Stadt · Kroatien

Rovinj

Wer am Abend vom Wasser her auf Rovinj zufährt, sieht zuerst den Campanile über den pastellfarbenen Häusern stehen – und darunter eine Altstadt, die bis 1763 eine Insel war.

6 Stadtviertel8 Sehenswürdigkeiten5 Hotels
Überblick

Deine Rovinj-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Am schönsten ist Rovinj von Mai bis Juni und im September: warm genug zum Baden, mit langen, milden Abenden und deutlich weniger Andrang als im Hochsommer, wenn die engen Altstadtgassen sehr voll werden. Juli und August bringen das volle Adria-Sommerwetter und das Kulturprogramm, dafür mehr Besucher. Der Herbst eignet sich zusätzlich für die istrische Trüffelsaison im Hinterland.
Über Rovinj

Reisen nach Rovinj

Rovinj liegt an der Westküste Istriens und drängt sich auf einem Felsrücken zusammen, der jahrhundertelang vom Festland getrennt war; erst 1763 wurde der Kanal dazwischen zugeschüttet. Auf dem höchsten Punkt steht die barocke Kirche der heiligen Euphemia, deren rund 60 Meter hoher Glockenturm dem Campanile von San Marco nachempfunden ist – oben dreht sich eine Kupferfigur der Heiligen mit dem Wind und dient den Fischern als Wetterzeichen. Vom Balbi-Bogen von 1679 führt die Grisia, die Gasse der Künstler, steil bergauf, links und rechts hängen Bilder an den Hauswänden. Unten am Kai liegen die flachen Holzboote, die Batane, deren Bau und Gesangstradition die UNESCO 2016 in ihr Register guter Praxisbeispiele aufgenommen hat. Südlich der Altstadt wächst auf dem Kap Zlatni rt ein Küstenwald aus Pinien und Steineichen bis an die Felsbuchten heran, seewärts streut sich der Rovinjer Archipel vor die Stadt. Dazu Malvazija und Teran aus dem Hinterland, Trüffel aus den Wäldern des Mirna-Tals und drei Restaurants mit Michelin-Stern – mit dem Agli Amici das bislang einzige Zwei-Sterne-Haus Kroatiens, dazu das Cap Aureo und das Monte, das 2017 den allerersten Stern des Landes holte.

Rovinj – Karte
Reiseführer

Rovinj von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Gegen sieben Uhr abends dreht sich der Strom der Tagesgäste um, die Grisia leert sich, und in den Gassen bleibt nur noch das Geräusch, für das man eigentlich hergekommen ist – Schritte auf glattgelaufenem Kalkstein, ein Rollladen, Geschirr aus einer Küche im ersten Stock. Rovinj ist klein genug, dass du die Halbinsel in zwanzig Minuten umrundest, und dicht genug, dass du dich trotzdem dreimal verläufst. Bis 1763 war diese Altstadt eine Insel, und sie benimmt sich bis heute wie eine.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Rovinj

Die Altstadt misst kaum vierhundert Meter im Durchmesser – alles Wichtige liegt zwischen Hafenkai und Kirchturm, und dazwischen geht es fast nur bergauf.

Alles beginnt oben. Die Kirche der heiligen Euphemia entstand zwischen 1725 und 1736 nach Plänen des Venezianers Giovanni Dozzi und ist die größte Kirche Istriens; im Inneren steht der schwere Steinsarkophag der Heiligen, die der Legende nach im Jahr 800 vor der Küste angeschwemmt wurde. Der Glockenturm ist älter als das Kirchenschiff – Antonio Manopola baute ihn zwischen 1654 und 1680 nach dem Vorbild des Campanile von San Marco –, die Fassade kam sogar erst Mitte des 19. Jahrhunderts dazu. Bis zur Kupferfigur der Euphemia ganz oben sind es rund 60 Meter; sie dreht sich mit dem Wind und diente Fischern jahrhundertelang als Wetterzeichen. Ist der Turm geöffnet, führen rund zweihundert offene Holzstufen hinauf in die Glockenstube, und der Blick reicht über die Dächer bis auf die Inseln. Schwindelfrei solltest du sein, die Konstruktion ist offen und die Stufen sind ausgetreten.

Unten am Wasser liegt der Trg maršala Tita, der einzige wirklich große Platz der Stadt, gesäumt von Cafés, dem alten Uhrturm und einem Barockpalast, in dem das Heimatmuseum der Stadt Rovinj sitzt. Zu sehen sind Archäologie, alte Meister aus istrisch-venezianischem Bestand, zeitgenössische kroatische Kunst und ein Saal mit den Marinebildern Alexander Kirchers. Der Palast wird allerdings seit Jahren saniert – im zweiten Stock haben Restauratoren historische Wandmalereien freigelegt –, weshalb das Haus mit wechselnden Ausstellungen arbeitet, im Sommer Gastausstellungen den ersten Stock belegen und die durchgehende Dauerausstellung zur Stadtgeschichte erst entsteht. Öffnungszeiten und Eintritt ändern sich mit der Bauphase, prüf beides kurz vor dem Besuch. Von dort führt der Balbi-Bogen in die Altstadt, ein Stadttor von 1679 an der Stelle des mittelalterlichen Vorgängers, über dem Durchgang der geflügelte Löwe von Venedig, an den Seiten zwei steinerne Köpfe. Von 1283 bis 1797 gehörte Rovinj zur Republik Venedig, und das blieb nicht beim Baustil: Die Stadt ist bis heute amtlich zweisprachig, auf den Ortsschildern steht neben Rovinj auch Rovigno, die italienische Gemeinschaft unterhält eigene Schule und Vereine, und die Gassen heißen Grisia oder Carera.

