Stadt · Kroatien

Split

Kurz nach sieben liegt der Peristil noch im Schatten, ein Kellner schleppt Sitzkissen auf die antiken Stufen, und über 1.700 Jahre altem Stein hängt der Geruch von Kaffee und Meer.

6 Stadtviertel8 Sehenswürdigkeiten5 Hotels
Überblick

Deine Split-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Mai, Juni und September sind ideal: angenehm warm, das Meer badetauglich und die Altstadt weniger überlaufen als im Hochsommer. Juli und August sind heiß und voll, dafür mit vollem Strand- und Fährbetrieb. Im Frühjahr und Herbst blüht der Marjan und die Preise sind moderater.
Über Split

Reisen nach Split

Split ist die zweitgrößte Stadt Kroatiens und eine der wenigen, deren Altstadt buchstäblich in einem römischen Kaiserpalast steckt. Um 300 n. Chr. ließ Diokletian unweit der griechischen Siedlung Aspálathos seinen Alterssitz errichten – eine ummauerte Anlage von rund 215 mal 180 Metern mit vier Toren, Mausoleum, Tempeln und einer Meerfront. Als das nahe Salona im 7. Jahrhundert unterging, flüchteten dessen Bewohner hinter diese Mauern und bauten ihre Häuser in die Säulenhallen und Höfe hinein; so wurde aus einem Palast eine Stadt, die seit 1979 zum UNESCO-Welterbe gehört und in der bis heute Menschen wohnen, Wäsche aufhängen und Müll rausbringen. Auf dem Peristil sitzen Besucher auf den Stufen, im runden Vestibül singen in der Saison Klapa-Gruppen unter der oben offenen Kuppel, und aus Diokletians Mausoleum wurde die Kathedrale des Hl. Domnius – ausgerechnet benannt nach einem Bischof, der unter diesem Kaiser starb. Vor der Südmauer zieht sich die palmengesäumte Riva am Wasser entlang, westlich klettern die Steintreppen von Veli Varoš den Hang hinauf, dahinter beginnt der Kiefernwald des Marjan mit dem Telegrin auf 178 Metern. Östlich der Altstadt liegt der flache Sandstrand Bačvice, Heimat des Ballspiels Picigin, und im Hafen davor legen die Fähren nach Brač, Hvar, Šolta und Vis ab.

Split – Karte
Reiseführer

Split von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Auf dem Peristil sitzen morgens um acht die ersten Besucher auf Stufen, die vor 1.700 Jahren für einen römischen Kaiser gelegt wurden, zwei Gassen weiter schiebt jemand seinen Müllsack an einer antiken Säule vorbei zur Tonne. Split ist keine Ausgrabung mit Kassenhäuschen, sondern eine Stadt, die in einen Palast gezogen ist und nie wieder ausgezogen ist – mit Wäscheleinen zwischen Marmorportalen, Kneipen in Substruktionen und einem Kiefernberg hinter dem letzten Haus. Wer mit der Fähre ankommt, sieht zuerst nur eine Steinfront am Wasser. Dahinter beginnt das Eigentliche.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Split

Fast alles, was in Split auf der Liste steht, liegt in einem Halbkreis von einem Kilometer um den Peristil – hier misst man Wege in Minuten, nicht in Kilometern.

Der Peristil ist der Bezugspunkt für alles Weitere, der säulengesäumte Innenhof im Zentrum des Diokletianpalastes, in dem Kaiser und Bittsteller einst aufeinandertrafen. Heute ist er Freiluftbühne, Café-Terrasse und Fotomotiv in einem: Auf den Stufen liegen im Sommer Kissen, an einer Seite hockt eine der ägyptischen Granitsphingen, die Diokletian aus Ägypten herbeischaffen ließ – sie stammen aus der Zeit Thutmosis' III. im 15. Jahrhundert v. Chr. und sind damit rund 1.800 Jahre älter als der Palast, in dem sie stehen. Gleich südlich davon führt eine Treppe hinauf ins Vestibül, den runden Vorraum der Kaiserwohnung, dessen Kuppel oben offen steht. Der Raum klingt wie eine Kathedrale, weshalb dort in der Saison Klapa-Gruppen singen, der dalmatinische Mehrstimmengesang, den die UNESCO ins immaterielle Kulturerbe aufgenommen hat.

An der Ostseite des Peristils steht die Kathedrale des Hl. Domnius, und ihre Geschichte ist die größte Ironie der Stadt. Der achteckige Bau war Diokletians Mausoleum, errichtet für einen Kaiser, unter dessen Herrschaft Christen verfolgt wurden; wenige Jahrhunderte später weihte man ihn ausgerechnet dem heiligen Domnius, einem Bischof aus Salona, der unter diesem Kaiser starb. Der Sarkophag des Kaisers ist längst verschwunden, die römische Kuppel und der geschnitzte Holzportalflügel aus dem 13. Jahrhundert sind geblieben. Daneben ragt der mittelalterliche Glockenturm auf, dessen offene Treppe zu den besten Blicken über die Dächer führt – die Stufen sind steil und teilweise seitlich offen, für Höhenangst ist das nichts.

Zwei Minuten westlich, durch die schmale Gasse gegenüber der Kathedrale, liegt der Jupitertempel, den man später zum Baptisterium umwidmete. Vor dem Eingang wacht eine kopflose schwarze Sphinx, drinnen steht ein Taufbecken mit dem Relief eines mittelalterlichen kroatischen Herrschers, darüber ein Johannes des Täufers von Ivan Meštrović. Verlässt du den Palast durch das Goldene Tor nach Norden, stehst du unmittelbar vor dessen monumentalster Arbeit: der Bronzestatue des Gregor von Nin, jenes Bischofs, der im 10. Jahrhundert für die kroatische Sprache im Gottesdienst stritt. Sein linker großer Zeh glänzt goldblank, weil ihn jeder Vorbeigehende für Glück anfasst – ein Ritual, das offenkundig funktioniert, zumindest für die Politur.

