Stadt · Kroatien

Dubrovnik

Knapp zwei Kilometer Wehrmauer umschließen eine Stadt aus poliertem Kalkstein, und von oben liegen die roten Dächer so dicht beieinander, dass die Gassen dazwischen kaum zu erkennen sind.

6 Stadtviertel8 Sehenswürdigkeiten5 Hotels
Überblick

Deine Dubrovnik-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Mai, Juni, September und Oktober sind die beste Zeit: warm, badetauglich und deutlich ruhiger als im Hochsommer. Juli und August sind heiß und sehr voll, geprägt von Kreuzfahrt-Andrang. Im milden Frühjahr und Herbst ist der Stadtmauer-Rundgang am angenehmsten.
Über Dubrovnik

Reisen nach Dubrovnik

Dubrovnik war jahrhundertelang keine dalmatinische Provinzstadt, sondern die Republik Ragusa – ein eigenständiger Seestaat, der seine Unabhängigkeit mit Verträgen, Diplomatie und genau dieser Mauer verteidigte. Was davon übrig blieb, passt in einen Ring von rund 1.940 Metern Umfang: die Stradun, deren Kalksteinpflaster von Millionen Schritten spiegelglatt poliert ist, der Rektorenpalast, in dem der jeweils für einen Monat gewählte Fürst residierte und den er während seiner Amtszeit kaum verlassen durfte, das Franziskanerkloster mit einer Apotheke, die seit 1317 arbeitet, und die barocke Kathedrale, die nach dem verheerenden Erdbeben von 1667 neu entstand. Vor dem Pile-Tor steht die Festung Lovrijenac auf ihrem 37 Meter hohen Felsen, im Norden zieht die Seilbahn auf den 412 Meter hohen Srđ, und eine Viertelstunde Bootsfahrt vor der Küste liegt die bewaldete Insel Lokrum, ein Waldschutzreservat ohne Übernachtungsgäste. Draußen vor den Toren leben die anderen Viertel ihren eigenen Alltag: Gruž mit Fährhafen und Markt, Lapad und Babin Kuk mit Kiefernwald, Promenade und Badebuchten.

Dubrovnik – Karte
Reiseführer

Dubrovnik von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Um kurz nach acht ist die Stradun noch leer, das Kalksteinpflaster kühl, und aus einer Seitengasse trägt jemand Kisten in eine Bar. Zwei Stunden später steht auf dem Hafenkai von Gruž ein Schiff mit dreitausend Passagieren, und die Stadt hat ein anderes Gesicht. Dubrovnik ist beides – der eng gemauerte Rest einer Seerepublik, die ihre Unabhängigkeit jahrhundertelang mit Tribut, Verträgen und Diplomatie erkaufte, und ein Ziel, das genau deshalb heute an seine Grenzen kommt. Wer die Uhrzeiten kennt, bekommt die erste Version.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Dubrovnik

Vom Pile-Tor bis zum Alten Hafen läufst du zehn Minuten, wenn du nirgends stehen bleibst – und genau das wird dir nicht gelingen.

Die Stradun, offiziell Placa, ist die Achse, an der alles hängt: rund 300 Meter schnurgerade vom Pile-Tor im Westen zum Luža-Platz im Osten, gepflastert mit Kalkstein, den Millionen Schritte spiegelglatt poliert haben. Dass die Straße so gerade verläuft, hat einen Grund – hier lag ein Meeresarm, der die alte Inselsiedlung Ragusa vom slawischen Dubrava am Festland trennte und im Mittelalter zugeschüttet wurde. Ihr heutiges Gesicht bekam sie nach dem Erdbeben von 1667: Die Republik ließ die Häuserzeilen in einheitlicher Höhe und mit gleichen Fensterachsen wieder aufbauen, mit Läden im Erdgeschoss und den charakteristischen Türbögen, in denen Tür und Schaufenster zusammenfallen. Gleich hinter dem Pile-Tor steht der Große Onofrio-Brunnen von 1438, das Endstück einer Wasserleitung, die schon damals Quellwasser aus dem Hinterland in die Stadt brachte – und aus dessen Masken du bis heute die Flasche füllen kannst.

Direkt daneben beginnt das Franziskanerkloster Mala Braća mit dem stillsten Ort der Altstadt: einem romanischen Kreuzgang aus dem 14. Jahrhundert, dessen Doppelsäulen jedes Kapitell anders geschnitzt tragen. Im Vorraum liegt die Klosterapotheke, die seit 1317 arbeitet und damit zu den ältesten durchgehend betriebenen Europas zählt; in den Vitrinen stehen Mörser, Waagen und Apothekergefäße aus mehreren Jahrhunderten, nebenan wird tatsächlich noch verkauft. Am anderen Ende der Stradun öffnet sich der Luža-Platz mit dem Sponza-Palast, einem der wenigen Bauten, die das Beben von 1667 fast unbeschadet überstanden – heute liegt darin das Staatsarchiv, und ein Gedenkraum erinnert an die Verteidiger der Stadt aus dem Krieg von 1991. Davor steht die Roland-Säule von 1418, deren steinerner Unterarm jahrhundertelang das offizielle Längenmaß der Republik war.

Ein paar Schritte südlich beginnt die Regierungsseite der alten Stadt. Der Rektorenpalast, gotisch begonnen und nach zwei Explosionen und dem Erdbeben immer wieder umgebaut, war Amtssitz des Rektors – gewählt jeweils für einen einzigen Monat, mit der Auflage, das Haus während dieser Zeit nur im Dienst zu verlassen. Über dem Sitzungssaal steht die Mahnung, private Angelegenheiten zu vergessen und sich um die öffentlichen zu kümmern. Heute ist der Palast Kulturhistorisches Museum, und der Innenhof mit seiner Freitreppe wird im Sommer zur Konzertbühne. Nebenan folgt die barocke Kathedrale Mariä Himmelfahrt, deren Schatzkammer die Reliquiare des Stadtpatrons Sveti Vlaho aufbewahrt – Kopf, Arme und Bein in getriebenem Gold und Silber, die einmal im Jahr durch die Stadt getragen werden.

