Die Catacombe dei Cappuccini gehören zu den außergewöhnlichsten und ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Palermos. Unter dem Kapuzinerkloster an der Piazza Cappuccini erstrecken sich unterirdische Grabkatakomben, in denen über Jahrhunderte Verstorbene konserviert und ausgestellt wurden. Begonnen hatte alles im späten 16. Jahrhundert, als die Mönche feststellten, dass das trockene Klima der Gruft die Körper der hier bestatteten Brüder auf natürliche Weise mumifizierte. Was zunächst der Bestattung der Mönche diente, entwickelte sich bald zu einem begehrten Privileg auch für wohlhabende Bürger Palermos. Die Verstorbenen wurden in ihrer besten Kleidung beigesetzt und an den Wänden in langen Korridoren aufgestellt oder in Nischen gelegt. Die Toten sind nach Gruppen geordnet – es gibt eigene Gänge für Männer, Frauen, Geistliche, Mönche, Berufsstände und einen besonders berührenden Bereich für Kinder. Die ausgestellten Körper stammen aus dem 16. bis ins frühe 20. Jahrhundert. Das bekannteste Exponat ist die mumifizierte kleine Rosalia Lombardo, die Anfang des 20. Jahrhunderts verstarb. Ihr außergewöhnlich gut erhaltener Zustand, der ihr den Beinamen Schlafende Schönheit eintrug, erstaunt Besucher bis heute. Der Ort ist eine eindrückliche kulturhistorische Begegnung mit der Bestattungs- und Frömmigkeitskultur vergangener Jahrhunderte und zugleich eine sehr persönliche Erfahrung. Das Fotografieren im Inneren ist untersagt, und respektvolle Kleidung wird erwartet, da es sich um eine pietätvolle Grabstätte handelt.
Über eine Treppe gelangt man hinab in die unterirdischen Gänge unter dem Kapuzinerkloster. In langen Korridoren stehen und liegen tausende konservierte Verstorbene in originaler Kleidung, geordnet nach Männern, Frauen, Geistlichen, Mönchen, Berufsständen und Kindern. Höhepunkt für viele ist die Mumie der Rosalia Lombardo. Der Besuch ist eine ruhige, nachdenklich stimmende und kulturhistorisch eindrückliche Erfahrung abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten.
Ab dem späten 16. Jahrhundert bestatteten die Kapuzinermönche ihre verstorbenen Brüder in der Gruft unter dem Kloster und stellten fest, dass das trockene Klima die Körper konservierte. Im Laufe der Zeit wurde die Beisetzung in den Katakomben zu einem Privileg auch für wohlhabende Bürger. Die Bestattungen reichen bis ins frühe 20. Jahrhundert.