Nach Westen öffnet sich die Stadt: Über den Narodni trg mit dem alten Rathaus führt die Fußgängerachse Marmontova zu den Prokurative, einem dreiseitig umbauten Platz im venezianisch-neorenaissancen Stil, der sich zum Meer hin öffnet und im Sommer als Konzertbühne dient. Weiter draußen liegen mit der Galerie Meštrović in der einstigen Villa des Bildhauers und dem Waldpark Marjan die beiden Ziele, für die du länger als eine Stunde brauchst. Und die spektakulärste Sehenswürdigkeit steht gar nicht in Split, sondern gut zehn Kilometer landeinwärts: die Festung Klis auf ihrem Felsriegel zwischen zwei Gebirgszügen, jahrhundertelang der Schlüssel zum Hinterland und Drehort für Game of Thrones.

Sehenswürdigkeiten in Split

Alle 8 Sehenswürdigkeiten
Diokletianpalast

Der Diokletianpalast als bewohnte Altstadt

Der Palast ist kein Museum mit Öffnungszeiten, sondern ein Stadtviertel mit Klingelschildern, Wäscheleinen und Müllabfuhr.

Diokletianpalast
Diokletianpalast

Gebaut wurde die Anlage in den letzten Jahren des 3. und den ersten des 4. Jahrhunderts, als Diokletian sich als erster römischer Kaiser freiwillig aus dem Amt zurückzog und an die dalmatinische Küste heimkehrte. Herausgekommen ist ein Zwitter aus Villa und Kastell: rund 215 mal 180 Meter, hohe Mauern, Ecktürme, vier Tore. Das Goldene Tor im Norden war der repräsentative Zugang Richtung Salona, das Eiserne im Westen und das Silberne im Osten dienten dem Alltag, und das Eherne Tor im Süden führte direkt aufs Wasser hinaus, wo Boote anlegen konnten. Die Nordhälfte gehörte Garnison und Bediensteten, die Südhälfte dem Kaiser, dem Mausoleum und den Tempeln.

Zur Stadt wurde der Palast erst durch eine Katastrophe. Als das nahe Salona, die Hauptstadt der römischen Provinz Dalmatia, im 7. Jahrhundert unter dem Druck von Awaren und Slawen aufgegeben wurde, zogen die Flüchtenden hinter die leerstehenden Mauern und richteten sich zwischen den Säulen ein. Über die Jahrhunderte wuchsen romanische und gotische Häuser in die antiken Hallen hinein, Fenster wurden in Kaiserwände gebrochen, Gassen entstanden, wo Korridore verliefen. Genau diese Überlagerung – Antike, Mittelalter, Gegenwart im selben Mauerwerk – begründet den Welterbestatus, den die UNESCO 1979 vergab. Und sie ist der Grund, warum in den Palastmauern bis heute mehrere tausend Menschen wohnen.

Praktisch heißt das: Der Palast hat weder Eingang noch Eintritt. Du läufst einfach hinein, weil er das Straßennetz der Altstadt ist, und die Gassen, Höfe und Plätze kosten nichts, auch nachts nicht. Geld kostet, was einzeln bewirtschaftet wird – Kathedrale, Glockenturm, Krypta, Baptisterium und Schatzkammer werden in der Regel als Kombiticket verkauft, und für den südlichen Teil der Substruktionen, der riesigen Kellerhallen unter der Kaiserwohnung, gibt es ein eigenes Ticket. Der zentrale Kellerkorridor, in dem Souvenirstände stehen und der vom Ehernen Tor zum Peristil führt, ist frei begehbar. Öffnungszeiten und Preise ändern sich saisonal, prüf sie am Tag selbst vor Ort.

Die Substruktionen sind ohnehin der Ort, an dem am meisten Publikum zusammenkommt, seit sie in Game of Thrones die Drachenverliese von Meereen abgaben. Sie sind kühl, gewölbt und dank ihres eigenwilligen Erhaltungswegs – jahrhundertelang wurden sie als Müllgrube der darüberliegenden Wohnungen benutzt und dadurch konserviert – der intakteste antike Raum der Anlage. Wer den Palast in Ruhe sehen will, kommt vor neun oder nach sieben; dazwischen schieben sich an Kreuzfahrttagen erst die Gruppen durch das Goldene Tor, dann die Tagesausflügler von den Inselfähren. Führungen mit deutschsprachigen Guides gibt es in der Saison regelmäßig, sie lohnen vor allem für die Kellergeschichte und die Bauabfolge.

Rundgang & Tagesplan

Split an einem Tag – vom Goldenen Tor bis zur Mole von Matejuška

Vom Goldenen Tor bis zur Mole von Matejuška sind es keine anderthalb Kilometer, und trotzdem passt ein voller Tag hinein.

Starte im Norden, bei der Statue des Gregor von Nin, solange die Reisegruppen noch am Hafen stehen. Durch das Goldene Tor gehst du in den Palast hinein, hältst dich Richtung Peristil und nimmst gleich als Erstes die Kathedrale und den Glockenturm – oben ist es früh am Morgen leer, und du bekommst die Übersicht über die gesamte Route, vom Marjan im Westen bis zum Hafenbecken im Osten. Danach die Treppe hinauf ins Vestibül, dann durch die schmale Gasse hinunter zum Jupitertempel. Für den ganzen Palastblock brauchst du zweieinhalb bis drei Stunden, wenn du die Innenräume mitnimmst.

