Stadt · Kroatien

Zadar

Kurz vor Sonnenuntergang füllt sich die Marmortreppe an der Westspitze der Halbinsel, weil hier jede Welle unter den Stufen einen Ton erzeugt und niemand weiß, welcher als Nächstes kommt.

6 Stadtviertel8 Sehenswürdigkeiten5 Hotels
Überblick

Deine Zadar-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Die angenehmste Reisezeit für Zadar liegt zwischen Mai und Juni sowie im September und Oktober: warm zum Baden, mild für lange Abende an der Meeresorgel und ohne den Hochsommer-Andrang. Juli und August bringen das volle dalmatinische Strandwetter und das meiste Kulturprogramm, dafür Hitze und volle Gassen. Das Frühjahr eignet sich besonders gut für Ausflüge zu den Plitvicer Seen.
Über Zadar

Reisen nach Zadar

Zadar ist die größte Stadt Norddalmatiens und eine der wenigen an der Adria, deren Altstadt vollständig auf einer autofreien Halbinsel liegt. Auf gut einem Kilometer Länge stapeln sich hier drei Epochen übereinander: das römische Forum aus der Zeit des Kaisers Augustus, der größte antike Platz an der kroatischen Küste, die vorromanische Rundkirche des Heiligen Donatus aus dem 9. Jahrhundert, die zu großen Teilen aus den Steinen eben dieses Forums errichtet wurde, und die venezianische Befestigung mit dem Landtor von 1543, die seit 2017 zum UNESCO-Welterbe zählt. An der Westspitze hat der Architekt Nikola Bašić diesem Erbe zwei Stücke Gegenwart hinzugefügt – die Meeresorgel, die aus Wellen Töne macht, und den Gruß an die Sonne, einen Solarkreis im Pflaster, der nach Sonnenuntergang zu leuchten beginnt. Drum herum liegt der praktische Teil eines Urlaubs: der Stadtstrand Kolovare zehn Gehminuten südlich der Mauern, die Hotel- und Badezone Borik im Nordwesten, ein Flughafen mit sommerlichen Direktflügen rund zwölf Kilometer außerhalb und ein Hafen, von dem Ausflugsboote zu den kahlen Inseln der Kornaten und zum Salzsee Mir auf Dugi otok ablegen. Die Plitvicer Seen erreichst du über die Autobahn in gut anderthalb bis zwei Stunden, die Sandbuchten von Nin in einer knappen halben.

Zadar – Karte
Reiseführer

Zadar von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Kurz vor Sonnenuntergang gehen alle in dieselbe Richtung, zur Westspitze der Halbinsel, wo die Marmorstufen ins Wasser laufen. Unter ihnen stecken Röhren, durch die jede Welle einen Ton drückt – mal ein tiefes Atmen, mal etwas, das nach einem gehaltenen Akkord klingt. Zadar dürfte die einzige Stadt an der Adria sein, in der das Publikum applaudiert, wenn die Sonne weg ist. Zwei Gehminuten dahinter liegt eine Altstadt, die römisches Forum, vorromanische Rundkirche und venezianische Mauern auf einer schmalen Landzunge stapelt, und vor der Riva schwimmen die Inseln, die den Rest der Reise füllen.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Zadar

Die Altstadt passt auf eine Halbinsel von gut einem Kilometer Länge – vom Landtor bis zur Meeresorgel läufst du zwanzig Minuten, ohne eine einzige befahrene Straße zu queren.

Das römische Forum ist der offene Kern der Altstadt und der größte antike Platz an der kroatischen Adriaküste. Angelegt wurde er ab der Zeit des Kaisers Augustus, als Zadar noch Iader hieß und römische Kolonie war. Heute liegen Säulentrommeln, Kapitelle und Bruchstücke von Tempelarchitektur einfach im Gras, Kinder klettern darauf herum, und nur eine einzelne korinthische Säule steht noch aufrecht am Rand – sie diente im Mittelalter als Pranger und heißt bis heute Schandsäule. Wer den Platz vor neun Uhr betritt, hat ihn fast für sich. Ab dem späten Vormittag stehen hier die Gruppen der Kreuzfahrtschiffe, die im Hafen Gaženica anlanden, und zwischen Mittag und drei Uhr wirft der Kalkstein das Licht so hart zurück, dass vom Platz auf Fotos wenig übrig bleibt.

Am Rand des Forums steht die Kirche des Heiligen Donatus, ein Zylinder aus dem 9. Jahrhundert und rund 27 Meter hoch. Gebaut wurde sie aus dem, was die Römer hinterlassen hatten: Im Fundament und in den Wänden stecken Altarplatten, Inschriftensteine und Säulen vom Forum, sichtbar bis heute, wenn du im Inneren nach oben zur Empore schaust. Gottesdienste finden hier seit langem nicht mehr statt, dafür Konzerte, denn die Akustik unter der Kuppel ist der Grund, warum Zadar jeden Sommer sein Festival für Alte Musik in diese Rotunde legt. Direkt daneben zieht sich die Kathedrale der Heiligen Anastasia in die Länge, die größte Kirche Dalmatiens, romanisch, mit zwei Rosetten und blinden Arkaden auf der Fassade. Der freistehende Glockenturm wurde erst im 19. Jahrhundert vollendet und lässt sich besteigen – oben siehst du die komplette Halbinsel und bei klarer Luft die Kette der vorgelagerten Inseln.

Die venezianische Seite Zadars beginnt am Landtor über dem kleinen Hafenbecken Foša. Michele Sanmicheli entwarf es 1543 als Triumphbogen mit dem geflügelten Markuslöwen über dem Durchgang und dem heiligen Krševan zu Pferd darüber, eine Machtdemonstration mit klarem Adressat, denn vor den Mauern standen die Osmanen. Die Befestigungsanlage, zu der das Tor gehört, wurde 2017 als Teil der venezianischen Verteidigungswerke in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Ein paar Schritte weiter liegt der Platz der fünf Brunnen, wo 1574 über einer großen Zisterne fünf Brunnenschächte gesetzt wurden, damit die Stadt eine Belagerung übersteht. Darüber erhebt sich der kleine Park auf der Bastion, einer der ältesten öffentlichen Parks Kroatiens, mit der Kapetanova kula als Aussichtspunkt über die Dächer.

