Highlight
Eremo di Sant'Onofrio al Morrone
Die in die Felswand gebaute Einsiedelei des späteren Papstes Coelestin V. mit weitem Blick über das Tal.
◆ UMGEBUNG · SULMONA
Über Sulmona steigt der Berg Morrone steil an, und in seine Felswand geklemmt liegt eine der eindrucksvollsten Einsiedeleien der Abruzzen: Sant'Onofrio al Morrone. Hier lebte im 13. Jahrhundert der Eremit Pietro da Morrone, der später als Coelestin V. zum Papst gewählt wurde – und nach wenigen Monaten freiwillig zurücktrat, um in die Stille zurückzukehren. Direkt darunter liegen die Reste eines antiken Heiligtums, Ercole Curino. Der ganze Hang ist ein Ort der Stille, der weiten Talblicke und der Wege, die hinauf in den Nationalpark Maiella führen.

Die Geschichte des Morrone ist die Geschichte eines Einsiedlers, der nicht herrschen wollte. Pietro da Morrone lebte hier im 13. Jahrhundert als Eremit in selbstgewählter Abgeschiedenheit, gründete einen Orden und wurde 1294 zum Papst gewählt – als Coelestin V. Nach nur wenigen Monaten trat er zurück, ein in der Kirchengeschichte beispielloser Schritt, und kehrte in die Einsamkeit zurück. Die Einsiedelei Sant'Onofrio al Morrone, in die Felswand gebaut und über Treppen erreichbar, erinnert an ihn; von ihrer Terrasse fällt der Blick weit über das Valle Peligna.
Unmittelbar unterhalb der Einsiedelei kamen bei Ausgrabungen die Reste eines römischen Heiligtums zutage, das dem Herkules geweiht war – das Santuario di Ercole Curino. Antike Mauern und Mosaikböden zeugen davon, dass dieser Hang schon lange vor dem christlichen Eremitentum als heiliger Ort galt. So überlagern sich hier Antike und Mittelalter, Mythos und Glaube auf engstem Raum.
Der Morrone ist zugleich ein Tor in die Bergwelt. Von Sulmona führen Wanderwege hinauf in den Nationalpark Maiella, ein Schutzgebiet aus Buchenwäldern und Felsplateaus, in dem noch Wölfe und der seltene Marsische Braunbär leben. Schon der kurze Aufstieg zur Einsiedelei lohnt für Aussicht und Atmosphäre; wer mehr Zeit hat, kann von hier aus lange Touren in die Höhe unternehmen.
01 · Highlights
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Die in die Felswand gebaute Einsiedelei des späteren Papstes Coelestin V. mit weitem Blick über das Tal.
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Reste eines antiken Herkules-Heiligtums direkt unterhalb der Einsiedelei – Antike und Mittelalter dicht beieinander.
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Vom Morrone führen Pfade in den Nationalpark Maiella mit Buchenwäldern, Wölfen und seltenen Braunbären.
02 · Sehenswürdigkeiten
03 · Aktivitäten
04 · Einkehr
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Pietro da Morrone lebte im 13. Jahrhundert als Eremit am Morrone und wurde 1294 zum Papst Coelestin V. gewählt. Nach wenigen Monaten trat er freiwillig zurück, um in die Einsamkeit zurückzukehren – ein in der Kirchengeschichte einzigartiger Vorgang. Die Einsiedelei Sant'Onofrio erinnert an ihn.
Der Weg zur Eremo di Sant'Onofrio al Morrone ist kurz, aber steil und führt über Treppen und Pfade. Mit festem Schuhwerk ist er für die meisten Besucher gut machbar; oben belohnt ein weiter Blick über das Valle Peligna.
Ja, der Morrone ist ein Tor in den Nationalpark Maiella. Von hier führen markierte Wege hinauf in die Buchenwälder und auf die Hochflächen. Für längere Touren sollte man Karte, Wasser und Wetterbericht dabeihaben, da das Gelände schnell anspruchsvoll wird.
07 · In der Nähe
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