◆ STADT · PELOPONNES
Korinth liegt am schmalen Isthmus, der den Peloponnes mit dem griechischen Festland verbindet, und vereint auf engstem Raum eine spektakuläre Ingenieurleistung, eine der mächtigsten Handelsmetropolen der Antike und eine trutzige Bergfestung. Die heutige Stadt am Golf von Korinth ist ein entspanntes Tor zum Peloponnes, von dem aus sich der berühmte Kanal, das antike Korinth und die Höhenburg Akrokorinth an einem einzigen Tag erkunden lassen.
Schon in der Antike machte die Lage am Isthmus Korinth reich: Wer Waren zwischen dem Ionischen und dem Ägäischen Meer bewegen wollte, kam an dieser Landenge nicht vorbei. Mit den beiden Häfen Lechaion am Golf von Korinth und Kenchreai am Saronischen Golf kontrollierte die Stadt den Handel zwischen Ost und West und wurde zu einer der wohlhabendsten und bevölkerungsreichsten Metropolen der griechischen Welt. Zeugnis davon legt bis heute der archaische Apollontempel ab, dessen sieben aufrecht stehende dorische Säulen aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. zu den ältesten erhaltenen Tempelbauten Griechenlands zählen.
Das heutige Korinth ist eine vergleichsweise junge Stadt. Nachdem ein schweres Erdbeben 1858 die alte Siedlung zerstört hatte, wurde der Ort einige Kilometer nordöstlich neu am Meer angelegt, dort, wo nach Jahrtausenden des Träumens schließlich der Kanal die Landenge durchschnitt. Heute ist Nea Korinthos eine lebendige Hafen- und Verkehrsstadt, in der sich Promenadencafés am Golf, ein gut sortiertes Archäologiemuseum im benachbarten Alt-Korinth und die Aussicht von Akrokorinth zu einem unkomplizierten, vielschichtigen Reiseziel verbinden.
Über allem thront Akrokorinth, die natürliche Akropolis der Stadt auf einem 575 Meter hohen Felsplateau. Über Jahrhunderte diente die mehrfach umkämpfte Festung als Zuflucht und Bollwerk; an ihrem höchsten Punkt stand einst ein der Aphrodite geweihter Tempel. Wer den Aufstieg wagt, wird mit einem Rundblick belohnt, der bei klarer Sicht vom Golf von Korinth über die Ebene von Argos bis tief nach Mittelgriechenland reicht.
01 · Auf einen Blick
· Stadtviertel
· Sehenswürdigkeiten
02 · Was tun
Antike Metropole
Ein Rundgang durch die Ausgrabungsstätte von Alt-Korinth führt vom archaischen Apollontempel über die Agora und die gepflasterte Lechaion-Straße bis ins archäologische Museum. Hier wird greifbar, warum Korinth zu den mächtigsten Handelsstädten der Antike zählte.
Ingenieurskunst
Was Antike und Neuzeit lange für unmöglich hielten, wurde zwischen 1881 und 1893 Wirklichkeit: ein schnurgerader, tief in den Fels gehauener Wasserweg, der den Peloponnes vom Festland trennt. Von den Brücken blickt man steil in die schmale Schlucht hinab.
Bergfestung
Über serpentinenartige Mauerringe geht es hinauf zur Akropolis von Korinth, die jahrhundertelang Festung und Zuflucht war. Am höchsten Punkt stand einst ein Aphrodite-Tempel; der Lohn für den Aufstieg ist ein weiter Panoramablick über zwei Golfe.
Küste & Genuss
Das moderne Korinth lädt zum Bummeln entlang der Strandpromenade ein, mit Cafés und Tavernen am Wasser des Golfs von Korinth. Ein entspannter Kontrast zu den Steinen der Antike und ein guter Ausgangspunkt für Touren über den Peloponnes.
03 · Wann
Korinth liegt im mediterranen Klima des Peloponnes mit milden, feuchten Wintern und heißen, trockenen Sommern. Für die schattenarmen Ausgrabungsstätten und den anstrengenden Aufstieg nach Akrokorinth sind die milden Übergangsmonate klar im Vorteil, während das warme Meer im Sommer und Frühherbst zum Baden einlädt.
04 · Häufige Fragen
Korinth liegt am Isthmus von Korinth, der schmalen Landenge zwischen dem griechischen Festland und dem Peloponnes, am Golf von Korinth. Von Athen sind es rund 75 km nach Westen, die sich über die Autobahn in gut einer Stunde zurücklegen lassen.
Das antike Korinth mit Apollontempel, Agora und Museum liegt einige Kilometer vom heutigen Stadtzentrum entfernt am Fuß des Burgbergs. Die moderne Stadt (Nea Korinthos) wurde nach dem Erdbeben von 1858 neu am Meer angelegt und ist heute eine Hafen- und Verkehrsstadt.
Ja. Der zwischen 1881 und 1893 erbaute Kanal durchschneidet die Landenge auf rund 6,3 Kilometern Länge und ist etwa 24 Meter breit. Von den Brücken blickt man steil in die enge, tief in den Fels gehauene Schlucht; ein kurzer, lohnender Stopp auf dem Weg in den Peloponnes.
Das ist gut machbar. Antikes Korinth, der nahe gelegene Burgberg Akrokorinth und der Kanal liegen dicht beieinander. Für den 575 Meter hohen Akrokorinth sollte man festes Schuhwerk und in der warmen Jahreszeit ausreichend Wasser und Sonnenschutz einplanen, da es kaum Schatten gibt.
Für Besichtigungen eignen sich vor allem April bis Mai sowie Mitte September bis Oktober, wenn es mild und nicht zu heiß ist. Wer baden möchte, findet von Juni bis in den frühen Herbst angenehm warmes Wasser am Golf, muss in den Ruinen aber mit großer Hitze rechnen.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Korinth.
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