Zwei Museen lohnen auch bei bestem Badewetter. Das Museum für antikes Glas residiert im Palast Cosmacendi über dem Hafen und zeigt römische Fläschchen, Balsamarien und Urnen aus den Gräberfeldern der Umgebung – eine der größten Sammlungen dieser Art außerhalb Italiens, ergänzt um eine Werkstatt, in der vorgeführt wird, wie diese Formen entstehen. Die zweite Adresse ist die ständige Ausstellung Gold und Silber von Zadar im Benediktinerinnenkloster neben der Kirche St. Marija, wo Reliquiare, Schreine und Prozessionskreuze aus tausend Jahren in abgedunkelten Räumen stehen. Dazwischen läufst du über die Kalelarga, die Hauptgasse der Altstadt, deren Verlauf noch dem römischen Decumanus folgt, und über den Narodni trg mit der Stadtloggia und der alten Wache.

Sehenswürdigkeiten in Zadar

Alle 8 Sehenswürdigkeiten
Meeresorgel & Sonnengruß

Die Meeresorgel in Zadar und der Gruß an die Sonne

Beide liegen an der Westspitze der Halbinsel, beide kosten nichts, und beide funktionieren am besten in der Stunde um den Sonnenuntergang.

Gruß an die Sonne
Gruß an die Sonne

Die Meeresorgel ist eine Treppe, die man erst hört und dann versteht. Der Architekt Nikola Bašić ließ 2005 unter einer rund siebzig Meter langen Marmorfront Röhren unterschiedlicher Länge verlegen, in Gruppen zusammengefasst und so gestimmt, dass die Töne einer Gruppe miteinander klingen statt gegeneinander. Drückt eine Welle Luft in die Öffnungen unter der Wasserlinie, entweicht sie durch schmale Schlitze in den Sitzstufen. Was du hörst, ist damit weder Aufnahme noch Motor, sondern der Seegang des Moments: Bei glattem Wasser bleibt es ein Atmen im Hintergrund, bei auflandigem Wind wird ein voller, tiefer Akkord daraus, der über die ganze Uferpromenade trägt.

Setz dich auf die untersten trockenen Stufen und warte, bis ein größeres Schiff durch den Kanal fährt. Die Fähren und Katamarane Richtung Ugljan und Dugi otok erzeugen zuverlässig die beste Welle der Stunde, und die meisten Zuhörer kennen den Zusammenhang nicht. Zwei praktische Hinweise gehören dazu. Erstens sind die unteren Stufen fast immer nass und algig, in glatten Sohlen solltest du nicht bis an die Kante gehen. Zweitens lässt sich hier zwar baden, es gibt Leitern ins Wasser, aber es bleibt ein Hafenbecken mit Schiffsverkehr – zum Schwimmen gehst du besser nach Kolovare im Süden oder nach Borik im Nordwesten.

Zwanzig Schritte weiter liegt der Gruß an die Sonne bündig im Pflaster, ein Kreis aus Glasplatten von rund 22 Metern Durchmesser, ebenfalls von Nikola Bašić und 2008 fertiggestellt. Unter dem Glas sitzen Fotovoltaikzellen, die tagsüber Strom sammeln; nach Sonnenuntergang setzt darunter ein Lichtspiel ein, das in Wellen über die Fläche läuft, und Kinder springen darauf herum, als wäre es ein Spielplatz. In den Steinring rundherum sind die Namen der Zadarer Kirchenpatrone mit ihren Kalendertagen und astronomische Angaben eingelassen – ein Verweis darauf, dass hinter dir eine Stadt voller Kirchen liegt. Der gesammelte Strom fließt in die Beleuchtung der Uferpromenade.

Der Sonnenuntergang selbst ist der Grund, warum sich hier ab dem späten Nachmittag alles versammelt. Alfred Hitchcock soll ihn 1964 von Zadar aus für den schönsten der Welt erklärt haben; belegt ist die Geschichte vor allem durch Erzählungen, erzählt wird sie trotzdem in jedem zweiten Lokal, und der Blick geht tatsächlich frei über den Kanal auf die Silhouette von Ugljan. In der Hochsaison füllen sich die Stufen rund eine Stunde vorher. Wer sitzen will, kommt früher oder weicht ein Stück nach Norden auf die Uferstufen aus. Nach Einbruch der Dunkelheit leert sich die Spitze schnell, und dann hörst du die Orgel zum ersten Mal ohne Stimmen darüber.

Rundgang & Tagesplan

Zadar an einem Tag – vom Landtor bis zur Meeresorgel

Ein Tag reicht für die Altstadt, wenn du die Reihenfolge dem Licht anpasst und nicht mittags auf dem schattenlosen Forum stehst.

Starte am Landtor, weil du die Stadt so betrittst, wie sie betreten werden sollte. Vom Parkplatz oder der Bushaltestelle auf dem Festland gehst du am Hafenbecken Foša entlang, wo morgens die Fischerboote liegen, und durch das Landtor herein. Gleich dahinter beginnt der Markt, und der lohnt sich vor dem ersten Kaffee mehr als jede Sehenswürdigkeit: Feigen, Mangold, Salzsäcke aus Nin, daneben in der Fischhalle die Fänge der Nacht. Danach die zwei Minuten zum Platz der fünf Brunnen und hinauf auf die Bastion für den ersten Überblick, bevor du auf die Kalelarga einbiegst und dich mit dem Strom Richtung Forum treiben lässt.

Den Vormittag verbringst du im historischen Kern. Erst das Forum mit der Schandsäule und den herumliegenden Resten, dann die Rundkirche des Heiligen Donatus, danach der Aufstieg auf den Glockenturm der Kathedrale, solange die Luft noch klar ist und die Inseln am Horizont stehen. Wer Museen mag, hängt die Ausstellung Gold und Silber von Zadar im Benediktinerinnenkloster an, die man in einer guten halben Stunde schafft. Zum Mittagessen geht es nicht zurück an die Riva, sondern nach innen: Am Platz der fünf Brunnen kocht Pet Bunara mit Zutaten aus der eigenen Anbaufläche, ein paar Gassen weiter serviert 4 Kantuna die einfachere dalmatinische Variante mit Fisch, Pasta und Pizza.

