Stadt · Kroatien

Pula

Kurz vor Sonnenuntergang legt sich das Licht in die Bogenreihen der Arena, und sobald es dunkel wird, schalten die alten Werftkräne unten im Hafen ihre Farben an – Pula zeigt in einem einzigen Abend zwei Jahrtausende.

6 Stadtviertel8 Sehenswürdigkeiten5 Hotels
Überblick

Deine Pula-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Die angenehmste Zeit für Pula sind die Monate von Mai bis Juni und September bis Oktober: Das Wasser ist warm genug zum Baden, die Temperaturen bleiben angenehm und die Altstadt ist weniger überlaufen als im Hochsommer. Juli und August bringen das volle Adria-Strandwetter und das Kulturprogramm in der Arena, dafür mehr Andrang und Hitze rund um die antiken Stätten.
Über Pula

Reisen nach Pula

Pula liegt an der Südspitze Istriens, ist mit rund 52.000 Einwohnern die größte Stadt der Halbinsel und trägt seine Geschichte offener zur Schau als jede andere Stadt Kroatiens. Am Rand der Altstadt steht die Arena, ein römisches Amphitheater aus dem 1. Jahrhundert nach Christus, dessen kompletter Außenring samt aller vier Seitentürme erhalten ist – ein Sonderfall unter den antiken Arenen. Ein paar Gassen weiter öffnet sich das Forum, seit der Römerzeit der Hauptplatz der Stadt, mit dem Augustustempel an der Stirnseite; dorthin führt die Gasse Sergijevaca unter dem Sergierbogen hindurch, an dem James Joyce im Winter 1904/05 als Englischlehrer täglich vorbeikam. Über allem liegt der Stadthügel mit der venezianischen Sternfestung Kaštel, und darunter verzweigt sich die Zerostrasse, ein begehbares Tunnelsystem aus dem Ersten Weltkrieg. Die zweite Schicht ist habsburgisch: Ab 1856 war Pula Hauptkriegshafen der k.u.k. Marine, davon zeugen die Forts rings um die Bucht, der weitläufige Marinefriedhof, die alte Marine-Sternwarte auf dem Monte Zaro und die gusseiserne Markthalle im Zentrum. Abends färben acht Kräne der 1856 gegründeten Uljanik-Werft als Lichtinstallation den Hafen. Dazu kommt das Meer: Felsbuchten auf der Halbinsel Verudela, der Küstenweg nach Stoja, die Inseln des Nationalparks Brijuni vor Fažana und das zerklüftete Kap Kamenjak im Süden – und auf dem Teller Fuži mit Trüffel, Boškarin-Rind, istrisches Olivenöl und ein Glas Malvazija.

Pula – Karte
Reiseführer

Pula von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Um kurz nach acht steht die Sonne noch flach über dem Hafen, und in den Bögen der Arena hängt die Kühle der Nacht. Zwei Gassen weiter stellt jemand die Stühle vor dem Kaffeehaus am Forum auf, gegenüber wirft der Augustustempel seinen Schatten über das Pflaster wie seit zweitausend Jahren. Pula macht kein Aufheben um seine Antike – sie steht einfach mitten in einer Hafenstadt, die daneben Werftkräne, habsburgische Forts und ein Dutzend Felsbuchten zu bieten hat.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Pula

Die komplette Antike von Pula passt in einen Spaziergang von einer Stunde, wenn du unterwegs nirgends stehen bleibst – was dir nicht gelingen wird.

Die Arena steht nicht am Stadtrand, sondern direkt über dem Hafen, und sie ist das Erste, was du siehst, wenn du von Norden in die Stadt kommst. Gebaut wurde sie im 1. Jahrhundert nach Christus aus dem hellen Kalkstein der Umgebung, der Außenring misst an der höchsten Stelle knapp dreißig Meter. Bemerkenswert ist weniger die Größe als die Vollständigkeit: Als eines von wenigen römischen Amphitheatern hat Pulas Arena ihren gesamten Außenmantel samt aller vier Seitentürme behalten, in denen einst Treppen und Wasserzisternen steckten. Im Inneren führen Stufen hinunter in die unterirdischen Gänge, wo Amphoren und rekonstruierte Pressen die Olivenöl- und Weinproduktion des römischen Istrien erklären – ein kühler Raum, der im Hochsommer doppelt guttut.

Vom Amphitheater sind es zehn Gehminuten zum Forum, und dieser Platz ist seit zweitausend Jahren derselbe: römischer Marktplatz, venezianischer Ratsplatz, heute Café- und Veranstaltungsfläche der Altstadt. An seiner Stirnseite steht der Augustustempel, errichtet zwischen dem Jahr 2 vor und 14 nach Christus für die Göttin Roma und den Kaiser, mit vier schlanken Säulen vor der Vorhalle und einem Innenraum, in dem heute antike Stein- und Bronzefunde stehen. 1944 zerstörte ihn ein Bombentreffer fast vollständig; nach dem Krieg wurde er aus den geborgenen Originalteilen wieder aufgebaut. Direkt daneben klemmt der Kommunalpalast, den man im 13. Jahrhundert auf die Reste eines zweiten römischen Tempels setzte und der bis heute Sitz der Stadtverwaltung ist.

Vom Forum führt die Gasse Sergijevaca ostwärts auf den Sergierbogen zu, im Volksmund das Goldene Tor. Salvia Postuma Sergi ließ den Triumphbogen im 1. Jahrhundert vor Christus für drei Angehörige ihrer Familie errichten, direkt an ein damaliges Stadttor gesetzt, weshalb die dem Betrachter zugewandte Seite reich dekoriert ist und die Rückseite schlicht blieb. Gleich daneben sitzt ein bronzener James Joyce an einem Cafétisch: Der Ire unterrichtete im Winter 1904/05 in Pula Englisch an einer Berlitz-Schule und beschrieb die Stadt in Briefen als reichlich abgelegenes Nest. Weiter nördlich steht die Kathedrale, deren Wurzeln bis in die frühchristliche Zeit reichen und deren Glockenturm im 17. Jahrhundert aus Steinen der Arena gemauert wurde.

