Region · Kroatien

Norddalmatien

Rund um Zadar und Šibenik reihen sich drei Nationalparks – Krka, Kornaten und die Plitvicer Seen –, kilometerlange Kalksteinküste und ein Insellabyrinth aneinander, das man am besten vom Boot aus versteht.

2 Städte15 Sehenswürdigkeiten10 Hotels
Überblick

Deine Norddalmatien auf einen Blick

Beste Zeit
Mai–Juni & September für Nationalpark-Wanderungen und Bootstouren ohne Hochsaison-Andrang
Gut für
Nationalparks (Krka, Kornaten), Segeln, Aktiv- und Naturreisen, Kultur in Zadar & Šibenik
Anreise
Flughafen Zadar; per Auto über die Küstenautobahn A1 gut angebunden
UNESCO-Welterbe
Kathedrale Šibenik, Altstadt Zadar
Bekannt für
Meeresorgel, Insel Pag, Sonnenuntergänge
Basis
Zadar oder Šibenik als Ausgangspunkt; Skradin als Tor zum Krka-Park
Die Region

Was Norddalmatien ausmacht

Norddalmatien ist das Land der Nationalparks: Rund um Zadar und Šibenik liegen die terrassierten Kaskaden der Krka, das karge Insellabyrinth der Kornaten und in gut anderthalb Autostunden die Plitvicer Seen im Landesinneren. Zadar mischt römisches Forum, das runde Kirchlein des Heiligen Donatus und zwei moderne Installationen am Kai – die Meeresorgel und den Sonnengruß, an denen Alfred Hitchcock den schönsten Sonnenuntergang der Welt gesehen haben wollte. Šibenik krönt seine Steinstadt mit der Jakobskathedrale, komplett aus Stein gefügt und UNESCO-Welterbe. Dazu die Mondlandschaft der Insel Pag mit ihrem Schafskäse, endlose Adria-Buchten und eine Küche aus gegrilltem Fisch, Pašticada und Pršut – eine Region, die man mit Auto und Fähre erschließt.

Reiseführer

Norddalmatien von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Irgendwo hinter der Maslenica-Brücke öffnet sich der Blick auf die Adria, und plötzlich liegen die Inseln wie hingestreute Steine im Wasser. Norddalmatien beginnt nicht an einem Ortsschild, sondern in dem Moment, in dem du von der Autobahn abfährst, das Fenster runterkurbelst und dir Wind entgegenschlägt, der nach Salz, trockenem Salbei und heißem Kalkstein riecht. Rund um Zadar und Šibenik warten drei Nationalparks – Krka, Kornaten und die Plitvicer Seen – und dazwischen viel Küste, die niemand eilig durchqueren sollte.

Zadar

Zadar Sehenswürdigkeiten – Altstadt, Meeresorgel und Sonnengruß

Gegen halb neun morgens liegt das römische Forum noch im Schatten der Mauern, und du hörst deine eigenen Schritte auf den blank getretenen Steinplatten.

Zadars Altstadt sitzt auf einer schmalen Halbinsel, rundum vom Meer und den venezianischen Mauern umschlossen – in einer guten Stunde läufst du sie ab. Das römische Forum aus der Zeit von Kaiser Augustus bildet den offenen Kern, und mittendrin steht die Rundkirche des Heiligen Donatus aus dem 9. Jahrhundert, ein wuchtiger vorromanischer Zylinder aus Stein, dessen Fundamente teils aus antiken Spolien bestehen. Wegen ihrer Akustik finden hier im Sommer Konzerte für Alte Musik statt. Nebenan lohnt der Aufstieg auf den Glockenturm der Kathedrale Sveta Stošija für den Blick über die Dächer bis zu den vorgelagerten Inseln.

Der eigentliche Grund, warum man abends nicht mehr aus Zadar wegkommt, liegt an der Westspitze der Halbinsel: die Meeresorgel des Architekten Nikola Bašić, eröffnet 2005. Unter den breiten Marmorstufen, die zum Wasser hinabführen, stecken Röhren unterschiedlicher Länge – drückt eine Welle Luft hindurch, entstehen tiefe, nie ganz gleiche Orgeltöne. Setz dich einfach auf die Stufen und hör zu; je nach Seegang klingt es mal wie ein Atmen, mal wie ein ganzes Ensemble. Direkt daneben liegt der Sonnengruß, eine kreisrunde Solarfläche im Boden, die tagsüber Strom sammelt und ihn nach Sonnenuntergang in ein Lichtspiel verwandelt.

Zadar ist zudem die Stadt des Maraschino, eines klaren Kirschlikörs aus den Marasca-Kirschen der Umgebung, den die Traditionsbrennerei Maraska seit dem 19. Jahrhundert herstellt – ein kleines Fläschchen macht sich als Mitbringsel besser als jeder Kühlschrankmagnet. Wer Zeit hat, nimmt die Fähre oder das Ausflugsboot zu den nahen Inseln Ugljan und Dugi otok, wo im Naturpark Telašćica steile Klippen ins offene Meer abfallen und der Salzsee Mir warmes, salziges Badewasser bietet. Für die Sehenswürdigkeiten der Altstadt selbst brauchst du kein Auto – park es außerhalb und geh zu Fuß über die Fußgängerbrücke ins Zentrum.

