Wer Courmayeur kennt, kennt meist nur die belebte Fußgängerzone rund um die Via Roma. Dolonne liegt direkt gegenüber, auf der anderen Seite der Dora Baltea, und erzählt eine andere Geschichte: schmale Gassen aus dunklem Naturstein, alte Stadel, die zwischen modernen Ferienhäusern stehen, und Terrassen, von denen aus der Blick auf das Mont-Blanc-Massiv unverstellt und ungestört bleibt.
Das Dorf gehört zur Gemeinde Courmayeur, fühlt sich aber wie ein eigenes Universum an. Keine Après-Ski-Bars, keine Designerboutiquen – stattdessen Stille nach dem Abendessen, Kirchenglocken am Morgen und Wanderwege, die direkt hinter den letzten Häusern beginnen. Wer hier wohnt oder übernachtet, wählt bewusst: Entschleunigung mit Infrastruktur in zehn Gehminuten.
Dolonne ist sowohl im Winter als auch im Sommer eine eigenständige Basis. Im Winter verbindet ein Fußweg und ein kostenloser Shuttlebus das Dorf mit dem Skilift-Netz von Courmayeur, das über die Seilbahn Skyway Monte Bianco erreichbar ist. Im Sommer starten von hier aus Wanderungen in Richtung Val Veny und auf den Höhenwegen des Tour du Mont Blanc – eine der bekanntesten Trekkingrouten der Alpen.
Die Hotels in Dolonne sind oft kleinere, familiengeführte Häuser oder Ferienwohnungen in umgebauten Bergbauernhöfen. Restaurants gibt es einige, die typische Valdostaner Küche servieren: Fonduta, Polenta concia und lokale Wurstwaren aus dem Aostatal. Wer abends ausgehen möchte, spaziert über die Brücke nach Courmayeur – und kehrt danach in die Ruhe zurück.
Dolonne ist kein Ort für Reisende, die Trubel suchen. Es ist ein Ort für alle, die verstehen, dass die Nähe zu den Bergen auch bedeutet, ihnen wirklich nahe zu sein – nicht nur als Kulisse, sondern als Lebensraum.

Hotel Dolonne
Familiäres Hotel im alten Dorf Dolonne mit Bergblick und ruhiger Lage.