Ein paar Schritte weiter an der Uferstraße liegt das Batana-Ökomuseum, klein und eigenwillig und deshalb sehenswerter als manches große Haus. Es dreht sich um die Batana, ein flaches Holzboot mit charakteristischem Rumpf, das Rovinjer Fischer über Generationen selbst gebaut haben, und um die Bitinada, einen mehrstimmigen Gesang, bei dem Stimmen Instrumente ersetzen. 2016 nahm die UNESCO die Arbeit des Museums in ihr Register guter Praxisbeispiele auf. In der Saison gehören Fahrten mit einer originalen Batana und Abende in einem Spacio, einem traditionellen Weinkeller, zum Programm – Termine wechseln, frag am selben Tag im Museum nach.

Zwei weitere Adressen lohnen den Umweg. Das Aquarium Rovinj gehört zum Meeresforschungszentrum der Stadt und zeigt seit 1891 Bewohner der Adria in schlichten Becken; es ist eines der ältesten Aquarien Europas, klein, altmodisch, mit Kindern eine gut angelegte halbe Stunde. Und der Waldpark Zlatni rt südlich der Altstadt zählt streng genommen ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten, auch wenn du dort vor allem badest und im Schatten liegst; der Küstenwald ist gepflanzt und nicht gewachsen, steht seit den 1960er-Jahren unter Schutz, und wie er entstanden ist, liest du weiter unten im Kapitel über die Strände.

Sehenswürdigkeiten in Rovinj

Alle 8 Sehenswürdigkeiten
Altstadt & Grisia

Durch die Altstadt von Rovinj und die Künstlergasse Grisia

Auf dem Felsen gibt es nur zwei Richtungen, bergauf zur Kirche und bergab zum Wasser – verlaufen kannst du dich trotzdem, und das ist der Sinn der Sache.

Grisia
Grisia

Bis 1763 war die Altstadt eine Insel, getrennt durch einen schmalen Kanal, der dann zugeschüttet wurde; seither hängt Rovinj am Festland wie ein vertäutes Schiff. Der Platzmangel auf dem Felsen hat die Stadt nach oben wachsen lassen – Häuser wurden aufgestockt, Gassen überbaut, Fenster dorthin gesetzt, wo gerade Platz war. Von den ursprünglich sieben Stadttoren sind mehrere erhalten, das wichtigste ersetzte 1679 der Balbi-Bogen. Achte unterwegs auf die Schornsteine: Rovinj hat auffällig viele und auffällig verschiedene davon, weil in der Enge jede Familie ihre eigene Feuerstelle brauchte.

Die Grisia ist die Hauptachse der Altstadt und der Grund, warum die meisten Besucher überhaupt bergauf gehen. Die Gasse zieht sich vom Balbi-Bogen bis kurz unter die Kirche, das Pflaster ist so glatt gelaufen, dass es bei Nässe rutscht, und an den Wänden hängen fast ganzjährig Bilder, Drucke und Schmuck kleiner Ateliers. Ihren Ruf verdankt sie einem einzigen Tag im Jahr: Seit 1967 verwandelt sich die Grisia am zweiten Sonntag im August in eine Freiluftgalerie, bei der jeder ausstellen darf, vom Kunststudenten bis zum Wochenendmaler. Wer die Gasse ohne Gedränge sehen will, geht vor neun Uhr morgens hinauf.

Hinter der Kirche fällt die Halbinsel nach Westen ab, und dort liegt der stillste Teil der Altstadt. Über Treppen und schmale Durchgänge kommst du zu flachen Felsplatten direkt am Wasser, auf denen abends halb Rovinj sitzt und auf die Sonne wartet; darüber kleben die Terrassen einiger Restaurants am Fels, darunter die Puntulina. Im Sommer ist das der beste Platz der Stadt und entsprechend früh besetzt. Nimm etwas zum Sitzen mit, der Stein ist kantig und heizt sich auf, und geh nicht in Badelatschen – der Abstieg über die abgeschliffenen Platten ist rutschiger, als er aussieht.

Ein paar Dinge erleichtern den Aufenthalt in der Altstadt spürbar. Autos kommen nicht hinein, Rollkoffer nur mit Mühe; wer in einem Altstadtapartment wohnt, klärt vor der Buchung, wie viele Stufen zwischen Parkplatz und Wohnungstür liegen, und rechnet mit einem letzten Stück zu Fuß. Schatten gibt es in den Gassen wenig, dafür Durchzug, weshalb sich der Aufstieg zur Kirche im Hochsommer am frühen Morgen oder nach 18 Uhr deutlich angenehmer anfühlt. Und die Beschilderung ist dürftig, was kein Problem darstellt: Auf einem Felsen von dieser Größe landest du zwangsläufig wieder am Wasser.

Rundgang & Tagesplan

Rovinj an einem Tag – vom Hafen über die Grisia zum Goldenen Kap

Für die Halbinsel reicht ein Vormittag, für Rovinj mit Waldpark und Badepause ein voller Tag – die Wege sind kurz, der Höhenunterschied ist die eigentliche Anstrengung.

Starte am Trg maršala Tita, solange die Cafés noch aufstuhlen. Vorher lohnt ein Abstecher zum Markt an der Nordseite der Halbinsel, wo neben Obst und Gemüse Olivenöl, Trüffelprodukte und Rakija verkauft werden – hier bekommst du einen Eindruck davon, was Istrien produziert, bevor du es abends auf dem Teller siehst. Dann durch den Balbi-Bogen und die Grisia hinauf zur Kirche der heiligen Euphemia. Wenn der Turm offen ist, steig zuerst hinauf, bevor die Stufen zum Gegenverkehr werden; oben sortierst du in fünf Minuten die ganze Stadt und siehst, wo du später baden willst.

