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Synagoge Etz Hayyim
Das einzige erhaltene jüdische Gotteshaus Kretas, restauriert und heute Gebetshaus sowie Ort des Gedenkens und der Versöhnung.
◆ STADTVIERTEL · CHANIA
Die Evraiki, das jüdische Viertel der Altstadt, lag hinter der Hafenfront entlang der Gassen Kondylaki, Skoufon, Zambeliou und Portou. Sein Herz ist die Synagoge Etz Hayyim – das einzige erhaltene jüdische Gotteshaus Kretas und ein stiller Ort der Erinnerung an eine 1944 ausgelöschte Gemeinde.
Die Evraiki – wörtlich „die der Juden“ – war über Jahrhunderte das jüdische Viertel Chanias, gelegen hinter der Hafenfront entlang der Gassen Kondylaki, Skoufon, Zambeliou und Portou. Die Odos Kondylaki war die wichtigste Straße und das Handelszentrum der Gemeinde; hier wohnten ihre prominentesten Mitglieder, darunter der letzte Rabbiner Elias Osmos. Bis zum Zweiten Weltkrieg lebten in Chania rund 300 Jüdinnen und Juden.
Mittelpunkt des Viertels ist die Synagoge Etz Hayyim – auf Hebräisch „Baum des Lebens“ –, das einzige erhaltene jüdische Gotteshaus Kretas. Das Gebäude aus dem 14./15. Jahrhundert war ursprünglich die venezianische Katharinenkirche und wurde nach der osmanischen Eroberung von der jüdischen Gemeinde übernommen und zur Synagoge umgebaut. Sie beherbergt eine Mikwe, eines der ältesten noch funktionierenden rituellen Bäder der Welt, und ist über eine schmale Seitengasse der Odos Kondylaki zu erreichen.
Im Mai 1944 wurde die gesamte Gemeinde von den Nationalsozialisten verhaftet und auf das Schiff Tanais verladen; am 9. Juni 1944 sank das Schiff durch einen Torpedoangriff – fast niemand überlebte. Die Synagoge stand danach fast fünfzig Jahre verlassen und verfallen, bis sie ab den späten 1990er Jahren restauriert wurde. Heute ist Etz Hayyim wieder Gebetshaus und ein Ort der Erinnerung, Besinnung und Versöhnung – das stillste, bewegendste Stück der Altstadt von Chania.
01 · Highlights
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Das einzige erhaltene jüdische Gotteshaus Kretas, restauriert und heute Gebetshaus sowie Ort des Gedenkens und der Versöhnung.
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Eines der ältesten noch funktionierenden rituellen Tauchbäder der Welt, integriert in den Synagogenkomplex.
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Die historische Hauptgasse des jüdischen Viertels, einst Handelszentrum und Wohnort des letzten Rabbiners.
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In der Synagoge erinnern Tafeln an die 1944 deportierte und auf See ums Leben gekommene jüdische Gemeinde Chanias.
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Die schmalen Altstadtgassen, in denen das jüdische Leben Chanias jahrhundertelang verwurzelt war.
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Das ehemalige jüdische Viertel der Altstadt, gelegen hinter der Hafenfront entlang der Gassen Kondylaki, Skoufon, Zambeliou und Portou. „Evraiki“ bedeutet auf Griechisch „die der Juden“.
Ja. Sie ist das einzige erhaltene jüdische Gotteshaus Kretas und für Besucher geöffnet; der Eintritt ist frei, eine Spende ist willkommen. Sie versteht sich als Ort des Gebets, der Erinnerung und der Versöhnung.
Im Mai 1944 wurde die rund 300 Personen zählende Gemeinde von den Nationalsozialisten verhaftet und auf das Schiff Tanais verladen, das am 9. Juni 1944 durch einen Torpedo sank. Fast niemand überlebte.
Sie liegt versteckt in einer schmalen Seitengasse der Odos Kondylaki, in der Altstadt hinter der Hafenfront – am besten zu Fuß über die Hauptgasse Kondylaki zu erreichen.
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