
◆ STADT · NIEDERÖSTERREICH
Krems ist das Tor zur Wachau und zugleich ihr kultiviertestes Ende: Wo der Fluss aus der engen Schlucht zwischen den Weinterrassen heraustritt, beginnt eine Doppelstadt aus Krems und Stein, die seit über tausend Jahren von Wein, Handel und Kunst lebt. Durch das wuchtige Steiner Tor betrittst du eine Altstadt aus Bürgerhäusern, Arkadenhöfen und Heurigenschankgärten, entlang der Donau zieht sich die Kunstmeile mit Kunsthalle, Karikaturmuseum und Landesgalerie. Über allem thront die Benediktinerabtei Göttweig, und in den Kellern reift der Grüne Veltliner, für den dieser Landstrich weltberühmt ist.

Krems gehört zu den ältesten Städten Österreichs – schon 995 wird der Ort als „urbs Chremisa“ erstmals erwähnt, und im Mittelalter prägte er als Handelsplatz und Münzstätte den Donauraum. Wer durch die Untere und Obere Landstraße bummelt, läuft an Bürgerhäusern entlang, deren Fassaden und Arkadenhöfe vom Wohlstand des Weinhandels erzählen. Am östlichen Ende der Altstadt steht das Steiner Tor von 1480, das letzte erhaltene der einstigen Stadttore: zwei runde Flankentürme, ein spitzer Mittelbau und ein Rokoko-Aufsatz, der das Wahrzeichen der Stadt bis heute ziert.
Krems ist in Wahrheit eine Doppelstadt. Östlich liegt das geschäftige Krems mit Fußgängerzone, Pfarrkirche und der gotischen Piaristenkirche auf dem Hügel; westlich, durch das alte Mautquartier „Und“ verbunden, schmiegt sich das stillere Stein an den Fluss. „Krems und Stein und Und sind drei Städte“, sagt ein altes Wortspiel – und tatsächlich wirkt Stein mit seinen Renaissance-Höfen, dem Frauenbergkirchturm und der Schlagbrücke wie ein eigenes kleines Donaustädtchen. Genau hier, zwischen beiden Polen, hat sich entlang der Donau die Kunstmeile gespannt.
Denn Krems ist heute beides: Weinhauptstadt und Kunstort. In der Kunsthalle, im Karikaturmuseum und in der 2019 eröffneten Landesgalerie Niederösterreich begegnen sich internationale Gegenwartskunst und Satire auf engem Raum. Dazwischen reift in den Kellern der Winzer der Grüne Veltliner und der Riesling, die das Kremstal und die angrenzende Wachau zu einem der besten Weißweingebiete Europas gemacht haben. travelperfect rät, die Stadt als Standort zu nehmen: ein, zwei ruhige Tage zwischen Heurigem und Galerie, von dort per Schiff oder Rad hinaus in die Weinberge von Dürnstein, Spitz und zur Abtei Göttweig.
01 · Auf einen Blick
· Stadtviertel




· Sehenswürdigkeiten
· Entdecken & Buchen
02 · Was tun
Altstadt & Stadttor
Der klassische Rundgang beginnt am Steiner Tor von 1480 und führt durch die Fußgängerzone der Landstraße zu Bürgerhäusern, Arkadenhöfen und der Pfarrkirche St. Veit. Hinauf zur Piaristenkirche lohnt der Anstieg über die Stufen wegen des Blicks über Dächer und Weinberge. In Stein schließen sich die Renaissance-Höfe, das Mautamt „Und“ und die alte Schiffmeisterzeile an die Donaupromenade an.
Kunstmeile
Auf rund 1,6 Kilometern reihen sich entlang der Donau die wichtigsten Kunsthäuser Niederösterreichs: die Kunsthalle Krems für internationale Gegenwartskunst, das Karikaturmuseum als einziges seiner Art in Österreich und die 2019 eröffnete Landesgalerie Niederösterreich in ihrer markanten verdrehten Fassade. Dazu das Forum Frohner und die museumkrems in der ehemaligen Dominikanerkirche – ein Tag reicht kaum.
