Burano ist eine kleine Insel in der nördlichen venezianischen Lagune, einige Kilometer nordöstlich der Altstadt. Bekannt ist sie vor allem für ihre leuchtend bunt gestrichenen Häuser, die sich entlang der schmalen Kanäle und Gassen reihen. Der Überlieferung nach dienten die kräftigen Farben einst dazu, dass Fischer ihre Häuser auch bei Nebel und aus der Ferne wiedererkennen konnten. Bis heute werden die Fassaden in abgestimmten Farbtönen gehalten, was der Insel ihr unverwechselbares Bild gibt. Neben den bunten Häusern ist Burano für seine traditionelle Spitzenklöppelei berühmt. Über Jahrhunderte war die Insel ein Zentrum dieser feinen Handarbeit, und noch heute erinnern Geschäfte und ein der Spitze gewidmetes Museum an diese Geschichte. Echte handgeklöppelte Spitze aus Burano ist aufwändig in der Herstellung und entsprechend selten, was sie von industriell gefertigter Massenware unterscheidet. Wer Burano besucht, sollte den freistehenden, deutlich geneigten Campanile der Kirche San Martino beachten, der das Inselbild von Weitem prägt und an den schiefen Turm von Pisa erinnert. Kulinarisch ist die Insel für ihre Bussolà-Kekse bekannt, ein ringförmiges Buttergebäck, das in vielen Bäckereien angeboten wird. Burano ist zudem ein guter Ausgangspunkt, um die ruhigere Nachbarinsel Torcello mit ihrer alten Basilika zu besuchen. Die Insel ist frei zugänglich, ein Eintritt fällt nicht an. Erreichbar ist sie mit dem Vaporetto, meist über mehrere Stationen und mit Umstieg, weshalb die Anfahrt aus der Altstadt einige Zeit in Anspruch nimmt. Genau diese Entfernung macht Burano zu einem beliebten Ausflugsziel abseits des Trubels von San Marco und Rialto. Tagsüber kann es in den Hauptgassen dennoch voll werden; wer die bunten Häuser in Ruhe und in gutem Licht erleben will, kommt am besten am frühen Vormittag oder am späteren Nachmittag, wenn viele Tagesausflügler die Insel bereits wieder verlassen.
Auf Burano erwarten Besucher schmale Kanäle und Gassen, gesäumt von leuchtend bunt gestrichenen Häusern in abgestimmten Farbtönen. Geschäfte und ein Museum widmen sich der traditionellen Spitzenklöppelei, Bäckereien bieten die ringförmigen Bussolà-Kekse. Markant ist der deutlich geneigte Campanile der Kirche San Martino. Tagsüber kann es in den Hauptgassen voll werden, an den Rändern der Insel bleibt es ruhiger.
Burano war über Jahrhunderte eine Fischerinsel in der nördlichen Lagune und entwickelte sich zugleich zu einem Zentrum der Spitzenklöppelei, einer feinen Handarbeit, die der Insel überregionalen Ruf einbrachte. Die bunten Häuser gehen der Überlieferung nach auf das Bedürfnis der Fischer zurück, ihre Häuser bei Nebel zu erkennen. Diese Tradition prägt das Inselbild bis heute, ergänzt durch den geneigten Campanile von San Martino.