Über der Altstadt liegt der Burghügel mit dem Kaštel, einer sternförmigen Festung, die die Venezianer 1630 nach dem Entwurf eines französischen Militäringenieurs anlegten. Heute steckt darin das Historische und Maritime Museum Istriens, und von den Wällen überblickst du Altstadt, Hafen und Werft auf einmal. In den Hügel hinein treibt die Zerostrasse, ein Tunnelsystem, das die österreichisch-ungarische Armee im Ersten Weltkrieg als Schutzraum und Munitionslager anlegte und das heute mit mehreren Eingängen begehbar ist. Dazu kommen die kleinen Dinge, die viele auslassen: das Herkulestor als ältestes erhaltenes Bauwerk der Stadt, das Doppeltor neben dem Archäologischen Museum Istriens, die byzantinische Kapelle Maria Formosa und ein römisches Bodenmosaik mit der Bestrafung der Dirke, das nach Bombentreffern des Zweiten Weltkriegs in einem Hinterhof zum Vorschein kam und frei zugänglich ist.

Sehenswürdigkeiten in Pula

Alle 8 Sehenswürdigkeiten
Arena & römisches Erbe

Die Arena von Pula und ihre zweite Karriere als Bühne

In der Antike passten mehr als 20.000 Zuschauer in das Amphitheater; bei Konzerten sitzen heute rund 5.000 zwischen denselben Mauern.

Arena von Pula
Arena von Pula

Der Bau begann in der Zeit des Augustus als kleinere Anlage und bekam seine heutige Gestalt im 1. Jahrhundert nach Christus unter Kaiser Vespasian, in dessen Regierungszeit in Rom auch das Kolosseum entstand. Für eine Provinzstadt war das Bauwerk maßlos überdimensioniert – es stand an einer wichtigen Seeroute und sollte genau das zeigen. Weil das Gelände zum Hafen hin abfällt, ist der Außenring auf der Meerseite drei Geschosse hoch und landeinwärts nur zwei; diese Asymmetrie gibt der Arena ihre unverwechselbare Silhouette. Die vier Türme im Ring waren keine Zier, sondern Technik: In ihnen lagen Treppen und Zisternen, mit deren Wasser man das Innere besprengen konnte.

Dass der Ring überhaupt noch steht, war zweimal knapp. Jahrhundertelang war die Arena der bequemste Steinbruch der Stadt, aus ihren Quadern entstanden Häuser, Mauern und der Glockenturm der Kathedrale. Im 16. Jahrhundert erwog der venezianische Senat sogar, das Bauwerk vollständig abzutragen und in Venedig wieder aufzurichten. Der Senator Gabriele Emo stellte sich dagegen, der Plan blieb liegen, und an einem der Türme erinnert eine Tafel an ihn. Erst im 19. Jahrhundert wurde die Anlage systematisch gesichert, geräumt und für Besucher hergerichtet – was du heute betrittst, ist im Kern eine Ruine, die man vor dem eigenen Abriss gerettet hat.

Seit 1954 ist die Arena im Juli Spielstätte des Pula Film Festivals, des ältesten Filmfestivals Kroatiens: Leinwand vor der antiken Kulisse, Publikum auf Rängen aus Stahlrohr. Den Rest des Sommers wird der Innenraum für Konzerte, Opern- und Ballettabende bestuhlt, und weil nur rund 5.000 Plätze aufgebaut werden, sind die Abende überschaubar und die Akustik erstaunlich direkt. In der Saison finden zudem Vorführungen mit Gladiatorendarstellern statt. Prüfe das Programm, bevor du deinen Besuchstag festlegst – an Aufbau- und Veranstaltungstagen kann der Innenraum ganz oder teilweise geschlossen sein.

Praktisch heißt Arena-Besuch vor allem Timing. Schatten gibt es im Inneren so gut wie keinen, im Juli und August also früh am Morgen oder in der letzten Stunde vor Schließung hineingehen, wenn das Licht warm wird und die Reisegruppen weg sind. Rechne mit einer knappen Stunde für Rundgang, Ränge und Untergeschoss. Die schönste Ansicht kostet ohnehin nichts: Geh außen herum zur Hafenseite und schau von der Grünanlage aus an der vollen Höhe des Rings hinauf, am besten abends, wenn die Fassade angestrahlt wird. Wer mehrere Antikenstätten sehen will, fragt an der Kasse nach Kombitickets für die städtischen Museen und Denkmäler.

Rundgang & Tagesplan

Pula an einem Tag – von der Arena zum Forum

Vom Amphitheater bis zur Spitze der Riva ist es gut ein Kilometer, und trotzdem füllt diese Strecke einen ganzen Tag.

Beginne an der Arena, möglichst zur Öffnung. Danach läufst du an der Hafenseite entlang nach Süden in die Grünanlage der Giardini, das Scharnier zwischen Altstadt und Neustadt, und stehst nach fünf Minuten vor dem Sergierbogen. Setz dich hier auf einen Kaffee neben den bronzenen James Joyce, bevor du in die Gasse Sergijevaca einbiegst – vormittags liegt sie im Schatten und die Läden öffnen gerade. Ein kurzer Abstecher in den Hinterhof zum römischen Bodenmosaik lohnt sich genau deshalb, weil ihn kaum jemand macht: Der Weg dorthin ist ausgeschildert, der Eintritt frei, und du stehst plötzlich allein über einer Szene aus dem 3. Jahrhundert.

Am Ende der Gasse öffnet sich das Forum mit dem Augustustempel. Das ist der richtige Moment für die zweite Pause, weil du von einem der Tische aus den ganzen Platz überblickst. Danach geht es hinauf: Vom Forum steigen enge Gassen und Treppen zum Burghügel, oben wartet die venezianische Festung Kaštel mit dem Historischen und Maritimen Museum Istriens und einem Rundblick, der die Stadt sortiert – Arena, Hafen, Werft, dahinter die Bucht und die Inseln. Auf dem Weg zurück nach unten kommst du am kleinen römischen Theater am Hang und am römischen Doppeltor vorbei – beides gehört zum Areal des Archäologischen Museums Istriens, dessen Hauptgebäude wegen einer Generalsanierung geschlossen ist; die Bauwerke selbst schaust du dir von außen an.

Für die heißesten Stunden hebst du dir die Zerostrasse auf. Die Tunnel unter dem Hügel bleiben ganzjährig kühl, sind gut ausgeleuchtet und in einer halben Stunde durchlaufen; nimm etwas Langärmeliges mit, der Temperatursturz ist deutlich. Anschließend Mittagessen rund um die Markthalle, wo Fischtheke, Gemüsestände und einfache Lokale nebeneinanderliegen und du zwischen Einheimischen sitzt statt zwischen Kreuzfahrtgästen. Wenn du danach noch Kraft hast, hängst du die Kathedrale und das Herkulestor an, beide wenige Minuten entfernt.