Nach oben wird es ruhiger. Von der Gundulićeva poljana, dem alten Marktplatz mit dem Denkmal des Dichters Ivan Gundulić, führt die breite Barocktreppe von 1738 hinauf zur Poljana Ruđera Boškovića, auf der die Jesuitenkirche Sveti Ignacije steht – die Treppe ist nach römischem Vorbild gebaut und liefert die Kulisse, die viele aus dem Fernsehen kennen. Im Osten der Altstadt liegt das Dominikanerkloster hinter unauffälliger Fassade, mit einem weiten gotischen Kreuzgang, Orangenbäumen im Hof und einer Sammlung Dubrovniker Tafelmalerei aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Und wer den Überblick vor dem Detail will, nimmt gleich am ersten Morgen die Seilbahn auf den Srđ: Von 412 Metern Höhe liegen die Altstadt, der Alte Hafen, Lokrum und bei klarem Wetter die Elaphiten wie auf einer Karte unter dir.

Sehenswürdigkeiten in Dubrovnik

Alle 8 Sehenswürdigkeiten
Stadtmauer & Festungen

Der Stadtmauer-Rundgang in Dubrovnik und die richtige Uhrzeit dafür

Oben gibt es kaum Schatten und keine Abkürzung zurück – die Runde läuft nur in eine Richtung, und der Stein strahlt die Hitze des Vormittags noch am Nachmittag ab.

Der Mauerring misst rund 1.940 Meter, erreicht an der Landseite bis zu 25 Meter Höhe und an manchen Stellen mehrere Meter Dicke – gebaut, verstärkt und immer wieder erweitert vom 13. bis ins 16. Jahrhundert, als die Republik Ragusa zwischen Venedig und dem Osmanischen Reich manövrierte und ihre Sicherheit lieber in Stein als in Bündnisse investierte. Erstürmt wurde diese Mauer nie. Sechzehn Türme und Bastionen sitzen im Ring, drei davon prägen den Rundgang: die runde Minčeta im Norden als höchster Punkt, das gedrungene Bokar über der Bucht Kolorina im Westen und die Festung Sveti Ivan am Alten Hafen, in der heute das Schifffahrtsmuseum und ein Aquarium untergebracht sind.

Praktisch heißt das: Es gibt drei Zugänge – der bekannteste liegt gleich hinter dem Pile-Tor, ein zweiter bei der Kirche Sveti Luka nahe dem Ploče-Tor, ein dritter beim Schifffahrtsmuseum am Hafen. Gegangen wird gegen den Uhrzeigersinn, umdrehen ist nicht vorgesehen, aussteigen an einem der anderen Tore dagegen schon. Für die komplette Runde solltest du je nach Fotostopps eineinhalb bis zwei Stunden einplanen. Nimm Wasser und Kopfbedeckung mit, trage feste Sohlen für die vielen unregelmäßigen Stufen und geh entweder direkt zur Öffnung am Morgen oder in den letzten beiden Stunden vor Schluss. Mittags zwischen elf und drei ist der Rundgang im Juli und August anstrengend bis unangenehm, und dann steht auch die Schlange am Pile-Zugang. Barrierefrei ist die Mauer nicht, für Kinderwagen ist sie ungeeignet.

Was du oben siehst, bekommst du sonst nirgends. Die Perspektive kippt: Statt Gassen liegen Dächer unter dir, dazwischen enge Innenhöfe, Wäscheleinen, Zisternen, Zitronenbäume in Kübeln und Katzen auf warmen Ziegeln. An den Dächern selbst lässt sich die jüngste Geschichte ablesen – nach dem Beschuss im Winter 1991 wurde ein großer Teil der Altstadt neu eingedeckt, und die leuchtend orangen Ziegel heben sich bis heute von den verwitterten älteren ab. Auf der Südseite blickst du senkrecht auf die Felsen hinunter, auf denen die Buža-Bars kleben, dahinter liegt Lokrum. Von der Minčeta aus siehst du den kompletten Grundriss der Stadt auf einmal, und wenn die Sonne tief steht, färbt sich der ganze Ring warm.

Das Ticket für die Mauer gilt zugleich für die Festung Lovrijenac vor dem Pile-Tor, und die solltest du dir nicht schenken. Der freistehende Klotz sitzt auf einem 37 Meter hohen Felsen, seine Mauer ist zur Stadt hin absichtlich dünn gehalten – man wollte notfalls hineinschießen können, falls sich ein Kommandant dort festsetzt. Über dem Tor steht der Satz, dass Freiheit nicht für alles Gold der Welt verkauft wird, und im Innenhof spielen die Dubrovniker Sommerfestspiele traditionell ihren Hamlet. Der Blick von der oberen Terrasse zurück auf die Stadtmauer ist die Aufnahme, die du danach am häufigsten wieder ansiehst. Wer Höhe und Hitze scheut, tauscht den Mauerweg gegen die Seilbahn auf den Srđ – der Überblick ist ein anderer, aber ebenso gut.

Aktivitäten & Touren in Dubrovnik

Rundgang & Tagesplan

Dubrovnik an einem Tag – vom Pile-Tor bis zum Alten Hafen

Wer die Mauer früh geht und die Mittagsstunden ans Wasser verlegt, kommt in Dubrovnik ohne Gedränge durch den Tag.

Beginne direkt zur Öffnungszeit am Mauerzugang hinter dem Pile-Tor, solange der Stein noch kühl ist und die Tagesgäste von den Schiffen erst unterwegs sind. Die komplette Runde kostet dich anderthalb bis zwei Stunden, danach steigst du am Alten Hafen oder wieder bei Pile hinunter. Zurück auf Straßenniveau nimmst du dir den Anfang der Stradun vor: Onofrio-Brunnen, den Kreuzgang des Franziskanerklosters und die alte Apotheke. Für den ersten Kaffee reicht ein Platz an einer der Seitengassen – auf der Stradun selbst zahlst du für die Adresse mit, und die Sonne steht dort um diese Zeit schon steil.

Am späten Vormittag arbeitest du dich Richtung Osten. Am Luža-Platz stehen Sponza-Palast, Glockenturm und die Kirche des Stadtpatrons Sveti Vlaho beieinander, südlich davon folgen Rektorenpalast und Kathedrale mit ihrer Schatzkammer – zwei Innenräume, die zusammen keine Stunde brauchen und die Geschichte der Republik greifbarer machen als jede Erklärtafel. Ein paar Schritte weiter öffnet sich die Gundulićeva poljana, der alte Marktplatz: Vormittags stehen hier die Stände mit Feigen, Lavendelsäckchen, kandierten Orangenschalen und Gemüse für die Küchen der Nachbarschaft, mittags räumen sie ab. Von dort die breite Barocktreppe hinauf zur Jesuitenkirche, danach ein Blick in den Kreuzgang der Dominikaner im Osten, und wer noch Kraft hat, biegt in die schmalen Treppengassen nach Norden ab, wo Wäsche über der Straße hängt und der Tourismus spürbar dünner wird.

