Highlight
Castello Monforte
Die nach dem Erdbeben von 1456 wiedererrichtete Burg krönt den Hügel und bietet den weitesten Rundblick über Campobasso und den Apennin.
◆ STADTVIERTEL · CAMPOBASSO
Zwischen der Unterstadt und dem Castello Monforte liegt das mittelalterliche Herz von Campobasso: der Borgo Antico, ein Aufstieg aus dunklem Kalkstein über steile Treppengassen, vorbei an romanischen Kirchen und Steinbögen. Kein Museum, sondern ein bewohntes Viertel, in dem hinter alten Portalen noch Familien leben und die Stille nur vom eigenen Schritt auf den Stufen unterbrochen wird.

Der Borgo Antico ist die älteste Schicht der Stadt. Während die Unterstadt erst im 19. Jahrhundert nach Murats Plänen entstand, klammerte sich das mittelalterliche Campobasso seit jeher an den Hang unter der Burg. Enge, oft treppenförmige Gassen winden sich zwischen Häusern aus dunklem Kalkstein hinauf, unterbrochen von Bögen, Brunnen und kleinen Plätzen. Wer hinaufsteigt, durchquert Jahrhunderte: Steinmetzportale, Wappen über Türen und der Geruch von Holzfeuer im Winter machen den Aufstieg zur Zeitreise.
Bemerkenswert ist die Dichte an Kirchen. San Giorgio gilt als ältestes Gotteshaus der Stadt, San Bartolomeo trägt eines der schönsten romanischen Portale Molises, dazu kommen San Leonardo und das höher gelegene Sant'Antonio Abate kurz unterhalb der Burg. Sie erzählen davon, dass dieser Höhenort schon im Mittelalter wohlhabend genug war, um sich eine ganze Reihe steinerner Kirchen zu leisten – ein Erbe der Klingenschmiede und Händler, die Campobasso seinen Ruf gaben.
Ganz oben wartet das Castello Monforte. Graf Nicola Monforte ließ es nach dem verheerenden Erdbeben von 1456 auf älteren Mauern neu errichten; bis heute thront es als Wahrzeichen über der Stadt. Der Burgberg ist frei zugänglich und bietet den weitesten Rundblick Campobassos – über die roten Dächer der Altstadt, das Raster der Unterstadt und hinaus in die Bergketten des molisanischen Apennins. Am schönsten ist der Aufstieg am späten Nachmittag, wenn das Licht flach über die Gassen fällt.
01 · Highlights
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Die nach dem Erdbeben von 1456 wiedererrichtete Burg krönt den Hügel und bietet den weitesten Rundblick über Campobasso und den Apennin.
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Romanische Kirche mit reich gemeißeltem Portal, eines der schönsten Steinmetzwerke der molisanischen Oberstadt.
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Das älteste Gotteshaus der Stadt, schlicht und romanisch, am Weg hinauf zur Burg gelegen.
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Die steilen Stufen aus Kalkstein verbinden stille Plätzchen und Balkone mit Blick über die Dächer der Unterstadt.
02 · Sehenswürdigkeiten
03 · Essen & Trinken
04 · Erleben
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Der Burgberg mit dem Castello Monforte ist frei zugänglich und der lohnendste Aussichtspunkt der Stadt – von hier reicht der Blick über Campobasso bis in die Bergketten des Apennins. Die Innenräume sind nur eingeschränkt geöffnet; der eigentliche Höhepunkt ist ohnehin das Panorama von den Mauern.
Der Borgo zieht sich über teils steile Treppengassen den Hang hinauf, vom Corso bis zur Burg sind es etwa 15 bis 20 Minuten zu Fuß. Wer den Anstieg vermeiden möchte, nimmt die Standseilbahn (Funicolare), die die Unterstadt mit der Höhe verbindet.
San Bartolomeo mit seinem reich gemeißelten romanischen Portal und San Giorgio als ältestes Gotteshaus der Stadt sind die beiden Höhepunkte. Auf dem Weg zur Burg liegen außerdem San Leonardo und das höher gelegene Sant'Antonio Abate – zusammen ergeben sie einen dichten Rundgang durch die mittelalterliche Stadt.
Ja – und genau das macht den Reiz aus. Zwischen den Kalksteinfassaden hängt Wäsche, hinter alten Portalen leben Familien, und abends ist es sehr ruhig. Es gibt keinen Eintritt und keine Absperrungen, nur ein altes Viertel, das man im eigenen Tempo erlaufen kann.
07 · In der Nähe
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