Gegen Mittag wechselst du in den Alltag der Stadt. Vor dem Silbernen Tor breitet sich der grüne Markt Pazar aus, mit Obst, Öl, getrockneten Feigen und Lavendel, ein paar hundert Meter weiter westlich liegt die Fischhalle Peškarija, in der jeden Vormittag der Fang ausliegt – auffällig fliegenfrei, weil in unmittelbarer Nähe eine Schwefelquelle austritt. Zwischen beiden liegen der Narodni trg und die Marmontova, und zum Essen brauchst du keine Reservierung, wenn du in eine der kleinen Konobas gehst, in denen die Tageskarte an einer Tafel steht und mittags noch Plätze frei sind.

Am Nachmittag geht es bergauf. Vom westlichen Rand der Altstadt führt eine lange Steintreppe durch Veli Varoš hinauf zur ersten Aussichtsterrasse des Marjan, mit Café unter Kiefern und dem klassischen Blick über die Altstadtdächer und den Hafen. Wer Kondition und Zeit hat, läuft den Kammweg weiter zum Telegrin auf 178 Metern, dem höchsten Punkt des Waldparks, und steigt auf der Südseite zur Bucht Kašjuni hinunter, um sich abzukühlen. Wer lieber flach bleibt, spaziert stattdessen an der Westküste entlang zur Galerie Meštrović und kommt über den kleinen Park Sustipan zurück.

Der Abend gehört der Riva und der Mole von Matejuška, dem alten Fischerhafen am Westende der Promenade, auf dessen Wellenbrecher halb Split zum Sonnenuntergang sitzt. Danach essen, entweder oben in Veli Varoš in einer Konoba oder mit Blick auf den Palast im Fine-Dining-Format. Wer zwei Tage hat, hängt am nächsten Morgen eine Inselfahrt an; wer drei hat, nimmt zusätzlich Trogir, die Ruinenstadt Salona oder die Festung Klis mit. Ein Muster, das immer funktioniert: ein Tag Stadt, ein Tag Wasser, ein Tag Hinterland – so kippt Split nie in reines Abhaken.

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Stadtviertel

Die Stadtviertel von Split von Veli Varoš bis Bačvice

Split ist kompakter, als die Karte glauben macht – die sechs Viertel, die für Besucher zählen, liegen alle in einem Radius von zwanzig Gehminuten.

Riva und Matejuška
Riva und Matejuška

Im Zentrum liegt Grad, die Altstadt in und um die Palastmauern, und dieses Viertel ist zugleich Sehenswürdigkeit und Wohnadresse. Autos kommen hier nicht hinein, Koffer rumpeln über antikes Pflaster, und was tagsüber Postkartenmotiv ist, wird ab Mitternacht zum Klangkörper: Die Mauern werfen jedes Gespräch zurück, und in den Sommermonaten schließen die Bars spät. Wer im Palast übernachtet, wohnt so nah am Geschehen, wie es geht, sollte aber gezielt nach einem Zimmer zum Innenhof fragen. Für alle anderen ist Grad das Viertel zum Durchlaufen, Essen und Staunen, nicht unbedingt zum Schlafen.

Westlich schließt Veli Varoš an, das alte Fischer- und Bauernviertel, das in Treppen den Marjan-Hang hinaufklettert. Niedrige Steinhäuser, Weinlauben, kleine Konobas, dazwischen die romanische Kirche Sveti Mikula – zwei Gassen bergauf, und der Lärm der Riva ist weg. Noch weiter westlich, an den Südhängen des Marjan, liegt Meje mit Villen, Gärten und Meerblick, die ruhigste und grünste Wohnlage der Stadt, mit der Galerie Meštrović als kulturellem Ankerpunkt. Beide Viertel sind zu Fuß in einer Viertelstunde vom Palast erreichbar und die naheliegende Wahl, wenn du abends Ruhe willst, ohne ein Auto zu brauchen.

Östlich des Palastes liegen mit Lučac und Manuš zwei der ältesten Vorstädte, einst Gärtner- und Handwerkerquartiere, heute normale Wohngegend gleich neben der Altstadt. Entlang der alten Hauptstraße Radunica reihen sich niedrige Häuser mit Innenhöfen, es gibt Bäckereien statt Souvenirläden und Nachbarn, die vor der Tür sitzen – das Split, das nicht für Besucher gemacht ist. Am Rand des Viertels breitet sich der grüne Markt aus, und in den Gassen dahinter findest du die Lokale, in denen mittags Handwerker und Büroleute essen. Für einen Spaziergang nach dem Palast ist das der beste Kontrastwechsel auf kurzer Strecke.

Nach Süden und Osten öffnet sich die Küste: Bačvice mit dem flachen Sandstrand liegt keine zehn Minuten vom Hafen entfernt, dahinter folgen die kleineren Buchten Ovčice und Firule und schließlich die lange Bucht von Žnjan, die in den vergangenen Jahren zu einer breiten Strandpromenade umgebaut wurde. Wer mit Kindern reist oder morgens vor dem Frühstück schwimmen will, wohnt hier richtig – der Weg in die Altstadt bleibt ein Spaziergang. Das grüne Gegengewicht zu all dem ist der Marjan im Westen, offiziell ein eigenes Stadtgebiet, faktisch ein bewaldeter Naturpark mit Wanderwegen, Einsiedlerkapellen und Kiesbuchten am Fuß der Steilküste.

Übernachten

Hotels in Split und die passende Lage für deinen Aufenthalt

Die Entscheidung fällt in Split weniger über die Sterne als über die Frage, wie nah du an den Palastmauern schlafen willst.

Die außergewöhnlichste Adresse ist das Hotel Vestibul Palace, ein kleines Boutiquehaus, das direkt in die Mauern des Diokletianpalastes gebaut ist und nur wenige Schritte vom Peristil entfernt liegt – antikes Mauerwerk im Zimmer inklusive. In derselben Liga der Altstadtlagen spielt das Palace Judita Heritage Hotel, untergebracht in einem Palast aus dem 16. Jahrhundert unmittelbar am Narodni trg. Beide Häuser haben wenige Zimmer, sind in der Saison früh ausgebucht und teilen dasselbe Thema: Du wohnst mitten im Welterbe, mit allem, was das an Atmosphäre und an nächtlicher Geräuschkulisse bedeutet.