Vom Kirchplatz gehst du nicht denselben Weg zurück, sondern westlich um die Kirche herum und über die Treppen zur Wasserkante hinunter. Auf den Felsplatten am äußersten Ende der Halbinsel ist es auch mittags erstaunlich ruhig. Anschließend arbeitest du dich an der Ostseite durch die Gassen zurück Richtung Hafen, mit einem Stopp im Batana-Ökomuseum, das keine Stunde kostet und die Fischerboote erklärt, die draußen an der Kaimauer liegen. Zum Mittagessen reicht eine Konoba am Hafen – die aufwendigen Küchen der Stadt haben ohnehin meist erst abends geöffnet.

Am Nachmittag wechselst du die Richtung. Von der Bucht südlich der Altstadt führt die Uferpromenade am Mulini Beach vorbei in den Waldpark Zlatni rt, dem alle nur Goldenes Kap sagen. Nach zehn Minuten unter Pinien stehst du an den ersten Badefelsen, nach zwanzig an der Bucht Lone, und wer weitergeht, findet in Richtung Škaraba immer stillere Stellen. Badeschuhe sind hier keine Übervorsicht, sondern Standard. Zurück in die Stadt läufst du dieselbe Promenade, diesmal mit der Altstadtsilhouette vor dir – der Grund, warum dieser Weg abends so voll ist.

Den Abend beginnst du auf den Felsen an der Westseite oder auf einer der Terrassen darüber und gehst danach essen; reserviert wird in der Saison am besten schon am Vormittag. Wer zwei Tage hat, nimmt am zweiten ein Boot – entweder hinüber nach Sveta Katarina und Crveni otok oder auf die Ausflugsfahrt in den Limski kanal. Für drei Tage passt ein Ausflug ins Hinterland mit Weingut, Olivenölverkostung und einem der Hügelstädtchen dazu, oder ein halber Tag in Pula mit dem römischen Amphitheater, vierzig Kilometer südlich.

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Baden & Buchten

Strände in Rovinj und die Inseln vor der Küste

Sand gibt es in Rovinj nicht, dafür Felsplatten, Kiesbuchten und Kiefern, die bis an die Wasserkante wachsen.

Zlatni rt
Zlatni rt

Die kürzesten Wege ins Wasser liegen südlich der Altstadt. Der Mulini Beach an der gleichnamigen Bucht ist der durchgestaltete unter den Stadtstränden, mit Liegeflächen, Strandbar und Blick auf die Altstadt, entsprechend früh belegt und entsprechend teuer im Getränk. Weiter südlich folgen die Bucht Lone und der wildere Abschnitt Richtung Škaraba, wo du dir deinen Platz auf dem Fels selbst suchst. Nördlich der Altstadt geht es ruhiger zu: In der Bucht bei Borik und weiter draußen bei Monsena liegen flachere Kies- und Betonabschnitte, die für Familien deutlich einfacher sind als die Felsstufen im Süden.

Das eigentliche Badegebiet ist der Waldpark Zlatni rt. Auf dem Kap südlich der Stadt hat Georg von Hütterott ab den 1890er-Jahren Zedern, Zypressen und Pinien pflanzen lassen; heute ist der Küstenwald geschützt und von Spazier- und Radwegen durchzogen, zwischen denen sich eine Badestelle an die nächste reiht. Schatten findest du hier bis dicht ans Wasser, was im Juli und August den Unterschied macht. In einem alten Steinbruch am Rand des Parks hängen außerdem Kletterrouten – wer zusieht, versteht schnell, warum Istrien unter Sportkletterern einen Namen hat.

Vor der Stadt liegt ein Archipel aus gut zwanzig Inseln und Inselchen, und zwei davon gehören zum Standardprogramm. Sveta Katarina liegt der Altstadt direkt gegenüber, die Überfahrt dauert nur wenige Minuten, und von dort hast du den Blick auf die Häuserfront, den alle fotografieren. Crveni otok, die Rote Insel, besteht aus zwei durch einen Damm verbundenen Eilanden mit Pinienwald, Felsbuchten und einem Hotel in einem ehemaligen Klostergebäude; die Fahrt dauert etwas länger. Kleine Boote legen im Sommer regelmäßig am Hafen ab, Fahrpläne und Preise wechseln mit der Saison – außerhalb der Hauptmonate fährt deutlich weniger.

Drei praktische Hinweise. Erstens Badeschuhe: Der Untergrund ist fast überall Fels oder grober Kies, und Seeigel gehören dazu. Zweitens der Wind – wenn im Sommer nachmittags der Maestral auffrischt, wird die Westseite kabbelig, während die nach Osten und Süden geöffneten Buchten ruhig bleiben; im Winter drückt die Bura kalt von Nordost herunter. Und drittens die Wassertemperatur: Im Juni liegt sie meist um 22 Grad, im August um 25, und weil das Meer der Luft immer hinterherhinkt und die Sommerwärme mit Verzögerung wieder abgibt, steht sie im September noch bei rund 23 Grad – Baden ist dann angenehmer als im Juni.

Übernachten

Hotels in Rovinj und die passende Lage für deinen Aufenthalt

Die großen Häuser der Stadt gehören überwiegend einem einzigen Betreiber, was die Auswahl übersichtlicher macht, als sie zunächst aussieht.

Die auffälligste Adresse ist das Grand Park Hotel Rovinj, 2019 eröffnet und vom Zagreber Büro 3LHD als Kaskade in den Hang oberhalb der Bucht Mulini gesetzt – jede Etage tritt zurück, sodass fast alle Zimmer und die Dachterrasse frontal auf die Altstadt schauen. Ganz oben sitzt das Cap Aureo. Fünf Gehminuten weiter steht das Hotel Lone, ebenfalls von 3LHD, 2011 als erstes Designhotel Kroatiens eröffnet und mit seinem geschwungenen Baukörper am Rand des Waldparks eher Statement als Hotel. Ruhiger und ohne Kinder geht es im Monte Mulini zu, das etwas zurückgesetzt zwischen Pinien in der Lone-Bucht liegt.