Der Abend gehört der Riva. Erst ein Aperitif an der Uferstraße, dann warten, bis es dunkel ist: Gegenüber im Hafen setzt die Lichtinstallation Lighting Giants die acht Kräne der Uljanik-Werft in wechselnde Farben, ein Schauspiel, das die Stadt selbst gern zeigt und das man am besten vom Wasser aus sieht. Danach Abendessen in der Altstadt oder draußen in Veruda. Wer zwei Tage hat, nimmt am nächsten Morgen den Bus nach Verudela zum Baden, wer drei hat, fährt an einem davon nach Brijuni oder ans Kap Kamenjak – beides ist ein eigener Tag und keine Ergänzung zum Stadtprogramm.

zoomen mit KlickSehenswürdigkeitenErlebnisse
Habsburgisches Erbe

Werftkräne, Forts und das Erbe der k.u.k. Kriegsmarine

Zwischen 1856 und 1918 war Pula der wichtigste Kriegshafen Österreich-Ungarns, und die Stadt wuchs in wenigen Jahrzehnten um ein Vielfaches.

Lighting Giants
Lighting Giants

Die Bucht von Pula ist tief, geschützt und von Hügeln umstellt – für eine Kriegsmarine das ideale Becken. 1856 gründete Österreich hier sein Marine-Arsenal, aus dem die Werft Uljanik hervorging, und binnen weniger Jahrzehnte verwandelte sich der verschlafene Ort in eine Marinestadt mit Kasernen, Offiziersvillen, Wasserleitung, Krankenhaus und einer eigenen Sternwarte auf dem Monte Zaro. Wer heute durch die Straßen zwischen Giardini und Monte Zaro läuft, sieht diese Schicht überall: gründerzeitliche Fassaden, breite Alleen und öffentliche Bauten, die eher an Triest oder Graz erinnern als an eine kroatische Küstenstadt.

Zum Hafen gehörte ein ganzer Ring aus Befestigungen. Auf den Hügeln, an den Landzungen und auf den vorgelagerten Inseln liegen Dutzende Forts, Batterien und Beobachtungsstände aus dem 19. Jahrhundert, die meisten aus demselben hellen Kalkstein wie die Antike. Zwei kannst du ohne Umstände besuchen: das Fort Verudela auf der Badehalbinsel, in dem heute das Aquarium mit seiner Auffangstation für Meeresschildkröten untergebracht ist, und das Fort Punta Christo bei Štinjan nördlich der Stadt, eine wuchtige Anlage über dem Meer, die seit Jahren als Kulisse für Festivals und Veranstaltungen dient. Viele andere Forts stehen offen, aber ungesichert – sieh dich dort um, aber nicht im Dunkeln und nicht ohne festes Schuhwerk.

Die stillste Hinterlassenschaft liegt westlich des Zentrums an der Straße nach Stoja. Der Marinefriedhof wurde in den 1860er Jahren angelegt und ist bis heute einer der größten seiner Art: Zypressenreihen, verwitterte Grabsteine mit deutschen, ungarischen, italienischen und kroatischen Namen, Denkmäler für Schiffsuntergänge und Gefallene beider Weltkriege. Es ist ein Ort ohne jeden Betrieb, zwanzig Gehminuten von der Riva entfernt, und er erklärt in einer halben Stunde mehr über die Stadt als jedes Museum. Der gepflegte Teil ist frei zugänglich, ältere Abschnitte sind überwachsen.

Am spektakulärsten hat sich das Industrie-Erbe aber neu erfunden. Acht Portalkräne der Uljanik-Werft, direkt gegenüber der Altstadt, wurden vom kroatischen Lichtdesigner Dean Skira mit Scheinwerfern bestückt und leuchten seit 2014 nach Einbruch der Dunkelheit in wechselnden Farbkompositionen über den Hafen – die Lighting Giants gelten als eine der größten Lichtinstallationen ihrer Art. Am besten siehst du sie von der Riva, von der Mole oder von oben vom Kaštel aus. Die Shows laufen abends in mehreren kurzen Blöcken; die aktuellen Zeiten hängen an der Uferpromenade aus und wechseln mit der Jahreszeit.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Pula von Stari Grad bis Verudela

Pula ist um einen Hügel gebaut und läuft nach Süden in Halbinseln aus, und genau das macht die Wahl des Viertels zur Entscheidung zwischen Stein und Meer.

Forum und Augustustempel
Forum und Augustustempel

Der Stari Grad, die Altstadt, legt sich in Ringen um den Burghügel. Hier steht praktisch alles, wofür Pula bekannt ist – Arena, Forum, Sergierbogen, Kathedrale, Markthalle –, und hier liegen die Kaffeehäuser, in denen die Stadt ihren Tag beginnt. Gewohnt wird trotzdem: In den oberen Gassen hängt Wäsche, Katzen sitzen auf den Treppen, und außerhalb der Sommermonate ist es abends still. Für einen kurzen Aufenthalt ohne Auto ist das die richtige Adresse, weil du alles zu Fuß erreichst und für den Strand nur in den Bus steigst.

Drei Kilometer südlich beginnt das Bade- und Hafenrevier. Veruda ist ein normales Wohnviertel mit Bars, Bäckereien und Restaurants rund um die große Marina, Verudela die vorgelagerte Halbinsel, auf der sich die Hotelanlagen zwischen Kiefern und Felsküste drängen. Hier liegen die bekanntesten Badestellen der Stadt und im alten Fort das Aquarium. Wer mit Kindern kommt oder morgens ins Wasser will, wohnt hier richtig; in die Altstadt fährt der Stadtbus in gut einer Viertelstunde, zu Fuß sind es etwa vierzig Minuten am Wasser entlang.

Westlich davon schiebt sich die schmale Halbinsel Stoja in die Bucht. Sie gehört zu großen Teilen einem der bekanntesten Campingplätze Istriens, drumherum liegen Felsplatten, Kiesbuchten und der Küstenweg, auf dem abends halb Pula joggt. An der Straße dorthin liegt der k.u.k. Marinefriedhof. Östlich des Zentrums beginnt mit Kaštanjer ein ruhiges, gefragtes Wohnviertel – keine Sehenswürdigkeiten, dafür Familienlokale, Parkplätze und kurze Wege ins Zentrum, was es für Reisende mit Mietwagen praktisch macht.

