Die Piazza del Plebiscito ist der größte und repräsentativste Platz Neapels und das zeremonielle Herz der Stadt. Auf der einen Seite wird er vom Palazzo Reale, dem ehemaligen Königspalast, begrenzt, auf der gegenüberliegenden Seite von der klassizistischen Kirche San Francesco di Paola, deren halbrunde Säulenkolonnade den Platz umfängt und deren mächtige Kuppel an das Pantheon in Rom erinnert. Diese Gegenüberstellung von Palast und Kirche, verbunden durch den weiten, offenen Raum, macht die besondere Wirkung des Platzes aus. Der Name erinnert an die Volksabstimmung (Plebiszit) von 1860, mit der die Bevölkerung für die Vereinigung mit dem Königreich Sardinien und damit für das geeinte Italien stimmte. In der Mitte des Platzes stehen zwei Reiterstandbilder bourbonischer Könige. Der Platz ist frei zugänglich und dient bis heute als Bühne für Konzerte, Großveranstaltungen und Feste. Für Reisende ist die Piazza del Plebiscito ein zentraler Orientierungspunkt: Von hier aus sind die Galleria Umberto I, das Teatro San Carlo, das Castel Nuovo und über die Via Toledo die Altstadt gut zu erreichen. Eine lokale Tradition lädt zum Mitmachen ein: Mit verbundenen Augen versuchen Besucher, die Strecke zwischen den beiden Reiterstatuen geradeaus zu durchqueren, was erfahrungsgemäß selten gelingt. Wer die monumentale, klassizistische Seite Neapels sehen will, beginnt seinen Rundgang am besten hier.
Erwartet wird ein weiter, offener Platz, der von zwei monumentalen Bauten geprägt ist: dem Palazzo Reale auf der einen und der klassizistischen Kirche San Francesco di Paola mit ihrer halbrunden Kolonnade und Kuppel auf der anderen Seite. In der Mitte stehen zwei Reiterstandbilder bourbonischer Könige. Der Platz ist frei zugänglich, oft belebt und je nach Anlass Schauplatz von Konzerten oder Veranstaltungen. Der Besuch ist kostenlos und jederzeit möglich.
Der Platz wurde im frühen 19. Jahrhundert unter französischer und später bourbonischer Herrschaft gestaltet, die Kirche San Francesco di Paola entstand als Erfüllung eines Gelübdes von König Ferdinand I. Seinen heutigen Namen erhielt der Platz nach der Volksabstimmung von 1860, die Neapel an das entstehende Königreich Italien anschloss.