Der Nachmittag gehört dem Wasser. Das Museum für antikes Glas liegt am Hafen auf dem Weg nach Norden und ist die richtige Adresse für die heißeste Stunde, danach läufst du die Uferpromenade entlang bis zur Spitze. Wer noch schwimmen will, nimmt stattdessen den Weg nach Süden durch das Tor und ist in zehn Minuten am Stadtstrand Kolovare, wo unter Pinien Platz auf den Kiesbänken bleibt. Ein Zadarer Detail für zwischendurch: Zwischen der Altstadt und dem Festlandufer rudern die Barkajoli ihre Passagiere über den Hafenkanal, eine Verbindung, die seit dem Mittelalter belegt ist und in zwei Minuten erledigt, wofür der Umweg über die Brücke eine Viertelstunde braucht.

Für den Abend planst du den Sonnenuntergang an der Meeresorgel ein und legst das Abendessen danach. Foša am gleichnamigen Hafenbecken unterhalb des Landtors ist die gehobene Adresse für Fisch, das Kaštel im Eckturm der Stadtmauer die stillere Variante mit Terrasse über den Dächern. Wer zwei Tage hat, füllt den zweiten mit einer Bootstour zu den Kornaten oder mit Nin und den Sandbuchten im Norden. Bei drei Tagen kommt der Tagesausflug zu den Plitvicer Seen dazu, für den du früh losfahren solltest – die Anfahrt dauert je nach Verkehr anderthalb bis zwei Stunden pro Richtung.

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Stadtviertel

Die Stadtviertel von Zadar von Poluotok bis Borik

Zadar besteht aus einer Halbinsel voller Geschichte und einem Festland, auf dem gewohnt, gebadet und eingekauft wird – dazwischen liegen eine Fußgängerbrücke und ein Ruderboot.

Kathedrale Sv. Stošija
Kathedrale Sv. Stošija

Poluotok heißt schlicht Halbinsel, und mehr Erklärung braucht das Viertel nicht. Auf gut einem Kilometer Länge und an der breitesten Stelle keine fünfhundert Meter drängen sich hier Forum, Kathedrale, ein gutes Dutzend weiterer Kirchen, mehrere Museen, die Universität und mehrere tausend Einwohner. Autos brauchen eine Genehmigung, weshalb du überall zu Fuß gehst und die Gassen abends leiser sind, als du es von einer Altstadt erwartest. Der Nachteil derselben Lage: Koffer über Kopfsteinpflaster sind eine Übung, und wer an der Riva oder in Kalelarga-Nähe schläft, hört im Juli die Bars. Für Reisende ohne Auto, die vor allem Stadt wollen, ist es trotzdem die erste Wahl.

Gleich hinter dem Hafenkanal beginnt Voštarnica, das Festlandviertel, in dem Zadar seinen Alltag erledigt. Statt Kulisse gibt es hier Wohnblocks, Werkstätten, Bäckereien und den Markt im Bereich Relja, dazu die Industriegeschichte der Maraska-Brennerei, deren altes Fabrikgebäude am Hafen inzwischen das Hyatt Regency Zadar beherbergt. Vom Viertel bis zum Forum sind es je nach Startpunkt zehn bis zwanzig Gehminuten über die Fußgängerbrücke – oder du kürzt den Kanal in zwei Minuten mit dem Ruderboot der Barkajoli ab und läufst die letzten Gassen zu Fuß. Preislich merkst du den Unterschied deutlich, und wer abends noch ein Lokal ohne englische Speisekarte sucht, findet es eher hier als drüben.

Südlich der Mauern schließt Kolovare an, Zadars klassisches Bade- und Wohnviertel. Der Stadtstrand ist die älteste Bademeile der Stadt, ein Kiesstreifen mit Betonplattformen unter Pinien, dahinter Wohnhäuser, Pensionen und die Lungomare-Promenade, die weiter an der Küste entlangführt. Vom Landtor läufst du zehn Minuten, was Kolovare zur bequemsten Kombination aus Altstadt und Wasser macht. Ein anderes Zadar liegt östlich davon in Arbanasi, das im 18. Jahrhundert von katholischen Albanern gegründet wurde, die vor den Osmanen flohen. In den ruhigen Wohnstraßen rund um die Wallfahrtskirche Gospa Loretska hat sich mit dem arbanassischen Dialekt eine der seltensten Sprachen Europas gehalten.

Im Nordwesten liegt Borik, die Ferienzone der Stadt. Ein grüner Küstenstreifen mit langem, flach abfallendem Strand, Hotels, Campingplatz, Marina und Wasserpark, angebunden über die Stadtbuslinien, die dich in einer knappen Viertelstunde zur Altstadt bringen. Wer mit Kindern reist und morgens ans Wasser will, ohne erst zu fahren, wohnt hier richtig. Nördlich davon geht Borik in Diklo über, ein früheres Fischerdorf, das zur Villen- und Ferienadresse geworden ist: Kiesbuchten zwischen Pinien, klares Wasser, ein paar Konobas, und abends sitzen eher Nachbarn als Tagesgäste am Ufer. Weiter draußen beginnen dann die Resortzonen von Petrčane und Zaton, die schon nicht mehr zur Stadt gehören.

Übernachten

Hotels in Zadar und die passende Lage für deinen Aufenthalt

Die Entscheidung fällt zwischen Altstadt, Badezone und Resort-Halbinsel im Norden – und sie prägt deinen Urlaub stärker als die Sternezahl.

In der Altstadt gibt es keine großen Häuser, dafür zwei sehr unterschiedliche kleine. Das Bastion Heritage Hotel gehört zu Relais & Châteaux und steht auf den Mauern einer Festung aus dem 13. Jahrhundert, mit einem Restaurant im ehemaligen Eckturm und Blick über die Dächer der Halbinsel. Das Art Hotel Kalelarga liegt direkt an der Hauptgasse, hat wenige Zimmer und die kürzesten Wege überhaupt – vor der Tür beginnt der abendliche Korso. Beide teilen dieselben Einschränkungen: Anfahren kannst du nur mit Genehmigung, das Gepäck rollt über Kopfsteinpflaster, und im Hochsommer dringt der Lärm der Bars bis in die Nacht durch die Fassaden.