Eine Ecke weiter wird es unaufgeregter. Das Cornaro Hotel liegt zwei Gehminuten vom Palast entfernt und bringt mit Dachterrasse und Spa das mit, was den historischen Häusern baulich fehlt. An der Westküstenpromenade steht das Hotel Ambasador Split mit Dachpool und Blick auf Adria und Marjan, ein Stück außerhalb der Gassen und trotzdem in Gehweite. Und über dem Strand Bačvice hält das Hotel Park Split seit 1921 die Tradition des Sommerhotels hoch, mit Garten, Pool und dem kürzesten Weg ins Wasser, den ein Fünfsternehaus in Split bieten kann – die klassische Wahl für alle, die Städtetrip und Badeurlaub mischen.

Der Markt selbst besteht in Split allerdings mehrheitlich nicht aus Hotels, sondern aus Apartments und Zimmern in Altbauten, viele davon in der Altstadt. Das drückt die Preise außerhalb der Hochsaison spürbar, bringt aber drei Fallstricke mit: Häuser im Palast haben keine Aufzüge und oft steile Steintreppen, Check-in läuft über Telefon statt Rezeption, und die Adresse liegt manchmal so tief in den Gassen, dass Taxis nicht vorfahren können. Frag vor der Buchung nach Stockwerk, Klimaanlage und Schallschutz zur Gasse – im Juli und August entscheidet das über den Schlaf mehr als die Sterne.

Zwei praktische Punkte. Erstens Parken: Die Altstadt ist autofrei, Hotels dort haben in der Regel keine eigenen Stellplätze, und in der Saison sind die Parkhäuser rund um das Zentrum knapp und nicht billig. Frag beim Buchen nach einem Kontingent im Parkhaus, sonst kalkuliere die Gebühr als festen Tagesposten ein. Zweitens der Zeitpunkt: Juli und August sind teuer und voll, Mai, Juni und September kosten deutlich weniger bei besserem Wetter zum Laufen. Wer früh die Fähre nehmen will, wohnt am besten östlich der Riva in der Nähe des Hafens, weil Fähr-, Bus- und Bahnterminal dort dicht beieinanderliegen.

Hotels in Split

Alle 5 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Restaurants in Split und was in Dalmatien auf den Teller kommt

Die Grundeinheit der dalmatinischen Gastronomie ist die Konoba, ein kleines Lokal mit Steinwänden, kurzer Karte und einer Tafel, die täglich neu beschrieben wird.

Ganz oben in dieser Kategorie steht die Konoba Fetivi in Veli Varoš, familiengeführt, mit dem Michelin Bib Gourmand ausgezeichnet und einer Karte, die sich nach dem Fang richtet. Ebenfalls mehrfach mit dem Bib Gourmand bedacht ist Šug, das dalmatinisch kocht und dabei bewusst abseits der Hauptströme liegt. In der Altstadt selbst führt die winzige Villa Spiza das Prinzip in Reinform vor: ein paar Plätze an der Theke, keine gedruckte Karte, dafür eine Tafel mit dem, was am Morgen auf dem Markt gut aussah. Und die Konoba Makarun in einem Altstadthof hat sich mit handgerollten Makaruni einen Namen gemacht.

Wer den Abend größer aufziehen will, hat zwei naheliegende Adressen. ZOI kocht mit Michelin-Empfehlung auf einer Panoramaterrasse über der Riva, mit dem Palast als Kulisse – die Art von Tisch, für die man in der Saison lange im Voraus reserviert. Bokeria Kitchen & Wine sitzt in einer umgebauten Eisengießerei nahe dem Palast, mediterran, laut, mit langer Weinbar und offener Küche; das ist eher der Ort für einen langen Abend als für ein stilles Menü. Grundsätzlich gilt in Split von Juni bis September: reservieren, und zwar möglichst schon vor der Anreise, sonst bleibt abends nur die zweite Reihe.

Auf den Teller kommt zuerst Fisch, und dabei solltest du eine Eigenheit kennen: Ganzer Fisch wird in Dalmatien fast immer nach Gewicht abgerechnet, ausgezeichnet pro Kilogramm. Lass dir den Fisch zeigen und den Preis für genau dieses Stück nennen, bevor er in die Küche geht – das ist völlig üblich und erspart die Überraschung auf der Rechnung. Daneben lohnt der Blick auf die Klassiker vom Land: pašticada, in Essig, Wein und Trockenpflaumen geschmortes Rindfleisch, das traditionell mit Gnocchi kommt; crni rižot, schwarzes Risotto mit Tintenfisch; brudet, ein Fischtopf mit Polenta; und alles, was ispod peke gegart wird, unter der Glocke mit Glut darauf, meist einen Tag vorher zu bestellen.

Getrunken wird regional. Aus dem dalmatinischen Süden kommt der kräftige Rote Plavac Mali, von den Inseln die Weißweine Pošip, Bogdanuša und Vugava; wer mit Wasser verdünnt bestellt, sagt bevanda und bekommt keine schiefen Blicke, sondern Zustimmung. Zum Abschluss steht oft ein Rakija auf dem Tisch, als Kräutervariante travarica oder als Traubenbrand lozovača. Und der Kaffee ist in Split eine soziale Institution: Eine Tasse hält problemlos eine Stunde, niemand drängt zum Zahlen, und wer das Tempo mitgeht, hat mehr von der Stadt verstanden als in jedem Museum.

Restaurants in Split

Strände & Marjan

Strände in Split und der Waldpark Marjan

Split ist eine Stadt, in der du vormittags durch römische Keller läufst und mittags ins Meer springst, ohne dazwischen in ein Auto zu steigen.