Die Mittagsstunden gehören dem Wasser. Entweder du gehst durch das Loch in der Südmauer zu einer der Buža-Bars, wo Tische und Leitern direkt auf dem Fels über dem Meer stehen, oder du läufst hinaus zum Kieselstrand Banje östlich des Ploče-Tors mit Blick zurück auf die Mauer. Die dritte Möglichkeit ist die beste, wenn du Zeit hast: Vom Alten Hafen setzt ein Boot in einer Viertelstunde nach Lokrum über, und auf der Insel findest du Schatten, Felsbuchten, Pfauen und den kleinen Salzsee. Mittagessen dann entweder dort oben aus dem Rucksack oder zurück in der Stadt in einer Konoba abseits der Hauptachse.

Für den späten Nachmittag die Seilbahn auf den Srđ – idealerweise so, dass du oben bist, wenn die Sonne tief steht und die Altstadt orange wird; oben lohnt der Abstecher zur alten napoleonischen Festung mit dem Museum zum Krieg von 1991. Abendessen danach in der Altstadt, aber mit Reservierung. Wer zwei Tage hat, hängt am nächsten Morgen einen Bootsausflug auf die Elaphiten oder die Fahrt nach Ston mit seiner fünf Kilometer langen Mauer und den Austernbänken an. Bei drei Tagen kommen Cavtat und das Konavle-Tal im Süden dazu – oder ein kompletter Tag im Nationalpark auf Mljet.

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Stadtviertel

Dubrovniks Stadtviertel von Stari Grad bis Babin Kuk

Die Altstadt ist nur ein Bruchteil der Stadt – der Rest zieht sich über drei Kilometer Küste nach Westen, und dort wohnen die meisten Gäste.

Berg Srđ
Berg Srđ

Innerhalb der Mauern liegt Stari Grad, ein Rechteck von wenigen hundert Metern Kantenlänge, seit 1979 UNESCO-Welterbe und komplett autofrei. Von der ebenen Stradun steigen nach Norden und Süden Treppengassen an, so eng, dass sich zwei Menschen mit Koffern kaum begegnen können. Wer hier übernachtet, wohnt mitten im Museum und trägt sein Gepäck die letzten Meter selbst – dafür gehört ihm die Stadt am frühen Morgen und nach Mitternacht fast allein. Sobald die letzten Schiffsgäste am Nachmittag zurück nach Gruž fahren, wechselt ohnehin das Publikum. Wohnungen sind hier häufiger als Hotels, und die Zahl der ständigen Bewohner ist über die Jahre deutlich gesunken; abends sind ganze Gassenzüge still, weil dort niemand mehr dauerhaft lebt.

Vor den beiden Toren beginnen die Schwellenviertel. Im Westen liegt Pile mit dem Brsalje-Platz, an dem fast alle Stadtbuslinien zusammenlaufen, dazu die Bucht Kolorina, die Festung Lovrijenac auf ihrem Felsen und ein paar große Häuser direkt am Tor. Im Osten schließt Ploče an, die vornehmste Adresse der Stadt: terrassierte Gärten, alte Villen und Fünf-Sterne-Hotels an der Straße hoch über dem Wasser, darunter der Kieselstrand Banje mit dem berühmten Blick zurück auf die Mauer. Von beiden Toren bist du in Minuten in der Altstadt, ohne dort im Trubel zu übernachten.

Zwei Kilometer nordwestlich arbeitet Gruž. Die schmale Bucht ist Fähr-, Yacht- und Kreuzfahrthafen zugleich, der Busbahnhof für Fernbusse liegt hier, und am Kai öffnet morgens der Markt mit Obst, Gemüse, Öl und Fisch. Das ist das unrenovierte, alltägliche Dubrovnik: Wohnblocks, Werkstätten, Bäckereien, Lokale mit normalen Preisen. Für Reisende ist Gruž vor allem Startpunkt – Katamarane zu den Elaphiten, nach Mljet und weiter die Küste hinauf legen hier ab. Zu Fuß bist du in einer guten halben Stunde am Pile-Tor, mit dem Bus in zehn Minuten.

Westlich davon schiebt sich die Halbinsel Lapad ins Meer, grün, bewaldet und deutlich ruhiger. Die Fußgängerpromenade Šetalište kralja Zvonimira ist ihre Lebensader und endet an der Lapad-Bucht, wo flaches Wasser und Kieselstrand für Familien funktionieren. Ganz vorn an der Spitze liegt Babin Kuk, fast rundum von Kiefernwald und Meer umschlossen, mit Buchten wie Copacabana und Cava und einem Küstenweg um die ganze Landzunge. Hier stehen die großen Ferienhotels, und wer mit Kindern kommt oder mehrere Tage bleibt, tauscht die Nähe zur Altstadt gegen Schatten, Platz und ein Bad vor dem Frühstück.

Übernachten

Hotels in Dubrovnik und die passende Lage für deinen Aufenthalt

Die Entscheidung fällt nicht zwischen Sternen, sondern zwischen zwei Fragen – wie oft willst du abends in der Altstadt sein, und wie oft im Wasser.

Innerhalb der Mauern gibt es fast keine klassischen Hotels, sondern kleine Häuser, Zimmer und Apartments in historischer Bausubstanz. Der Reiz ist echt: Du gehst abends zum Essen um die Ecke und morgens vor allen anderen auf die Mauer. Die Nachteile solltest du vorher kennen – kein Auto kommt bis zur Tür, das Gepäck geht die letzten hundert Meter über Treppen, Aufzüge sind selten, und in den Gassen rund um die Bars hörst du bis nach Mitternacht jedes Gespräch von unten. Frag beim Buchen konkret nach der Zahl der Stufen und nach der Lage zur Gasse, nicht nur nach der Ausstattung.

