Palermos stehen zwei der bedeutendsten mittelalterlichen Kirchen Siziliens unmittelbar nebeneinander. Beide gehören zum UNESCO-Welterbe arabisch-normannisches Palermo und verkörpern auf engstem Raum die kulturelle Synthese, die die Insel im 12. Jahrhundert prägte. La Martorana, offiziell Santa Maria dell'Ammiraglio, wurde 1143 von Georg von Antiochia, dem Admiral König Rogers II., gegründet. Sie bewahrt einige der ältesten und am besten erhaltenen byzantinischen Mosaike Siziliens. An den Wänden und in der Kuppel leuchten Goldgrundmosaike mit Christus, Maria und den Aposteln, darunter die berühmte Darstellung der Krönung Rogers II. durch Christus – ein einzigartiges politisches und religiöses Bilddokument. Spätere Jahrhunderte fügten barocke Elemente hinzu, sodass byzantinische und barocke Kunst in einem Raum aufeinandertreffen. Direkt daneben steht die Chiesa di San Cataldo, gestiftet im 12. Jahrhundert. Mit ihren drei charakteristischen roten Kuppeln, den schlichten Steinmauern und dem nahezu ungeschmückten Inneren gilt sie als eines der reinsten Beispiele arabisch-normannischer Architektur. Während La Martorana mit dem Glanz ihrer Mosaike beeindruckt, überzeugt San Cataldo durch klare geometrische Strenge. Der Besuch beider Kirchen nebeneinander zeigt eindrücklich die zwei Gesichter dieser Epoche und lässt sich bequem in einen Altstadtrundgang einbinden, da die Piazza Bellini nur wenige Schritte von der Fontana Pretoria und den Quattro Canti entfernt liegt.
Auf der Piazza Bellini erheben sich die beiden Kirchen direkt nebeneinander. In La Martorana fesseln die byzantinischen Goldmosaike mit Christus, Maria und der Krönung Rogers II. den Blick, während barocke Zutaten den späteren Umbau zeigen. Das benachbarte San Cataldo überrascht mit seiner klaren, fast schmucklosen Steinarchitektur und den roten Kuppeln. Der Besuch beider Bauten zeigt die zwei Gesichter der arabisch-normannischen Epoche.
La Martorana wurde 1143 von Georg von Antiochia, dem Admiral König Rogers II., gegründet und erhielt ihren volkstümlichen Namen von einem benachbarten Kloster. San Cataldo entstand wenig später im 12. Jahrhundert. Beide Bauten überstanden die Jahrhunderte und wurden 2015 als Teil des arabisch-normannischen Palermo in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
