Dubrovnik Sehenswürdigkeiten – Stadtmauer, Stradun und Srđ
Wenn um acht Uhr das Pile-Tor öffnet, liegt der Stradun noch im Schatten und du hörst deine eigenen Schritte auf dem blank polierten Kalkstein.
Der Rundgang auf der Stadtmauer ist der erste Programmpunkt, und zwar früh: Rund zwei Kilometer führt der Weg oben auf der Mauer einmal um die Altstadt, vorbei an Türmen und Bastionen, mit ständig wechselndem Blick auf das Meer aus roten Ziegeldächern und die offene Adria dahinter. Es gibt nur wenige Treppenaufgänge und kaum Schatten – geh direkt nach der Öffnung oder in der letzten Stunde vor Sonnenuntergang, nimm Wasser mit und plane gut anderthalb Stunden ein. Das Ticket gilt für den kompletten Rundweg samt der vorgelagerten Festung Lovrijenac.
Unten teilt der Stradun, auch Placa genannt, die Altstadt schnurgerade vom Pile-Tor bis zum Uhrturm. Der Kalkstein ist von Jahrhunderten Fußverkehr spiegelglatt geschliffen. Am westlichen Ende sprudelt der große Onofrio-Brunnen aus dem 15. Jahrhundert, gegenüber steht das Franziskanerkloster mit einer der ältesten noch arbeitenden Apotheken Europas. Von der Hauptachse zweigen enge Treppengassen nach beiden Seiten ab – dort, abseits des Stroms, findest du die kleinen Bars und Konobas, in denen abends die Einheimischen sitzen.
Für den Überblick fährst du mit der Seilbahn auf den Hausberg Srđ, 412 Meter über der Stadt. Von der Bergstation blickst du senkrecht auf die ummauerte Altstadt, auf die Insel Lokrum davor und an klaren Tagen bis zu den Elaphiten und der Halbinsel Pelješac. Am schönsten ist die Fahrt zum Sonnenuntergang; wer sparen will, wandert den Serpentinenweg hinauf. Oben erinnert ein Museum an die Belagerung Dubrovniks in den Neunzigern – ein Teil der Stadtgeschichte, den die glatten Fassaden unten nicht mehr zeigen.
Plane einen Ausflug per Boot auf die Insel Lokrum ein, nur ein paar Bootsminuten vom alten Hafen entfernt: ein Naturreservat mit Pinien, einem alten Benediktinerkloster, einem kleinen Salzsee zum Baden und frei laufenden Pfauen. Wer Game of Thrones kennt, erkennt in Dubrovnik King's Landing wieder – die Treppe der Jesuitenkirche, die Gassen, die Festung Lovrijenac dienten als Kulisse. Für die Altstadt selbst gilt: Kreuzfahrtschiffe spucken vormittags Tausende Tagesgäste aus, also leg die Mauer und die Gassen auf den frühen Morgen oder den späten Nachmittag.