Die komfortable Alternative sind die beiden Viertel direkt vor den Toren. In Ploče, östlich der Mauer, liegt mit dem Hotel Excelsior Dubrovnik ein Haus aus dem frühen 20. Jahrhundert, dessen Terrassen den Blick über die Bucht auf die Altstadt haben und von dem du in wenigen Minuten am Ploče-Tor stehst. Weiter östlich an der Steilküste über dem Sveti-Jakov-Strand liegt die Villa Dubrovnik, klein, teuer und mit eigenem Bootstransfer in die Stadt. Auf der Westseite steht das Hilton Imperial Dubrovnik unmittelbar am Pile-Tor – von keinem Haus außerhalb der Mauern ist der Weg in die Altstadt kürzer.

Wer länger bleibt, badet und ein größeres Zimmer für weniger Geld will, sucht westlich davon. An der Küstenstraße Richtung Lapad liegt mit dem Rixos Premium Dubrovnik ein großes Resort mit Spa und eigenem Badebereich, im Wohnviertel Lapad das solide Hotel Lero, das Preis und Lage vernünftig ausbalanciert und von dem aus du die Promenade zu Fuß erreichst. Auf Babin Kuk stehen die klassischen Ferienhäuser mit Pool, Pinien und Buchten vor der Tür. Rechne von dort mit zehn bis zwanzig Minuten Bus in die Altstadt – abends fährt er, aber nicht die ganze Nacht.

Zur Buchung zwei Dinge, die in Dubrovnik mehr ausmachen als die Kategorie. Erstens die Saison: Juli und August sind die teuersten und vollsten Wochen des Jahres, Mai, Juni, September und Oktober kosten spürbar weniger bei ähnlichem Wetter, und im Winter schließt ein Teil der Häuser ganz. Zweitens das Auto: In die Altstadt kommst du damit nicht hinein, die Parkhäuser am Rand sind in der Hochsaison teuer, und viele Unterkünfte im Zentrum haben überhaupt keinen Stellplatz. Wer mit dem Wagen anreist, fährt mit einem Hotel in Lapad, Babin Kuk oder Gruž fast immer besser – und lässt den Schlüssel dort die meiste Zeit liegen.

Hotels in Dubrovnik

Alle 5 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Restaurants in Dubrovnik und was in Süddalmatien auf den Tisch kommt

Je näher an der Stradun, desto höher die Karte – und desto wichtiger, dass du weißt, welche Adressen den Aufschlag wert sind.

Ganz oben steht das Restaurant 360 mit seiner Terrasse auf der Stadtmauer über dem Alten Hafen, das als einziges Haus der Stadt einen Michelin-Stern führt und für das du weit im Voraus reservieren solltest. Klassisch elegant geht es im Nautika am Pile-Tor zu, dessen Terrassen auf die Festungen Lovrijenac und Bokar blicken und dessen Küche seit Jahrzehnten auf Fisch setzt. Das Fish Restaurant Proto in der Altstadt gibt es bereits seit 1886 und serviert im Obergeschoss unter einer Pergola; wer einfacher und traditioneller essen will, sitzt im familiengeführten Kopun an einer ruhigen Piazza, wo der namensgebende Kapaun auf der Karte steht.

Zwei Adressen fallen aus dem Rahmen und sind gerade deshalb beliebt. Lady Pi-Pi liegt am oberen Nordhang der Altstadt, kurz unter der Mauer, hat eine weinberankte Pergola, grillt Fleisch und Fisch über Holzkohle und nimmt traditionell keine Reservierungen an – wer dort essen will, kommt früh oder stellt sich an. Nishta in der Gasse Prijeko war das erste rein vegetarisch-vegane Restaurant der Altstadt und ist bis heute die verlässlichste Adresse, wenn Fisch und Lamm keine Option sind. In derselben Prijeko sprechen dich abends Kellner an, um dich hereinzuwinken; das ist meist ein Zeichen dafür, dass du woanders besser isst.

Regional heißt in Dubrovnik zuerst zelena menestra, ein langsam geschmorter Eintopf aus Kohl und geräuchertem Fleisch, den es außerhalb Süddalmatiens kaum gibt. Am Tag des Stadtpatrons kommen šporki makaruli auf den Tisch, Makkaroni mit einem lange gekochten Rindsragout. Dazu die Klassiker der Küste: crni rižot, das schwarze Risotto mit Tintenfisch, Muscheln oder Garnelen na buzaru in Weißwein, Knoblauch und Semmelbröseln, Fisch und Fleisch unter der Peka-Glocke, für die du meist einen Tag vorher bestellen musst. Zum Nachtisch rožata, ein Karamellpudding mit Rosenlikör, dazu kandierte Orangenschalen und Quittenpaste aus den alten Rezepten der Stadt.

Beim Getränk lohnt der Blick auf die Halbinsel Pelješac nördlich der Stadt: Aus der Traube Plavac Mali kommen von dort die kräftigen Roten Dingač und Postup, die an extrem steilen Südhängen über dem Meer wachsen. Weiß trinkt man Pošip von der Insel Korčula oder die alte Dubrovniker Malvasija, und aus der Bucht von Mali Ston kommen die Austern, die im Frühjahr am besten sind. Zwei praktische Hinweise: Kroatien zahlt seit Januar 2023 in Euro, Karten werden fast überall akzeptiert; und gegessen wird spät – vor 19 Uhr sitzt in den Konobas kaum jemand, dafür wird bis in den späten Abend serviert. Für alles mit Meerblick reservierst du in der Hochsaison besser mehrere Tage vorher.

Restaurants in Dubrovnik

Baden & Buchten

Strände und Badebuchten in und um Dubrovnik

Sand suchst du hier vergeblich – gebadet wird von Kieseln, Felsplatten und Betonstufen, und das Wasser ist dafür entsprechend klar.

Stadtmauer von Dubrovnik
Stadtmauer von Dubrovnik

Der bekannteste Stadtstrand ist Banje, ein Kieselstrand östlich des Ploče-Tors, von dem aus du beim Schwimmen zurück auf die Stadtmauer und hinüber nach Lokrum siehst. Er ist gut ausgestattet, im Sommer entsprechend voll, und ein Teil der Fläche gehört einem Strandclub mit Liegen gegen Gebühr; ein Stück daneben liegt der freie Bereich. Auf der Westseite, unterhalb der Festung Lovrijenac, versteckt sich die kleine Bucht Šulić an der Kolorina – wenig Platz, aber zwei Minuten vom Pile-Tor entfernt und am späten Nachmittag im Schatten des Felsens.