In der Altstadt selbst ist das Angebot naturgemäß klein. Das Adriatic am Trg maršala Tita ist das Haus mit der längsten Hoteltradition der Stadt und heute ein kunstbetontes Boutiquehotel mit Blick über den Hafen – zentraler geht es nicht, lauter allerdings auch nicht, weil unter den Fenstern bis spät die Terrassen laufen. Das Heritage Hotel Angelo d'Oro in einem barocken Bischofspalast ein paar Gassen weiter oben ist die stillere Variante mit Innenhof und wenigen Zimmern. Für beide gilt, was für die ganze Altstadt gilt: Anfahrt bis vor die Tür gibt es nicht, kläre die Gepäckfrage vorab.

Wer mit Kindern kommt oder länger bleibt, fährt mit den Resortanlagen außerhalb oft besser. Nördlich der Stadt liegt bei Monsena das Amarin-Areal mit Apartments, Mobilheimen und Campingplatz direkt am Wasser, südlich Richtung Cuvi ziehen sich weitere Ferienanlagen und Campingplätze die Küste entlang. Beides ist mit dem Rad oder zu Fuß über die Küstenwege mit der Altstadt verbunden, dazwischen liegen je nach Standort zwanzig bis vierzig Minuten. Privatapartments in den Wohnvierteln Borik, Centener und Gripole-Spine sind die günstigste Lösung, verlangen aber meist ein Auto oder eine gewisse Gehbereitschaft.

Zur Planung: Juli und August sind die teuerste und am frühesten ausgebuchte Zeit, oft schon im Winter zuvor. Im Mai, Juni, September und Anfang Oktober bekommst du dieselben Häuser deutlich günstiger, und die Stadt ist angenehmer. Umgekehrt schließen zwischen November und März viele Hotels, Apartments und Restaurants ganz – wer in dieser Zeit kommt, prüft vorher, was überhaupt geöffnet hat. Und wenn du mit dem Auto anreist, ist die Parkfrage Teil der Hotelwahl: Häuser außerhalb der Altstadt haben eigene Stellplätze, in der Altstadt landest du auf einem der städtischen Parkplätze am Rand.

Hotels in Rovinj

Alle 5 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Restaurants in Rovinj und was die istrische Küche ausmacht

Istrien kocht zweigeteilt – Fisch und Meeresfrüchte an der Küste, Trüffel, Wild und Teigwaren aus dem Hinterland, und in Rovinj bekommst du beides an einem Abend.

Keine andere Stadt Kroatiens hat so viele Michelin-Sterne auf so wenig Fläche: Drei Häuser in Rovinj tragen einen, und eines davon steht allein an der Spitze des Landes. Das Agli Amici Rovinj an der Lungomare-Promenade unterhalb des Grand Park Hotel ist der Ableger des Udineser Familienbetriebs Agli Amici 1887; Emanuele Scarello holte hier nach der Eröffnung 2021 binnen weniger Monate den ersten Stern und 2024 den zweiten – bis heute das einzige Zwei-Sterne-Restaurant Kroatiens. Serviert werden Menüs, der Blick geht über das Wasser auf die Altstadt und Sveta Katarina, und reserviert wird in der Saison Wochen im Voraus. Im Haus darüber, im obersten Stock des Grand Park Hotel, kocht Jeffrey Vella im Cap Aureo betont gemüselastig und bekam dafür 2025 einen eigenen Stern. Und das Monte, ein kleines Familienrestaurant unmittelbar unter der Euphemia-Kirche, erhielt 2017 den allerersten Michelin-Stern des Landes und hält ihn seither – auch hier gibt es Menüs, gezählte Tische und in der Saison Vorlaufzeiten von mehreren Wochen.

Für den normalen Abend ist die Ebene darunter interessanter. Die Puntulina serviert Fisch und Meeresfrüchte auf mehreren Felsterrassen an der Westseite der Altstadt, direkt über dem Wasser – Sonnenuntergangsplätze, die man nicht spontan bekommt. Das Kantinon am Ende der Hafenpromenade kocht die Fischerküche der Stadt in einem alten Weinkeller – genau das heißt der Name –, unter Ziegelgewölben zwischen Fässern, blanken Holztischen und großformatigen Schwarz-Weiß-Aufnahmen des alten Rovinj. Die Konoba Veli Jože in Hafennähe ist die traditionelle Variante mit istrischer Hausmannskost zwischen maritimem Krimskrams, und wenn es schnell und günstig sein soll, holst du dir in der Grisia bei der Pizzeria Da Sergio eine Holzofenpizza.

Auf der Karte stehen Dinge, die du zu Hause selten findest. Fuži und Pljukanci sind die istrischen Nudelformen, im Herbst mit weißem Trüffel aus den Wäldern des Mirna-Tals, ganzjährig mit Wild oder Boškarin, dem istrischen Rind. Maneštra ist die dicke Bohnen-Mais-Suppe des Hinterlands, Buzara die Zubereitung von Scampi oder Muscheln in Weißwein, Knoblauch und Semmelbröseln, bei der am Ende Brot die Hauptrolle spielt. Dazu Pršut und Schafskäse, kaltgepresstes Olivenöl aus istrischen Hainen, das in internationalen Vergleichen regelmäßig weit vorn landet, und zum Wein Malvazija in Weiß und Teran in Rot.

Drei praktische Punkte. Frischer Fisch wird in Kroatien meist nach Gewicht abgerechnet – lass dir vor der Bestellung Kilopreis und Gewicht des ausgesuchten Stücks nennen, dann gibt es später keine Überraschung. Bezahlt wird seit Anfang 2023 in Euro, Karten werden fast überall genommen, kleine Konobas im Hinterland gelegentlich ausgenommen. Und reservieren lohnt in der Saison grundsätzlich, auch in der Mittelklasse: Rovinj hat viele Tagesgäste, aber nur begrenzt Terrassen mit Meerblick, und die sind ab dem späten Nachmittag vergeben.

