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Wehrgang (Remparts)
Der kostenlose, frei begehbare Rundweg auf den Stadtmauern bietet die besten Blicke auf Meer, Inseln und Altstadtdächer.
◆ STADTVIERTEL · SAINT-MALO
Hinter den mächtigen Granitwällen liegt das Herz von Saint-Malo: ein dicht gebautes Labyrinth aus Kopfsteinpflastergassen, hohen Korsarenhäusern und der Kathedrale Saint-Vincent. Vom Wehrgang aus blickt man auf die Inseln Grand Bé und Petit Bé, das offene Meer und die berühmten Holz-Wellenbrecher des Sillon.
Intra-Muros ist die ummauerte Altstadt, mit der die meisten Saint-Malo gleichsetzen. Schon im 12. Jahrhundert entstanden die ersten Wälle; nach dem großen Stadtbrand von 1661 wurde die Granitstadt komplett neu errichtet und im 18. Jahrhundert vom Ingenieur Garangeau, einem Schüler Vaubans, erweitert. Der Aufstieg auf den durchgehenden Wehrgang gehört zum Pflichtprogramm: Von dort führt der Rundweg an Porte Saint-Vincent, Grand'Porte und den Bastionen vorbei, mit Blick auf Hafen, Strände und die vorgelagerten Felseninseln.
Im Inneren verdichtet sich die Stadt zu schmalen Gassen wie der Rue Jacques Cartier, die sich entlang der Wälle zieht und von Crêperien, Bars und Fischrestaurants gesäumt ist. Zentrum ist die Kathedrale Saint-Vincent an der Place Jean de Châtillon, in deren Chor die Gräber von Jacques Cartier und Duguay-Trouin liegen. Wer dem Korsarenmythos nachspüren will, besucht die Demeure de Corsaire (Hôtel d'Asfeld) in der Rue d'Asfeld, ein erhaltenes Reederhaus des 18. Jahrhunderts.
Was heute mittelalterlich-makellos wirkt, ist zu großen Teilen Rekonstruktion: Ende August 1944 wurde Intra-Muros bei der Befreiung durch alliierten Beschuss fast vollständig zerstört und anschließend bis 1960 stein für stein im historischen Stil wiederaufgebaut. Bei Ebbe kann man über den Strand zum Grand Bé hinüberlaufen, wo der Schriftsteller Chateaubriand unter einem schlichten Granitkreuz mit Blick aufs offene Meer begraben liegt.
01 · Highlights
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Der kostenlose, frei begehbare Rundweg auf den Stadtmauern bietet die besten Blicke auf Meer, Inseln und Altstadtdächer.
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Romanisch-gotische Bischofskirche mit den Grabstätten von Jacques Cartier und Duguay-Trouin und modernen Glasfenstern nach dem Wiederaufbau.
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Bei Ebbe zu Fuß erreichbare Felseninsel mit dem schlichten Grabkreuz des Schriftstellers, dem offenen Atlantik zugewandt.
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Originales Reederhaus aus dem 18. Jahrhundert in der Rue d'Asfeld, das die Welt der Malouiner Korsaren und Fernhändler zeigt.
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Die monumentalen Stadttore bilden den Eingang in die Gassen; die Grand'Porte ist das älteste erhaltene Tor der Festung.
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Ja. Der durchgehende Wehrgang (Remparts) ist frei zugänglich und kostenlos. Über mehrere Treppen an den Stadttoren gelangt man hinauf; der komplette Rundweg dauert je nach Tempo etwa 30–45 Minuten.
Nur zu Fuß bei Ebbe über den Strand am Plage de Bon-Secours. Der Zugang ist von den Gezeiten abhängig – unbedingt den Gezeitenkalender beachten, da der Weg bei Flut komplett überspült wird.
Beides. Die Befestigung stammt im Kern aus dem 12.–18. Jahrhundert, doch die Innenstadt wurde nach der schweren Zerstörung von 1944 bis 1960 im historischen Stil rekonstruiert – sehr originalgetreu in Granit.
Innerhalb der Mauern ist der Verkehr stark eingeschränkt und Parkplätze sind praktisch nicht vorhanden. Am besten parkt man in den Parkhäusern und auf den Plätzen direkt vor den Toren und geht zu Fuß weiter.
07 · In der Nähe
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