Highlight
Peristyl
Der prächtige Säulenhof im Zentrum des Palastes, einst Empfangshof Diokletians und heute Bühne für Konzerte und Cafégäste auf den Stufen.
◆ STADTVIERTEL · SPLIT
Im Herzen von Split lebt eine ganze Altstadt buchstäblich in einem römischen Kaiserpalast – zwischen 1.700 Jahre alten Mauern reihen sich Cafés, Wäscheleinen und Wohnungen aneinander. Was Diokletian um 300 n. Chr. als Ruhesitz bauen ließ, ist heute ein bewohntes UNESCO-Welterbe, in dem Antike und dalmatinischer Alltag verschmelzen.
Der Diokletianpalast ist kein Museum hinter Glas, sondern ein Stadtviertel, in dem rund tausend Menschen leben. Kaiser Diokletian, der einzige römische Herrscher, der 305 n. Chr. freiwillig abdankte, ließ den Komplex zwischen 298 und 305 als Altersruhesitz errichten. Über die Jahrhunderte zogen Flüchtlinge aus dem zerstörten Salona in die Mauern, bauten in Höfe und Säulenhallen hinein – und so wuchs die heutige Altstadt direkt in den antiken Grundriss hinein. Seit 1979 steht das Ensemble auf der UNESCO-Welterbeliste.
Das Herzstück ist das Peristyl, der rechteckige Säulenhof am Kreuzungspunkt von Cardo und Decumanus, der Diokletian als repräsentativer Empfangshof diente. Von hier führen Wege zur Kathedrale des Hl. Domnius (Sveti Duje), die aus dem einstigen Mausoleum des Kaisers hervorging und deren rund 60 Meter hoher Glockenturm seit dem 13. Jahrhundert über die Dächer ragt. Gegenüber liegt der Jupitertempel, der seit dem 12. Jahrhundert als Taufkapelle des Hl. Johannes dient, und das kuppelgekrönte Vestibül als Vorraum zu den einstigen Kaisergemächern.
Vier Tore gliedern die Mauern: das Goldene Tor (Porta Aurea) im Norden führte zur Landstraße nach Salona, das Eiserne Tor im Westen öffnet sich zum Volksplatz (Narodni trg, lokal „Pjaca"), das Silberne Tor im Osten Richtung Markt und das Bronzene Tor im Süden hinunter zum Hafen und den unterirdischen Kellergewölben. Wer früh morgens durch die schmalen Gassen zwischen Voćni trg (Obstplatz) und Peristyl streift, erlebt das Viertel, bevor die Tagesgäste kommen – mit Espresso, Steinmauern und dem Hall der eigenen Schritte.
01 · Highlights
Highlight
Der prächtige Säulenhof im Zentrum des Palastes, einst Empfangshof Diokletians und heute Bühne für Konzerte und Cafégäste auf den Stufen.
Highlight
Eine der ältesten genutzten Kathedralen der Welt, hervorgegangen aus Diokletians Mausoleum, mit besteigbarem Glockenturm und Blick über die Dächer.
Highlight
Antiker Tempel, der seit dem 12. Jahrhundert als Baptisterium des Hl. Johannes dient und zu den schönsten Bauwerken der Altstadt zählt.
Highlight
Das einstige Haupttor zur Straße nach Salona, davor die monumentale Bronzestatue des Gelehrten Gregor von Nin von Ivan Meštrović.
Highlight
Der kuppelförmige Vorraum mit beeindruckender Akustik und die unterirdischen Gewölbe (Podrumi) unter den Kaisergemächern.
02 · Sehenswürdigkeiten
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Es ist ein bewohntes Stadtviertel: Rund tausend Menschen leben fest in den antiken Mauern, dazwischen gibt es Wohnungen, Läden, Cafés und Ferienunterkünfte. Genau das macht den Palast so besonders – er ist lebendige Altstadt, kein abgesperrtes Freilichtmuseum.
Das Gelände selbst und die Gassen sind frei begehbar. Eintritt fällt nur für einzelne Sehenswürdigkeiten an, etwa Kathedrale, Glockenturm, Krypta, Jupitertempel und die unterirdischen Kellergewölbe – oft als Kombiticket erhältlich.
Für einen ersten Rundgang über Peristyl, Kathedrale, Vestibül und die vier Tore reichen zwei bis drei Stunden. Wer Cafékultur, Keller und Glockenturm mitnimmt, plant besser einen halben bis ganzen Tag ein.
Früh am Morgen vor etwa 9 Uhr und am späten Abend, wenn die Tagesausflügler und Kreuzfahrtgruppen weg sind. In den Sommermonaten Juli und August ist es tagsüber sehr voll.
07 · In der Nähe
Lassen Sie sich für Grad (Altstadt / Diokletianpalast) ein massgeschneidertes Angebot von unseren Partnern erstellen — unverbindlich.