Zwanzig Fahrminuten nördlich lohnt ein Abstecher nach Nin, dem ältesten kroatischen Königsstädtchen, das auf einer winzigen Insel in einer Lagune liegt. Hier steht die Heilig-Kreuz-Kirche aus dem 9. Jahrhundert, oft als kleinste Kathedrale der Welt bezeichnet, und ringsum breiten sich die einzigen wirklich sandigen Strände der Region aus – die Kraljičina plaža, die Königinnenstrand-Bucht, fällt so flach ab, dass Kinder hier weit hinauslaufen können. Nebenan liegt der graue Heilschlamm der Lagune, den man sich traditionell gegen Gelenkschmerzen aufträgt.

Sehenswürdigkeiten in Norddalmatien

Alle 15 Sehenswürdigkeiten
Šibenik

Šibenik und die Kathedrale des Heiligen Jakob

Vom Wasser aus wirkt Šibenik wie eine steinerne Tribüne, in der Haus über Haus vom Hafen den Hang hinaufklettert und ganz oben vier Festungen Wache halten.

Šibenik und die Kathedrale des Heiligen Jakob
Šibenik

Šibenik fällt aus der Reihe der dalmatinischen Küstenstädte: Es wurde nicht von Griechen oder Römern gegründet, sondern von Kroaten, und taucht 1066 erstmals in einer Urkunde von König Petar Krešimir IV. auf. Entsprechend eng und labyrinthisch sind die Gassen, die sich vom Kai über Treppen und Torbögen den Hang hinaufwinden. Ein Auto lässt du besser in den Parkhäusern am Hafen – oben in der Altstadt kommst du ohnehin nur zu Fuß voran. Wer sich treiben lässt, landet irgendwann auf einer der kleinen Terrassen, auf denen Cafés zwischen den Steinhäusern kleben.

Das Herzstück ist die Kathedrale des Heiligen Jakob, seit 2000 UNESCO-Welterbe und eines der ungewöhnlichsten Bauwerke der Adria: Über hundert Jahre, von 1431 bis 1535, wurde sie komplett aus Stein gefügt – ohne Mörtel, ohne Holz, ganz aus präzise ineinandergreifenden Platten aus Kalkstein und Marmor von Brač und Korčula. Baumeister Juraj Dalmatinac ließ außen einen Fries aus 71 gemeißelten Köpfen umlaufen, echte Porträts von Bürgern seiner Zeit, jedes mit eigenem Gesichtsausdruck. Die Kuppel und das Tonnengewölbe aus Steinplatten galten damals als technische Meisterleistung.

Über der Stadt thronen vier Festungen, von denen sich zwei besuchen lassen. Die Festung des Heiligen Michael (Tvrđava sv. Mihovila) ist heute eine Open-Air-Bühne mit Steinrängen über dem offenen Meer – im Sommer spielen hier abends Konzerte, und der Blick reicht bis zu den vorgelagerten Inseln. Höher liegt die Barone-Festung mit Café und weiter Aussicht. Unten am Kanaleingang, wo die Krka ins Meer mündet, bewacht die Festung des Heiligen Nikolaus die Einfahrt – ein venezianisches Seebollwerk aus dem 16. Jahrhundert, das seit 2017 gemeinsam mit anderen Verteidigungsanlagen der Serenissima zum UNESCO-Welterbe zählt und sich am besten vom Boot aus zeigt.

Šibenik ist außerdem der praktischste Ausgangspunkt für die Krka-Wasserfälle und für Bootstouren in die Kornaten. Rund um die Stadt wächst der kräftige Rotwein Babić, den die Weinberge von Primošten auf reinem Karstboden hervorbringen – die von Steinmauern umrahmten Rebparzellen dort sind so markant, dass ihr Muster als Motiv im Foyer der UNO in New York hängen soll. Ein Glas Babić zu gegrilltem Fisch am Abend an der Riva, während die Fähren aus dem Kanal auslaufen, ist das ehrlichste Šibenik-Erlebnis.

Krka-Nationalpark

Krka Wasserfälle im Nationalpark erleben

Schon bevor du den ersten Wasserfall siehst, hörst du ihn – ein gleichmäßiges Rauschen, das durch den Auwald über die Holzstege trägt.

Der Nationalpark Krka schützt den Unterlauf des gleichnamigen Flusses, der sich auf seinem Weg zum Meer über sieben Kalksinter-Barrieren stürzt. Das Aushängeschild ist Skradinski buk, eine breite Kaskadentreppe, über die das Wasser in Dutzenden Armen fällt und sich in türkisen Becken sammelt. Ein Rundweg aus Holzstegen führt rund zwei Kilometer über und zwischen den Kaskaden hindurch, vorbei an alten Mühlen, in denen früher Getreide gemahlen und Tuch gewalkt wurde. Wichtig zu wissen: Das früher beliebte Baden unterhalb von Skradinski buk ist seit 2021 verboten – wer schwimmen will, plant das an der Küste ein, nicht im Park.