Restaurants in Rovinj

Touren & Aktivitäten

Bootstouren, Kajak und Aktivitäten rund um Rovinj

Das meiste, was Rovinj zu bieten hat, beginnt am Wasser – und der Rest liegt eine halbe Autostunde landeinwärts.

Der Klassiker ist die Fahrt in den Limski kanal nördlich der Stadt. Trotz des Namens Lim-Fjord handelt es sich geologisch nicht um einen Fjord, sondern um ein ertrunkenes Karsttal – ein rund zehn Kilometer langer, schmaler Meeresarm zwischen steilen, bewaldeten Hängen, in dem Muscheln und Austern gezüchtet werden. Ausflugsboote fahren in der Saison vom Stadthafen hinein, meist als halbtägige Tour mit Badestopp und Verpflegung an Bord. Die Angebote unterscheiden sich stark in Bootsgröße und Gruppenzahl; wer es ruhig mag, fragt gezielt nach kleinen Booten statt nach den großen Ausflugsdampfern.

Näher an der Stadt bleibt, wer paddelt. Geführte Seekajaktouren starten meist südlich der Altstadt und führen am Waldpark Zlatni rt entlang und hinüber nach Sveta Katarina, mit Stopps zum Schnorcheln an Höhlen und Felsabbrüchen; Vorkenntnisse braucht es dafür nicht, Kondition für zwei bis drei Stunden schon. Stand-up-Paddles und kleine Motorboote lassen sich ebenfalls mieten – ob du für ein bestimmtes Boot einen Führerschein brauchst, hängt an der Motorleistung, das klärst du direkt beim Vermieter. Für Kinder ist die geschützte Bucht vor Sveta Katarina der entspanntere Startpunkt.

Unter Wasser hat die Gegend ein berühmtes Ziel. Vor der Küste zwischen Rovinj und den Brijuni-Inseln liegt das Wrack der Baron Gautsch, eines österreichischen Passagierdampfers, der 1914 auf eine Mine lief und sank. Das Wrack liegt tief, gilt als Kriegsgrab und ist ausschließlich etwas für erfahrene Taucher mit entsprechender Ausbildung; die Tauchbasen der Stadt fahren es bei passenden Bedingungen an und verlangen die Nachweise dafür. Wer weniger tief einsteigen will, findet an den Felsabbrüchen rund um die Inseln genug für einfache Tauchgänge und fürs Schnorcheln.

An Land führt fast alles ins Hinterland. Auf dem Weingut Meneghetti zwischen Rovinj und Bale lassen sich istrische Weine und natives Olivenöl verkosten, und im Herbst kommt die Trüffelsuche mit Hund im Mirna-Tal dazu – beides funktioniert nur mit Voranmeldung, spontan geht wenig. Radfahrer finden rund um Rovinj gut ausgebaute Wege durch Wald und Weinberge; die bekannte Parenzana, der Radweg auf der Trasse der alten Schmalspurbahn, beginnt weiter nördlich bei Poreč und lässt sich als Tagesausflug mit dem Auto anfahren. Für den Abend gibt es Segeltörns, die zum Sonnenuntergang hinausfahren.

Aktivitäten & Touren in Rovinj

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Rovinj von Stari Grad bis Gripole-Spine

Rovinj ist eine Kleinstadt, und trotzdem entscheidet die Wahl des Viertels darüber, ob dein Urlaub aus Gassen oder aus Kiefernwald besteht.

Batane im Hafen
Batane im Hafen

Stari Grad, die Altstadt auf der ehemaligen Insel, ist der Kern von allem. Hier liegen die Kirche, die Grisia, der Balbi-Bogen, die Museen, die meisten Restaurants und der Hafen, aus dem die Ausflugsboote ablegen. Wohnen lässt es sich hier in kleinen Hotels und Apartments, und der Reiz ist offensichtlich – abends aus der Haustür in eine autofreie Gasse zu treten, ist ein anderes Gefühl als der Weg vom Hotelparkplatz. Der Preis dafür sind Stufen, Lärm bis in die Nacht rund um die Terrassen und die Tatsache, dass du jedes Gepäckstück selbst hinaufträgst.

Direkt südlich schließt Mulini / Zlatni Rt an, das Hotel- und Badeviertel der Stadt. Von der Bucht Mulini führt die Uferpromenade in den Waldpark, dazwischen liegen die großen Häuser mit Spa und Meerblick. Wer morgens vor dem Frühstück schwimmen und abends in fünfzehn Minuten in der Altstadt sein will, wohnt hier richtig. Etwas weiter landeinwärts folgt Centener, ein Wohnviertel im Süden mit Apartments und kurzen Wegen ans Wasser – über die Waldwege bist du von dort in wenigen Minuten an den Kies- und Felsbuchten Richtung Cuvi, ohne den Trubel der Stadtstrände.

Im Norden geht es familiärer zu. Borik ist ein ruhiges Wohn- und Ferienviertel in einer geschützten Bucht mit grünem Kiesstrand und Blick zurück auf die Altstadtsilhouette; weiter draußen folgt Monsena mit dem Amarin-Areal, wo Apartments, Mobilheime und ein Campingplatz direkt am Wasser liegen. Beide Viertel sind über Küsten- und Radwege mit dem Zentrum verbunden, und beide sind die naheliegende Wahl, wenn Kinder mitkommen oder du zwei Wochen bleibst und nicht jeden Abend im Gedränge stehen willst.

Bleibt Gripole-Spine im Osten, Rovinjs Erweiterungsgebiet im Landesinneren. Hier gibt es keine Postkartenmotive, dafür Supermärkte, Werkstätten, Schulen und die günstigsten Apartments der Stadt; der Busbahnhof liegt östlich der Altstadt und damit in dieselbe Richtung. Wer mit dem Auto anreist, länger bleibt und selbst kocht, findet hier die praktischste Basis – bis zum Hafen sind es je nach Lage zwanzig Minuten zu Fuß. Für einen kurzen Städtetrip lohnt das Viertel nicht, für einen zweiwöchigen Sommer mit Ausflügen ins Hinterland durchaus.