Der Kompromiss zwischen Altstadt und Bequemlichkeit liegt auf der anderen Seite des Hafens. Das Hyatt Regency Zadar hat sich im historischen Maraska-Gebäude am Kai eingerichtet, dort, wo früher der Kirschlikör der Stadt abgefüllt wurde. Von hier führt der Weg über die Fußgängerbrücke oder mit dem Ruderboot der Barkajoli in wenigen Minuten in die Gassen, gleichzeitig kommst du mit dem Auto bis vor die Tür und hast Pool und Spa im Haus. Wer mit Mietwagen anreist und Tagesausflüge zu Nationalparks plant, spart sich damit das tägliche Parkplatzproblem am Rand der Halbinsel.

Für Badeurlaub mit Kindern ist Borik im Nordwesten die naheliegende Wahl, mit Hotels und Apartments direkt hinter dem Strand, Wasserpark und Busanbindung in die Stadt. Eine Stufe darüber und rund zwölf Kilometer nördlich liegt die Halbinsel Punta Skala bei Petrčane, wo das Falkensteiner Hotel & Spa Iadera als ruhiges Spa- und Strandhaus und das Falkensteiner Family Hotel Diadora als großes Familienresort mit Wasserpark nebeneinander stehen – beide seit Jahren fest in deutscher und österreichischer Hand. Rechne dort mit einem Auto oder einem Transfer, denn zu Fuß erreichst du von dort weder Altstadt noch Supermarkt.

Zur Planung drei Dinge, die in Zadar über den Preis entscheiden. Erstens die Saison: Juli und August sind die teuersten Wochen des Jahres, während Mai, Juni, September und Oktober bei ähnlichem Wetter deutlich günstiger bleiben. Zweitens die Wohnform – ein großer Teil des Angebots besteht aus privaten Apartments und Zimmern, was für Familien oft besser passt als ein Hotelzimmer, dafür aber selten Rezeption oder Frühstück bedeutet. Drittens das Auto: Hotels in der Altstadt haben keine eigenen Stellplätze, du landest auf einem der bewirtschafteten Parkplätze auf dem Festland. Frag vor der Buchung nach, ob das Haus ein Kontingent hat, und plane die Kurtaxe zusätzlich ein.

Hotels in Zadar

Alle 5 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Restaurants in Zadar und was in Norddalmatien auf den Teller kommt

Zadar isst viel Fisch, aber die eigenständigeren Teller kommen aus dem Hinterland – von den Weiden der Insel Pag, aus den Olivenhainen um Nin und aus den Ravni kotari.

Die bekannteste Adresse der Stadt sitzt im Wasser statt in einer Gasse. Foša liegt am gleichnamigen kleinen Hafenbecken unterhalb des Landtors, ist im Guide Michelin gelistet und kocht Fisch und Meeresfrüchte in einer Präzision, die man an der Riva sonst selten bekommt; die Terrasse schaut direkt auf die Boote. Das Kaštel, das Restaurant des Hotels Bastion, hat den ungewöhnlichsten Raum – einen ehemaligen Eckturm der Stadtmauer – und ist die ruhigere Alternative für einen langen Abend. Wer es unkomplizierter mag, geht ins 4 Kantuna, wo dalmatinische Fischgerichte neben Pasta und Pizza stehen, oder an die Promenade ins Bruschetta, das italienisch grundiert kocht und nahe der Meeresorgel liegt.

Zwei Häuser fallen aus dem üblichen Schema. Pet Bunara am Platz der fünf Brunnen arbeitet nach Slow-Food-Grundsätzen mit saisonalen Zutaten aus eigenem Anbau, was in einer Altstadt voller Fischkarten eine eigene Handschrift ergibt – hier kommen auch Gemüse und Lamm zu ihrem Recht. Und The Botanist ist das einzige rein vegane Restaurant der Altstadt, was in Dalmatien nicht selbstverständlich ist und die Reise für Vegetarier spürbar entspannt. Beide sind klein; in der Hochsaison solltest du am Vortag reservieren, sonst stehst du gegen acht Uhr abends vor besetzten Tischen und weichst auf die Riva aus, wo die Qualität stärker schwankt.

Bestellen lässt sich in Zadar am besten nach Zubereitung statt nach Gericht. Riba na gradele heißt Fisch vom Rost, meist ganz serviert, mit Blitva – Mangold mit Kartoffeln, Olivenöl und Knoblauch – als selbstverständlicher Beilage. Buzara ist die Muschel- oder Scampipfanne mit Weißwein, Knoblauch und Brotresten zum Auftunken, crni rižot das schwarze Tintenfischrisotto. Vom Land kommen pašticada, geschmortes Rindfleisch in einer süßsauren Soße mit Gnocchi, und alles, was unter der peka gegart wird, der eisernen Glocke mit Glut darauf – letzteres musst du fast überall einen Tag vorher bestellen. Als Vorspeise lohnt Ninski šokol, der luftgetrocknete Schweinenacken aus dem benachbarten Nin, dazu Schafskäse von der Insel Pag.

Ein praktischer Hinweis zum Fisch: Er wird in Kroatien nach Gewicht und Güteklasse abgerechnet, nicht als Portion. Lass dir den Fisch vor der Zubereitung zeigen, frag nach dem Preis pro Kilogramm und nach dem Gewicht deines Exemplars – seriöse Lokale machen das von sich aus, und die Rechnung hält danach keine Überraschungen bereit. Getrunken wird regional: Weißweine aus Maraština und Debit, Rote aus Plavina und Babić, dazu Olivenöl von der Küste, das oft besser ist als der Wein. Zum Abschluss gehört Maraschino, der klare Kirschlikör aus den Marasca-Kirschen der Umgebung, oder ein Kräuterschnaps. Bezahlt wird seit 2023 in Euro, Karten werden in der Altstadt fast überall akzeptiert, in kleinen Konobas im Umland nicht immer.

