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◆ STADTVIERTEL · ZADAR

Arbanasi.der Albaner mitten in Zadar

Arbanasi ist Zadars ungewöhnlichstes Viertel: ein im 18. Jahrhundert von katholischen Albanern gegründeter Stadtteil, in dem bis heute eine der seltensten Sprachen Europas weiterlebt. Ruhige Wohnstraßen, die Wallfahrtskirche Gospa Loretska und eine Küstenpromenade verbinden Heimatgeschichte mit entspanntem Adria-Alltag.

Arbanasi.
Lage
Südöstlich der Altstadt auf dem Festland an der Küste
Charakter
Ruhiges Wohnviertel mit albanischer Gründungsgeschichte und eigener Identität
Gut für
Kultur- und Geschichtsinteressierte, ruhiges Wohnen, Küstenspaziergänge
Beste Zeit
Mai bis September; Festtag der Gospa Loretska im Frühsommer

Das Dorf

Arbanasi verdankt seinen Namen und seine Identität katholischen Albanern, die im frühen 18. Jahrhundert aus der Region südlich des Skadar-Sees – dem heutigen Grenzgebiet zwischen Montenegro und Albanien – nach Zadar flohen. In mehreren Wanderungswellen (vor allem 1726/27 und 1733) siedelte sie Erzbischof Vicko Zmajević auf sumpfigem Land vor der Stadt an, das einem venezianischen Adeligen namens Erizzo gehörte. So entstand der Ortsname Borgo Erizzo – die Bewohner aber nannten sich schlicht Arbanasi.

Geistlicher und sozialer Mittelpunkt ist bis heute die Pfarrkirche Gospa Loretska (Unsere Liebe Frau von Loreto). Erzbischof Zmajević ließ die erste Kirche 1734 auf eigene Kosten errichten; die heutige dreischiffige Kirche wurde 1907 gebaut und 1912 geweiht. Zmajević gilt den Arbanasen als ihr größter Wohltäter, der sie vor Verfolgung rettete – sein Festtag und der Patroziniumstag der Gospa Loretska werden bis heute feierlich begangen.

Das Besondere an Arbanasi ist seine bewahrte Kultur: Ein Teil der Gemeinschaft pflegt noch den Arbanasi-Dialekt, eine der seltensten Sprachen Europas, die heute nur noch von wenigen hundert Menschen gesprochen wird; in Zadar gibt es eigens Albanisch-Unterricht, um das Erbe zu erhalten. Heute ist Arbanasi ein ruhiges, zunehmend gefragtes Wohnviertel an der Küste mit Pinienhainen, Stränden und der Strandpromenade Karma – nah an der Stadt und doch eine Welt für sich.

02 · Praktisch

Gut zu wissen.

Anreise
Südöstlich der Altstadt auf dem Festland; mit dem Stadtbus oder Auto in wenigen Minuten erreichbar
Beste Zeit
Mai bis September; rund um den Festtag der Gospa Loretska im Frühsommer ist das Viertel besonders lebendig
Gut für
Kultur- und Geschichtsinteressierte, ruhiges Wohnen, Spaziergänger und Familien
Preisniveau
Moderat bis gehoben – viel neuer, gepflegter Wohn- und Ferienbau
Insider-Tipp
Achte auf zweisprachige Spuren im Viertel und besuche die Gospa Loretska – hier wird die albanische Gründungsgeschichte Zadars greifbar

03 · Häufige Fragen

Was Reisende oft fragen.

Warum heißt das Viertel Arbanasi?

„Arbanasi“ ist die kroatische Bezeichnung für die katholischen Albaner, die das Viertel im 18. Jahrhundert gründeten. Der venezianische Ursprungsname lautete Borgo Erizzo, nach dem Grundbesitzer Erizzo.

Wird in Arbanasi heute noch Albanisch gesprochen?

Eine kleine Gemeinschaft pflegt noch den Arbanasi-Dialekt, eine der seltensten Sprachen Europas. Um das Erbe zu bewahren, gibt es in Zadar inzwischen sogar Albanisch-Unterricht.

Was kann man in Arbanasi besichtigen?

Vor allem die Pfarrkirche Gospa Loretska als geistliches Zentrum sowie die Küstenpromenade Karma. Das Viertel ist ruhig und eignet sich für Spaziergänge abseits der Touristenströme.

Ist Arbanasi weit von der Altstadt entfernt?

Nein, es liegt südöstlich der Altstadt auf dem Festland und ist mit Stadtbus oder Auto in wenigen Minuten erreichbar.

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Zuletzt aktualisiert am 6. Juni 2026