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Atelier de Cézanne
Das letzte Atelier des Malers, im Originalzustand erhalten – Mantel, Schädel und Stillleben-Requisiten stehen, als wäre er eben gegangen.
◆ STADTVIERTEL · AIX-EN-PROVENCE
Nördlich der Altstadt steigt das Land an, und mit ihm das Quartier des Lauves – ein ruhiges, grünes Wohngebiet, das ein einziger Mann zur Pilgerstätte machte. 1902 ließ Paul Cézanne hier sein letztes Atelier bauen, in dem er bis zu seinem Tod 1906 arbeitete. Wenige Schritte weiter öffnet sich am Terrain des Peintres jener Blick auf die Montagne Sainte-Victoire, den der Maler immer wieder festhielt. Wer Cézanne sucht, findet ihn hier, im stillen Licht über der Stadt.
Als Cézanne 1899 das Familiengut Jas de Bouffan verkaufen musste, suchte er sich oberhalb der Stadt ein eigenes Refugium. 1901 erwarb er ein Grundstück am Chemin des Lauves und ließ dort ein schlichtes Haus mit einem großen, nach Norden verglasten Atelier errichten, das ihm das gleichmäßige Licht bot, das er für seine letzten großen Werke brauchte. Von 1902 bis zu seinem Tod 1906 arbeitete er hier fast täglich.
Das Atelier ist bis heute im Originalzustand erhalten: Mantel und Hut hängen am Haken, auf dem Tisch stehen die Flaschen, Krüge und der Totenschädel, die in seinen Stillleben wiederkehren, an der Wand lehnt die Leiter, mit der er die großen Format der Badenden bewegte. Es ist einer der wenigen Orte, an denen man einem Künstler so unmittelbar nahekommt, dass man meint, er sei nur kurz hinausgegangen.
Ein Stück weiter den Hügel hinauf liegt das Terrain des Peintres, eine kleine Aussichtsterrasse, von der aus sich die Montagne Sainte-Victoire in voller Breite zeigt – jener pyramidenförmige Kalkberg, den Cézanne über achtzig Mal malte und damit zum Gründungsmotiv der modernen Kunst machte. Drumherum ist das Quartier des Lauves geblieben, was es war: ein ruhiges Wohnviertel, grün, abseits des Trubels, ganz dem Licht verschrieben.
01 · Highlights
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Das letzte Atelier des Malers, im Originalzustand erhalten – Mantel, Schädel und Stillleben-Requisiten stehen, als wäre er eben gegangen.
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Aussichtsterrasse mit dem berühmten Blick auf die Montagne Sainte-Victoire, Cézannes meistgemaltes Motiv.
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Ruhige, grüne Wohnstraßen am Hügel, ideal für den Weg zwischen Atelier und Aussichtspunkt.
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Das Atelier liegt am Chemin des Lauves auf dem Hügel nördlich der Altstadt, rund 15 bis 20 Gehminuten bergauf. Bequemer ist der Stadtbus der Linie 5, der direkt vor dem Atelier hält.
Eine Reservierung ist empfehlenswert. Die historischen Räume sind klein und zu Stoßzeiten – besonders in der Hauptsaison – schnell ausgelastet. Online lassen sich Zeitfenster sichern.
Ja, am nahen Aussichtspunkt Terrain des Peintres öffnet sich der klassische Blick auf den Berg, den Cézanne so oft gemalt hat – besonders schön im Licht des späten Nachmittags.
Es ist vor allem ein ruhiges Wohngebiet mit wenigen Unterkünften. Wer es zentral und lebendig mag, wohnt besser in der Altstadt; für Cézanne-Fans und Ruhesuchende ist der Hügel aber ein reizvoller Standort.
07 · In der Nähe
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