Restaurants in Zadar

Strände & Baden

Strände in Zadar von Kolovare bis Diklo

Gebadet wird hier auf Kies und Betonplatten unter Pinien – für richtigen Sand fährst du nach Nin oder auf die Inseln.

Meeresorgel
Meeresorgel

Der Stadtstrand heißt Kolovare und liegt zehn Gehminuten südlich des Landtors, was ihn zum kürzesten Weg vom Forum ins Wasser macht. Es ist die älteste und längste Bademeile der Stadt, ein Wechsel aus Kiesbuchten und betonierten Plattformen unter alten Pinien, mit Duschen, Strandbars und der Lungomare-Promenade, die von hier aus weiter an der Küste entlangführt und abends zur Laufstrecke der halben Stadt wird. Der Einstieg ist flach genug für Kinder, die Bäume liefern am Nachmittag Schatten, und weil der Strand die Blaue Flagge trägt, wird die Wasserqualität regelmäßig geprüft. Im Juli und August ist er am Vormittag deutlich angenehmer als nach der Mittagspause.

Im Nordwesten der Stadt liegt Borik, die eigentliche Badezone. Der Strand fällt flacher ab und das Wasser bleibt lange knietief, dahinter reihen sich Hotels, Campingplatz, Marina und ein Wasserpark – die richtige Adresse, wenn der Tag am Strand beginnt und nicht als Anhängsel eines Stadtbummels gedacht ist. Angebunden ist Borik über die Stadtbuslinien, mit denen du in einer knappen Viertelstunde in der Altstadt bist. Weiter nördlich schließt sich der Abschnitt um Puntamika an, und dahinter beginnt Diklo, wo sich zwischen Villen und Pinien kleine Kiesbuchten verstecken. Dort ist mehr Platz und weniger Infrastruktur, dafür brauchst du Bus, Rad oder Auto.

Wer eine echte Sandbucht will, fährt raus. In Nin, rund eine halbe Autostunde nordwestlich, liegt die Kraljičina plaža, die Königinnenstrand heißt und mit rund drei Kilometern als längster Sandstrand Kroatiens gilt – der Grund läuft so eben aus, dass du weit hinauswaten kannst und das Wasser knietief bleibt, was mit kleinen Kindern kaum zu schlagen ist. In derselben Lagune wird seit Jahrhunderten Meersalz gewonnen, und der dortige Peloid-Schlamm wird traditionell zu Heilzwecken genutzt. Auf den Inseln ist Sakarun auf Dugi otok die bekannteste Bucht, ein heller Kies-Sand-Bogen mit türkisem Flachwasser, erreichbar per Fähre und Auto oder als Teil einer Bootstour.

Drei Dinge, die den Badetag entscheiden. Erstens die Schuhe: Auf Kies und Fels sind Badeschuhe keine Übervorsicht, sondern Standard, denn Seeigel sitzen genau dort, wo man den Fuß aufsetzt. Zweitens der Wind – bläst die Bura aus Nordost, wird das Wasser spürbar kälter und draußen in den Kanälen unruhig, während der warme Jugo aus Südost Wolken und Dünung an die Uferstrände drückt; an solchen Tagen weichst du auf die geschützte Seite oder in eine der Buchten aus. Drittens die Wassertemperatur: Ab Mitte Juni ist die Adria hier zuverlässig warm, das Maximum liegt im August, und im September bleibt sie länger warm als die Luft.

Inseln & Ausflüge

Ausflüge ab Zadar zu Inseln und Nationalparks

Zadar ist einer der wenigen Orte an der Adria, von dem aus du an einem Tag entweder aufs offene Meer oder in die Wasserfälle des Hinterlands kommst.

Der Klassiker ist die Bootstour zu den Kornaten, dem größten Inselarchipel der Adria und seit 1980 Nationalpark. Rund 89 Inseln, Inselchen und Riffe liegen dort ohne Straßen, ohne Quellen und fast ohne Bewohner im Wasser, kahle weiße Kalkrücken zwischen tiefblauen Kanälen. Boote starten im Sommer vom Zadarer Hafen, und ein typischer Tag umfasst die Fahrt hinaus, einen oder zwei Badestopps, den Nationalparkeintritt und ein Mittagessen an Bord. Plane den kompletten Tag ein, denn allein die Anfahrt dauert je nach Route ein bis zwei Stunden pro Richtung. Bei starkem Wind wird umgeplant oder abgesagt – wer nur zwei Tage bleibt, legt die Tour daher lieber auf den ersten.

Die kürzere Seefahrt führt nach Dugi otok, wo der Naturpark Telašćica die größte natürliche Bucht der Adria bildet. Auf der Außenseite fällt die Steilküste über hundert Meter senkrecht ins offene Meer ab, und wenige Hundert Meter dahinter liegt der Salzsee Mir, dessen flaches, salziges Wasser spürbar wärmer wird als das Meer nebenan. Viele Kornaten-Touren nehmen Telašćica gleich mit; wer eigenständig hinwill, kombiniert Fähre und Auto und hängt die Bucht Sakarun an. Deutlich näher liegt Ugljan direkt gegenüber der Stadt – die Fähre nach Preko braucht etwa eine halbe Stunde, oben über dem Ort steht eine Festungsruine mit Blick zurück auf Zadars Silhouette.

Landeinwärts steht der Tagesausflug zu den Plitvicer Seen an, dem ältesten und größten Nationalpark Kroatiens, seit 1979 UNESCO-Welterbe. Über die Autobahn brauchst du gut anderthalb bis zwei Stunden pro Richtung, was den Tag lang macht, aber machbar. Fahr früh los und buche dein Zeitfenster vorab, denn der Park arbeitet in der Hochsaison mit Einlasszeiten, und auf den hölzernen Stegen entlang der unteren Seen entsteht am späten Vormittag Stau. Näher liegt der Nationalpark Krka mit den begehbaren Kaskaden bei Skradinski buk, rund eine gute Stunde in Richtung Šibenik – die kompaktere Variante, wenn dir Plitvice zu weit ist.

