
◆ STADT · KRETA
Ierapetra liegt an Kretas Südostküste am Libyschen Meer und gilt als südlichste Stadt Europas. Hier mündet eine venezianische Hafenfestung in ein Gassengewirr aus osmanischer und byzantinischer Zeit, vorgelagert glänzt die unbewohnte Insel Chrissi mit ihren goldenen Muschelstränden und einem der letzten natürlichen Zedernwälder Europas. travelperfect führt durch Altstadt, Meer und Hinterland dieser sonnenverwöhnten Hafenstadt.

Schon die antiken Griechen nannten den Ort Hierapytna, und seine Lage am Libyschen Meer machte ihn früh zu einem Drehkreuz zwischen Europa und Nordafrika. Römer, Araber und Venezianer hinterließen ihre Spuren, am sichtbarsten die Kale-Festung am Eingang des alten Fischerhafens, die im 13. Jahrhundert zum Schutz vor Piraten errichtet wurde. Wer durch das verwinkelte Altstadtviertel Kato Mera schlendert, stößt auf eine osmanische Moschee mit restauriertem Reinigungsbrunnen, byzantinische Kirchen und ein unscheinbares Haus, in dem Napoleon 1798 auf seinem Weg nach Ägypten übernachtet haben soll.
Heute ist Ierapetra mit rund 17.700 Einwohnern die größte Stadt der Region Lasithi und ein Zentrum des griechischen Gewächshausanbaus, dessen Tomaten, Gurken und Paprika nach ganz Mitteleuropa exportiert werden. An der schmalsten Stelle Kretas trennen Süd- und Nordküste nur wenige Kilometer, und mit über 3.100 Sonnenstunden im Jahr zählt die Stadt zu den sonnigsten Orten des Kontinents. Vom Hafen aus starten die Boote zur vorgelagerten Insel Chrissi, deren Anlegen seit 2022 zum Schutz der Natur untersagt ist und die heute nur noch schwimmend vom Schiff aus erreicht werden darf.
01 · Auf einen Blick
Karte
· Stadtviertel




· Sehenswürdigkeiten

Ehemalige osmanische Moschee mit Minarett und Brunnen am Tzami-Platz im alten Quartier Kato Mera.

Dreischiffige Hauptkirche im Zentrum von Ierapetra, dem Schutzpatron Agios Georgios geweiht.

Zweistoeckiges Altstadthaus in Kato Mera, in dem der Legende nach Napoleon Bonaparte naechtigte.

Venezianische Hafenfestung am Eingang des alten Hafens und Wahrzeichen von Ierapetra an der Suedkueste Kretas.

Kleine, sehenswerte Antikensammlung im osmanischen Schulgebaeude von 1899 mit minoischen und roemischen Funden.

Unbewohnte Natura-2000-Insel suedlich von Ierapetra mit goldenen Sandstraenden, tuerkisem Wasser und seltenem Zedernwald.
· Hotels

Familiengeführtes 3-Sterne-Strandhotel mit Bungalows und Meerespool in Koutsounari östlich von Ierapetra.

Adults-only-5-Sterne-Haus am Libyschen Meer in Koutsounari, mit Infinity-Pool und Spa.

Charmantes 3-Sterne-Hotel in einem restaurierten Haus aus dem 18. Jahrhundert mit grünem Innengarten.

3-Sterne-Hotel direkt am Wasser im Zentrum Ierapetras, neben der osmanischen Moschee.

Familiengeführtes Stadthotel rund 40 Meter vom Strand, mit eigener Taverne und Buffetfrühstück.

Familienfreundliches, ökobewusstes 4-Sterne-Strandhotel an einem feinen Kieselstrand in Koutsounari.
· Restaurants

Familientaverne seit 1954 im Küstendorf Koutsouras – kretische Hausmannskost unter Pinien am Meer.

Mediterran-kretisches Restaurant am Stratigou Samouil 64, direkt am Wasser in der Altstadt.

Eine der ältesten Tavernen Ierapetras, am alten Hafen unterhalb der venezianischen Kales-Festung.

Traditionsreiche Fischtaverne der Familie Fragkiadaki seit 1936, direkt an der Uferpromenade.

Familiengeführte Fischtaverne am Hafen neben der Kales-Festung mit modern interpretierter Meeresküche.

Kretische Taverne am Stratigou Samouil nahe der Promenade, dem Zafiri-Hotel gegenüber.
· Aktivitäten

Tagesausflug per Boot vom Hafen Ierapetra zur unbewohnten Insel Chrissi mit Sandstraenden und Zedernwald.

Schnorchel- und Tauchgaenge in den klaren Gewaessern rund um Chrissi, Agia Fotia und die Suedkueste von Ierapetra.

Stand-up-Paddling auf dem oft ruhigen Wasser am kilometerlangen Stadtstrand von Ierapetra entlang der Promenade.

Rundgang durch die mittelalterlichen Gassen der Altstadt Kato Mera mit Festung, Moschee, Kirche und Napoleonhaus.
02 · Was tun
Geschichte
Von der venezianischen Kale-Festung am alten Hafen durch die Gassen von Kato Mera zur osmanischen Moschee, den byzantinischen Kirchen und dem sagenumwobenen Haus Napoleons.
Insel
Mit dem Boot zur unbewohnten Insel mit ihren goldenen Muschelstränden und dem geschützten Zedernwald, einem der letzten seiner Art in Europa.
Küste
Entlang der langen Strandpromenade von Ierapetra mit Blick aufs Libysche Meer, abends Tavernen und Cafés in der sonnigsten Stadt des Kontinents.
03 · Wann
Als südlichste Stadt Europas profitiert Ierapetra von einem besonders milden, trockenen Klima und einer langen Saison. Frühjahr und Herbst bieten angenehme Temperaturen und ruhigere Strände, der Hochsommer ist heiß und lebhaft.
04 · Häufige Fragen
Ierapetra liegt an Kretas Südostküste direkt am Libyschen Meer und ist damit die südlichste Stadt des europäischen Festlands und seiner Inseln. Die afrikanische Küste ist nur rund 400 Kilometer entfernt, und die Stadt zählt mit über 3.100 Sonnenstunden im Jahr zu den sonnigsten Orten Europas.
Vom Hafen von Ierapetra fahren in der Saison Ausflugsboote zur etwa 10 Kilometer vorgelagerten Insel Chrissi. Die Überfahrt dauert je nach Boot ungefähr 45 bis 60 Minuten. Seit 2022 ist das Anlegen verboten, Besucher schwimmen vom Schiff an den Strand, um die empfindliche Natur und den Zedernwald zu schützen.
Wahrzeichen ist die venezianische Kale-Festung aus dem 13. Jahrhundert am alten Hafen. Im Altstadtviertel Kato Mera findet man eine osmanische Moschee mit Reinigungsbrunnen, byzantinische Kirchen und das Haus, in dem Napoleon 1798 übernachtet haben soll. Dazu laden Strandpromenade und Tavernen am Libyschen Meer ein.
Die Saison reicht von Mai bis Oktober. Für angenehme Temperaturen, warmes Meer und weniger Andrang sind Mai und Juni sowie September und Oktober besonders empfehlenswert. Der Hochsommer ist heiß und an den Stränden deutlich belebter.
05 · In der Nähe
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