Wer Reggio Calabria jenseits der belebten Lungomare-Promenade erleben möchte, findet in Santa Caterina ein Viertel, das noch ganz bei sich ist. Hier bestimmen nicht Souvenirläden oder Reisegruppen das Bild, sondern Nachbarn, die sich auf der Straße zurufen, Kinder, die nach der Schule durch die Gassen laufen, und Bars, in denen der Espresso noch so kostet, wie er kosten sollte. Santa Caterina trägt den Charakter eines echten Stadtviertels von Reggio Calabria – mit all der Wärme und Direktheit, die den Calabresi eigen ist.
Das Viertel ist durch seine ruhige Wohnstruktur geprägt. Die Straßen sind überschaubar, die Häuserfassaden tragen die Patina der Jahrzehnte, und in den kleinen Alimentari-Läden stapeln sich lokale Spezialitäten: Nduja aus dem Hinterland, Bergamotte-Produkte aus der Region und hausgemachte Pasta. Wer hier einkauft, kauft nicht für Touristen ein – man kauft für sich selbst, und das spürt man.
Architektonisch zeigt Santa Caterina das typische Gesicht eines calabresischen Stadtviertels der Nachkriegszeit: funktionale Wohnblöcke wechseln sich mit älteren Gebäuden ab, und dazwischen öffnen sich immer wieder kleine Piazze, auf denen das Viertelsleben seinen Lauf nimmt. Die Nähe zur Küste macht sich durch eine leichte Meeresbrise bemerkbar, die besonders in den Abendstunden durch die Gassen zieht.
Für Reisende, die nicht nur Sehenswürdigkeiten abhaken, sondern das Alltagsleben Süditaliens wirklich verstehen wollen, ist Santa Caterina ein lohnender Aufenthalt. Die Verbindung in die Innenstadt und zur Piazza Italia ist unkompliziert, sodass man tagsüber die Highlights von Reggio Calabria – etwa die Bronzi di Riace im Nationalmuseum – bequem erkunden und abends ins ruhige Viertelsleben zurückkehren kann. Hotels in Santa Caterina sind oft kleiner und familiär geführt, was dem Aufenthalt eine persönliche Note gibt, die große Stadthotels selten bieten.

E'Hotel Reggio Calabria
Modernes 4-Sterne-Haus mit Pool und Panoramablick über die Meerenge.