Die Dubrovniker Spezialität sind die Buža-Bars an der Südseite der Altstadt. Buža heißt Loch, und genau das ist der Zugang: eine Öffnung in der Stadtmauer, hinter der Tische, Bänke und Leitern auf den nackten Felsen über dem Meer geschraubt sind. Man springt oder klettert von dort direkt ins tiefe Wasser, trocknet mit einem Getränk in der Hand und schaut auf Lokrum hinüber. Handtuch und Badesachen gehören also auch bei einem reinen Stadttag in den Rucksack. Wer nicht springen mag, findet an der Porporela, dem Wellenbrecher am Alten Hafen, einen ruhigeren Einstieg über Betonstufen.

Weiter westlich wird es familientauglicher. In der Lapad-Bucht am Ende der Promenade läuft das Wasser flach über Kies ins Meer, es gibt Duschen, Bars und Platz zum Ballspielen. Auf Babin Kuk liegen die Buchten Copacabana und Cava, beide nach Nordwesten hin offen und damit am späten Nachmittag lange in der Sonne, und ein Küstenweg verbindet sie mit kleineren Felsplätzen dazwischen. Anspruchsvoller ist Sveti Jakov östlich der Stadt: Der Weg hinunter führt über eine lange Treppe, dafür ist die Bucht ruhiger und der Blick auf die Altstadt aus der Distanz einer der besten der Küste.

Der beste Badetag beginnt am Alten Hafen. Von dort setzt das Boot in einer Viertelstunde nach Lokrum über, wo du zwischen Felsplatten, Kiefernschatten und dem kleinen Salzwassersee Mrtvo more wählen kannst; das Nachmittagslicht auf den Klippen im Osten der Insel ist einen späten Rückweg wert, denn übernachten darf auf Lokrum niemand. Zur Wassertemperatur: Ab Juni liegt sie zuverlässig über 22 Grad, im August klettert sie in Richtung 25, und selbst im Oktober ist Baden für die meisten noch angenehm. Badeschuhe helfen überall – die Kiesel sind grob, und auf den Felsplatten liegen Seeigel.

Anreise & vor Ort

Anreise nach Dubrovnik und unterwegs in der Stadt

Dubrovnik liegt am äußersten Südzipfel Kroatiens, ans Ende einer langen Küstenstraße geklemmt – mit dem Flugzeug bist du in rund zwei Stunden da, mit dem Auto brauchst du einen ganzen Tag.

Der Flughafen Dubrovnik liegt bei Čilipi rund 20 Kilometer südöstlich der Stadt. In der Sommersaison fliegen mehrere deutsche Städte direkt an, außerhalb der Saison wird das Angebot dünn und du steigst in der Regel um. Vom Terminal fährt ein Flughafenbus abgestimmt auf die Ankünfte, und zwar zuerst zur Altstadt – die Haltestelle liegt beim Ploče-Tor an der Talstation der Seilbahn – und erst danach weiter zum Busbahnhof in Gruž, wo er endet. Steig also nicht zu spät aus, wenn du in der Altstadt wohnst. Taxis stehen ebenfalls bereit und kosten ein Vielfaches. Rechne für den Transfer je nach Verkehr rund eine halbe Stunde. Wer nach Lapad oder Babin Kuk will, bleibt bis zur Endstation in Gruž sitzen und nimmt von dort den Stadtbus.

Mit dem Auto ist die Fahrt lang, aber seit einigen Jahren einfacher: Die Autobahn A1 endet bei Ploče, danach folgst du der Küstenstraße, und seit der Eröffnung der Pelješac-Brücke im Juli 2022 musst du den bosnischen Korridor bei Neum nicht mehr durchqueren – die Grenzkontrollen auf dieser Strecke entfallen damit. Kroatien gehört seit Januar 2023 zum Schengenraum und zur Eurozone, Passkontrollen an der slowenischen und ungarischen Grenze gibt es nicht mehr. In der Saison fahren außerdem Fähren von Bari in Italien herüber. Beachte die Mautpflicht auf der A1 und die in Kroatien konsequent kontrollierte Null-Promille-Regel für junge Fahrer.

In der Stadt selbst brauchst du das Auto nicht. Die Altstadt ist autofrei, und alles innerhalb der Mauern erreichst du zu Fuß. Nach draußen fahren die Busse der Libertas, deren Linien fast alle über den Platz am Pile-Tor laufen – nach Gruž, Lapad und Babin Kuk. Tickets sind am Kiosk günstiger als beim Fahrer, und in der Hochsaison sind die Busse Richtung Lapad am späten Nachmittag voll. Parken ist das eigentliche Problem: Die Garagen und Flächen am Rand der Altstadt sind im Sommer teuer und schnell belegt, weshalb sich ein Quartier mit eigenem Stellplatz außerhalb doppelt rechnet.

Zwei Dinge zur Planung. Erstens die Kreuzfahrtschiffe: Sie legen in Gruž an, und ihre Passagiere sind meist zwischen dem späten Vormittag und dem Nachmittag in der Altstadt unterwegs. Die Stadt hat die Zahl der gleichzeitig anlegenden Schiffe inzwischen begrenzt, spürbar bleibt der Rhythmus trotzdem – wer morgens früh und ab dem späten Nachmittag in den Gassen unterwegs ist, erlebt eine andere Stadt. Zweitens die Topografie: Dubrovnik besteht aus Treppen, drinnen wie draußen. Feste Schuhe sind kein Zubehör, sondern Voraussetzung, und wer schlecht zu Fuß ist, plant Seilbahn, Boot und Bus bewusst als Ersatz für Steigungen ein.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Ausflüge & Inseln

Ausflüge ab Dubrovnik nach Lokrum, Ston und auf die Elaphiten

Vom Alten Hafen und vom Kai in Gruž legen jeden Morgen Boote ab, und die halbe Küste Süddalmatiens liegt damit im Tagesausflug.