Grün wird es auf den Hügeln. Auf dem Monte Zaro liegt der größte innerstädtische Park mit schattigen Wegen, Villen aus der österreichisch-ungarischen Zeit und der alten Marine-Sternwarte über den Baumkronen – zehn Gehminuten vom Forum und trotzdem eine andere Stadt. Im Nordosten schließt Šijana an, ein Wohnviertel am Rand eines über 150 Hektar großen Parkwaldes, den die Armee einst als Kaiserwald anlegte. Beides ist kein Sightseeing-Programm, aber genau das, was du im August um drei Uhr nachmittags suchst.

Übernachten

Hotels in Pula und die passende Lage für deinen Aufenthalt

Die Grundfrage lautet Altstadt oder Verudela, und sie entscheidet darüber, ob du morgens zur Arena läufst oder ins Wasser.

Auf der Halbinsel Verudela steht die geballte Hotellerie der Stadt. Das Grand Hotel Brioni Pula, A Radisson Collection Hotel, ist die Spitzenadresse – ein Haus aus der jugoslawischen Moderne, das nach einer Grundsanierung als Designhotel direkt über den Felsen wiedereröffnet wurde, mit Meerblick aus fast jedem Zimmer. Das Park Plaza Histria Pula ist die große, familientaugliche Variante mit Pools, Animation und eigenem Badebereich und seit Jahren bei deutschen Gästen beliebt. Etwas ruhiger, im Kiefernwald derselben Halbinsel, liegt das Park Plaza Arena Pula. Alle drei sind Resorts im besten Sinn: Du kommst an, stellst das Auto ab und brauchst es tagelang nicht.

In der Altstadt ist das Angebot kleiner und persönlicher. Das Hotel Amfiteatar liegt wenige Schritte vom Amphitheater entfernt und ist die naheliegende Wahl, wenn du wegen der Antike kommst und abends zu Fuß essen gehen willst. Dazu gibt es eine wachsende Zahl von Apartments und Zimmern in Altbauten rund um Forum und Giardini. Zwei Dinge solltest du vorher klären: ob das Haus einen Stellplatz hat – die Altstadt ist eng, kostenpflichtig bewirtschaftet und teilweise gesperrt – und wie laut die Straße im Sommer ist, wenn die Terrassen bis nach Mitternacht besetzt sind. Etwas außerhalb, in Richtung Stoja und Strand, liegt mit dem Hotel Modo ein modernes Haus für alle, die beides wollen.

Die dritte Kategorie ist in Istrien fast die wichtigste. Private Apartments und Zimmer, an jeder Straße mit dem Schild Sobe oder Apartmani ausgewiesen, sind hier die Standardunterkunft und oft die vernünftigste Lösung für Familien und längere Aufenthalte. Dazu kommt Camping in großem Stil: Der Platz auf der Halbinsel Stoja ist einer der bekanntesten Istriens, weitere Anlagen liegen an der Bucht von Medulin und rund um Premantura. Wer mit Auto anreist und ohnehin ans Kap Kamenjak will, wohnt in den Dörfern Banjole, Pješčana uvala oder Premantura oft günstiger und näher am Wasser als in der Stadt.

Beim Termin entscheidet sich der Preis. Juli und August sind in Istrien die teuersten Wochen des Jahres, die Resorts auf Verudela sind dann früh ausgebucht, und wer erst im Mai bucht, zahlt spürbar mehr als im Winter. Mai, Juni, September und der frühe Oktober liefern dasselbe Meer zu deutlich niedrigeren Raten. Umgekehrt gilt: Zwischen November und März schließen viele Strandhotels ganz, geöffnet bleiben vor allem die Stadthäuser. Kroatien erhebt eine Kurtaxe pro Person und Nacht, die meist getrennt vom Zimmerpreis abgerechnet wird – frag beim Buchen nach, damit die Endabrechnung keine Überraschung wird.

Hotels in Pula

Alle 5 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Restaurants in Pula und was Istrien auf den Teller bringt

Istrien kocht anders als Dalmatien – mehr Trüffel, mehr handgerollte Pasta, mehr Olivenöl und ein Rind, das es sonst nirgends gibt.

Die berühmteste Adresse der Gegend liegt nicht in der Stadt, sondern im Vorort Banjole: die Konoba Batelina, geführt von der Fischerfamilie Skoko. Auf den Tisch kommt, was am selben Tag im Netz war, und zwar konsequent auch die Teile, die andere Küchen wegwerfen – Leber, Rogen, kleine Beifänge, aus denen hier Gänge werden. Die Karte ist kurz, der Raum ist klein, gefragt wird meist, ob man sich überraschen lässt. Reservieren ist keine Empfehlung, sondern Bedingung, in der Saison am besten Wochen im Voraus, und die Anfahrt von der Altstadt dauert eine gute Viertelstunde mit dem Auto oder Taxi.

In der Stadt selbst deckt eine Handvoll Häuser das ganze Spektrum ab. Farabuto im Wohnviertel Veruda kocht gehobene Fischküche in unaufgeregtem Rahmen, weit weg vom Trubel der Riva. Die Kantina sitzt in einem historischen Gewölbe unweit des Sergierbogens und ist die Adresse für Trüffelgerichte mitten in der Altstadt. Die Trattoria Vodnjanka nahe dem Markt steht für das Gegenteil von Fisch: hausgemachte Pasta und Boškarin, das istrische Rind, das vor wenigen Jahrzehnten fast ausgestorben war und heute gezielt wieder gezüchtet wird. Und die Konoba Boccaporta im Viertel Dolinka ist die Familienkonoba mit Kamin, in der Gerichte unter der Peka-Glocke garen – die musst du bei der Reservierung vorbestellen, sie brauchen Stunden.