Marjan
Marjan

Der bekannteste Strand ist Bačvice, keine zehn Gehminuten östlich des Hafens, und er ist eine Ausnahme an dieser Küste: echter Sand statt Kies, dazu extrem flach abfallend, sodass man weit hinauslaufen kann. Genau diese Beschaffenheit brachte das Picigin hervor, das lokale Ballspiel, bei dem Spieler knietief im Wasser stehen und einen kleinen Ball mit Hechtsprüngen in der Luft halten. Es wird das ganze Jahr über gespielt, auch am Neujahrstag, und steht in Kroatien als geschütztes Kulturgut. Tagsüber ist die Bucht Familienstrand, abends füllen sich die Bars auf den Terrassen darüber.

Östlich schließen die kleineren Buchten Ovčice und Firule an, dahinter die lange, in den letzten Jahren umgebaute Strandpromenade von Žnjan. In die andere Richtung, unterhalb der Steilhänge des Marjan, liegen die Kiesbuchten Kašjuni und ganz im Westen Bene, beide mit klarem Wasser, Kiefernschatten und deutlich weniger Betrieb als die Stadtstrände. Ein Hinweis, der für die ganze Adria gilt: Fast alle diese Strände sind Kies oder grober Steinschotter, teils mit glitschigen Felsplatten am Einstieg. Badeschuhe sind hier kein Ausrüstungsfetisch, sondern der Unterschied zwischen entspanntem und vorsichtigem Einsteigen ins Wasser.

Der Marjan selbst ist mehr als der Zugang zu ein paar Buchten. Der bewaldete Hügel ragt wie eine Halbinsel über der Stadt auf, trägt einen dichten Aleppo-Kiefernwald und läuft auf den Telegrin auf 178 Metern zu. Vom westlichen Altstadtrand führen lange Steintreppen durch Veli Varoš zur ersten Aussichtsterrasse hinauf, danach zieht sich ein bequemer Kammweg über die Höhe. Unterwegs liegen mittelalterliche Einsiedlerkapellen wie Sveti Nikola und Sveti Jere, in die Felswand geschlagene Eremitenzellen und ein jüdischer Friedhof aus dem 16. Jahrhundert. Oben gibt es kaum Versorgung, nimm Wasser mit und geh im Sommer früh oder spät.

Fürs Baden zählt das Meer mehr als die Luft. Im Mai hat die Adria vor Split noch deutlich unter 20 Grad und fühlt sich frisch an, im Juli und August erreicht sie mit Werten um 24 Grad ihr Maximum, und im September liegt sie nur wenig darunter, während die Luft schon erträglicher geworden ist – deshalb ist der frühe Herbst hier die angenehmste Badezeit. Sommertags weht am Nachmittag oft der Maestral aus Nordwest, der die Hitze bricht und Kräuselwellen bringt. Kommt dagegen der Jugo aus Südost, wird es schwül, das Meer läuft an, und Katamaranverbindungen zu den Inseln können ausfallen – ein Grund, Ausflüge nicht auf den letzten Tag zu legen.

Inseln & Ausflüge

Inselhopping und Tagesausflüge ab Split

Der Hafen liegt direkt neben der Altstadt, und genau das macht Split zum bequemsten Startpunkt für die mitteldalmatinische Inselwelt.

Vom Hafen an der Riva legen zwei Sorten Schiffe ab. Die großen Autofähren fahren gemächlich und nehmen Fahrzeuge mit – nach Supetar auf Brač dauert die Überfahrt rund 50 Minuten, nach Stari Grad auf Hvar etwa zwei Stunden, dazu kommen Verbindungen nach Rogač auf Šolta und nach Vis. Die schnellen Katamarane sind reine Personenschiffe und bringen dich in etwa einer Stunde nach Hvar-Stadt. Wichtig für die Planung: In der Hochsaison sind Katamarane oft ausverkauft und für Autos auf der Fähre bilden sich lange Warteschlangen. Buche vorab, und überlege, ob du das Auto nicht besser in Split stehen lässt.

Für einen Tag eignen sich vor allem drei Ziele. Brač ist die naheliegende Wahl, mit dem Kap Zlatni rat bei Bol, jener Kiesspitze, die ihre Form mit Wind und Strömung verändert – zur Insel ist es kurz, vom Fährhafen bis Bol allerdings noch eine Busfahrt quer über die Insel. Hvar-Stadt ist der elegantere Gegenentwurf, mit venezianischer Piazza, Festung über den Dächern und den vorgelagerten Pakleni-Inseln, zu denen kleine Taxiboote pendeln. Vis liegt am weitesten draußen und war bis 1989 als Militärstützpunkt für Ausländer gesperrt, was der Insel bis heute eine gewisse Unaufgeregtheit erhalten hat.

Aus Split heraus verkauft wird vor allem eine Tour: die Schnellboot-Fahrt zur Blauen Grotte auf Biševo, meist kombiniert mit mehreren Inselstopps. Das Naturschauspiel ist echt – durch eine unterwasserliegende Öffnung fällt Licht in die Höhle und färbt das Wasser leuchtend blau, am stärksten um die Mittagszeit. Nur solltest du wissen, worauf du dich einlässt: früher Start, viele Stunden auf einem offenen Schnellboot, und bei Wellengang wird die Einfahrt in die Grotte gesperrt oder die Tour ganz abgesagt. Mit kleinen Kindern oder empfindlichem Magen ist eine ruhige Linienfähre zur Nachbarinsel die klügere Wahl.