Anreise & vor Ort

Anreise nach Rovinj und Parken am Rand der Altstadt

Aus München sind es rund 600 Kilometer, aus Wien etwas weniger – Istrien ist die Adriaküste, die man aus dem deutschsprachigen Raum noch an einem Tag erreicht.

Mit dem Auto führt der Weg üblicherweise über Salzburg oder Villach nach Ljubljana und weiter Richtung Triest, alternativ über Tarvis und die italienische Küstenautobahn. In Österreich brauchst du eine Vignette, in Slowenien die elektronische E-Vinjeta, in Kroatien wird die Autobahnmaut streckenweise abgerechnet; auf der Istrischen Y-Autobahn nimmst du die Ausfahrt Richtung Rovinj und Bale. Seit Anfang 2023 gehört Kroatien zum Schengen-Raum und zur Eurozone – feste Grenzkontrollen zu Slowenien gibt es nicht mehr, stichprobenartige Kontrollen sind weiterhin möglich, und du zahlst ab der Grenze in Euro.

Ohne Auto beginnt die Reise am Flughafen. Am nächsten liegt Pula rund vierzig Kilometer südlich, dazu kommen Triest, Venedig, Ljubljana und Zagreb als Alternativen mit größerem Streckennetz. Von Pula fährt man in etwa vierzig Minuten nach Rovinj, per Mietwagen, Bus oder vorab gebuchtem Transfer. In den Sommermonaten verkehren außerdem Katamarane zwischen Venedig und den istrischen Küstenstädten; Saison, Häfen und Fahrpläne ändern sich von Jahr zu Jahr, prüfe das kurz vor der Buchung. Innerhalb Kroatiens ist der Fernbus das Standardverkehrsmittel, mit Verbindungen aus Zagreb, Pula, Poreč und Triest.

Einen Bahnhof hat Rovinj nicht mehr – die Stichstrecke ins Landesinnere wurde in den 1960er-Jahren für den Personenverkehr aufgegeben. Die nächste Station liegt in Kanfanar, gut zwanzig Kilometer östlich an der Strecke nach Pula, und ist mit dem Bus oder Taxi erreichbar. Wer von dort weiterreisen will, sollte wissen, dass Istriens Bahnnetz dünn ist und die Fahrpläne wenige Verbindungen am Tag vorsehen. In der Praxis kommen die meisten Gäste mit dem eigenen Auto, dem Mietwagen ab Pula oder mit dem Bus – die Kombination aus Bahn und Bus funktioniert, kostet aber Zeit.

Vor Ort brauchst du das Auto dann nicht mehr. Die Altstadt ist autofrei, geparkt wird auf den Flächen am Rand, unter anderem an der Bucht Valdibora im Norden und entlang der südlichen Zufahrt; in der Saison sind die zentralen Plätze gebührenpflichtig und mittags oft voll, weshalb die etwas weiter außen liegenden Parkplätze die entspanntere Wahl sind. Vom Parkplatz bis zum Hafen läufst du in der Regel unter zehn Minuten. Für Strecken zu den Resorts im Norden und Süden gibt es Küsten- und Radwege, in der Saison zusätzlich kleine Taxiboote vom Hafen zu den Inseln.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Ausflüge in Istrien

Ausflüge ab Rovinj durch Istrien

Istrien ist klein – von Rovinj aus erreichst du Küste, Hügelland und römische Antike jeweils in unter einer Stunde.

Sveta Eufemija
Sveta Eufemija

Der naheliegendste Ausflug führt nach Pula, vierzig Kilometer südlich. Dort steht das römische Amphitheater aus dem 1. Jahrhundert, eines der besterhaltenen der Welt, dessen äußerer Mauerring vollständig aufrecht steht; im Sommer finden darin Konzerte und ein Filmfestival statt. Dazu kommen der Augustustempel am Forum, der Sergierbogen und ein Altstadtkern, der weniger herausgeputzt ist als der von Rovinj und gerade deshalb interessant. Von Fažana bei Pula setzen Boote auf die Brijuni-Inseln über, einen Nationalpark mit Safaripark, römischen Ruinen und der Geschichte von Titos Sommerresidenz.

Nach Norden und Osten beginnt das Hügelland. Motovun thront über dem Mirna-Tal auf einem Bergkegel, umgeben von einer begehbaren Stadtmauer, und unten im Tal liegt der Wald, aus dem die weißen Trüffel kommen; Grožnjan ein Stück weiter ist ein Künstlerstädtchen mit Galerien in fast jedem Haus. Näher dran liegen Bale mit seinem venezianischen Kern und Vrsar über dem nördlichen Ufer des Limski kanal. Für alle diese Orte brauchst du ein Auto, und für alle gilt: Parkplätze liegen unterhalb der Ortskerne, die letzten Meter gehst du zu Fuß bergauf.

Entlang der Westküste lohnt Poreč, etwa fünfunddreißig Kilometer nördlich. Der Grund ist die Euphrasius-Basilika aus dem 6. Jahrhundert, deren Apsismosaike zu den bedeutendsten frühbyzantinischen Arbeiten außerhalb Ravennas zählen und seit 1997 zum UNESCO-Welterbe gehören. Der Rest der Altstadt folgt bis heute dem römischen Straßenraster. In der Nähe liegt die Tropfsteinhöhle Baredine, die sich mit Kindern gut mit einem Strandtag verbinden lässt. Wer lieber im Wasser bleibt, nimmt statt der Straße das Ausflugsboot und fährt an der Küste entlang.

