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Château Comtal & Wehrgang
Die Burg in der Burg mit Museum und begehbarem Wehrgang, von dem der Blick über die doppelte Mauer und das Tal der Aude reicht.
◆ STADTVIERTEL · CARCASSONNE
Hinter der Porte Narbonnaise beginnt ein anderes Jahrhundert: enge Kopfsteingassen, der Schatten der Doppelmauer, das Château Comtal als Burg in der Burg. Die Cité de Carcassonne ist die größte erhaltene mittelalterliche Festungsstadt Europas und UNESCO-Welterbe – ein Ort, der tagsüber unter Tagesgästen ächzt und im Morgen- und Abendlicht zu einem der atmosphärischsten Plätze Frankreichs wird. Wer zwischen innerem und äußerem Mauerring auf den Lices entlanggeht, lässt den Souvenirtrubel der Hauptgasse schnell hinter sich.
Die Cité ist über zwei Jahrtausende gewachsen. Der innere Mauerring trägt noch römische und westgotische Substanz, die äußere Mauer und die mächtigen Tortürme stammen aus dem Hochmittelalter, als Carcassonne nach dem Albigenserkreuzzug zum königlichen Grenzbollwerk gegen die Krone Aragón ausgebaut wurde. Herzstück ist das Château Comtal, die einstige Residenz der Vizegrafen Trencavel, heute ein Museum, von dessen Wehrgang sich der Blick über die doppelte Mauer und das Tal öffnet.
Geistliches Zentrum ist die Basilika Saint-Nazaire, in der romanische Wucht und gotische Leichtigkeit aufeinandertreffen. Ihre Glasfenster aus dem 13. bis 16. Jahrhundert zählen zu den schönsten des Südens; im Sonnenlicht legen sie farbige Teppiche über das alte Gestein. Rundherum verzweigt sich ein Geflecht aus Gassen, das im Sommer von Besuchern verstopft, in den Randstunden aber von einer fast unwirklichen Stille erfüllt ist.
Dass dies alles noch steht, ist Eugène Viollet-le-Duc zu verdanken, der die verfallende Festung ab 1853 restaurierte – samt der spitzen Schieferdächer, die im Languedoc eigentlich fremd sind und seither das ikonische Bild prägen. Über diese romantische Rekonstruktion wird bis heute gestritten. Doch ohne sie gäbe es Carcassonne, wie wir es kennen, nicht.
01 · Highlights
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Die Burg in der Burg mit Museum und begehbarem Wehrgang, von dem der Blick über die doppelte Mauer und das Tal der Aude reicht.
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Kirche zwischen Romanik und Gotik mit leuchtenden Glasfenstern aus dem 13. bis 16. Jahrhundert – ein Höhepunkt der Cité.
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Der Raum zwischen innerem und äußerem Mauerring – ideal für einen Rundgang fernab des Trubels der Hauptgasse.
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Das mächtige östliche Doppelturmtor und klassischer Eingang in die Festung von der Bastide-Seite her.
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06 · Häufige Fragen
Die Festungsstadt selbst ist frei zugänglich – man spaziert ohne Ticket durch die Gassen. Eintritt kostet das Château Comtal mit Wehrgang; dort lohnt sich im Sommer ein früher Besuch oder eine Reservierung.
Von der Bastide zu Fuß über den Pont Vieux (rund 25 Minuten, schöner Aufstieg) oder mit dem Stadtbus. Mit dem Auto parkt man unterhalb der Mauern; in die engen Gassen der Cité fährt man nicht hinein.
Früh morgens, bevor die Reisebusse eintreffen, und nach Sonnenuntergang, wenn die Tagesgäste fort sind und die Mauern beleuchtet werden. Dann zeigt die Festung ihre eigentliche Magie.
Sehr. Vom Wehrgang reicht der Blick über die doppelte Mauer, die Türme und das Tal der Aude – die beste Perspektive, um die Dimension der Festung zu begreifen.
07 · In der Nähe
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