Für den halben Tag reichen die Ziele in unmittelbarer Nähe. Nin, rund eine halbe Stunde nordwestlich, ist eine winzige Inselaltstadt im Lagunenwasser, mit der Kirche des Heiligen Kreuz aus dem 9. Jahrhundert, die als kleinste Kathedrale der Welt gilt, dazu Salinen und der lange Sandstrand. Im Nordosten steigt hinter Starigrad-Paklenica der Velebit auf, wo die Schluchten Velika und Mala Paklenica den Nationalpark Paklenica bilden – Wanderwege in jeder Länge und eine der bekanntesten Kletterwände Südosteuropas. Und über die Pag-Brücke erreichst du die Insel Pag mit ihren Salzweiden, dem Schafskäse und einer Mondlandschaft, die im Sommer flimmert.

Aktivitäten & Touren in Zadar

Anreise & vor Ort

Anreise nach Zadar und unterwegs in der Stadt

Der Flughafen liegt zwölf Kilometer außerhalb, die Autobahn endet vor der Tür, und in der Altstadt selbst brauchst du nichts weiter als Schuhe.

Am schnellsten geht es mit dem Flugzeug. Der Flughafen Zadar (ZAD) bei Zemunik liegt rund zwölf Kilometer vom Zentrum entfernt und wird in der Sommersaison von mehreren deutschsprachigen Städten direkt angeflogen, häufig von Billigfluglinien. Passend zu den Ankünften fährt ein Shuttlebus in die Stadt, außerdem stehen Taxis und die Schalter der Mietwagenfirmen im Terminal. Achte auf den Saisonkalender: Viele Verbindungen gibt es nur zwischen Frühjahr und Herbst, im Winter schrumpft der Flugplan deutlich. Alternativ fliegst du nach Split und fährst über die Autobahn in gut anderthalb Stunden nordwärts.

Mit dem Auto führt der Weg aus dem deutschsprachigen Raum über Österreich und Slowenien auf die kroatische A1. Von Wien sind es je nach Route rund 650 Kilometer, von München rund 850. Zwei Punkte solltest du einplanen: In Slowenien brauchst du eine Vignette, in Kroatien wird auf der Autobahn dagegen streckenweise an Mautstationen kassiert, wo sich an Sommersamstagen Schlangen bilden. Und kurz vor Zadar überquert die Autobahn auf der Maslenica-Brücke das Novsko ždrilo – bei starker Bura kann die Strecke für Wohnwagen und Anhänger gesperrt werden, was jedes Jahr mehrfach vorkommt. Prüfe die Verkehrsmeldungen, bevor du mit Anhänger bei Nordostwind losfährst.

In der Stadt selbst ist das Auto eher Ballast. Die Altstadt ist praktisch autofrei, du stellst den Wagen auf einem der bewirtschafteten Parkplätze am Festlandufer ab und gehst über die Fußgängerbrücke hinüber. Innerhalb der Halbinsel läufst du ohnehin alles zu Fuß, für Borik, Diklo und Kolovare gibt es die Stadtbuslinien, und zwischen dem Altstadtkai und dem Ufer gegenüber rudern die Barkajoli ihre Passagiere über den Hafenkanal – die kürzeste Fährverbindung der Adria und deutlich schneller als der Umweg. Fahrräder lassen sich mieten, sind aber vor allem für die Strecke Richtung Borik nützlich.

Zu Wasser und über Land geht es weiter, ohne dass du ein Auto brauchst. Die Fähren und Katamarane der Jadrolinija verbinden Zadar mit Ugljan, Dugi otok, Pašman und weiteren Inseln, dazu gibt es Linien Richtung Italien; ein Teil des Verkehrs läuft über den Hafen Gaženica südöstlich der Altstadt, ein Teil über die Kais in der Stadt – prüfe beim Buchen, welcher Anleger auf deinem Ticket steht, das kostet sonst eine Taxifahrt. Fernbusse fahren vom Busbahnhof nach Split, Zagreb und zu den Nationalparks. Und zwei Dinge, die seit 2023 gelten und die Anreise vereinfacht haben: Kroatien zahlt in Euro und gehört zum Schengenraum, Grenzkontrollen an den Landgrenzen entfallen damit.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Feste & Veranstaltungen

Feste in Zadar von den Donatus-Konzerten bis zum Advent

Der Sommer gehört den Konzerten in der Rundkirche und den Abenden an der Riva, der November dem Stadtheiligen.

Römisches Forum
Römisches Forum

Das musikalische Aushängeschild sind die Glazbene večeri u sv. Donatu, die Musikabende in St. Donatus. Seit den 1960er-Jahren spielen im Sommer Ensembles für Alte Musik in der Rundkirche am Forum, und der Grund dafür ist der Raum selbst: Der steinerne Zylinder aus dem 9. Jahrhundert hat eine Akustik, für die kein Konzertsaal gebaut werden müsste. Karten sind begrenzt, weil die Kirche klein ist, und die Programme stehen meist erst im Frühjahr fest. Wer im Juli oder August in Zadar ist und einen Abend investieren will, sollte hier zuerst schauen – Alternativen dieser Art gibt es an der Küste kaum.

Im August feiern mehrere dalmatinische Städte, Zadar eingeschlossen, die Noć punog miseca, die Vollmondnacht. Zum Vollmond wird die Beleuchtung an der Uferpromenade heruntergefahren, Kerzen und Fackeln übernehmen, und Fischer und Erzeuger verkaufen direkt von den Booten und aus Ständen am Kai, was Meer und Hinterland hergeben. Das Datum verschiebt sich mit dem Mondkalender und wird erst kurzfristig bestätigt – frag im Hotel oder an der Touristeninformation nach, wenn dein Aufenthalt in die zweite Augusthälfte fällt. Im gleichen Zeitraum bespielt das Festival Zadar snova Plätze, Höfe und Uferabschnitte mit zeitgenössischem Theater und Straßenkunst.