Auf dem Festland liegen die Ziele noch näher. Trogir mit seiner Welterbe-Altstadt auf einer Insel ist ein halber Tag und lässt sich mit dem Flughafentag verbinden, weil beide auf derselben Achse westlich der Stadt liegen. Salona bei Solin, die Ruinenstadt der römischen Provinzhauptstadt mit Amphitheaterresten, erklärt die Vorgeschichte des Palastes besser als jede Tafel. Die Festung Klis wacht auf ihrem Pass über dem Hinterland und ist per Stadtbus erreichbar. Wer Wasser in Bewegung sehen will, fährt zum Nationalpark Krka oder zum Cetina-Canyon bei Omiš, wo Rafting-Touren starten – die Baderegeln in den Nationalparks haben sich in den letzten Jahren geändert, prüf sie vor der Buchung.

Aktivitäten & Touren in Split

Anreise & vor Ort

Anreise nach Split und unterwegs in der Stadt

Fährterminal, Busbahnhof und Bahnhof liegen in Split an einer einzigen Uferkante, und von dort läufst du in fünf Minuten in den Kaiserpalast.

Am schnellsten geht es per Flugzeug. Der Flughafen Split liegt bei Kaštela rund 25 Kilometer westlich der Stadt und damit fast vor den Toren von Trogir; im Sommer wird er von vielen deutschsprachigen Flughäfen direkt angeflogen, außerhalb der Saison dünnt das Angebot aus. Vom Terminal fahren Flughafenbusse zum Hafen und Busbahnhof, außerdem hält die Vorortlinie zwischen Split und Trogir in Gehweite. Beides ist deutlich günstiger als ein Taxi, das für die Strecke einen zweistelligen Betrag kostet. Rechne in beiden Fällen je nach Verkehr mit einer guten halben Stunde bis in die Innenstadt.

Mit dem Auto sind es aus München je nach Route grob 950 Kilometer, aus Wien rund 800. Der Weg führt über Slowenien auf die kroatische A1, die als Autobahn bis Split durchgezogen ist und streckenbezogen Maut kostet; in Österreich und Slowenien brauchst du jeweils eine Vignette. Seit 2023 gehört Kroatien zum Schengenraum und rechnet in Euro, die Landgrenzen zu Slowenien und Ungarn werden also nicht mehr regulär kontrolliert. An Sommerwochenenden staut es sich trotzdem gern vor den langen Tunneln im kroatischen Küstengebirge – wer früh morgens fährt, spart sich Stunden.

In Split selbst brauchst du das Auto dann nicht mehr. Die Altstadt ist komplett autofrei, alles Wichtige liegt im Gehradius, und für Bačvice, Meje oder den Marjan reichen zwanzig Minuten zu Fuß. Für weitere Ziele wie Žnjan, den Stadtteil Poljud mit dem Stadion oder die Ausflugsziele im Umland fahren Stadt- und Vorortbusse ab dem Terminal am Hafen. Parkplätze im Zentrum sind knapp und in der Saison teuer, viele Unterkünfte in den Gassen haben gar keine – wenn du mit dem Auto anreist und mehrere Tage bleibst, ist ein Parkhaus oder ein Stellplatz am Rand die realistischere Lösung als die Suche am Straßenrand.

Ein paar Kleinigkeiten für den Alltag: Gezahlt wird in Euro, Karten werden fast überall akzeptiert, kleine Konobas und Marktstände nehmen aber lieber Bargeld. Leitungswasser ist trinkbar. Die Altstadtgassen sind aus poliertem Kalkstein und bei Regen rutschig, feste Sohlen sind sinnvoller als glatte Sandalen. Und plane die Rückreise mit Puffer, wenn du von einer Insel zurückkommen musst: Der Jugo, der feuchte Südostwind, kann Katamarane ausfallen lassen, während die großen Autofähren meist weiterfahren – die letzte Nacht vor dem Rückflug verbringst du sicherheitshalber auf dem Festland.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Feste & Veranstaltungen

Sudamja, Splitsko ljeto und die Feste im Jahreslauf

Zweimal im Jahr kippt Split aus dem Alltag – einmal für seinen Stadtheiligen im Frühling und einmal für den langen Kultursommer.

Kathedrale des Hl. Domnius
Kathedrale des Hl. Domnius

Der wichtigste Tag im Splitter Kalender ist der 7. Mai, Sudamja, das Fest des heiligen Domnius. Der Stadtpatron, jener Bischof aus Salona, dem die Kathedrale im Kaisermausoleum geweiht ist, wird mit Prozession, Messe und einem großen Markt gefeiert, der sich über Tage durch die Straßen zieht. Für Besucher ist das die Gelegenheit, die Stadt in ihrer eigenen Angelegenheit zu erleben statt in der Rolle des Gastgebers – und der Zeitpunkt liegt günstig, weil Anfang Mai das Wetter meist schon stabil ist und die Hochsaisonpreise noch nicht greifen.

Im Sommer übernimmt das Splitsko ljeto, der Split-Sommer, ein Festival für Oper, Schauspiel und Konzerte, das seit den 1950er Jahren stattfindet und traditionell im Juli und August läuft. Die Aufführungen finden an Originalschauplätzen statt, allen voran auf dem Peristil, wo die antiken Säulen die Bühnenrückwand bilden – Aida zwischen Diokletians Granitsäulen ist ein Argument für sich. Dazu kommen Konzerte auf dem Platz der Prokurative und Klapa-Abende in Kirchen und Höfen. Das genaue Programm steht meist erst im Frühjahr fest, ein Blick auf den Festivalkalender vor der Buchung lohnt.

Ein völlig anderes Publikum bringt das große elektronische Musikfestival mit sich, das seit einigen Jahren mitten im Juli in Split stattfindet und für einige Tage die Stadt, die Hotelpreise und die Nachtstunden verändert. Wer damit nichts anfangen kann, legt seinen Besuch bewusst daneben. Ganzjährig sorgt dagegen Hajduk Split für Stimmung: Der Verein wurde 1911 gegründet, spielt im muschelförmigen Poljud-Stadion, und seine Fangruppe Torcida gilt als die älteste organisierte Anhängerschaft Europas. Ein Heimspiel ist auch für Nichtfußballer ein Kapitel Stadtkultur.

