Eine Stadt, die einst eine Insel war einst eine Insel war
Rovinj wuchs auf einem Felsen im Meer, eng umschlossen von venezianischen Stadtmauern. Erst im 18. Jahrhundert wurde der schmale Kanal zum Festland aufgeschüttet, und so erklärt sich die dichte, fast verschachtelte Bebauung der Altstadt: Häuser stehen Wand an Wand, Treppen führen zum Wasser hinab, und vom Hafen aus steigt das Gassengewirr steil hinauf zur Kirche der heiligen Eufemia.
Wer durch die Grisia, die Künstlergasse, hinaufgeht, erreicht die Spitze des Hügels mit dem barocken Glockenturm, der dem Markusturm in Venedig nachempfunden ist. Von oben fällt der Blick über die roten Ziegeldächer auf die vorgelagerten Inseln des Naturschutzgebietes und auf den Wald von Zlatni Rt.
Abends verwandelt sich die Uferpromenade in eine Bühne: In den Konobas serviert man frischen Fisch, istrischen Olivenöl und Trüffel aus dem Hinterland, dazu Malvazija aus den umliegenden Weinbergen. Rovinj verbindet das mediterrane Lebensgefühl mit der kulinarischen Tiefe Istriens.