◆ STADT · PELOPONNES
Olympia liegt im grünen Tal des Alfeiós im Westen des Peloponnes – ein verschlafenes Städtchen, an dessen Rand die wohl berühmteste Wettkampfstätte der Antike schlummert. Zwischen Olivenhainen und dem bewaldeten Kronos-Hügel wurden hier über tausend Jahre lang die Olympischen Spiele ausgetragen, und noch heute reist man wegen der Tempelruinen, des herausragenden Museums und einer Atmosphäre an, in der Geschichte fast greifbar wird.
Olympia war kein gewöhnlicher Wettkampfplatz, sondern ein Heiligtum: Die Altis, der heilige Hain, umschloss den dorischen Zeustempel mit der berühmten Goldelfenbein-Statue des Zeus – eines der Sieben Weltwunder der Antike, geschaffen vom Bildhauer Phidias. Daneben steht das Heraion, der Tempel der Hera und einer der ältesten Griechenlands. Im antiken Stadion, dessen Laufbahn über 200 Meter misst, trugen die Athleten ihre Disziplinen aus, während Gesandtschaften aus der ganzen griechischen Welt zusammenkamen.
Die Spiele wurden über Jahrhunderte alle vier Jahre gefeiert, bis sie in der Spätantike endeten; Erdbeben und Überschwemmungen des Alfeiós begruben die Anlage, ehe deutsche Archäologen sie ab dem 19. Jahrhundert freilegten. Seit 1989 gehört die Stätte zum UNESCO-Welterbe.
Bis heute lebt der Mythos weiter: Vor jeden Olympischen Spielen wird am Altar vor dem Heratempel mit einem Parabolspiegel das olympische Feuer entzündet – ein Ritual, das die moderne Welt mit diesem antiken Tal verbindet. Das moderne Städtchen Archaia Olympia selbst ist klein und entspannt, durchzogen von einer Hauptstraße mit Tavernen, Cafés und Läden, ringsum Olivenbäume und sanfte Hügel.
01 · Auf einen Blick
· Stadtviertel
· Sehenswürdigkeiten
· Aktivitäten
02 · Was tun
Antike & Kultur
Vom Eingang durch die Altis zum Zeustempel, weiter zum Heraion und schließlich durch den gewölbten Eingangstunnel ins antike Stadion – wer langsam geht und das Museum mit dem Hermes des Praxiteles und der Nike des Paionios mitnimmt, plant einen ganzen halben Tag ein.
Natur & Aktiv
Rund um Olympia laden Olivenhaine, bewaldete Hügel und der Fluss Alfeiós zu Wanderungen sowie zu Rafting- und Kajakausflügen ein. Eine ruhige, grüne Gegenrichtung zum Trubel der Ausgrabungsstätte.
Genuss & Umgebung
Die Hauptstraße des modernen Städtchens mit ihren Tavernen lädt zum entspannten Verweilen ein; für einen Tagesausflug bietet sich der Kaiafas-See mit seinen Thermalquellen rund 25 km westlich an.
03 · Wann
Olympia liegt im Landesinneren des Peloponnes, wo die Sommer heiß und trocken, die Winter dagegen mild und regenreich ausfallen. Die Stätte lässt sich kühl und in Ruhe am besten in den Übergangsmonaten erkunden.
04 · Häufige Fragen
Olympia ist die antike Wettkampfstätte und der Geburtsort der Olympischen Spiele, die hier im Heiligtum des Zeus über Jahrhunderte alle vier Jahre ausgetragen wurden. Die Ausgrabungsstätte mit Zeus- und Heratempel sowie dem antiken Stadion gehört seit 1989 zum UNESCO-Welterbe.
Von Athen aus erreicht man Olympia mit Bus oder Zug über die Stadt Pyrgos, von der es nur wenige Kilometer weiter geht. Kreuzfahrtgäste, die im Hafen von Katakolo anlegen, können in der Saison einen lokalen Zug oder einen Bus über Pyrgos nutzen.
Am angenehmsten ist ein Besuch im späten Frühjahr (Mai) sowie im Frühherbst (September und Oktober). Dann sind die Temperaturen moderat und es ist deutlich weniger los als im heißen Hochsommer, wenn die schattenarme Stätte unter starker Sonne liegt.
Sehenswert ist vor allem das Archäologische Museum von Olympia mit dem Hermes des Praxiteles und der Nike des Paionios. Das moderne Städtchen lädt mit Tavernen und Cafés zum Verweilen ein, und das grüne Alfeiós-Tal eignet sich für Wanderungen sowie Rafting und Kajak.
Ja. Vor jeden Olympischen Spielen wird am Altar vor dem Heratempel mit einem Parabolspiegel das olympische Feuer aus den Sonnenstrahlen entzündet – ein Ritual, das seit 1936 von hier aus den Beginn der Spiele einläutet.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Olympia.
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