Es gibt zwei Haupteingänge, und die Wahl macht den Tag aus. Von Skradin aus fährst du mit einem im Ticket enthaltenen Nationalpark-Boot rund 25 Minuten flussaufwärts zu den Wasserfällen – die schönere, entspanntere Anreise übers Wasser. Vom Eingang Lozovac dagegen bringt dich ein Shuttlebus in wenigen Minuten hinunter zu den Stegen; das ist die schnellere Variante, wenn die Zeit knapp ist. Kauf die Zeitfenster-Tickets in der Hauptsaison online vorab, denn die Besucherzahl pro Stunde ist begrenzt, und an heißen Julitagen sind die Vormittagsslots früh vergeben.

Wer mehr Zeit mitbringt, fährt weiter flussaufwärts. Von Skradinski buk setzt in der Saison ein Ausflugsboot zur winzigen Insel Visovac über, auf der seit dem 15. Jahrhundert ein Franziskanerkloster steht, umgeben von Wasser und Zypressen – eine stille Szene mitten im Nationalpark. Noch weiter oben liegt der zweite große Wasserfall Roški slap, breiter und flacher als Skradinski buk, mit einem Kranz kleiner Kaskaden, den Einheimische die Halskette nennen. Dort ist es deutlich ruhiger, weil die meisten Tagesbesucher gar nicht so weit kommen.

Komm früh oder spät: Zwischen 11 und 15 Uhr staut sich der Besucherstrom auf den Stegen, die stellenweise nur einen Meter breit sind, und im Hochsommer steht die Hitze über dem Auwald. Öffnungszeit am Morgen oder die letzten zwei Stunden vor Kassenschluss sind deutlich angenehmer, das Licht fällt dann weicher durch die Bäume. Festes Schuhwerk lohnt, die Holzbohlen werden von der Gischt glitschig. Und plane den Krka-Besuch nicht auf denselben Tag wie die Plitvicer Seen – beides an einem Tag wird zur Hetzjagd, und beide verdienen mehr als ein schnelles Foto.

Aktivitäten & Touren in Norddalmatien

Alle 10 Aktivitäten
Plitvicer Seen

Nationalpark Plitvicer Seen als Tagesausflug

Sechzehn Seen liegen hier wie Stufen einer Treppe hintereinander, und wo einer in den nächsten überläuft, hängen Wasserfälle über den Rand.

Die Plitvicer Seen liegen streng genommen im Landesinneren, in der Region Lika, doch von Zadar aus erreichst du den ältesten und größten Nationalpark Kroatiens über die Autobahn in gut anderthalb bis zwei Stunden – nah genug für einen Tagesausflug, der sich lohnt. Seit 1979 stehen die Seen auf der UNESCO-Welterbeliste. Das Besondere ist ihre Entstehung: Kalkhaltiges Wasser lagert an Moosen und Algen ständig neuen Kalktuff ab, sodass die natürlichen Barrieren zwischen den Seen langsam weiterwachsen – eine Landschaft, die sich buchstäblich noch bildet.

Sechzehn größere Seen fallen in zwei Gruppen über insgesamt rund 130 Höhenmeter ab, verbunden durch unzählige Wasserfälle. Der höchste ist der Veliki slap mit etwa 78 Metern, der größte Wasserfall Kroatiens. Über kilometerlange Holzstege läufst du dicht am und über dem Wasser entlang, das je nach Lichteinfall und Mineralgehalt von Türkis über Smaragdgrün bis zu tiefem Blau changiert. Zwei kostenlose Transportmittel gehören zum Ticket: ein Elektroboot über den großen Kozjak-See und eine Panoramabahn, die dich zwischen den Rundweg-Abschnitten hin- und herbringt.

Für die Praxis heißt das: Die Tickets sind streng auf Zeitfenster kontingentiert und in der Hauptsaison oft Tage im Voraus ausverkauft – buche unbedingt vorab über die offizielle Park-Website und wähle den frühestmöglichen Einlass. Die klassischen Rundwege dauern je nach Variante drei bis sechs Stunden; feste Schuhe sind Pflicht, die Stege haben kein Geländer und werden bei Nässe rutschig. Vom Baden musst du dich hier ganz verabschieden: Im gesamten Park ist Schwimmen verboten, um die empfindlichen Kalktuff-Barrieren zu schützen.

Die beste Zeit für die Seen unterscheidet sich vom Küstensommer. Im Frühling führen die Wasserfälle nach der Schneeschmelze am meisten Wasser, im Oktober färbt sich der Buchen- und Ahornwald golden und rot und spiegelt sich in den Seen – beide Jahreszeiten sind fotogener und leerer als der Hochsommer, wenn sich die Massen über die schmalen Stege schieben. Da der Park höher liegt als die Küste, ist es hier stets ein paar Grad kühler; nimm im Frühjahr und Herbst eine Jacke mit, selbst wenn du am Meer im T-Shirt gestartet bist.