Weiter hinaus geht es ebenfalls. Triest liegt gut zwei Autostunden entfernt und ist ein kompletter Stimmungswechsel, mit Kaffeehäusern aus der Habsburgerzeit und dem Schloss Miramare am Meer; auf dem Weg dorthin liegen die slowenischen Küstenstädtchen Piran und Portorož. Die Plitvicer Seen sind mit rund drei Stunden pro Richtung ein sehr langer Tag – wer sie sehen will, plant besser eine Übernachtung ein. Und Venedig ist im Sommer per Katamaran erreichbar, was aus dem Ausflug einen langen, aber machbaren Tag macht.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Rovinj – und welches zu dir passt

Stari Grad (Altstadt)Stari Grad (Altstadt)Vierhundert Meter Fels, auf denen sich alles stapelt, wofür Rovinj bekannt ist. Gewohnt wird in kleinen Hotels und Apartments über Gassen, in denen kein Auto fährt; dafür schleppst du das Gepäck über Treppen, und unter dem Fenster laufen die Terrassen bis in die Nacht.Ideal für: Erstbesuch & Städtetrip1–2 TageMulini / Zlatni RtMulini / Zlatni RtDas Hotel- und Badeviertel zwischen der Bucht Mulini und dem Goldenen Kap: Liegefelsen unter Pinien, ein aufgelassener Steinbruch mit Kletterrouten und die drei größten Häuser der Stadt in Sichtweite des Wassers. Für Meerblick bei kurzem Weg in die Gassen die naheliegende Wahl.Ideal für: Baden & Hotels1 TagBorikBorikFerien- und Wohngegend an der Bucht Val de Lesso, deren Kiesstrand unter Bäumen liegt und aufs Inselchen Figarola hinausschaut. Der Einstieg ins Wasser ist flach genug für kleine Kinder, der Weg zurück ins Zentrum kurz genug für ein Abendessen ohne Auto.Ideal für: Familien & ruhiges Baden½ TagMonsenaMonsenaWo an dieser bewaldeten Nordküste früher ein bekanntes Naturistencamp lag, steht heute das Amarin-Areal, textil und familientauglich. Man wohnt zwischen Kiefern statt zwischen Mauern, badet vor der Haustür und nimmt für die Altstadt das Rad oder den Küstenweg.Ideal für: Camping & längere Aufenthalte½ TagCentenerCentenerEin gewachsenes Wohnviertel im Süden, in dem die Ferienapartments zwischen Häusern liegen, in denen ganzjährig jemand wohnt. Ans Wasser geht es nicht über die Promenade, sondern hinten heraus durch den Wald zur langen Kieselbucht Kuvi. Für zwei Wochen mit eigener Küche der brauchbarste Kompromiss aus Ruhe, Preis und Entfernung.Ideal für: Apartments & Badebuchten½ TagGripole-SpineGripole-SpineRovinjs östliches Erweiterungsgebiet im Landesinneren, wo Supermärkte, Werkstätten und Schulen stehen statt Postkartenmotive. Hier findest du die günstigsten Apartments der Stadt und mit dem Auto die praktischste Basis für Ausflüge ins istrische Hinterland.Ideal für: Selbstversorger & Ausflüge½ Tag
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Rovinj mit Wetter und Wassertemperaturen

Zwischen Mai und Oktober liegt in Rovinj eine lange Saison, in der nur zwei Monate wirklich voll sind.

Rovinj hat mediterranes Klima mit milden, feuchten Wintern und warmen, trockenen Sommern, gemildert durch die Lage auf einer Halbinsel. Im Sommer frischt nachmittags oft der Maestral vom Meer auf und macht die Hitze erträglich, im Winter drückt gelegentlich die Bura kalt von Nordost herunter. Das Meer hinkt der Luft hinterher – es wird erst im Juni richtig badetauglich, hält die Wärme dafür bis weit in den Oktober. Wichtiger als das Thermometer ist die Saison selbst: Zwischen November und März schließen viele Hotels und Restaurants, im Juli und August ist die Altstadt tagsüber voll.

Jan9°3°still, vieles geschlossen
Feb10°3°kühl, leere Gassen
Mär13°5°erste warme Tage
Apr17°9°grün, gut zum Wandern
Mai22°13°warm, Meer noch frisch
Jun26°17°Wasser um 22 Grad
Jul29°19°heiß, Hochsaison
Aug29°19°Grisia-Ausstellung, sehr voll
Sep24°16°warmes Meer, ruhiger
Okt19°12°Trüffelsaison im Hinterland
Nov14°8°nass, Saisonende
Dez10°4°ruhig, kurze Öffnungszeiten

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Rovinj sind Mai, Juni und September. Im Mai liegen die Höchstwerte um 22 Grad, die Stadt ist noch entspannt und das Hinterland grün – zum Baden ist das Meer allerdings frisch. Im Juni stimmt beides, warme Luft und Wasser um 22 Grad, und im September dreht sich das Verhältnis endgültig um – das Meer ist wärmer als im Frühsommer, die Tagesgäste werden weniger, und im Oktober beginnt im Hinterland die Trüffelsaison. Juli und August sind heiß, teuer und in der Altstadt tagsüber voll – wer dann kommt, verlegt Grisia und Kirchturm konsequent auf den frühen Morgen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Rovinj

