📍 43.95°N · 4.81°E
Zoom 5 / 5Viertel · in Avignon

◆ STADTVIERTEL · AVIGNON

Quartier des Teinturiers.
der Wasserräder

Entlang eines schmalen Arms der Sorgue zieht sich die kopfsteingepflasterte Rue des Teinturiers, beschattet von Platanen und gesäumt von alten Mühlrädern. Das einstige Färberviertel ist heute das bohemehafteste Eck Avignons – mit Galerien, kleinen Cafés am Wasser und einem Rhythmus, der hier deutlich langsamer schlägt als in der übrigen Altstadt.

Südosten der Altstadt, vom Rue des Lices bis zur Stadtmauer
Lage
Bohemehaft, künstlerisch, ruhig am Sorgue-Kanal
Charakter
Spaziergänge am Wasser, Galerien, entspannte Cafés, Fotos
Gut für
Vormittag für Ruhe, Abend für die lauschige Caféstimmung
Beste Zeit

Die Straße der Wasserräder der Wasserräder

Die Rue des Teinturiers, die Straße der Färber, verdankt ihren Namen der Textilindustrie, die hier vom 14. bis ins 19. Jahrhundert blühte. Sie folgt einem schmalen Arm der Sorgue, der vom Quellwasser der Fontaine de Vaucluse gespeist wird – schon 1477 baten die Färber darum, das Wasser der Durançole umzuleiten, damit nur das reine Sorguewasser ihre Stoffe färbte. Bis zu 23 Schaufelräder trieben einst Mühlen und Seidenspinnereien an; vier davon sind bis heute am Kanal erhalten, weshalb Einheimische die Gasse auch „rue des Roues“, Straße der Räder, nennen.

Im Schatten der Platanen steht die Chapelle des Pénitents Gris, die Kapelle der Grauen Büßer. König Ludwig VIII. gründete die Bruderschaft 1226; sie ist die älteste Avignons und bis heute aktiv. Jeden 30. November feiern die Mitglieder ein Wunder: An jenem Tag im Jahr 1433 soll das Wasser im überfluteten Kirchenschiff sich geteilt und den Büßern einen trockenen Weg gelassen haben, um das Allerheiligste in Sicherheit zu bringen.

Heute ist das Viertel die wohl atmosphärischste Ecke Avignons. In den ehemaligen Werkstätten haben sich Cafés, kleine Restaurants, Galerien und Läden eingerichtet, viele mit Tischen direkt am Kanal. Während des Theaterfestivals pulsiert die Straße bis spät in die Nacht, doch auch an gewöhnlichen Tagen liegt über dem Kopfsteinpflaster und den alten Mühlrädern ein leiser, künstlerischer Zauber.

Quartier des Teinturiers

02 · Sehenswürdigkeiten

Im Viertel entdecken.

03 · Essen & Trinken

Wo es schmeckt.

Noch keine Restaurants hinterlegt.

05 · Praktisch

Gut zu wissen.

Anreise
Zu Fuß vom Zentrum; vom Rue des Lices in das Viertel hineingehen, autofreie Gasse
Beste Zeit
Vormittags ruhig und fotogen, abends für die Caféstimmung – im Juli besonders lebendig
Gut für
Bummeln, Kunst, ruhiges Essen, Fotografie
Preisniveau
Moderat – entspanntere und oft günstigere Lokale als an den Hauptplätzen
Insider-Tipp
Die Chapelle des Pénitents Gris ist nur zu Gottesdiensten geöffnet – wer das Innere sehen will, sollte die Liturgiezeiten vorab prüfen

06 · Häufige Fragen

Was Reisende oft fragen.

Warum heißt es Rue des Teinturiers?

Der Name bedeutet „Straße der Färber“ und geht auf die Textil- und Färberindustrie zurück, die hier vom 14. bis 19. Jahrhundert mit Wasserkraft der Sorgue betrieben wurde.

Wie viele Wasserräder gibt es noch?

Von ursprünglich rund 23 Schaufelrädern sind heute noch vier am Kanal erhalten – sie geben der Gasse ihren Spitznamen „rue des Roues“.

Kann man die Chapelle des Pénitents Gris besichtigen?

Die Kapelle ist die älteste Bruderschaft Avignons und bis heute aktiv, aber in der Regel nur zu liturgischen Anlässen geöffnet.

Ist das Viertel auch ohne Festival einen Besuch wert?

Unbedingt – die kopfsteingepflasterte Gasse am Wasser, die Platanen, Galerien und Cafés machen es das ganze Jahr über zur stimmungsvollsten Ecke Avignons.

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travelperfect · Aktualisiert 6. Juni 2026