Kornaten

Kornaten – das Insellabyrinth der nördlichen Adria

Kaum hat das Boot die letzte bewohnte Insel hinter sich gelassen, wird das Wasser noch klarer und das Land nackter – nur weißer Fels, blaues Meer, kein Baum.

Kornaten – das Insellabyrinth der nördlichen Adria
Kornaten

Die Kornaten sind ein Archipel aus rund 150 Inseln, Inselchen und Riffen, von denen der Kern seit 1980 als Nationalpark geschützt ist. George Bernard Shaw soll über sie geschrieben haben, Gott habe am letzten Schöpfungstag die Kornaten aus Tränen, Sternen und Atem geformt – und tatsächlich wirkt die Szenerie unwirklich: kahle, kalkweiße Kuppen, überzogen von einem Netz aus niedrigen Trockensteinmauern, die Hirten über Generationen aufschichteten, dazwischen tiefblaue Kanäle. Fast niemand wohnt hier dauerhaft, es gibt weder Süßwasser noch Straßen.

Die spektakulärste Seite zeigt sich am offenen Meer: An der Außenkante fallen die sogenannten Kronen (krune) als steile Felswände bis zu 80 Meter senkrecht ins Wasser ab. Die höchste, an der Insel Klobučar, ist bei Kletterern und Bootsausflüglern gleichermaßen bekannt. Unter Wasser setzt sich das Relief fort, weshalb die Kornaten bei Tauchern hoch im Kurs stehen – allerdings nur mit lizenzierten Anbietern, da im Nationalpark strenge Regeln gelten. Segler wiederum schätzen das Revier als eines der schönsten der Adria, mit geschützten Ankerbuchten und wenigen Lichtern am Nachthimmel.

Ohne eigenes Boot kommst du am einfachsten mit einem Tagesausflug hin. Ausflugsboote starten von Zadar, Biograd na Moru, von der Insel Murter (dem klassischen Tor zu den Kornaten) und von Šibenik. Ein typischer Tag umfasst die Bootsfahrt durch die Inselwelt, einen Halt zum Schwimmen in einer Bucht, den Nationalpark-Eintritt und oft ein Fischessen an Bord oder in einer der einfachen Konoba-Tavernen, die auf einigen Inseln nur in der Saison öffnen. Rechne mit einem ganzen Tag – die Anfahrt allein dauert je nach Starthafen ein bis zwei Stunden.

Nimm ausreichend Wasser, Sonnenschutz und einen Hut mit, denn Schatten gibt es auf den Inseln so gut wie keinen, und die Reflexion des hellen Kalksteins verstärkt die Sonne zusätzlich. Wer schnorchelt, sollte wissen, dass das Wasser hier oft eine Sichtweite von über zwanzig Metern hat. Angeln, das Sammeln von Muscheln und das Übernachten an Land sind im Nationalpark verboten – die Kornaten sind zum Anschauen und Durchfahren da, nicht zum Bewirtschaften, und genau das macht ihren stillen Reiz aus.

Insel Pag

Insel Pag zwischen Mondlandschaft, Käse und Zrće

Über die Pag-Brücke fährst du in eine andere Welt, in der sich statt der eben noch grünen Pinien plötzlich nacktes graues Gestein bis zum Horizont breitet.

Pag hat eine der zerklüftetsten Küstenlinien der Adria und ein Gesicht, das man nicht vergisst. Die der Küste zugewandte Nordostseite ist eine karge Steinwüste – die Bora, der kalte Fallwind aus den Velebit-Bergen gegenüber, hat hier über Jahrtausende jede Erde weggefegt und trägt zugleich feines Meersalz über das Land. Zwischen den endlosen Trockensteinmauern grasen Schafe auf salzigen, von wildem Salbei durchsetzten Kräutern. Genau das gibt dem Paški sir, dem Käse von Pag, seinen unverwechselbar würzig-salzigen Geschmack – Kroatiens berühmtestem Käse, den du auf der ganzen Insel ab Hof kaufen kannst.

Erreichbar ist Pag auf zwei Wegen: Im Süden verbindet die Pag-Brücke die Insel ohne Fähre mit dem Festland nordöstlich von Zadar, im Norden pendelt die Fähre Prizna–Žigljen über die schmale Meerenge – die kürzere Verbindung, wenn du von Norden oder aus Richtung Rijeka kommst. Reserviere in der Hochsaison Zeit für Wartezeiten an der Fähre ein. Die Insel selbst ist lang und schmal, eine Fahrt von einem Ende zum anderen dauert länger, als die Karte vermuten lässt, weil die Straße vielen Buchten folgt.

Pag-Stadt, im 15. Jahrhundert planmäßig angelegt, lebt bis heute von zwei alten Handwerken: der Salzgewinnung in den weiten Salinen am Stadtrand und der Paška čipka, der Klöppelspitze, die als immaterielles Kulturerbe gilt und von älteren Frauen in den Gassen noch von Hand gefertigt wird. Ein paar Kilometer nördlich, bei Novalja, kippt die Stimmung ins Gegenteil: Der Kiesstrand Zrće ist Kroatiens bekanntester Partystrand, mit Freiluft-Clubs, die tagsüber Badebucht und nachts Festivalgelände sind. Beides liegt auf derselben Insel nur eine halbe Autostunde auseinander.

