Opatija wirkt wie ein Stück Belle Époque, das die Adria nie verlassen hat. Als die k.u.k.-Aristokratie Ende des 19. Jahrhunderts den milden Winter der Kvarner-Bucht entdeckte, entstand hier Kroatiens ältestes Seebad: ein Ensemble aus pastellfarbenen Villen, Kurparks und Grand Hotels, das bis heute den eleganten Ton der Stadt bestimmt. Der Duft von Lorbeer und blühenden Kamelien liegt über den Gärten, in denen subtropische Pflanzen in dem geschützten Mikroklima gedeihen. Das verbindende Element ist die Lungomare, die rund zwölf Kilometer lange Küstenpromenade, die Opatija mit den Nachbarorten Volosko und Lovran verknüpft. Wer sie entlanggeht, passiert Badebuchten, schattige Pinien und immer wieder den Blick aufs offene Meer. An einem Felsvorsprung über dem Wasser steht die Bronzestatue Madonna del Mare, das stille Wahrzeichen der Stadt, das den Booten nachschaut. Dahinter steigen die bewaldeten Hänge des Učka-Gebirges an und schirmen die Küste gegen den kalten Festlandwind ab. Opatija lebt vom ruhigen, kultivierten Tempo eines klassischen Kurorts. In den Cafés der Promenade wird Kaffee mit Wiener Anklang serviert, in den Konobas des Fischerdorfs Volosko kommen frische Meeresfrüchte und Adria-Fisch auf den Tisch. Die Kvarner-Bucht ist bekannt für ihre Scampi, die hier zu den feinsten der Adria zählen. Wer einen Standort sucht, von dem aus sich Istrien, die Inseln Cres und Krk und das Učka-Gebirge erkunden lassen und der zugleich für sich selbst eine entspannte Eleganz bietet, findet in Opatija einen Ort, der seinen historischen Charakter bewahrt hat, ohne museal zu werden.