Was du probieren solltest, lässt sich kurz aufzählen. Fuži und Pljukanci sind die beiden istrischen Nudelformen, die erste gerollt und schräg abgeschnitten, die zweite von Hand gedreht, klassisch mit Trüffel, Wild oder Boškarin-Ragout. Maneštra ist der dicke Eintopf aus Bohnen, Mais und Gemüse, den es in jedem Dorf anders gibt. Dazu istrischer Pršut, luftgetrockneter Schinken ohne Rauch, Schafskäse und Olivenöl, für das die Halbinsel international regelmäßig ganz oben geführt wird. Trüffel gibt es das ganze Jahr, aber im Herbst kommt der weiße aus den Eichenwäldern des Hinterlands, und im Frühjahr steht überall wilder Spargel auf der Karte.

Getrunken wird regional. Malvazija Istarska ist der Weißwein der Halbinsel, trocken und mineralisch, Teran der dunkle, säurebetonte Rote dazu; aus dem Norden Istriens kommt der Muškat von Momjan. Im Winter servieren manche Konobas noch Supa, warmen Rotwein mit geröstetem Brot, Olivenöl, Zucker und Pfeffer in einem Tonkrug – ein altes istrisches Ritual, kein Touristenprogramm. Praktisch gilt: In der Hochsaison reservierst du besser, gezahlt wird seit 2023 in Euro, und Konoba heißt traditionell die einfachere Wirtschaft, Restoran das größere Haus – die Grenze verwischt inzwischen, die guten Adressen heißen beides.

Restaurants in Pula

Strände & Baden

Strände in Pula von Valkane bis Verudela

Sandstrände wirst du in Pula nicht finden – dafür Felsplatten, Kiesbuchten und Wasser, in dem du auf drei Metern noch deine Füße siehst.

Zerostrasse
Zerostrasse

Das Zentrum des Badebetriebs ist die Halbinsel Verudela. Unterhalb der Hotels liegt die Bucht mit der Havajska plaža, im Sprachgebrauch schlicht Hawaii, ein Kiesstrand vor hellen Felswänden mit Bar und ruhigem Wasser. Ein Stück weiter folgt Ambrela, der bekannteste Strand der Stadt, breit, flach zugänglich und mit der Blauen Flagge ausgezeichnet, also mit Rettungsschwimmern und geprüfter Wasserqualität. Wer lieber springt als watet, geht zu den Galebove stijene, den Möwenfelsen, wo Einheimische von Kalkplatten ins tiefe Wasser gehen. Schatten spenden überall Kiefern, die bis an die Kante wachsen.

Näher an der Stadt liegt die Bucht Valkane, der Hausstrand der Pulaner mit Promenade, Cafés und flachem Einstieg. Von dort führt der Küstenweg als durchgehende Promenade nach Nordwesten über Valovine bis auf die Halbinsel Stoja – ein Spaziergang von gut einer Stunde, an dem alle paar hundert Meter eine Leiter ins Wasser führt. In die andere Richtung, nach Südosten, läuft derselbe Weg an den Zlatne stijene, den Goldenen Felsen, vorbei bis nach Verudela. Auf der Halbinsel Stoja selbst gehört die Küste weitgehend zum Campingplatz, ist aber zugänglich; hier ist es felsiger, windiger und deutlich leerer als auf Verudela. Östlich der Stadt liegt mit der Gortanova uvala eine weitere Bucht, die kaum ein Reiseführer erwähnt.

Ein paar praktische Dinge machen den Unterschied. Badeschuhe sind an dieser Küste keine Übervorsicht, sondern Standard – die Kalkplatten sind glatt, an manchen Stellen sitzen Seeigel. Das Meer ist im Juni um die 22 Grad warm, im August um die 25 und im September noch fast sommerlich, sodass die Badesaison bis in den Oktober reicht. Wind kann das Bild schnell drehen: Bläst die Bura aus Nordost, ist das Wasser glasklar, aber kühl und unruhig; bei Südwind wird es schwül und die See milchiger. FKK hat in Istrien eine lange Tradition, entsprechend gibt es rund um Pula mehrere ausgewiesene Abschnitte.

Wer mehr will als Stadtstrand, fährt raus. Vor der Marina Veruda liegt die kleine Insel Fratarski otok, die im Sommer per Taxiboot in wenigen Minuten erreichbar ist und einen Badetag ohne Straßenlärm ergibt. Südlich schließen Pješčana uvala, Banjole und Medulin an, mit flacheren Buchten, die für kleine Kinder besser funktionieren als die Felsküste. Und zehn Kilometer weiter beginnt das Kap Kamenjak, wo die Buchten dann endgültig wild werden – dazu gleich mehr im Abschnitt über Ausflüge.

Ausflüge & Touren

Ausflüge ab Pula nach Brijuni und Kap Kamenjak

Zwei Naturziele liegen so nah, dass du sie theoretisch an einem Tag schaffst – tu es nicht, jedes trägt einen eigenen.

Der Nationalpark Brijuni besteht aus vierzehn Inseln vor dem Fischerort Fažana, gut acht Kilometer nordwestlich von Pula. Übergesetzt wird mit den Booten des Nationalparks ab Fažana, die Fahrt dauert eine knappe Viertelstunde, und der Besuch der Hauptinsel Veliki Brijun ist an ein Programm mit Ticket gebunden. Was dich erwartet, ist eine seltsam schöne Mischung: römische Villenreste in der Bucht Verige, ein Olivenbaum, dessen Alter auf rund 1.600 Jahre geschätzt wird, versteinerte Dinosaurierspuren an der Küste und ein Safaripark mit den Nachfahren jener Tiere, die Staatschefs einst Josip Broz Tito schenkten. Tito verbrachte hier Jahrzehnte seiner Sommer und empfing Gäste aus aller Welt; eine Ausstellung erzählt diese Zeit mit Fotos und Staatskarossen. Plane einen halben bis ganzen Tag ein und buche in der Hochsaison vorab.

Das zweite große Ziel liegt in die andere Richtung. Rund zehn Kilometer südlich der Stadt beginnt hinter dem Dorf Premantura das Kap Kamenjak, ein geschütztes Landschaftsgebiet an der Südspitze Istriens mit fast dreißig Kilometern Küste, weißen Klippen, versteckten Buchten und keinerlei Bebauung. Man kommt mit dem Auto hinein und zahlt in der Saison eine Gebühr pro Fahrzeug, mit dem Rad ist es meist frei; die Pisten sind staubig und der Weg zur Spitze länger, als die Karte suggeriert. Nimm Wasser mit, Schatten gibt es kaum, dafür Badestellen ohne Liegenreihen, einen bekannten Strandkiosk in einem alten Steinbruch und an manchen Stellen Dinosaurierspuren im Fels.