Insel Lokrum
Insel Lokrum

Der kürzeste Ausflug ist auch der beliebteste: Lokrum liegt keinen Kilometer vor der Altstadt, das Boot vom Alten Hafen braucht rund eine Viertelstunde, und die Verbindung läuft in der warmen Jahreshälfte regelmäßig. Auf der Insel findest du die Ruinen eines Benediktinerklosters, einen botanischen Garten mit frei laufenden Pfauen, das kleine Salzwasserbecken Mrtvo more und Felsbuchten zum Schwimmen. Von der alten Festung Fort Royal auf der Kuppe blickst du über die Meerenge zurück auf die Stadt. Übernachten darf hier niemand, das letzte Boot ist verbindlich – und wer die Legende vom Fluch der vertriebenen Mönche hört, versteht, warum darum so viel Aufhebens gemacht wird.

Nordwestlich vor der Küste liegen die Elaphiten, eine Kette kleiner Inseln, auf denen der Autoverkehr weitgehend fehlt. Koločep ist die nächste, Lopud hat mit Šunj eine der wenigen echten Sandbuchten der Gegend und einen verlassenen Klosterbau über dem Hafen, Šipan ist die größte und die stillste mit Olivenhainen und alten Sommerhäusern des Dubrovniker Adels. Von Gruž fahren Linienschiffe hinüber, dazu gibt es geführte Bootstouren, die drei Inseln an einem Tag verbinden. Weiter draußen liegt Mljet, dessen Westen Nationalpark ist – zwei durch einen schmalen Kanal mit dem Meer verbundene Salzseen, dazwischen ein Inselchen mit Benediktinerkloster.

Nach Norden führt der Weg auf die Halbinsel Pelješac. In Ston, gut eine Stunde entfernt, zieht sich eine mittelalterliche Verteidigungsmauer über rund fünf Kilometer den Hügelkamm hinauf – nach Dubrovniks Ring die zweite große Mauerleistung der Republik, gebaut, um die Salzgärten zu schützen. Diese Salinen arbeiten bis heute nach demselben Verfahren, und in der Bucht von Mali Ston wachsen die Austern, die man dort frisch vom Boot isst. Weiter draußen auf der Halbinsel liegen die steilen Weinberge von Dingač und Postup. Auf halbem Weg lohnt der Halt im Arboretum von Trsteno, einem Renaissance-Garten aus dem 15. Jahrhundert mit Neptunbrunnen und mächtigen Platanen.

Nach Süden wird es schnell international. Cavtat, rund 20 Kilometer entfernt und im Sommer per Boot erreichbar, ist ein ruhiger Küstenort mit Uferpromenade, dem Geburtshaus des Malers Vlaho Bukovac und dem Mausoleum der Familie Račić von Ivan Meštrović auf dem Friedhofshügel. Dahinter beginnt das Konavle-Tal mit Weinbauern, Wassermühlen und einer eigenen Trachtenstickerei. Ein Tagesausflug in die Bucht von Kotor in Montenegro dauert hin und zurück gut acht Stunden, ein zweiter nach Mostar in Bosnien-Herzegowina noch etwas länger. Für beide brauchst du deinen Ausweis – und Geduld an der Grenze, die sich im Hochsommer über Stunden ziehen kann.

Drehorte & Festivalsommer

Game-of-Thrones-Drehorte und der Sommer auf Dubrovniks Bühnen

Ein Teil der Besucher kommt wegen einer Serie, die hier King's Landing gebaut hat – und findet dabei Orte, die auch ohne Fernsehen die besten der Stadt sind.

Stradun (Placa)
Stradun (Placa)

Die Altstadt diente über mehrere Staffeln als Kulisse der Hauptstadt der Sieben Königslande, und die wichtigsten Schauplätze liegen nah beieinander. Die Festung Lovrijenac stand für den Roten Bergfried, die breite Barocktreppe zur Jesuitenkirche für den Bußgang durch die Stadt, der Turm Minčeta für das Haus der Unsterblichen in Qarth, und die kleine Bucht Kolorina unterhalb des Pile-Tors spielte den Hafen. Auch Lokrum kam als Garten von Qarth vor, und im Besucherzentrum der Insel steht ein nachgebauter Eiserner Thron zum Fotografieren. Das Arboretum von Trsteno nordwestlich der Stadt lieferte die Gärten des Königshofs. Später drehte auch eine Star-Wars-Episode in denselben Gassen.

Führungen dazu gibt es reichlich, meist starten sie am Pile-Tor und dauern rund anderthalb bis zwei Stunden. Sie lohnen vor allem, wenn dich die Trickarbeit interessiert – die Guides zeigen Standbilder an genau der Stelle, an der gedreht wurde, und erklären, welche Teile digital ergänzt wurden. Wer die Serie nie gesehen hat, verpasst nichts: Alle genannten Orte lassen sich auch ohne Begleitung ablaufen, und Lovrijenac, Minčeta und Trsteno stehen ohnehin auf jeder vernünftigen Liste. Eine Warnung an heißen Tagen: Die Jesuitentreppe liegt mittags in der vollen Sonne, und dort staut sich der Andrang mehr als anderswo.

Der eigentliche Höhepunkt des Dubrovniker Jahres ist aber kein Filmthema, sondern die Sommerfestspiele, die seit 1950 stattfinden und traditionell vom 10. Juli bis 25. August laufen. Gespielt wird ohne festes Haus: im Innenhof des Rektorenpalasts, auf den Bastionen, in Klöstern und Kirchen und vor allem in Lovrijenac, wo seit Jahrzehnten Shakespeares Hamlet über den Felsen geht. Dazu kommen Konzerte, Tanz und Lesungen. Wenn du im Juli oder August anreist, lohnt der Blick ins Programm, bevor du deine Abende verplanst – und die Reservierung im Restaurant an einem Vorstellungsabend rechtzeitig.