Kulinarisch bringt Pag außer dem Käse noch das Paška janjetina hervor, das Lamm der Insel, dessen Fleisch durch dieselben salzigen Kräuter einen eigenen Geschmack bekommt – traditionell unter der Peka gegart, einer Metallglocke, über die Glut geschichtet wird. Dazu ein einfacher Inselwein oder ein Glas des klaren Tresterbrands. Wer Ruhe sucht, findet sie an den Buchten der Südseite; wer Trubel will, fährt nach Zrće. Pag lässt beides zu, ohne dass sich das eine ums andere kümmert.

Rundreise & Route

Norddalmatien-Rundreise in einer Woche

Die Route für Norddalmatien passt auf einen Bierdeckel – Zadar als Basis im Norden, Šibenik im Süden und dazwischen die drei Nationalparks als Tagesziele.

In sieben bis zehn Tagen bekommst du Norddalmatien gut zusammen, ohne zu hetzen. Ein bewährter Rhythmus: zwei Nächte Zadar für Altstadt, Meeresorgel und einen Tagesausflug nach Nin, dann von hier aus die Plitvicer Seen als eigener Tagestrip ins Landesinnere. Danach ziehst du südwärts in den Raum Šibenik, von wo Krka-Nationalpark und Kornaten-Bootstour jeweils einen Tag füllen. Die Insel Pag hängst du am besten an den Anfang oder das Ende, je nachdem, ob du von Norden über die Fähre oder von Süden über die Brücke anreist. Wer zehn Tage hat, schiebt reine Strand- und Bummeltage dazwischen.

Wechsle nicht jede Nacht die Unterkunft. Zwei Standquartiere reichen für die ganze Region – eines im Raum Zadar, eines bei Šibenik oder im nahen Primošten – und von dort fährst du sternförmig zu den Zielen. Die Etappen bleiben kurz: Zadar nach Šibenik sind knapp 90 Kilometer über die Autobahn A1, gut eine Stunde. So packst du nur einmal um, und abends sitzt du wieder auf derselben Terrasse, statt den nächsten Check-in zu suchen. Gerade mit Kindern oder vollem Kofferraum ist das der Unterschied zwischen Urlaub und Umzugslogistik.

Die A1 ist die Lebensader der Strecke, eine gebührenpflichtige Autobahn – an den Mautstationen ziehst du beim Auffahren ein Ticket und zahlst beim Abfahren nach gefahrener Strecke, bar oder mit Karte. Halte für die Gebühr etwas Bargeld und die Karte griffbereit, und rechne an Sommerwochenenden, besonders samstags, mit Staus an den Mautstationen und rund um die Zubringer, wenn der Bettenwechsel ganz Mitteleuropa gleichzeitig an die Küste schiebt. Die alte Küstenstraße, die Jadranska magistrala, ist die langsamere, aber schönere Alternative mit Meerblick fast durchgehend.

Vom südlichen Standquartier aus liegt ein Ausflug über die Regionsgrenze näher, als die Karte vermuten lässt: Trogir mit seiner UNESCO-Altstadt und die Großstadt Split in Mitteldalmatien erreichst du von Šibenik in gut einer Stunde. Und wer die Kornaten vom Land aus ergänzen will, fährt über die Brücke auf die Insel Murter, das klassische Tor zum Archipel, wo abends die Ausflugsboote zurückkehren. So mischst du Nationalparks, Inseln und Städte, ohne täglich stundenlang zu fahren.

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Unterkünfte

Apartment, Ferienhaus oder Hotel in Norddalmatien

Abends um sieben, wenn die Steinmauern des Hauses noch die Tageshitze abstrahlen und im Hafen die letzten Boote festmachen, verstehst du, warum viele hier privat wohnen.

Das private Apartment ist die typische Unterkunft an der kroatischen Küste – die berühmten Sobe- und Apartmani-Schilder hängen an fast jedem Haus. Du mietest ein oder mehrere Zimmer mit eigener Küche und oft einer Terrasse, meist direkt von der Familie, die im selben Haus wohnt. Der Reiz: günstige Preise, ehrlicher Kontakt zu den Gastgebern und häufig ein Korb Feigen oder eine Flasche Hausschnaps zur Begrüßung. Der Preis dafür: keine Hotelservices, und die Qualität schwankt – lies die Bewertungen genau und achte auf die Lage, denn 'nahe am Strand' kann eine steile Viertelstunde bergab bedeuten.

Für Familien und Gruppen lohnt das Ferienhaus mit Pool, oft im Hinterland zwischen Zadar und Šibenik auf einem Grundstück mit Olivenbäumen. Der Vorteil gegenüber der Küste: mehr Platz, mehr Ruhe und ein eigener Pool, wenn das Meer für die tägliche Abkühlung zu weit ist. Der Haken ist derselbe wie überall am Mittelmeer – ohne Auto geht nichts, die guten Häuser für Juli und August sind früh vergeben, und viele vermieten in fixen Samstag-bis-Samstag-Wochen. Buche im Winter für den Sommer, dann hast du die Auswahl.