Auf dem Wasser gibt es mehr zu tun, als die Strandliste vermuten lässt. Ab Stoja starten geführte Seekajaktouren an den Klippen von Pula entlang zur Blauen Grotte, mit Schnorchelstopp und Blick auf die Stadt vom Meer aus – die verbreitetste Halbtagestour der Gegend, auch für Anfänger machbar, weil die Bucht geschützt ist. Bootstouren fahren zu den Inseln vor der Küste und in der Saison zum Sonnenuntergang hinaus. Für erfahrene Taucher liegt vor der Küste zwischen Pula und Rovinj eines der bekanntesten Wracks der Adria: die Baron Gautsch, ein österreichischer Passagierdampfer, der 1914 auf eine Mine lief und heute in rund vierzig Metern Tiefe steht – eine Tour ausschließlich für Fortgeschrittene mit entsprechendem Brevet.

An Land reicht ein Tagesausflug weit. Rovinj mit seinem Kirchturm über der Halbinsel liegt rund vierzig Kilometer nördlich, Poreč mit der frühchristlichen Euphrasius-Basilika und ihren Mosaiken – seit 1997 UNESCO-Welterbe – noch einmal gut dreißig Straßenkilometer weiter, insgesamt rund 55 Kilometer ab Pula. Auf halbem Weg zwischen Rovinj und Vrsar schneidet der fjordartige Limski kanal als schmaler Meeresarm ins Land. Ins Landesinnere führt der Weg zu den Hügelstädten Motovun und Grožnjan über dem Mirnatal, dem Trüffelrevier Istriens. Ganz nah, gut zehn Kilometer nördlich, verwahrt die Kirche von Vodnjan die mumifizierten Körper mehrerer Heiliger, eine der ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten der Halbinsel. In der Sommersaison verkehren außerdem Katamarane über die Adria nach Venedig; Fahrpläne und Anbieter wechseln, also vor Ort oder vorab prüfen.

Aktivitäten & Touren in Pula

Anreise & vor Ort

Anreise nach Pula und unterwegs in der Stadt

Pula hat den einzigen Verkehrsflughafen Istriens, und trotzdem kommen die meisten Gäste aus Deutschland mit dem Auto.

Die Autoanreise ist der Klassiker, weil Istrien für Süddeutschland und Österreich in Tagesreichweite liegt. Ab München fährst du über Salzburg, Villach und Slowenien oder alternativ über Tarvis und Triest; ab Wien führt der Weg über Graz und Slowenien. Für Österreich und Slowenien brauchst du jeweils eine Vignette, in Kroatien selbst wird die Autobahn streckenweise per Ticket abgerechnet. Auf der Halbinsel führt das sogenannte istrische Ypsilon als Schnellstraße bis vor die Tore Pulas. Seit Januar 2023 gehört Kroatien zum Schengenraum, die früher berüchtigten Staus an der slowenisch-kroatischen Grenze sind damit Geschichte – am ersten Ferienwochenende bleibt die Fahrt trotzdem zäh.

Der Flughafen Pula liegt rund sechs Kilometer nordöstlich der Stadt und ist im Sommerhalbjahr aus mehreren deutschen Städten direkt erreichbar; im Winter schrumpft der Flugplan auf ein Minimum zusammen, dann fliegt man eher nach Triest, Ljubljana, Venedig oder Rijeka und fährt weiter. Vom Terminal ins Zentrum sind es wenige Minuten mit Taxi oder Transfer, in der Saison verkehren zusätzlich Shuttlebusse. Alle großen Mietwagenfirmen sind vor Ort vertreten – wenn du Kap Kamenjak, die Hügelstädte oder abgelegene Konobas ansteuern willst, ist das Auto die einzige wirklich flexible Lösung.

Ohne eigenes Fahrzeug führt der Weg über den Bus. Der Busbahnhof liegt zentral, und von hier fahren regelmäßig Verbindungen nach Rovinj, Poreč, Rijeka, Zagreb und Triest, in der Saison zusätzliche Kurse an die Küstenorte im Süden. Die Bahn ist die große Ausnahme: Istriens Eisenbahnlinie endet in Slowenien und hat keinen direkten Anschluss an das übrige kroatische Netz, weshalb du mit dem Zug aus Zagreb einen Umweg über Ljubljana fahren müsstest. Für Reisende aus Deutschland ist die Bahn deshalb bestenfalls bis Ljubljana oder Triest sinnvoll, danach übernimmt der Bus.

In der Stadt selbst brauchst du kein Auto. Die Altstadt ist kompakt, weitgehend verkehrsberuhigt und in einer halben Stunde durchquert; Stadtbusse fahren tagsüber dicht getaktet nach Verudela, Stoja und in die Vororte, Tickets löst du beim Fahrer oder am Kiosk. Wer mit dem eigenen Wagen kommt, stellt ihn am besten außerhalb des Zentrums ab: Die Zonen rund um Arena und Forum sind bewirtschaftet, eng und im Sommer chronisch voll. Für die Küste taugt das Rad, weil der Küstenweg von Valkane bis Stoja durchgehend befahrbar ist – Leihräder gibt es in der Stadt und in den Hotels auf Verudela.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Pula – und welches zu dir passt