Wie viele Tage sollte man für Rovinj einplanen?
Für die Altstadt mit Grisia, Kirche und Batana-Museum reicht ein Tag. Zwei Tage sind besser, weil dann ein Nachmittag im Waldpark Zlatni rt und eine Bootsfahrt zu den Inseln dazupassen. Wer drei bis vier Tage hat, hängt Pula, das Hügelland um Motovun oder eine Verkostung im Hinterland an, ohne das Quartier zu wechseln.
Was sollte man in Rovinj auf keinen Fall verpassen?
Den Aufstieg über die Grisia zur Kirche der heiligen Euphemia, wenn möglich mit dem Glockenturm, dazu die Felsplatten an der Westseite der Halbinsel zum Sonnenuntergang. Ergänzend das Batana-Ökomuseum am Hafen, das die Fischerboote und die Bitinada-Gesänge erklärt, und ein Nachmittag unter den Pinien im Waldpark Zlatni rt.
Kann man den Glockenturm der Euphemia-Kirche besteigen?
In der Saison ist der Aufstieg in der Regel möglich: rund zweihundert enge, offene Holzstufen hinauf in die Glockenstube des etwa 60 Meter hohen Turms – die Spitze mit der Kupferfigur liegt darüber. Von der Stube siehst du die Altstadt von oben, den Archipel und bei klarer Sicht die Küste weit nach Süden. Öffnungszeiten und Eintritt richten sich nach Jahreszeit und Wetter, bei Wind bleibt der Turm zu – frag vor Ort nach.
Wo badet man in Rovinj am besten?
Im Waldpark Zlatni rt südlich der Altstadt, wo eine Badestelle auf die nächste folgt und Pinien bis ans Wasser Schatten geben. Familien fahren im Norden bei Borik und Monsena besser, dort ist der Einstieg flacher. Sandstrände gibt es nicht, der Untergrund ist Fels oder Kies – Badeschuhe sind hier kein Luxus, sondern Grundausstattung.
Wie kommt man auf die Inseln vor Rovinj?
Mit den kleinen Booten, die in der Saison im Stadthafen ablegen. Zur nächstgelegenen Insel Sveta Katarina dauert die Überfahrt nur Minuten, zur Roten Insel Crveni otok mit ihrem Pinienwald und den Badebuchten entsprechend länger. Fahrpläne und Preise wechseln mit der Saison, außerhalb der Sommermonate fährt deutlich weniger.
Wo parkt man in Rovinj?
Nicht in der Altstadt, die ist autofrei. Geparkt wird auf den Flächen am Rand, unter anderem an der Bucht Valdibora im Norden und entlang der südlichen Zufahrt. In der Saison sind die zentralen Plätze gebührenpflichtig und mittags meist belegt; etwas weiter außen findest du schneller einen Platz und läufst dafür zehn Minuten.
Braucht man in Rovinj ein Auto?
In der Stadt nicht – Altstadt, Hafen, Strände und Waldpark liegen alle in Gehweite, und die Resorts im Norden und Süden erreichst du über Küsten- und Radwege. Fürs Hinterland dagegen schon: Motovun, Grožnjan, die Weingüter und die Trüffelwälder sind mit Bussen kaum sinnvoll zu erreichen. Ein Mietwagen für zwei Tage ist oft die beste Lösung.
Muss man im Restaurant Monte reservieren?
Ja, und zwar früh. Das Monte unterhalb der Euphemia-Kirche war 2017 das erste Restaurant Kroatiens mit einem Michelin-Stern, hat nur wenige Tische und arbeitet mit Menüs. In der Hauptsaison sind Wochen Vorlauf realistisch. Auch in der Mittelklasse gilt in Juli und August: Terrassen mit Meerblick sind ab dem späten Nachmittag vergeben.
Was isst und trinkt man in Rovinj typischerweise?
Fisch und Meeresfrüchte in Buzara, dazu die istrischen Nudeln Fuži und Pljukanci, im Herbst mit weißem Trüffel aus dem Mirna-Tal. Aus dem Hinterland kommen Maneštra, Pršut und Boškarin-Rind, dazu Olivenöl, das international regelmäßig weit vorn liegt. Getrunken wird Malvazija als Weißwein und Teran als Roter, zum Abschluss ein Kräuterbrand.
Womit bezahlt man in Rovinj?
Seit Anfang 2023 gilt in Kroatien der Euro, die Kuna ist Geschichte. Karten werden in Hotels, Restaurants und Läden praktisch überall akzeptiert, kleines Bargeld ist trotzdem praktisch für Marktstände, Parkautomaten und kleine Konobas im Hinterland. Trinkgeld ist üblich, aber nicht verpflichtend, rund zehn Prozent gelten als angemessen.
Ist Rovinj für einen Urlaub mit Kindern geeignet?
Ja, mit Einschränkungen. Die Altstadt besteht aus Stufen und glattem Pflaster, Kinderwagen sind dort mühsam. Dafür sind die Ferienanlagen im Norden bei Monsena und Borik auf Familien eingestellt, mit flacheren Einstiegen ins Wasser. Das kleine Aquarium von 1891, eine Batana-Fahrt und die Bootstour zu den Inseln funktionieren mit Kindern gut.
Wann ist die beste Reisezeit für Rovinj?
Mai, Juni und September. Im Mai ist es mit rund 22 Grad angenehm, das Meer aber noch frisch; im Juni passen Luft und Wasser zusammen, und im September hält das Meer mit rund 23 Grad noch fast Hochsommerniveau – wärmer als im Juni –, während Hitze, Preise und Tagesgäste zurückgehen. Juli und August bringen um 29 Grad, volle Gassen und die höchsten Preise. Im Oktober beginnt die Trüffelsaison.
Lohnt sich Rovinj auch außerhalb der Saison?
Wenn du weißt, worauf du dich einlässt. Zwischen November und März hast du die Gassen fast für dich, die Stadt zeigt sich ohne Kulisse, und die Preise sind niedrig. Dafür schließen viele Hotels, Restaurants und Bootsanbieter komplett, Baden fällt aus, und Ausflüge hängen am Wetter. Prüfe vor der Buchung, was in deinem Reisezeitraum geöffnet hat.

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RovinjWer am Abend vom Wasser her auf Rovinj zufährt, sieht zuerst den Campanile über den pastellfarbenen Häusern stehen – und darunter eine Altstadt, die bis 1763 eine Insel war.

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