Im Winter zeigt die Stadt ihre andere Seite. Am 3. Februar feiert Dubrovnik das Fest des Stadtpatrons Sveti Vlaho, ein Termin, der seit Jahrhunderten begangen wird und auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes steht: Prozession durch die Stadt, Reliquien aus der Schatzkammer der Kathedrale, Trachten aus den umliegenden Dörfern und Fahnen aller Gemeinden. Rundherum liegt der Karneval, im Dezember steht auf der Stradun ein Adventsmarkt. In diesen Wochen ist die Altstadt fast leer von Reisenden, ein Teil der Hotels und Restaurants aber geschlossen – prüfe also vorher, was tatsächlich offen hat.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Dubrovnik – und welches zu dir passt

Altstadt (Stari Grad)Altstadt (Stari Grad)Das ummauerte Rechteck ist seit 1979 UNESCO-Welterbe und komplett autofrei. Stradun, Rektorenpalast, Kathedrale, Klöster und die drei Mauerzugänge liegen alle in Gehweite, und am frühen Morgen, bevor die ersten Schiffsgäste kommen, gehören die Gassen fast nur den Übernachtungsgästen.Ideal für: Sehenswürdigkeiten zu Fuß1–2 TagePilePileDie Schwelle zur Altstadt im Westen: Am Brsalje-Platz laufen die Buslinien zusammen, dahinter beginnt der Hauptzugang zur Stadtmauer. Über der Bucht Kolorina steht die Festung Lovrijenac auf ihrem 37 Meter hohen Felsen, und der Weg ins Zentrum dauert zwei Minuten.Ideal für: Kürzester Weg zur Mauer½ TagPločePločeÖstlich der Mauer klettern terrassierte Gärten, alte Villen und die besten Hotels der Stadt den Hang hinauf. Unten liegt der Kieselstrand Banje mit dem bekanntesten Blick zurück auf die Altstadt, und vom Ploče-Tor führt ein zweiter Zugang auf die Stadtmauer.Ideal für: Hotels mit Blick½ TagGružGružDubrovniks Arbeitshafen an einer schmalen Bucht, zwei Kilometer nordwestlich der Altstadt. Fähren, Katamarane und Kreuzfahrtschiffe legen hier an, der Fernbusbahnhof liegt nebenan, und morgens öffnet am Kai der Markt mit Obst, Gemüse, Öl und Fisch zu normalen Preisen.Ideal für: Fähren & Alltag½ TagLapadLapadDie grüne, entspannte Seite der Stadt auf einer bewaldeten Halbinsel westlich der Mauern. Durch das Viertel zieht die Fußgängerpromenade Šetalište kralja Zvonimira mit Cafés und Konobas bis hinunter zur Lapad-Bucht, wo das Wasser flach über Kies ins Meer läuft.Ideal für: Baden & längere Aufenthalte1–2 TageBabin KukBabin KukDie nordwestliche Spitze der Lapad-Halbinsel ist fast rundum von Kiefernwald und Meer umgeben. Zwischen den großen Ferienhotels liegen Buchten wie Copacabana und Cava, und ein Küstenweg führt einmal um die Landzunge – die ruhigste Basis für Familien mit Badeplänen.Ideal für: Familien & Resorts2–3 Tage
Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Dubrovnik im Jahreslauf

Zwischen Mai und Oktober liegt in Dubrovnik ein halbes Jahr Badewetter – die Frage ist nur, ob du dabei auf der Mauer schwitzen oder spazieren gehen willst.

Dubrovnik hat ein ausgeprägt mediterranes Klima mit heißen, sehr trockenen Sommern und milden, dafür regenreichen Wintern – die Stadt gehört zu den sonnenreichsten Orten der Adria und bekommt den größten Teil ihres Niederschlags zwischen November und Februar. Entscheidend für die Reiseplanung ist weniger die Temperatur als die Kombination aus Hitze und Andrang: Im Juli und August steht die Sonne hoch über dem hellen Kalkstein, und die Altstadt heizt sich zwischen den Mauern spürbar auf. Zwei Winde prägen das Wetter: die kalte, trockene Bura aus Nordost, die den Himmel klar fegt, und der feuchte Jugo aus Südost, der Wolken, Wellen und Regen bringt.

Jan12°6°mild, regenreich, halb geschlossen
Feb12°6°Fest des Sveti Vlaho am 3.
Mär15°8°erste warme Tage, leere Gassen
Apr18°11°grün, Wandern und Stadt
Mai23°15°warm, Meer wird badetauglich
Jun27°19°lange Tage, Wasser über 22 Grad
Jul30°22°heiß, Festspiele, Hochsaison
Aug30°22°heißester Monat, sehr voll
Sep26°19°warmes Meer, ruhigere Stadt
Okt21°15°Baden noch möglich, gutes Licht
Nov17°11°nass, Saisonende
Dez13°8°Advent auf der Stradun

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Dubrovnik sind Mai, Juni, September und Oktober. Dann liegen die Höchstwerte zwischen 21 und 27 Grad, das Meer hat ab Juni verlässlich über 22 Grad und hält die Wärme bis in den Oktober, und der Stadtmauer-Rundgang ist ohne Hitzestau zu schaffen. Juli und August sind heiß und die vollste Zeit des Jahres – wer dann kommt, verlegt Mauer und Altstadt konsequent auf den frühen Morgen und den Abend. April und November sind gute Städtemonate ohne Baden, und der Winter gehört denen, die die Gassen leer erleben wollen und mit geschlossenen Häusern leben können.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Dubrovnik

