◆ STADT · PELOPONNES
Areopoli ist das steinerne Herz der Mani, jener trotzigen Mittelfinger-Halbinsel im tiefsten Süden des Peloponnes. Hier reihen sich wehrhafte Turmhäuser aus grauem Fels zu engen Gassen, die in eine karge, vom Wind geformte Landschaft münden. Von hier brach 1821 der Funke der griechischen Freiheit aus, von hier führen die Wege zu den Tropfsteinhöhlen von Diros und ans wilde Kap Tenaro, dem südlichsten Punkt des griechischen Festlands.
Bis 1912 hieß der Ort Tsimova. Dann gab man ihm den Namen Areopoli, die Stadt des Ares, des antiken Kriegsgottes, und kaum ein Name hätte besser gepasst. Die Mani galt über Jahrhunderte als unbezwingbar: Eine zerklüftete Karstlandschaft, in der mächtige Familienclans in steinernen Wohntürmen lebten und ihre Fehden austrugen. Diese Turmhäuser, errichtet aus an Ort und Stelle gebrochenem Feldstein, prägen Areopoli bis heute und unterscheiden es deutlich vom blau-weißen Bild des übrigen Griechenlands.
Im Zentrum stehen zwei Plätze, die Geschichte atmen. Auf der Plateia Athanaton, dem Platz der Unsterblichen, erinnert die Statue an Petros Mavromichalis, genannt Petrobey, den letzten Bey der Mani. Am Platz 17. März 1821, vor der Taxiarches-Kirche, schworen die Maniaten Freiheit oder Tod, bevor sie in den Aufstand gegen die Osmanen zogen. Der Pikoulakis-Turm beherbergt heute das Byzantinische Museum der Mani.
Areopoli ist zugleich der ideale Ausgangspunkt für die innere Mani. Nur wenige Kilometer entfernt liegt der kleine Hafen Limeni, weiter südlich öffnen sich die Tropfsteinhöhlen von Diros, und an der Spitze der Halbinsel wartet das Kap Tenaro, das die Antike für das Tor zur Unterwelt hielt.
01 · Auf einen Blick
· Stadtviertel
· Sehenswürdigkeiten
· Aktivitäten
02 · Was tun
Altstadt & Geschichte
Ein Rundgang durch das steinerne Areopoli: vom Platz der Unsterblichen mit der Petrobey-Statue über die Taxiarches-Kirche am Platz 17. März 1821 bis zum Pikoulakis-Turm, der das Byzantinische Museum der Mani beherbergt. Dazwischen Kopfsteingassen, Wehrtürme und die samstägliche Marktstimmung am Hauptplatz.
Natur & Untergrund
Südlich von Areopoli führt der Weg zur Vlychada-Höhle von Diros, einem der eindrucksvollsten Tropfsteinsysteme Griechenlands. Der Großteil der Tour verläuft per Boot durch unterirdische Wassergänge vorbei an Stalaktiten und Stalagmiten, ergänzt um einen kurzen Fußweg.
Küste & Mythos
An der Südspitze der Mani liegt das Kap Tenaro (Matapan), der südlichste Punkt des griechischen Festlands. Über einen Wanderpfad erreicht man den Leuchtturm von 1892, die Ruinen eines Poseidon-Tempels und die Höhle, die in der Mythologie als Eingang zur Unterwelt galt.
03 · Wann
Die Mani hat ein typisch mediterranes Klima: heiße, trockene Sommer und milde, gelegentlich regnerische Winter. Wer Hitze und Hauptsaison meiden möchte, reist im Frühling oder Herbst, wenn das Meer noch warm und das Licht über der kargen Küste besonders weich ist.
04 · Häufige Fragen
Areopoli ist berühmt für seine wehrhaften Turmhäuser aus grauem Feldstein und seine Rolle im griechischen Unabhängigkeitskrieg: Am 17. März 1821 wurde hier die erste Fahne des Aufstands gehisst. Der Ort gilt als steinernes Tor zur inneren Mani und als Ausgangspunkt für die Diros-Höhlen und das Kap Tenaro.
Am einfachsten mit dem Auto. Der nächste Flughafen ist Kalamata, von dort sind es rund 80 Kilometer durch die Mani. Vom Küstenort Gythio aus erreicht man Areopoli in etwa 22 Kilometern. Ein Mietwagen ist auf der Halbinsel klar zu empfehlen, da die Sehenswürdigkeiten weit verstreut liegen.
Highlights sind die Tropfsteinhöhlen von Diros mit ihrer Bootstour durch unterirdische Wassergänge, das Kap Tenaro als südlichster Punkt des griechischen Festlands mit Leuchtturm und antikem Poseidon-Tempel sowie der nahe Hafen Limeni. In Areopoli selbst lohnen die Altstadtgassen, die historischen Plätze und das Byzantinische Museum im Pikoulakis-Turm.
Frühling (Mai/Juni) und Frühherbst (September/Oktober) gelten als ideal: Das Wetter ist mild bis warm, das Meer angenehm und der Andrang geringer als im Hochsommer. Der Juli und August sind heiß und trocken, die Wintermonate mild, aber wechselhaft mit mehr Regen.
Areopoli, bis 1912 Tsimova genannt, war der Sitz der mächtigen Familie Mavromichalis. Petros Mavromichalis, genannt Petrobey, der letzte Bey der Mani, rief hier am 17. März 1821 den Aufstand gegen die Osmanen aus. An ihn erinnert die Statue auf der Plateia Athanaton, dem Platz der Unsterblichen.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Mani / Areopoli.
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