Wein & Heuriger
Krems ist die heimliche Weinhauptstadt der Region: Hier sitzt mit dem Weingut Stadt Krems eines der ältesten Weingüter Österreichs, und in der Sandgrube 13 macht das Erlebnisweingut Winzer Krems die Welt des Grünen Veltliners begreifbar. Am Abend gehört die Stadt den Heurigen – ausg’steckt is’, wenn der grüne Föhrenbusch am Tor hängt, und es Sturm, Brettljause und neuen Wein gibt.
Donautal & Wachau
Von der Schiffsstation Krems startet die klassische Wachau-Rundfahrt flussaufwärts nach Dürnstein und Spitz bis Melk – das engste, schönste Stück des Donautals. Wer lieber radelt, folgt dem Donauradweg durch die Weinterrassen. Auf der anderen Flussseite thront das Benediktinerstift Göttweig über dem Tal, von dessen Stiftsterrasse der Blick über Krems und die Donau am weitesten reicht.
03 · Wann
Krems liegt im pannonisch beeinflussten Osten Österreichs und zählt zu den wärmsten, trockensten und sonnigsten Ecken des Landes – ein Klima, das den Wein und die Marillen der Wachau erst möglich macht. Frühling und Frühherbst sind ideal: dann blühen oder leuchten die Weinterrassen, ohne dass Sommerhitze oder Lese-Trubel den Tag bestimmen.
04 · Häufige Fragen
Frühling und Herbst sind ideal. Ende März bis Anfang April lockt die Marillenblüte, die die ganze Wachau weiß-rosa färbt. September und Oktober bringen die Weinlese, milde 16 bis 24 °C, Sturm und Most und goldene Weinberge. Den Hochsommer kann man gut bereisen, sollte aber mit Hitze und vollen Schiffen rechnen.
Am bequemsten mit der Bahn: Vom Wiener Franz-Josefs-Bahnhof fahren direkte Züge in rund einer Stunde nach Krems an der Donau, alternativ über St. Pölten. Mit dem Auto sind es über die A22 und S5 ebenfalls etwa eine Stunde. Wer Zeit hat, kombiniert die Hinfahrt mit einer Wachau-Schifffahrt ab Wien oder Melk.
Für die Stadt selbst – Altstadt, Stein und die Kunstmeile – reicht ein voller Tag. Als Standort für die Wachau lohnen sich zwei bis drei Tage: einen Tag Krems, einen für die Schifffahrt nach Dürnstein und Melk und einen für Weinberge, Heurige und das Stift Göttweig.
Sehr, auch für Reisende, die nicht ausgesprochene Kunstkenner sind. Auf 1,6 Kilometern bündeln Kunsthalle, Karikaturmuseum und Landesgalerie Niederösterreich ein erstaunlich dichtes Programm; das Karikaturmuseum ist das einzige seiner Art in Österreich. Ein Kombiticket spart Geld, und die Häuser liegen alle in Gehweite zur Donaupromenade.
Krems ist Heimat von Grünem Veltliner und Riesling. Beim Weingut Stadt Krems und beim Erlebnisweingut Sandgrube 13 (Winzer Krems) kann man verkosten und hinter die Kulissen schauen. Am authentischsten ist der Wein aber beim Heurigen: Hängt der grüne Föhrenbusch am Tor, ist „ausg’steckt“ und es gibt offenen Wein und eine deftige Jause.
Die Klassiker: per Schiff oder Rad flussaufwärts nach Dürnstein mit seiner blauen Stiftskirche und der Burgruine, weiter nach Spitz und bis zum Barockstift Melk. Auf der anderen Donauseite thront das Benediktinerstift Göttweig über dem Tal. Auch Grafenegg mit seinem Schloss und Konzertsommer und die Landeshauptstadt St. Pölten sind schnell erreicht.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Krems und der Wachau.
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