Der wichtigste Termin des Zadarer Kalenders liegt allerdings im Spätherbst. Am 24. November feiert die Stadt ihren Schutzpatron Krševan, den heiligen Chrysogonus, dessen Figur zu Pferd auch über dem Landtor sitzt – zugleich ist es der Tag der Stadt, mit Prozession, Messe und einem Programm, das mehrere Tage füllt. Kurz danach beginnt der Advent, für den die Plätze der Halbinsel und der Uferbereich mit Ständen, Lichtern und Bühnen bestückt werden. Beides sind Anlässe, zu denen Zadar sich selbst gehört und kaum Reisende unterwegs sind – wer die Stadt ohne Sommerbetrieb sehen will, kommt in diesen Wochen.

Praktisch heißt das für die Planung: Prüfe den Veranstaltungskalender, bevor du das Datum festlegst, und zwar in beide Richtungen. Willst du Programm, planst du um eines dieser Ereignisse herum und buchst früher. Willst du die Altstadt in Ruhe, meidest du zusätzlich die Tage, an denen große Kreuzfahrtschiffe in Gaženica liegen – dann füllen sich Forum und Kalelarga zwischen zehn und drei Uhr spürbar, und ab dem späten Nachmittag wird es wieder ruhig. Die Anlaufpläne der Schiffe sind öffentlich einsehbar und lassen sich mit dem eigenen Tagesplan abgleichen.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Zadar – und welches zu dir passt

Poluotok (Altstadt)Poluotok (Altstadt)Die autofreie Landzunge mit römischem Forum, der Rundkirche des Heiligen Donatus, der größten Kathedrale Dalmatiens und den venezianischen Mauern. An der Westspitze liegen Meeresorgel und Sonnengruß, dazwischen führt die Kalelarga als Hauptachse über den alten römischen Decumanus.Ideal für: Kultur & kurze Wege1–2 TageKolovareKolovareZadars ältester Stadtstrand, zehn Gehminuten südlich des Landtors, mit Kiesbuchten, Betonplattformen unter Pinien und der Blauen Flagge. Dahinter ein ruhiges Wohnviertel mit Pensionen, davor die Lungomare-Promenade, auf der abends die halbe Stadt unterwegs ist.Ideal für: Baden neben der Altstadt½ TagBorikBorikDie Ferienzone im Nordwesten, ein grüner Küstenstreifen mit langem, flach abfallendem Strand, Hotels, Campingplatz, Marina und Wasserpark. Mit den Stadtbuslinien bist du in einer knappen Viertelstunde in der Altstadt, was Borik zur bequemen Basis für Familien macht.Ideal für: Badeurlaub mit Kindern2–5 TageDikloDikloEin früheres Fischerdorf im Norden der Stadt, das zur Villen- und Ferienadresse gewachsen ist. Zwischen Pinien verstecken sich kleine Kiesbuchten mit klarem Wasser, dazu ein paar Konobas mit dalmatinischer Küche – abends sitzen hier eher Nachbarn als Tagesgäste am Ufer.Ideal für: Ruhe am Wasser2–4 TageVoštarnicaVoštarnicaDas Festlandviertel direkt gegenüber der Altstadt, in dem Zadar wohnt, einkauft und arbeitet. Markt, Werkstätten und Bäckereien statt Kulisse, dazu das alte Maraska-Gebäude am Hafen. Über die Fußgängerbrücke oder mit dem Ruderboot der Barkajoli bist du in Minuten drüben.Ideal für: Alltag & günstiger wohnen½ TagArbanasiArbanasiZadars ungewöhnlichster Stadtteil, im 18. Jahrhundert von katholischen Albanern gegründet, die vor den Osmanen flohen. In den ruhigen Wohnstraßen rund um die Wallfahrtskirche Gospa Loretska hat sich mit dem arbanassischen Dialekt eine der seltensten Sprachen Europas gehalten.Ideal für: Stadtgeschichte abseits1–2 Stunden
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Zadar mit Wetter und Badesaison

Zadar liegt zwischen dem rauen Velebit und der offenen Adria, und das merkst du vor allem im Winter, wenn die Bura durch die Kanäle fegt.

Das Klima in Zadar ist mediterran, mit heißen, sehr trockenen Sommern und milden, aber windigen Wintern. Von Juni bis August fällt kaum Regen, im September kommen die ersten kräftigen Schauer zurück, und der Spätherbst bringt die höchsten Niederschlagsmengen des Jahres. Prägender als das Thermometer ist der Wind: Die Bura aus Nordost fällt kalt und böig vom Velebit herunter, klärt die Luft und macht das Meer unruhig, während der Jugo aus Südost warm und feucht kommt und Dünung mitbringt. Die Adria erreicht ihr Temperaturmaximum im August und bleibt bis in den Oktober hinein warm genug zum Schwimmen, weshalb der September für viele die beste Kombination aus Wasser, Luft und Preisen ist.

Jan10°4°windig, Altstadt fast leer
Feb11°4°Bura-Tage, klare Sicht
Mär14°6°erste Terrassen an der Riva
Apr18°10°grünes Hinterland, gut für Paklenica
Mai23°14°warm, Meer noch frisch
Jun27°18°Badesaison beginnt, lange Abende
Jul30°21°heiß, teuer, Konzerte in St. Donatus
Aug30°21°Hochsaison, wärmstes Meer
Sep25°17°Wasser sommerwarm, erste Schauer möglich
Okt20°13°mild, Baden oft noch möglich
Nov15°9°feucht, Krševanovo am 24.
Dez11°5°Advent auf der Halbinsel

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Zadar sind Mai, Juni und September. Im Mai und Juni liegen die Höchstwerte zwischen 23 und 27 Grad, die Altstadt lässt sich den ganzen Tag erlaufen, und die Ausflüge zu Kornaten, Telašćica und Plitvice funktionieren ohne Hitzestress. Der September ist die stärkste Zeit fürs Wasser, weil die Adria nach dem August-Maximum noch fast genauso warm ist, während Luft, Preise und Andrang schon nachgeben. Juli und August sind heiß, voll und am teuersten – wer dann kommt, plant Forum und Turmaufstieg vor neun Uhr und den Strand vor der Mittagspause. Zwischen November und März gehört die Halbinsel wieder ihren Bewohnern, dafür fahren viele Ausflugsboote nicht und einige Lokale schließen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Zadar

