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Die erhaltenen Wasserräder (roues à aubes)
Vier der einst 23 Schaufelräder drehen sich noch am Kanal und erinnern an die Färber- und Seidenmühlen früherer Jahrhunderte.
◆ STADTVIERTEL · AVIGNON
Entlang eines schmalen Arms der Sorgue zieht sich die kopfsteingepflasterte Rue des Teinturiers, beschattet von Platanen und gesäumt von alten Mühlrädern. Das einstige Färberviertel ist heute das bohemehafteste Eck Avignons – mit Galerien, kleinen Cafés am Wasser und einem Rhythmus, der hier deutlich langsamer schlägt als in der übrigen Altstadt.
Die Rue des Teinturiers, die Straße der Färber, verdankt ihren Namen der Textilindustrie, die hier vom 14. bis ins 19. Jahrhundert blühte. Sie folgt einem schmalen Arm der Sorgue, der vom Quellwasser der Fontaine de Vaucluse gespeist wird – schon 1477 baten die Färber darum, das Wasser der Durançole umzuleiten, damit nur das reine Sorguewasser ihre Stoffe färbte. Bis zu 23 Schaufelräder trieben einst Mühlen und Seidenspinnereien an; vier davon sind bis heute am Kanal erhalten, weshalb Einheimische die Gasse auch „rue des Roues“, Straße der Räder, nennen.
Im Schatten der Platanen steht die Chapelle des Pénitents Gris, die Kapelle der Grauen Büßer. König Ludwig VIII. gründete die Bruderschaft 1226; sie ist die älteste Avignons und bis heute aktiv. Jeden 30. November feiern die Mitglieder ein Wunder: An jenem Tag im Jahr 1433 soll das Wasser im überfluteten Kirchenschiff sich geteilt und den Büßern einen trockenen Weg gelassen haben, um das Allerheiligste in Sicherheit zu bringen.
Heute ist das Viertel die wohl atmosphärischste Ecke Avignons. In den ehemaligen Werkstätten haben sich Cafés, kleine Restaurants, Galerien und Läden eingerichtet, viele mit Tischen direkt am Kanal. Während des Theaterfestivals pulsiert die Straße bis spät in die Nacht, doch auch an gewöhnlichen Tagen liegt über dem Kopfsteinpflaster und den alten Mühlrädern ein leiser, künstlerischer Zauber.
01 · Highlights
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Vier der einst 23 Schaufelräder drehen sich noch am Kanal und erinnern an die Färber- und Seidenmühlen früherer Jahrhunderte.
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Die 1226 gegründete Kapelle der Grauen Büßer ist die älteste Bruderschaft Avignons und erinnert an das Hochwasser-Wunder von 1433.
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Das kopfsteingepflasterte Ufer unter Platanen führt vom Rue des Lices bis zur Stadtmauer und ist eine der schönsten Gassen der Stadt.
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In den ehemaligen Färbereien haben sich heute Ateliers, Galerien und kleine Boutiquen niedergelassen.
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Viele Lokale setzen ihre Tische direkt an den Kanal – ideal für eine Pause im Schatten mit Blick aufs Wasser.
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Der Name bedeutet „Straße der Färber“ und geht auf die Textil- und Färberindustrie zurück, die hier vom 14. bis 19. Jahrhundert mit Wasserkraft der Sorgue betrieben wurde.
Von ursprünglich rund 23 Schaufelrädern sind heute noch vier am Kanal erhalten – sie geben der Gasse ihren Spitznamen „rue des Roues“.
Die Kapelle ist die älteste Bruderschaft Avignons und bis heute aktiv, aber in der Regel nur zu liturgischen Anlässen geöffnet.
Unbedingt – die kopfsteingepflasterte Gasse am Wasser, die Platanen, Galerien und Cafés machen es das ganze Jahr über zur stimmungsvollsten Ecke Avignons.
07 · In der Nähe
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