Wie lange dauert der Stadtmauer-Rundgang in Dubrovnik?
Für die rund 1.940 Meter solltest du je nach Fotostopps eineinhalb bis zwei Stunden einplanen. Gegangen wird nur in eine Richtung, Zugänge gibt es beim Pile-Tor, bei der Kirche Sveti Luka nahe dem Ploče-Tor und beim Schifffahrtsmuseum am Hafen. Das Ticket gilt zugleich für die Festung Lovrijenac. Oben gibt es kaum Schatten – nimm Wasser mit und geh zur Öffnung oder in den letzten beiden Stunden.
Wie viele Tage sollte man für Dubrovnik einplanen?
Zwei Tage decken die Altstadt gut ab: der erste für Stadtmauer, Stradun, Rektorenpalast und Kathedrale, der zweite für die Seilbahn auf den Srđ und ein Bad auf Lokrum. Ein dritter Tag lohnt für einen Ausflug – Ston mit Mauer und Austernbänken, die Elaphiten oder Cavtat und das Konavle-Tal. Wer den Nationalpark auf Mljet anhängen will, plant dafür einen kompletten weiteren Tag ein.
In welchem Viertel wohnt man in Dubrovnik am besten?
Innerhalb der Mauern wohnst du mitten im Geschehen, trägst dein Gepäck aber über Treppen und hörst abends die Bars. Ploče im Osten und Pile im Westen liegen wenige Minuten vom Tor entfernt und sind der beste Kompromiss. Lapad und Babin Kuk bieten Kiefernwald, Buchten und mehr Platz fürs Geld, dafür brauchst du den Bus. Gruž ist die praktische Wahl für Fähren, Busbahnhof und normale Preise.
Wie kommt man vom Flughafen Dubrovnik in die Stadt?
Der Flughafen liegt bei Čilipi rund 20 Kilometer südöstlich. Ein Flughafenbus fährt abgestimmt auf die Ankünfte zuerst zur Altstadt-Haltestelle beim Ploče-Tor an der Talstation der Seilbahn und danach weiter zum Busbahnhof in Gruž, wo er endet; rechne je nach Verkehr mit etwa einer halben Stunde. Taxis stehen ebenfalls bereit, kosten aber deutlich mehr. Wer nach Lapad oder Babin Kuk will, fährt bis Gruž durch und nimmt von dort einen Stadtbus der Libertas.
Kann man in Dubrovnik baden und wo?
Ja, und zwar mitten in der Stadt. Banje östlich des Ploče-Tors ist der bekannteste Kieselstrand mit Blick zurück auf die Mauer, die Buža-Bars an der Südseite steigen über Leitern direkt vom Fels ins Wasser. Familientauglicher sind die Lapad-Bucht sowie Copacabana und Cava auf Babin Kuk. Sand gibt es kaum – Badeschuhe sind wegen der groben Kiesel und der Seeigel sinnvoll.
Was isst man in Dubrovnik typischerweise?
Süddalmatinisch heißt zelena menestra, ein Eintopf aus Kohl und geräuchertem Fleisch, dazu šporki makaruli mit langsam gekochtem Rindsragout am Patronatstag. An der Küste kommen crni rižot mit Tintenfisch, Muscheln oder Garnelen na buzaru und Gerichte unter der Peka-Glocke auf den Tisch, für die du oft einen Tag vorher bestellen musst. Zum Nachtisch rožata, ein Karamellpudding mit Rosenlikör.
Welcher Wein passt zu Dubrovnik?
Die Weine der Region kommen von der Halbinsel Pelješac nördlich der Stadt: Dingač und Postup aus der Traube Plavac Mali wachsen dort an sehr steilen Südhängen über dem Meer und sind kräftig und dunkel. Weiß trinkt man Pošip von der Insel Korčula oder die alte Dubrovniker Malvasija. Dazu passen die Austern aus der Bucht von Mali Ston, die im Frühjahr am besten sind.
Lohnt sich ein Ausflug auf die Insel Lokrum?
Sehr, gerade als Gegenprogramm zur aufgeheizten Altstadt. Das Boot vom Alten Hafen braucht etwa eine Viertelstunde, drüben findest du Kiefernschatten, Felsbuchten, einen botanischen Garten mit Pfauen, das Salzwasserbecken Mrtvo more und die Ruinen eines Benediktinerklosters. Nimm Badesachen und Proviant mit – und beachte die Abfahrt des letzten Boots, denn übernachten darf auf Lokrum niemand.
Wann sind die Kreuzfahrtgäste in der Altstadt unterwegs?
Die Schiffe legen in Gruž an, ihre Passagiere sind meist zwischen dem späten Vormittag und dem Nachmittag in der Altstadt. Die Stadt hat die Zahl der gleichzeitig anlegenden Schiffe begrenzt, spürbar bleibt der Rhythmus trotzdem. Wer die Stadtmauer zur Öffnung geht, mittags ans Wasser wechselt und ab dem späten Nachmittag zurückkommt, erlebt die Gassen deutlich ruhiger.
Braucht man in Dubrovnik ein Auto?
In der Stadt nicht – die Altstadt ist autofrei, und die Busse der Libertas verbinden Pile mit Gruž, Lapad und Babin Kuk. Ein Mietwagen lohnt nur für Ausflüge nach Ston, auf die Halbinsel Pelješac oder ins Konavle-Tal. Parken ist im Sommer teuer und knapp, viele Unterkünfte im Zentrum haben keinen Stellplatz. Wer mit dem Auto anreist, sucht sich besser ein Quartier außerhalb der Mauern.
Womit bezahlt man in Dubrovnik?
Kroatien gehört seit Januar 2023 zur Eurozone, du zahlst also mit Euro und brauchst kein Bargeld zu wechseln. Karten werden in Hotels, Restaurants und Geschäften fast überall akzeptiert, in kleinen Konobas und auf dem Markt in Gruž ist etwas Bargeld trotzdem praktisch. Seit demselben Zeitpunkt gehört das Land auch zum Schengenraum, Passkontrollen an den EU-Binnengrenzen entfallen.
Wo sind die Game-of-Thrones-Drehorte in Dubrovnik?
Sie liegen fast alle in Gehweite: die Festung Lovrijenac als Roter Bergfried, die Barocktreppe zur Jesuitenkirche als Schauplatz des Bußgangs, der Turm Minčeta als Haus der Unsterblichen und die Bucht Kolorina unterhalb des Pile-Tors als Hafen. Dazu kommen Lokrum mit nachgebautem Thron im Besucherzentrum und das Arboretum Trsteno nordwestlich der Stadt für die Gärten.
Ist Dubrovnik teuer?
Innerhalb der Mauern ja – Restaurants, Eintritte und Unterkünfte liegen im Sommer klar über dem kroatischen Durchschnitt, und die Adressen an der Stradun berechnen ihre Lage mit. Günstiger wird es sofort ein paar hundert Meter weiter, etwa in Gruž oder Lapad. Der größte Hebel ist der Reisezeitpunkt: Mai, Juni, September und Oktober kosten bei ähnlichem Wetter spürbar weniger als Juli und August.
Wann ist die beste Reisezeit für Dubrovnik?
Mai, Juni, September und Oktober mit Höchstwerten zwischen 21 und 27 Grad. Ab Juni hat das Meer verlässlich über 22 Grad und hält die Wärme bis in den Oktober, gleichzeitig ist der Stadtmauer-Rundgang ohne Hitzestau machbar. Juli und August sind heiß und voll, im Winter ist die Stadt leer, ein Teil der Hotels und Restaurants aber geschlossen.

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DubrovnikKnapp zwei Kilometer Wehrmauer umschließen eine Stadt aus poliertem Kalkstein, und von oben liegen die roten Dächer so dicht beieinander, dass die Gassen dazwischen kaum zu erkennen sind.

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