Wie viele Tage sollte man für Zadar einplanen?
Für die Altstadt mit Forum, Donatuskirche, Kathedralturm und Meeresorgel reicht ein voller Tag. Zwei Tage sind die bessere Wahl, weil dann eine Bootstour zu den Kornaten oder ein Nachmittag am Strand dazupasst. Bei drei bis vier Tagen kommen die Plitvicer Seen, Nin und der Naturpark Telašćica auf Dugi otok in Reichweite.
Wann klingt die Meeresorgel am besten?
Immer dann, wenn Wellen an die Stufen laufen – also bei auflandigem Wind, nach einem Gewitter oder in dem Moment, in dem eine Fähre Richtung Ugljan den Kanal quert und ihre Bugwelle ankommt. Bei spiegelglattem Meer bleibt nur ein leises Atmen. Der Sonnenuntergang ist der beliebteste, aber nicht der klangvollste Zeitpunkt.
Was sollte man in Zadar auf keinen Fall auslassen?
Das römische Forum vor neun Uhr, die Rundkirche des Heiligen Donatus, den Aufstieg auf den Glockenturm der Kathedrale und den Sonnenuntergang zwischen Meeresorgel und Sonnengruß. Dazu der Markt am Landtor am frühen Morgen, ein Fischessen an der Foša und die zweiminütige Überfahrt im Ruderboot der Barkajoli.
Wo wohnt man in Zadar am besten?
Auf der Halbinsel Poluotok, wenn du ohne Auto reist und alles zu Fuß erledigen willst – dafür laut im Hochsommer und ohne Parkplatz. In Voštarnica gegenüber, wenn du mit Mietwagen kommst und trotzdem in zehn Minuten in der Altstadt sein möchtest. In Borik oder Diklo, wenn der Tag am Wasser beginnen soll.
Kann man in Zadar direkt in der Stadt baden?
Ja. Der Stadtstrand Kolovare liegt zehn Gehminuten südlich des Landtors, ein Kiesstreifen mit Betonplattformen unter Pinien, Duschen und Strandbars. Im Nordwesten liegt Borik mit flach abfallendem Strand, Wasserpark und Busanbindung. An der Meeresorgel selbst gibt es Leitern ins Wasser, dort fahren aber Schiffe.
Wie kommt man vom Flughafen Zadar in die Stadt?
Der Flughafen liegt rund zwölf Kilometer außerhalb bei Zemunik. Passend zu den Ankünften fährt ein Shuttlebus zum Busbahnhof und weiter Richtung Altstadt, daneben stehen Taxis und die Mietwagenschalter im Terminal. Plane für die Fahrt etwa 20 bis 30 Minuten ein und prüfe bei später Ankunft vorab, ob der Bus noch fährt.
Braucht man in Zadar ein Auto?
Für die Stadt nicht – die Altstadt ist autofrei, Strände und Vororte erreichst du mit den Stadtbuslinien. Sobald du Nin, Paklenica, Pag oder die Plitvicer Seen selbst ansteuern willst, wird ein Mietwagen deutlich praktischer als organisierte Touren. Zu den Kornaten und nach Dugi otok fährst du ohnehin per Boot.
Wo parkt man in Zadar am besten?
Nicht auf der Halbinsel, denn dort gilt eine Zufahrtsbeschränkung. Bewirtschaftete Parkplätze und Parkhäuser liegen auf der Festlandseite rund um den Hafen und in Voštarnica, von dort führt die Fußgängerbrücke in wenigen Minuten in die Altstadt. Frag im Hotel nach einem Kontingent, viele Häuser haben Vereinbarungen mit einem Parkplatz.
Lohnt sich der Tagesausflug zu den Plitvicer Seen ab Zadar?
Ja, wenn du früh losfährst. Über die Autobahn dauert die Anfahrt gut anderthalb bis zwei Stunden pro Richtung, im Park selbst läufst du mehrere Stunden auf Holzstegen. Buche dein Einlasszeitfenster vorab und starte am frühen Morgen, sonst stehst du am späten Vormittag auf den engen Stegen der unteren Seen im Stau.
Was isst man in Zadar typischerweise?
Fisch vom Rost mit Blitva, also Mangold mit Kartoffeln und Olivenöl, dazu Buzara mit Muscheln oder Scampi und schwarzes Tintenfischrisotto. Vom Land kommen Pašticada mit Gnocchi und Gerichte unter der Peka, die du einen Tag vorher bestellst. Als Vorspeise Ninski šokol und Schafskäse von der Insel Pag, danach ein Maraschino.
Zahlt man in Zadar mit Euro?
Ja. Kroatien hat zum 1. Januar 2023 den Euro eingeführt und ist gleichzeitig dem Schengenraum beigetreten, Geldwechsel und Grenzkontrollen an den Landgrenzen entfallen damit. Karten werden in der Altstadt fast überall akzeptiert; in kleinen Konobas im Umland, an Marktständen und bei den Barkajoli solltest du trotzdem Bargeld dabeihaben.
Was kann man in Zadar bei Regen oder starkem Wind machen?
Das Museum für antikes Glas im Palast Cosmacendi und die Ausstellung Gold und Silber von Zadar im Benediktinerinnenkloster füllen zusammen einen halben Tag. Dazu das Archäologische Museum am Forum, die Kirchen der Altstadt und ein langes Mittagessen. Bei starker Bura fallen Bootstouren aus – plane sie deshalb nie auf den letzten Tag.
Wann ist die beste Reisezeit für Zadar?
Mai, Juni und September. Im Mai und Juni liegen die Höchstwerte zwischen 23 und 27 Grad, im September ist die Adria nach dem August noch sommerwarm, während Andrang und Preise nachlassen. Juli und August bringen um die 30 Grad, volle Gassen und die höchsten Übernachtungspreise. Von November bis März ist vieles geschlossen.

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ZadarKurz vor Sonnenuntergang füllt sich die Marmortreppe an der Westspitze der Halbinsel, weil hier jede Welle unter den Stufen einen Ton erzeugt und niemand weiß, welcher als Nächstes kommt.

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