Klassische Hotels konzentrieren sich auf die größeren Resortzonen: rund um Zadar in den Ferienorten Petrčane und Zaton, bei Šibenik in Solaris und Vodice, dazu die große Ferienanlage bei Biograd na Moru. Hier bekommst du Pools, Strandzugang, Animation und Halbpension – praktisch mit kleinen Kindern oder wenn du nicht selbst kochen willst. Wer dagegen Stadt und Kultur sucht, wohnt besser in einem kleinen Hotel oder Apartment mitten in den Altstädten von Zadar oder Šibenik und geht abends zu Fuß zum Essen, wenn die Tagesgäste längst weg sind.

Campingfreunde finden entlang der ganzen Küste Plätze, viele davon unter Pinien direkt am Wasser, mit eigenem Kies- oder Felsstrand. Besonders dicht liegen sie um Zaton, Pakoštane am Vransko-See und auf der Halbinsel bei Vodice. Wer ohne eigenes Zelt kommt, mietet ein Mobilheim oder ein möbliertes Glamping-Zelt, die es inzwischen auf vielen Plätzen gibt. Reserviere für Juli und August früh; wildes Campen ist in Kroatien verboten und wird an der Küste kontrolliert. Mai, Juni und September sind die entspanntesten und günstigsten Campingmonate.

Hotels in Norddalmatien

Alle 10 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Essen und Trinken in Norddalmatien

In der Konoba zeigt dir der Wirt den Fang des Tages auf Eis, du deutest auf einen Fisch, und er wird nach Gewicht gewogen und wenig später vom Grill kommen.

Die dalmatinische Küche ist mediterran und schnörkellos: gegrillter Fisch, Olivenöl, Kräuter, wenig Chichi. In der Konoba, der einfachen Familientaverne, bestellst du frischen Fisch nach Gewicht – er wird pro Kilo ausgepreist, roh gewogen und meist ganz gegrillt serviert, mit Blitva, dem obligatorischen Mangold mit Kartoffeln und Knoblauch. Wichtig zu wissen: Der teurere Wildfang und die günstigere Zucht stehen oft nebeneinander auf der Karte; frag ruhig nach, was aus dem Meer und was aus der Aquakultur kommt, das ist hier ganz normal.

Das Nationalgericht der Region ist die Pašticada: Rindfleisch, tagelang in Essig und Wein mariniert, dann stundenlang mit Trockenpflaumen, Prošek und Gewürzen geschmort, bis es zerfällt – klassisch serviert mit hausgemachten Njoki, den Gnocchi. Daneben lohnt der schwarze Tintenfisch-Risotto (crni rižot), tiefschwarz von der Tinte, und der brudet, ein herzhafter Fischeintopf mit Polenta. Das Königsgericht für besondere Anlässe ist die Peka: Fleisch oder Oktopus, unter einer Metallglocke gegart, über die glühende Kohlen geschichtet werden – meist musst du sie einen halben Tag vorher bestellen.

Als Vorspeise gehört überall dalmatinischer Pršut auf den Tisch, luftgetrockneter Schinken, an der Küste vom Bora-Wind gereift, dazu der salzige Paški sir von der Insel Pag und ein Löffel Oliven. Die Region keltert eigene Weine, die man selten in Deutschland findet: den kräftigen roten Babić aus den Steinweinbergen um Primošten, den frischen weißen Debit, dazu den süßen Prošek als Dessertwein. Zum Abschluss stellt der Wirt oft einen klaren Rakija hin – Trester-, Kräuter- oder Feigenbrand, hausgebrannt, als Gruß und Verdauungshilfe zugleich.

Süß wird es mit Fritule, kleinen frittierten Teigbällchen mit Rosinen, oder mit rožata, dem dalmatinischen Karamellpudding, der dem Crème caramel ähnelt. Und für die Kaffeepause zwischendurch: Der Kaffee wird hier zelebriert – ein Espresso oder Macchiato an der Riva, dazu Zeit, ist ein fester Teil des Tages, kein schneller Koffeinstopp. Wer ein Mitbringsel sucht, greift zu Olivenöl vom Bauern, einem Glas Feigenmarmelade oder eben zu einer Flasche Maraschino aus Zadar.

Restaurants in Norddalmatien

Alle 12 Restaurants
Anreise & Mobilität

Anreise nach Norddalmatien und Fähren zu den Inseln

Kurz hinter Zagreb taucht die A1 in einen langen Tunnel unter dem Velebit-Gebirge, und wenn du auf der anderen Seite herauskommst, liegt plötzlich das Meer vor dir.