Außerhalb der Saison wird es leiser, aber nicht leer. Im Februar zieht der Karneval durch die Gassen, im Advent wird die Riva mit Ständen und Lichtern bespielt, und am Neujahrstag steigen die Hartgesottenen bei rund 13 Grad Wassertemperatur für eine Runde Picigin ins Meer. Dafür schließen im Winter viele Konobas ganz oder verkürzen ihre Zeiten, und die Insellinien fahren nach dünnerem Fahrplan. Wer im November oder Januar kommt, bekommt den Palast fast für sich allein, sollte aber vorher prüfen, ob das Wunschlokal und die Wunschfähre überhaupt in Betrieb sind.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Split – und welches zu dir passt

Grad (Altstadt / Diokletianpalast)Grad (Altstadt / Diokletianpalast)Die Altstadt in und um die Mauern des Diokletianpalastes ist Welterbe und Wohnviertel zugleich – zwischen Peristil, Kathedrale und Substruktionen führen Wäscheleinen über Gassen, die vor 1.700 Jahren als Palastkorridore angelegt wurden. Autofrei, dicht, abends laut.Ideal für: Antike & Altstadt1 TagVeli VarošVeli VarošWestlich der Palastmauern klettert das alte Fischer- und Bauernviertel in schmalen Steintreppen zum Marjan hinauf. Niedrige Kalksteinhäuser, Weinlauben, kleine Konobas und die romanische Kirche Sveti Mikula – der kürzeste Weg vom Trubel der Riva in die Ruhe.Ideal für: Konobas & Aufstieg zum Marjan½ TagMarjanMarjanDer bewaldete Stadtberg ragt wie eine Halbinsel über Split auf und trennt die Stadt vom offenen Meer. Aleppo-Kiefern, ein Kammweg zum Telegrin auf 178 Metern, mittelalterliche Einsiedlerkapellen und Aussichtsterrassen über den Altstadtdächern.Ideal für: Wandern & Aussicht½ TagMejeMejeAn den Südhängen des Marjan liegt die vornehmste Wohngegend der Stadt, mit Villen, Gärten und weitem Blick über die Adria. Hier steht die Galerie Meštrović in der einstigen Residenz des Bildhauers, dazu die Kapelle Kaštelet mit seinen Holzreliefs.Ideal für: Kunst & ruhige Lage½ TagBačviceBačviceÖstlich der Altstadt liegt der flache Sandstrand, an dem das kroatische Ballspiel Picigin entstanden ist. Tagsüber Familienbucht mit knietiefem Wasser, abends füllen sich die Bars auf den Terrassen darüber – und die Altstadt bleibt ein Spaziergang entfernt.Ideal für: Baden & Abende½ TagLučac-ManušLučac-ManušZwei der ältesten Vorstädte östlich des Palastes, einst Gärtner- und Handwerkerquartiere, heute lebendige Wohngegend mit Innenhöfen entlang der alten Straße Radunica. Bäckereien statt Souvenirläden, Nachbarn vor der Tür und der grüne Markt am Rand.Ideal für: Alltag abseits der Route2–3 Stunden
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Split mit Wetter und Wassertemperaturen

Split hat mediterranes Klima mit heißen, sehr trockenen Sommern und milden, feuchten Wintern – die entscheidende Frage ist, ob du laufen oder baden willst.

Die Sommer in Split sind heiß und niederschlagsarm, mit Höchstwerten um 30 Grad im Juli und August und Nächten, die kaum unter 20 Grad fallen. Der Winter bleibt mild und meist frostfrei, bringt dafür den Großteil des Jahresniederschlags und mit der Bura einen kalten, böigen Fallwind aus Nordost. Für Besucher heißt das: Die Stadt selbst lässt sich zwischen April und Oktober problemlos erlaufen, das Meer ist aber erst ab Juni wirklich warm und im September am angenehmsten. Wer den Palast ohne Gedränge sehen will, meidet Juli und August oder verlegt den Rundgang auf die frühen Morgenstunden.

Jan11°5°mild, Bura-Tage, Palast fast leer
Feb12°5°Karneval, wenig Betrieb
Mär15°7°erste Terrassenwochen
Apr19°10°grüner Marjan, angenehm zum Laufen
Mai24°14°Sudamja am 7. Mai, Meer noch frisch
Jun28°18°warm, Badesaison beginnt
Jul31°21°heiß, teuer, Festivalmonat
Aug31°21°Hochsaison, Fähren ausgebucht
Sep26°17°Meer fast auf Sommerniveau, Luft angenehmer
Okt21°13°mild, ruhige Gassen, Baden möglich
Nov16°9°feucht, Museums- und Konobawetter
Dez12°6°Advent an der Riva, kurze Tage

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Split sind Mai, Juni und September. Im Mai und Juni liegen die Höchstwerte zwischen 24 und 28 Grad, die Altstadt lässt sich den ganzen Tag erlaufen, und Anfang Mai fällt mit Sudamja das größte Stadtfest an. Der September ist die stärkste Zeit fürs Wasser, weil die Adria nach dem August-Maximum noch fast genauso warm ist, während die Luft schon erträglicher wird und Hotels und Fähren wieder Luft haben. Juli und August sind heiß, voll und am teuersten – wer dann kommt, plant Palast und Marjan vor neun Uhr ein. Von November bis März gehört die Stadt fast wieder sich selbst, dafür haben viele Lokale und Insellinien reduzierte Zeiten.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Split

