Wer durch das Regierungsviertel von St. Pölten spaziert, dem fällt er unweigerlich ins Auge: der Klangturm, ein schlankes, 67 Meter hohes Stahlbauwerk, das wie eine Skulptur aus dem Boden zu wachsen scheint. Errichtet im Zuge der Entstehung des neuen Regierungsviertels in den 1990er Jahren, ist er längst zum Symbol der niederösterreichischen Landeshauptstadt geworden – nicht trotz seiner Modernität, sondern genau deswegen. Der Name ist Programm: Im Inneren des Turms ist eine Klanginstallation untergebracht, die den Besuch zu einem sinnlichen Erlebnis macht. Wer die Kabine betritt und nach oben fährt, hört Töne, Klänge und Kompositionen, die eigens für diesen Ort geschaffen wurden. Es ist kein Museum im klassischen Sinne, kein Panoramarestaurant – sondern ein Ort, an dem Architektur und Akustik eine ungewöhnliche Allianz eingehen. Diese Verbindung macht den Klangturm zu etwas, das man in dieser Form selten findet. Oben angekommen öffnet sich der Blick über St. Pölten und das niederösterreichische Alpenvorland. An klaren Tagen reicht die Sicht weit über die Dächer der Stadt hinaus – zu den Ausläufern der Alpen im Süden und den sanften Hügeln des Mostviertels im Westen. Das Regierungsviertel selbst, mit dem Klangturm als Mittelpunkt, zeigt sich von oben als durchdachtes städtebauliches Ensemble: die Niederösterreichische Landesregierung, das Festspielhaus und der Landhausplatz fügen sich zu einem Bild zusammen, das man so vom Boden aus nicht erfassen kann. Der Besuch selbst ist überschaubar in der Dauer – wer sich Zeit nimmt, die Klanginstallation auf sich wirken zu lassen und oben den Ausblick genießt, ist gut eine halbe Stunde beschäftigt. Das macht den Klangturm zu einem idealen Programmpunkt für einen Stadtrundgang, bei dem man ihn mit einem Spaziergang über den Landhausplatz oder einem Besuch des nahen Festspielhauses verbinden kann. Für Familien mit Kindern ist der Turm ebenfalls geeignet – die Fahrt nach oben und der ungewohnte Blick auf die Stadt sind auch für jüngere Besucher ein echtes Erlebnis.
Besucher erleben eine Fahrt in einem Aufzug mit eigens komponierter Klanginstallation auf 67 Meter Höhe. Oben erwartet ein Panoramablick über St. Pölten, das Regierungsviertel mit Festspielhaus und Landhausplatz sowie bei guter Sicht die Alpen. Der Besuch ist kurz und konzentriert – ideal als Teil eines Stadtrundgangs.
Der Klangturm wurde in den 1990er Jahren im Zuge der Neugestaltung des Regierungsviertels von St. Pölten errichtet, als die Stadt zur Landeshauptstadt Niederösterreichs ausgebaut wurde. Das Regierungsviertel entstand als städtebauliches Gesamtprojekt, zu dem neben dem Landhausplatz und dem Festspielhaus auch der Klangturm als markantes Zeichen der neuen Landeshauptstadt gehört. Die Integration einer Klanginstallation in das Bauwerk war von Beginn an Teil des Konzepts und macht den Turm zu mehr als einem reinen Aussichtspunkt.