Am schnellsten geht es mit dem Flugzeug: Der Flughafen Zadar (ZAD) wird im Sommer von mehreren deutschen Städten direkt angeflogen, oft zu günstigen Preisen mit Billigfluglinien, und liegt nur rund zwölf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Alternativ bietet sich der größere Flughafen Split in Mitteldalmatien an, von wo du Šibenik in gut einer Stunde erreichst. Vom Flughafen Zadar bringt dich ein Shuttlebus passend zu den Ankünften in die Stadt; für die Region selbst solltest du aber einen Mietwagen einplanen.

Mit dem Auto rechnest du aus Süddeutschland etwa acht bis zehn Stunden – die klassische Route führt über München, Salzburg, durch Slowenien (Vignette nicht vergessen) und Kroatien auf die A1 Richtung Split. Die kroatische A1 ist mautpflichtig: Du ziehst beim Auffahren ein Ticket und zahlst beim Abfahren streckenabhängig, bar oder mit Karte. An Sommersamstagen, dem großen Bettenwechseltag, stauen sich Grenzübergänge und Mautstationen – wer flexibel ist, fährt unter der Woche oder nachts. Seit Kroatien im Schengen-Raum ist, entfallen die früher zähen Passkontrollen an der Grenze weitgehend.

Vor Ort führt an einem eigenen oder gemieteten Auto kaum ein Weg vorbei: Die Nationalparks, die kleinen Küstenorte und die Fährhäfen liegen verstreut, und Busse fahren zwar zwischen den größeren Städten, aber selten und langsam zu den Sehenswürdigkeiten. Ein Mietwagen ab Flughafen Zadar ist die flexibelste Lösung; buche früh, denn im Hochsommer sind die Flotten knapp und die Preise ziehen an. In den Altstädten von Zadar und Šibenik lässt du den Wagen ohnehin am Rand stehen und gehst zu Fuß.

Zu den Inseln bringt dich die Fähre. Von Zadar aus verbinden Auto- und Personenfähren der staatlichen Jadrolinija sowie schnelle Katamarane die Stadt mit den vorgelagerten Inseln wie Ugljan, Dugi otok und Pašman. Für die Insel Pag brauchst du im Süden gar keine Fähre – die Pag-Brücke führt hinüber –, im Norden pendelt die kurze Fährlinie Prizna–Žigljen. Wichtig für Autofähren: In der Hochsaison und besonders am Wochenende können sich lange Warteschlangen bilden, Reservierungen sind auf vielen Linien nicht möglich, also komm früh an den Hafen. Prüfe die aktuellen Fahrpläne vorab, denn außerhalb der Saison fahren viele Verbindungen deutlich seltener.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Norddalmatien mit Wetter im Jahreslauf

Zwischen Mai und Oktober liegt an der norddalmatinischen Küste ein halbes Jahr Badewetter – nur der Hochsommer will mit Bedacht geplant sein.

Norddalmatien hat mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommern und milden, feuchteren Wintern. Von Juni bis September ist zuverlässig Badesaison, das Meer erwärmt sich bis auf gut 25 Grad. Im Frühling und Herbst ist es angenehm warm für Städtebummel, Nationalparks und Wandern, ohne die Hitze und den Andrang der Hauptsaison. Zu beachten ist die Bora, ein kalter, böiger Fallwind aus den Velebit-Bergen, der vor allem im Winter und Frühjahr auffrischt und Fährfahrten zeitweise stoppen kann. Die Werte unten gelten für die Küste um Zadar; im Landesinneren an den Plitvicer Seen ist es einige Grad kühler.

Jan10°4°Nebensaison, ruhig
Feb11°4°kühl, Bora-Wind
Mär14°6°erstes Grün
Apr18°9°mild, Parks blühen
Mai23°13°warm, Meer noch frisch
Jun27°17°Badestart, lange Tage
Jul30°20°Hochsaison, heiß
Aug30°20°sehr heiß, voll
Sep26°16°warmes Meer, ruhiger
Okt21°12°goldenes Herbstlicht
Nov15°8°regenreich, still
Dez11°5°mild, ruhig

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Norddalmatien sind Ende Mai bis Juni und September bis Anfang Oktober: warmes Meer, angenehme Temperaturen für Städte und Nationalparks und weniger Andrang als im Hochsommer. Wer sicher baden will, kommt im Juli und August, muss aber Hitze, volle Stege in Krka und Plitvice sowie Höchstpreise einkalkulieren. Für Wanderungen und die Nationalparks sind April, Mai und Oktober fast angenehmer als der Kernsommer.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Norddalmatien

