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Corso Vittorio Emanuele II
Die zentrale Achse der Unterstadt mit Arkaden, Cafés und Geschäften – Bühne der abendlichen passeggiata.
◆ STADTVIERTEL · CAMPOBASSO
Wo der Borgo Antico endet, beginnt die andere Stadt: das Centro Murattiano, die Unterstadt nach dem Plan, den Joachim Murat im frühen 19. Jahrhundert vorgab. Breite Achsen, klassizistische Fassaden und der Corso als Bühne des abendlichen Bummels – hier schlägt das Alltagsherz von Campobasso, mit Kaffeehäusern, dem Sannitischen Museum und dem Teatro Savoia.

Anfang des 19. Jahrhunderts platzte das mittelalterliche Campobasso aus allen Nähten. Joachim Murat, Napoleons Schwager und damals König von Neapel, gab den Anstoß, die Stadt am Fuß des Hügels nach einem geradlinigen Plan zu erweitern. So entstand das Centro Murattiano: breite, sich rechtwinklig kreuzende Achsen, klassizistische Wohn- und Geschäftshäuser und großzügige Plätze – ein bewusster Gegenentwurf zum verwinkelten Borgo darüber.
Rückgrat des Viertels ist der Corso, die zentrale Achse mit ihren Arkaden, Bars und Geschäften. Hier verabreden sich die Campobassani zum Kaffee, hier flaniert man am frühen Abend zur passeggiata, und an den Festtagen ist der Corso die Bühne der Stadt. Rund um die zentralen Plätze liegen das Teatro Savoia, das städtische Schauspielhaus, sowie Verwaltungsbauten und die Präsenz der Universität des Molise, die der Stadt ein studentisches Tempo gibt.
Kulturelles Zentrum ist das Museo Sannitico, das Provinzmuseum mit Funden der Samniten – jenes antiken Bergvolks, das der Region ihren Namen gab und Rom über Jahrzehnte herausforderte. Wer die untere Stadt erkundet, verbindet am besten einen Museumsbesuch am Vormittag mit einem langen Abend auf dem Corso: erst ein aperitivo, dann ein molisanisches Abendessen in einer der Trattorien zwischen Unterstadt und Borgo.
01 · Highlights
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Die zentrale Achse der Unterstadt mit Arkaden, Cafés und Geschäften – Bühne der abendlichen passeggiata.
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Provinzmuseum mit den Funden der antiken Samniten, die Molise seinen Namen und seine älteste Geschichte gaben.
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Das städtische Theater im Herzen der Unterstadt, Mittelpunkt des kulturellen Lebens von Campobasso.
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Die großzügigen, rechtwinklig angelegten Plätze und Fassaden zeugen vom Stadtumbau der Murat-Zeit.
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Weil es auf einen Stadterweiterungsplan zur Zeit Joachim Murats, des napoleonischen Königs von Neapel, zurückgeht. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Unterstadt nach einem geradlinigen Raster mit breiten Achsen und klassizistischen Fassaden angelegt – im Gegensatz zum verwinkelten mittelalterlichen Borgo Antico darüber.
Das Provinzmuseum zeigt Funde der Samniten, jenes antiken Bergvolks, das der Region Molise ihren Namen gab und Rom über Jahrzehnte herausforderte – dazu Stücke aus weiteren Epochen der molisanischen Geschichte. Es ist der beste Ort, um die Wurzeln der Region zu verstehen, und liegt mitten in der Unterstadt.
Auf dem Corso, der zentralen Achse der Unterstadt. Hier reihen sich Arkaden, Cafés und Geschäfte, und am frühen Abend verwandelt sich die Straße zur passeggiata, dem gemeinsamen Bummel der Campobassani. Es ist die beste Zeit, um das Alltagsleben der Stadt zu erleben.
Ja, das Centro Murattiano ist flach und nach klarem Raster angelegt, daher gut zu Fuß zu erkunden. Vom Bahnhof erreicht man den Corso in wenigen Minuten. Nur der Aufstieg in den Borgo Antico und zur Burg ist steil – dafür gibt es die Funicolare.
07 · In der Nähe
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