
◆ STADT · VALENCIANISCHE GEMEINSCHAFT
Alicante trägt seinen Beinamen "Tor zur Costa Blanca" zu Recht, doch wer nur durchreist, verpasst das Beste. Über der Stadt thront das Castillo de Santa Bárbara auf dem Felsen des Benacantil, am Wasser glänzt die wellenförmige Mosaikpromenade der Explanada, und in den weißen Gassen des Barrio de Santa Cruz duftet es nach Geranien und gegrilltem Fisch. Eine mediterrane Hafenstadt, in der man morgens am Mercado Central einkauft und abends mit Blick aufs Meer einen Fondillón trinkt.

Die Geografie Alicantes erzählt seine Geschichte: Auf dem 170 Meter hohen Benacantil legten die Mauren im 9. Jahrhundert den Grundstein für eine Festung, die heute als Castillo de Santa Bárbara zu den größten erhaltenen Wehranlagen Spaniens zählt. Der Aufstieg lohnt zu jeder Tageszeit, am schönsten aber kurz vor Sonnenuntergang, wenn das Licht die Dächer der Altstadt rötlich färbt und der Blick von der Halbinsel bis zur Insel Tabarca reicht. Der Eintritt ist frei, einzig der gläserne Aufzug, der vom Postiguet-Strand durch den Felsen nach oben fährt, kostet eine kleine Gebühr.
Direkt unterhalb der Burg klammert sich das Barrio de Santa Cruz an den Hang: ein Gewirr aus schmalen Treppengassen, niedrigen weiß getünchten Häusern, bunt bemalten Stufen und Blumentöpfen voller Bougainvillea. Es ist das älteste Viertel der Stadt, einst als Vorstadt im Schutz der Festungsmauer entstanden, und bewahrt bis heute den Charakter eines andalusisch anmutenden Dorfes mitten in der Großstadt. Wenige Schritte weiter öffnet sich die Plaza del Ayuntamiento mit dem barocken Rathaus und der Concatedral de San Nicolás, deren nüchtern-eleganter Renaissancebau einen schönen Kreuzgang verbirgt.
Am Wasser schlägt das Herz der Stadt anders. Die Explanada de España, gesäumt von vier Reihen Palmen, ist mit einem wellenförmigen Mosaik aus rund 6,6 Millionen marmornen Steinchen in Rot, Creme und Schwarz gepflastert, das die Bewegung des Meeres nachzeichnet. Wer hier flaniert, landet fast zwangsläufig im Mercado Central, dem modernistischen Markthallen-Tempel, in dem die Restaurants der Stadt ihren Fisch, ihre Garnelen aus Dénia und ihren Schinken einkaufen. Alicante ist eine Reisstadt: arroz a banda im Fischsud, tiefschwarzer arroz negro mit Tintenfisch, dazu die coca amb tonyina, eine herzhafte Teigtasche mit Thunfisch, Zwiebeln und Pinienkernen, die zur Festzeit auf jedem Tisch steht.
01 · Auf einen Blick
· Stadtviertel





· Sehenswürdigkeiten
· Aktivitäten
· Entdecken & Buchen
02 · Was tun
Geschichte & Aussicht
Mit dem gläsernen Aufzug oder zu Fuß hinauf zum Castillo de Santa Bárbara, hinab durch das Barrio de Santa Cruz zur Concatedral de San Nicolás und zum MARQ, dem mehrfach preisgekrönten Archäologiemuseum.
Strand & Meer
Der Stadtstrand Postiguet liegt direkt unter der Burg, die feinsandige Playa de San Juan zieht sich fast drei Kilometer am Stadtrand entlang, und vom Hafen bringt die Fähre Tagesgäste ins Meeresschutzgebiet rund um Tabarca.
Genuss & Märkte
Vom Mercado Central in die Tapasbars der Altstadt: arroz a banda und arroz negro, coca amb tonyina, dazu der weiche turrón aus dem nahen Jijona und ein Glas Fondillón, der bernsteinfarbene Süßwein der Region.
Feste & Nächte
Im Juni verwandeln die Hogueras de San Juan die Stadt in eine Bühne aus Pappmaché-Figuren, Feuerwerk und nächtlichen mascletàs; das ganze Jahr über pulsiert das El-Barrio-Nachtleben in den Gassen rund um die Kathedrale.
03 · Wann
Alicante genießt eines der mildesten Klimata Europas mit über 300 Sonnentagen im Jahr. Während der Hochsommer für Stadterkundungen oft zu heiß ist, sind Frühling und Herbst nahezu ideal — und selbst im Winter lädt die Explanada bei T-Shirt-Wetter zum Flanieren ein.
04 · Häufige Fragen
Der Flughafen Alicante-Elche (ALC) liegt rund 12 Kilometer vom Zentrum entfernt. Der Stadtbus C6 verbindet den Flughafen tagsüber etwa alle 20 Minuten mit der Innenstadt und hält unter anderem am Renfe-Bahnhof und an der Plaza de los Luceros, wo Anschluss an die TRAM-Straßenbahn besteht. Die Fahrt dauert rund 25 bis 30 Minuten. Alternativ stehen Taxis bereit.
Zu den absoluten Höhepunkten zählen das Castillo de Santa Bárbara mit seinem Panoramablick, das weiße Altstadtviertel Barrio de Santa Cruz, die Mosaikpromenade Explanada de España, der Mercado Central und das preisgekrönte Archäologiemuseum MARQ. Für einen Tagesausflug lohnt die Fähre zur Insel Tabarca.
Am angenehmsten sind Mai, Juni, September und Oktober mit warmen, aber nicht überhitzten Temperaturen zwischen etwa 19 und 28 °C. Der Hochsommer kann für Stadterkundungen sehr heiß werden, eignet sich aber bestens für Strandtage. Wer das berühmte Hogueras-Fest erleben will, reist um den 20. bis 24. Juni an.
Alicante ist eine Reisstadt: arroz a banda (Reis im Fischsud) und arroz negro (mit Tintenfischtinte) gehören zum Pflichtprogramm. Dazu kommt die herzhafte coca amb tonyina mit Thunfisch sowie als Süßspeise der weiche turrón aus dem nahen Jijona. Begleiten lässt sich das mit Fondillón, dem traditionellen Süßwein der Region.
Der Stadtstrand Playa del Postiguet liegt direkt unter der Burg und ist zu Fuß oder per TRAM erreichbar. Etwas außerhalb erstreckt sich die feinsandige Playa de San Juan über fast drei Kilometer mit vielen Sportmöglichkeiten. Für ruhigere, türkisfarbene Buchten setzt man vom Hafen mit der Fähre zur Insel Tabarca über, einem Meeresschutzgebiet.
05 · In der Nähe
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