Wie viele Tage braucht man für Norddalmatien?
Für einen guten Überblick plane eine Woche: zwei bis drei Tage rund um Zadar mit Meeresorgel und Nin, ein Tag Krka, ein Tag Kornaten-Bootstour und ein Tagesausflug zu den Plitvicer Seen. Mit zehn bis vierzehn Tagen mischst du Nationalparks, Inseln wie Pag und reine Strandtage, ohne täglich umziehen zu müssen.
Was ist der Unterschied zwischen Krka und Plitvicer Seen?
Beides sind Nationalparks mit Kalktuff-Wasserfällen, aber Krka liegt küstennah bei Šibenik und lässt sich in einem halben Tag über Holzstege begehen; die Plitvicer Seen liegen im gebirgigen Landesinneren, sind größer und grüner mit sechzehn Seen und brauchen einen ganzen Tag. In beiden ist Baden inzwischen verboten.
Kann man in den Krka-Wasserfällen baden?
Nein, das früher beliebte Baden unterhalb des Hauptwasserfalls Skradinski buk ist seit 2021 verboten, um die empfindlichen Kalktuff-Barrieren zu schützen. Wer schwimmen möchte, plant das an den Küstenstränden ein. Der Nationalpark selbst lohnt sich für die Kaskaden, das Kloster Visovac und die alten Mühlen trotzdem.
Wie kommt man zu den Kornaten?
Ohne eigenes Boot am einfachsten mit einem Tagesausflug: Ausflugsboote starten von Zadar, Biograd na Moru, der Insel Murter und von Šibenik. Ein typischer Ausflug umfasst die Bootsfahrt durch die Inselwelt, einen Badestopp, den Nationalpark-Eintritt und oft ein Fischessen an Bord. Rechne mit einem ganzen Tag, da allein die Anfahrt ein bis zwei Stunden dauert.
Braucht man in Norddalmatien ein Auto?
Für die Region ja: Die Nationalparks, Fährhäfen und kleinen Küstenorte liegen verstreut, und Busse fahren selten zu den Sehenswürdigkeiten. In den Altstädten von Zadar und Šibenik lässt du den Wagen aber am Rand stehen und gehst zu Fuß. Ein Mietwagen ab Flughafen Zadar ist die flexibelste Lösung.
Wie kommt man auf die Insel Pag?
Auf zwei Wegen: Im Süden verbindet die Pag-Brücke die Insel ohne Fähre mit dem Festland nordöstlich von Zadar. Im Norden pendelt die kurze Fährlinie Prizna–Žigljen über die Meerenge, praktisch wenn du aus Richtung Rijeka kommst. In der Hochsaison solltest du an der Fähre Wartezeit einplanen, da Reservierungen dort meist nicht möglich sind.
Wann ist die beste Reisezeit für Norddalmatien?
Ende Mai bis Juni und September bis Anfang Oktober bieten warmes Meer, angenehme 23 bis 27 Grad und weniger Andrang als im Hochsommer. Für sicheres Baden sind Juli und August am verlässlichsten, dann ist es aber heiß, voll und teuer. Für Nationalparks und Wanderungen sind Frühjahr und Herbst fast angenehmer.
Lohnt sich Zadar für einen Städtetrip?
Ja, Zadar verbindet eine kompakte Altstadt auf einer Halbinsel mit römischem Forum und der Rundkirche des Heiligen Donatus und zwei modernen Publikumsmagneten am Kai: der klingenden Meeresorgel und dem Sonnengruß, an dem viele den Sonnenuntergang abwarten. Für die Altstadt selbst reicht ein voller Tag, mit Ausflügen gern länger.
Kann man Krka und Plitvice an einem Tag verbinden?
Machbar, aber nicht empfehlenswert: Beide Parks liegen rund anderthalb Autostunden auseinander, und jeder braucht mehrere Stunden für die Rundwege. An einem Tag wird daraus eine Hetzjagd. Plane besser je einen eigenen Tag ein, Krka als Halbtagestour von der Küste, Plitvice als ganztägigen Ausflug ins Landesinnere.
Wo kann man in Norddalmatien am schönsten baden?
Die einzigen echten Sandstrände liegen bei Nin nördlich von Zadar, etwa die flach abfallende Königinnenstrand-Bucht. Sonst dominieren Kies- und Felsstrände mit sehr klarem Wasser, etwa auf den Inseln vor Zadar oder rund um Pag und Murter. Für Familien sind die flachen Buchten bei Zaton und Biograd na Moru gut geeignet.
Ist Norddalmatien teuer?
Mittelfeld: Private Apartments und Konoba-Essen sind oft günstiger als in Westeuropa, ein gegrillter Fisch mit Beilage liegt je nach Sorte und Ort in einem fairen Rahmen. Teuer wird es im Hochsommer bei Küstenhotels, Bootsausflügen und allem mit Pool. In der Nebensaison und mit privaten Unterkünften drückst du das Budget spürbar.
Welche Nationalparks gibt es in Norddalmatien?
In der Region und in Reichweite liegen drei Nationalparks: der Krka-Nationalpark mit seinen Wasserfällen bei Šibenik, der Meeres-Nationalpark Kornaten mit dem Insellabyrinth und die Plitvicer Seen im gebirgigen Landesinneren. Dazu kommen die Naturparks Telašćica auf der Insel Dugi otok und das vogelreiche Vransko jezero bei Pakoštane – zusammen eine der dichtesten Schutzgebiets-Regionen Kroatiens.
NorddalmatienRund um Zadar und Šibenik reihen sich drei Nationalparks – Krka, Kornaten und die Plitvicer Seen –, kilometerlange Kalksteinküste und ein Insellabyrinth aneinander, das man am besten vom Boot aus versteht.

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