Stari GradStari GradDas antike Herz von Pula legt sich in Ringen um den Burghügel. Zwischen Arena, Forum, Sergierbogen und Kathedrale liegen Kaffeehäuser, die gusseiserne Markthalle und die Riva am Wasser – alles zu Fuß erreichbar, und in den oberen Gassen wohnt die Stadt bis heute ganz normal weiter.Ideal für: Antike & Altstadt1–2 TageVeruda / VerudelaVeruda / VerudelaRund um die große Marina Veruda liegt ein lebendiges Wohnviertel mit Bars und Restaurants, auf der vorgelagerten Halbinsel Verudela drängen sich Hotels, Kiefern und die bekanntesten Badebuchten der Stadt. Im österreichisch-ungarischen Fort ist das Aquarium untergebracht.Ideal für: Baden & Hotels1–2 TageStojaStojaDie schmale Halbinsel westlich des Zentrums gehört zu großen Teilen einem der bekanntesten Campingplätze Istriens. Drumherum liegen Felsplatten, Kiesbuchten und der Küstenweg, der bis nach Valkane führt; an der Zufahrt liegt der stille k.u.k. Marinefriedhof mit seinen Zypressenreihen.Ideal für: Camping & Küstenweg½ TagMonte ZaroMonte ZaroAuf der Anhöhe über dem Zentrum liegt der größte innerstädtische Park von Pula, durchzogen von schattigen Wegen und gesäumt von Villen aus der österreichisch-ungarischen Zeit. Über den Baumkronen steht die alte Marine-Sternwarte – zehn Gehminuten vom Forum und trotzdem eine andere Stadt.Ideal für: Park & Aussicht½ TagKaštanjerKaštanjerRuhiges, gefragtes Wohnviertel im Osten der Stadt, wenige Gehminuten vom Zentrum und doch abseits des Betriebs. Sehenswürdigkeiten gibt es hier keine, dafür Familienlokale, Bäckereien und Parkplätze – die entspannte Adresse für alle, die mit dem Mietwagen anreisen.Ideal für: Ruhig übernachten½ TagŠijanaŠijanaIm Nordosten von Pula liegt Šijana am Rand des gleichnamigen Parkwaldes, den die österreichisch-ungarische Armee einst als Kaiserwald anlegte. Auf über 150 Hektar führen schattige Wege durch Steineichen und Kiefern – zwei Kilometer vom Zentrum und im August die kühlste Stunde des Tages.Ideal für: Schatten & Spazieren½ Tag
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Pula – Wetter und Meer im Jahreslauf

Pula liegt am Übergang zwischen mediterranem Süden und den Winden aus dem Bergland, was die Sommer trocken und die Winter milder macht als im Landesinneren.

Das Klima in Pula ist mediterran mit spürbarem Einfluss der nördlichen Adria: warme, trockene Sommer, lange milde Übergangszeiten und Winter, die nur selten Frost bringen. Entscheidend für die Reiseplanung ist weniger die Lufttemperatur als das Meer – es braucht bis Juni, um auf Badetemperatur zu kommen, hält die Wärme dafür bis weit in den Oktober. Dazu kommt der Wind: Die Bura aus Nordost bringt im Winter und Frühjahr klare Sicht bei kühler Luft, der Maestral sorgt an Sommernachmittagen für erträgliche Hitze an der Küste. Im Juli und August ist die Stadt voll und teuer, im Frühling und Herbst gehört sie wieder sich selbst.

Jan9°3°still, Bura-Tage, Altstadt fast leer
Feb10°3°kühl und klar, Museumswetter
Mär13°5°erste Terrassen an der Riva
Apr17°8°grünes Istrien, wilder Spargel
Mai22°13°warm zum Laufen, Meer noch frisch
Jun26°17°Badesaison beginnt, lange Abende
Jul29°19°heiß und teuer, Filmfestival in der Arena
Aug28°19°Hochsaison, wärmstes Meer
Sep24°16°Wasser sommerwarm, ruhigere Gassen
Okt19°12°mild, Trüffelzeit im Hinterland
Nov14°8°feucht, Konoba- und Museumswetter
Dez10°4°kurze Tage, Advent in der Altstadt

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Pula sind Mai, Juni und September. Im Mai und Juni liegen die Höchstwerte zwischen 22 und 26 Grad, die Altstadt lässt sich den ganzen Tag erlaufen, das Hinterland ist grün und die Preise sind moderat; ab Juni geht auch das Meer. Der September ist die beste Wahl für alle, die vor allem baden wollen – das Wasser ist dann noch fast sommerwarm, die Luft angenehmer und die Strände auf Verudela wieder frei. Juli und August liefern die verlässlichste Hitze, dafür volle Buchten, hohe Zimmerpreise und wenig Schatten in der Arena. Wer Antike und Museen im Kopf hat, kommt gut im Oktober oder März, wenn die Stadt kaum Besucher hat.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Pula