Wie viele Tage sollte man für Split einplanen?
Zwei bis drei Tage; drei, wenn eine Insel oder das Umland dazukommen. Ein Tag geht für Palast, Kathedrale und Altstadt drauf, ein zweiter für Marjan, Strände und die Galerie Meštrović. Mit einem dritten passt zusätzlich eine Inselfahrt hinein oder Trogir, Salona und Klis. Bei nur zwei Tagen fällt entweder das Meer oder das Hinterland weg.
Wofür braucht man im Diokletianpalast ein Ticket?
Die Gassen, Höfe und der Peristil kosten nichts, weil sie öffentliche Straßen eines bewohnten Viertels sind. Bezahlt werden die Innenräume: Kathedrale, Glockenturm, Krypta, Baptisterium und Schatzkammer meist als Kombiticket, die südlichen Substruktionen separat. Der zentrale Kellerkorridor mit den Souvenirständen ist frei. Preise und Zeiten wechseln saisonal.
Wann ist es im Diokletianpalast am ruhigsten?
Vor neun Uhr morgens und nach etwa 19 Uhr. Dazwischen treffen Reisegruppen von Kreuzfahrtschiffen, Tagesgäste von den Inselfähren und Busausflügler aufeinander, und die schmalen Gassen fassen das nur mühsam. Wer im Palast übernachtet, hat den größten Vorteil überhaupt: Der Peristil zwischen sieben und acht Uhr morgens ist ein anderer Ort.
In welchem Viertel wohnt man in Split am besten?
In Grad, also im Palast, wohnst du mittendrin, mit nächtlicher Geräuschkulisse und Koffern über Kopfsteinpflaster. Veli Varoš und Meje im Westen sind ruhiger und trotzdem in einer Viertelstunde zu Fuß erreichbar. Bačvice passt für Familien und Frühschwimmer. Wer zeitig eine Fähre nehmen will, wohnt östlich der Riva nahe dem Hafenterminal.
Wie kommt man vom Flughafen Split in die Stadt?
Der Flughafen liegt bei Kaštela rund 25 Kilometer westlich der Stadt. Flughafenbusse fahren zum Hafen- und Busterminal neben der Altstadt, zusätzlich hält die Vorortlinie Richtung Trogir in Gehweite des Terminals. Beides ist deutlich günstiger als ein Taxi. Für die Fahrt in die Innenstadt solltest du je nach Verkehr eine gute halbe Stunde einplanen.
Lohnt sich ein Auto in Split?
In der Stadt nicht. Die Altstadt ist autofrei, alles Wichtige liegt im Gehradius, und Parkplätze sind in der Saison knapp und teuer, während viele Unterkünfte in den Gassen gar keine haben. Sinnvoll wird der Wagen erst für das Umland, etwa Klis, Krka oder die Küste Richtung Omiš – und dafür lohnt oft die tageweise Miete statt der Anreise per Auto.
Wie kommt man von Split auf die Inseln?
Direkt vom Hafen an der Riva. Autofähren brauchen nach Supetar auf Brač rund 50 Minuten und nach Stari Grad auf Hvar etwa zwei Stunden, die schnellen Personenkatamarane erreichen Hvar-Stadt in rund einer Stunde. In der Hochsaison sind Katamarane oft ausverkauft und Autofähren bilden lange Schlangen – vorab buchen und das Auto besser in Split lassen.
Welcher Tagesausflug ab Split lohnt sich am meisten?
Für Küstenliebhaber Hvar-Stadt oder Bol auf Brač, beide per Fähre und ohne Auto machbar. Für Geschichte die Kombination aus Salona und der Festung Klis, die erklärt, warum der Palast überhaupt hier steht. Für Natur der Cetina-Canyon bei Omiš oder ein Nationalpark im Hinterland. Wer nur einen Tag hat, nimmt eine Insel – dafür ist Split gebaut.
Was sollte man in Split unbedingt essen?
Pašticada, das tagelang in Wein, Essig und Trockenpflaumen geschmorte Rindfleisch mit Gnocchi, dazu schwarzes Tintenfischrisotto und alles, was ispod peke unter der Glutglocke gegart wird – Letzteres meist einen Tag vorher bestellen. Beim ganzen Fisch gilt Abrechnung nach Gewicht: Lass dir das Stück zeigen und den Preis nennen, bevor es in die Küche geht.
Hat Split gute Strände?
Für eine Großstadt ja, wenn auch überwiegend Kies. Bačvice ist der flache Sandstrand direkt neben dem Zentrum und die Heimat des Picigin-Spiels, östlich folgen Ovčice, Firule und die umgebaute Bucht Žnjan. Ruhiger und klarer wird es unter dem Marjan an den Kiesbuchten Kašjuni und Bene. Badeschuhe sind an fast allen Stränden sinnvoll.
Wann ist das Meer in Split am wärmsten?
Am wärmsten ist das Wasser im August, mit Werten um 24 Grad. Im September liegt es nur knapp darunter, während die Luft bereits von 31 auf etwa 26 Grad zurückgeht – das ist die angenehmste Kombination des Jahres. Im Mai ist die Adria trotz warmer Luft noch deutlich unter 20 Grad, im Juni wird sie badetauglich, und bis in den Oktober hinein lässt sich schwimmen.
Was macht man in Split bei schlechtem Wetter?
Der Palast liefert das Programm gleich mit: Substruktionen, Kathedrale, Baptisterium und Schatzkammer liegen alle unter Dach und dicht beieinander. Dazu kommen die Galerie Meštrović mit dem Kaštelet, das Archäologische Museum und das Museum der Stadt Split im Papalić-Palast. Und weil der Regen hier meist in Schauern kommt, überbrückt ein langer Kaffee oft den Rest.

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SplitKurz nach sieben liegt der Peristil noch im Schatten, ein Kellner schleppt Sitzkissen auf die antiken Stufen, und über 1.700 Jahre altem Stein hängt der Geruch von Kaffee und Meer.

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