Wie viele Tage sollte man für Pula einplanen?
Für Arena, Forum, Sergierbogen, Kaštel und die Zerostrasse reicht ein voller Tag. Zwei Tage sind die bessere Wahl, weil dann ein Badenachmittag auf Verudela oder der Küstenweg nach Stoja dazupasst. Ab drei Tagen kommt ein eigener Ausflugstag nach Brijuni oder ans Kap Kamenjak hinzu – wer Istrien insgesamt sehen will, bleibt eine Woche und nutzt Pula als Standquartier.
Lohnt sich der Eintritt in die Arena von Pula?
Ja, aber nicht wegen des Innenraums, der weitgehend leer ist. Bezahlt wird für den Rundgang durch die Ränge, den Blick durch die Arkaden auf das Meer und vor allem für die unterirdischen Gänge mit der Ausstellung zu Olivenöl- und Weinproduktion im römischen Istrien. Rechne mit einer knappen Stunde und geh früh am Morgen oder in der letzten Stunde vor Schließung, weil es innen keinen Schatten gibt.
In welchem Viertel wohnt man in Pula am besten?
Im Stari Grad, wenn du wegen der Antike kommst und abends zu Fuß essen gehen willst – dafür ist es im Sommer laut und die Parkplatzsuche mühsam. Auf Verudela, wenn Baden im Vordergrund steht: Dort liegen die großen Hotels direkt an den Felsbuchten, in die Altstadt fährt der Bus eine Viertelstunde. Kaštanjer und die Dörfer im Süden sind die ruhigeren, oft günstigeren Alternativen mit Auto.
Welche Strände in Pula lohnen sich?
Auf der Halbinsel Verudela die Kiesbucht Havajska plaža, der breite Strand Ambrela mit Blauer Flagge sowie die Sprungfelsen Galebove stijene. Stadtnah ist Valkane der Hausstrand der Pulaner; von dort führt der Küstenweg nach Norden bis Stoja und nach Süden über die Zlatne stijene bis Verudela. Sand gibt es praktisch nirgends – die Küste besteht aus Kalkplatten und Kies, Badeschuhe gehören ins Gepäck.
Wie kommt man von Pula zum Nationalpark Brijuni?
Nicht direkt aus Pula, sondern über den Ort Fažana rund acht Kilometer nordwestlich, wo die Boote des Nationalparks ablegen. Die Überfahrt dauert eine knappe Viertelstunde, der Besuch der Hauptinsel Veliki Brijun ist an ein Ticket mit Programm gebunden. In der Hochsaison solltest du vorab buchen. Private Ausflugsboote ab Pula fahren die Inseln an, dürfen dort aber meist nicht anlegen.
Was sollte man für einen Ausflug ans Kap Kamenjak einpacken?
Viel Wasser, Sonnenschutz, Badeschuhe und feste Sandalen. Das Schutzgebiet an Istriens Südspitze hat fast keinen Schatten, keine Läden außer einem Strandkiosk und staubige Schotterpisten. Mit dem Auto zahlst du in der Saison eine Gebühr am Eingang bei Premantura, mit dem Rad kommst du meist frei hinein. Plane einen halben bis ganzen Tag ein, die Wege sind länger, als die Karte vermuten lässt.
Braucht man in Pula ein Auto?
Für die Stadt nicht: Die Altstadt ist zu Fuß in einer halben Stunde durchquert, und Stadtbusse fahren tagsüber dicht nach Verudela und Stoja. Für alles außerhalb schon – Kap Kamenjak, die Hügelstädte Motovun und Grožnjan, abgelegene Konobas und ruhige Buchten erreichst du ohne Auto nur mit Aufwand oder als gebuchte Tour. Wer in der Altstadt wohnt, sollte den Stellplatz vorher klären.
Wie reist man aus Deutschland nach Pula an?
Im Sommerhalbjahr gibt es Direktflüge aus mehreren deutschen Städten zum Flughafen Pula, der sechs Kilometer außerhalb liegt; im Winter ist der Flugplan sehr dünn. Mit dem Auto fährst du ab München über Salzburg, Villach und Slowenien, Vignetten für Österreich und Slowenien nicht vergessen. Seit 2023 ist Kroatien im Schengenraum, Grenzkontrollen entfallen. Die Bahn taugt nur bis Ljubljana oder Triest, danach übernimmt der Bus.
Wann ist die beste Reisezeit für Pula?
Mai, Juni und September. Im Mai und Juni liegen die Höchstwerte zwischen 22 und 26 Grad, die Stadt ist gut erlaufbar und die Preise moderat; ab Juni ist das Meer warm genug. Im September ist das Wasser noch fast sommerwarm und die Strände sind wieder frei. Juli und August sind heiß, voll und teuer, März und Oktober eignen sich für Antike und Museen ohne Andrang.
Ist Pula gut für einen Urlaub mit Kindern?
Ja, mit einer Einschränkung: Die Küste ist felsig, ein flacher Sandstrand fehlt. Familienfreundlich sind die Resorts auf Verudela mit Pools und betreuten Badebereichen sowie die flacheren Buchten weiter südlich Richtung Banjole und Medulin. An Programm gibt es das Aquarium im alten Fort, den Safaripark auf Brijuni mit Dinosaurierspuren und die Tunnel der Zerostrasse, die auch bei Hitze funktionieren.
Zahlt man in Pula mit Euro?
Ja. Kroatien hat zum 1. Januar 2023 den Euro eingeführt, die frühere Kuna ist Geschichte. Karten werden in Hotels, Restaurants und Supermärkten breit akzeptiert, kleinere Konobas, Marktstände, Strandbars und Parkautomaten nehmen aber gern Bargeld – ein paar Scheine und Münzen solltest du dabeihaben. Preise liegen insgesamt unter deutschem Niveau, in der Hochsaison an der Küste aber kaum noch spürbar.
Was unterscheidet Pula von Rovinj?
Pula ist eine Arbeits- und Hafenstadt mit römischem Erbe, Werft, Universität und rund 52.000 Einwohnern – dichter an Alltag, günstiger und mit deutlich mehr Antike. Rovinj vierzig Kilometer weiter nördlich ist kleiner, geschlossener und auf Besucher ausgerichtet, mit venezianischer Altstadt auf einer Halbinsel. Viele kombinieren beides: Pula als Basis, Rovinj als Tagesausflug am späten Nachmittag.
Was kann man in Pula bei schlechtem Wetter machen?
Die unterirdischen Gänge der Arena liegen im Trockenen, ebenso die Zerostrasse unter dem Burghügel – prüfe dort aber die Saisonzeiten, außerhalb des Sommerhalbjahrs ist das Tunnelsystem nicht durchgehend geöffnet. Dazu kommen das Historische und Maritime Museum Istriens in der Festung Kaštel und das Aquarium im Fort auf Verudela. Das Archäologische Museum Istriens am Doppeltor fällt vorerst aus: Das Hauptgebäude ist wegen einer Generalsanierung für Besucher geschlossen. Und dann gibt es noch die istrische Variante: ein langes Mittagessen in einer Konoba, bis der Schauer durch ist.

Entdecken

Sehenswürdigkeiten in Pula die großen Höhepunkte und die stillen Entdeckungen

Übernachten

Hotels in Pula zum Ankommen und Wohlfühlen

Alle · 5HotelsBoutiqueDesignLuxus

Genießen

Restaurants in Pula wo die Stadt am besten schmeckt

Erleben

Aktivitäten & Touren in Pula Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben

PulaKurz vor Sonnenuntergang legt sich das Licht in die Bogenreihen der Arena, und sobald es dunkel wird, schalten die alten Werftkräne unten im Hafen ihre Farben an – Pula zeigt in einem einzigen Abend zwei Jahrtausende.

Der Reisebrief

Ein Ziel, ein Preisfund, ein Plan — mehr nicht.

Einmal im Monat: wohin es sich gerade lohnt — mit geprüftem Preis und fertigem Plan.

Kostenlos & jederzeit abbestellbar — Anmeldung mit Bestätigungs-Mail.

Reise buchen

Deine Pula-Reise buchen

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Hotels

Vom Boutique-Hotel in der Altstadt bis zum Landhaus im Grünen.

Touren & Tickets

Museen, Wahrzeichen und Weinproben — Tickets und geführte Touren, oft ohne Anstehen.

Anzeige · Buchung über Partner. Preise & Verfügbarkeit beim Anbieter. Warum wir empfehlen, was wir empfehlen

Keine Lust zu suchen? Sag uns Budget und Reisezeit — wir stellen dir Pula zusammen.

Persönliches Angebot anfragen →
Reiseplaner

Deine perfekte Reise – in Minuten geplant.

Sag uns, wohin und wie lange – der travelperfect Reiseplaner stellt dir Route, Highlights und Programm passend zusammen.

Reise planen
  • KI-Copilot
  • Route
  • Highlights
  • Crew
  • Budget
Reise buchen