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Pont du Gard
Das höchste erhaltene römische Aquädukt der Welt, drei Bogenreihen über dem Gardon – UNESCO-Welterbe.
◆ STADTVIERTEL · NÎMES
Rund 25 Kilometer nordöstlich von Nîmes spannt sich über den Gardon ein Bauwerk, das selbst nach zweitausend Jahren den Atem stocken lässt: der Pont du Gard, das höchste erhaltene römische Aquädukt der Welt und UNESCO-Welterbe. Drei übereinanderliegende Bogenreihen führten einst das Wasser über das Tal bis nach Nîmes. Heute liegt die Brücke inmitten von Garrigue, Weinbergen und Olivenhainen – mit Badestellen im Fluss, Wanderwegen und Picknickplätzen. Sie gehört zu Nîmes wie die Arena.
Der Pont du Gard war nie als Brücke für Menschen gedacht, sondern als Träger einer einzigen Leitung: Das Aquädukt führte Quellwasser von Uzès über rund fünfzig Kilometer bis nach Nîmes, mit einem Gefälle von wenigen Zentimetern pro Kilometer – eine Meisterleistung römischer Ingenieurskunst. Wo das Tal des Gardon im Weg lag, türmten die Baumeister drei Bogenreihen übereinander, fast fünfzig Meter hoch, ganz ohne Mörtel.
Über die Jahrhunderte überdauerte das Bauwerk, weil man es als Wegbrücke weiternutzte. Heute ist der Pont du Gard eines der meistbesuchten Monumente Frankreichs und UNESCO-Welterbe. Ein modernes Besucherzentrum erzählt die Geschichte des Aquädukts, Wanderwege führen durch die Garrigue zu Aussichtspunkten, und unter den Bögen lädt der Gardon im Sommer zum Baden und Kanufahren ein.
Für Nîmes ist der Pont du Gard mehr als ein Ausflugsziel – er ist der sichtbare Beweis, warum die Stadt überhaupt entstand: Eine Quelle, ein Aquädukt, eine römische Wasserkultur, deren Endpunkt das Castellum aquae mitten in der Stadt bildet. Wer beide gesehen hat, versteht das antike Nemausus.
01 · Highlights
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Das höchste erhaltene römische Aquädukt der Welt, drei Bogenreihen über dem Gardon – UNESCO-Welterbe.
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Unter den Bögen lädt der Fluss im Sommer zum Schwimmen und Kanufahren ein – mit Blick auf das Aquädukt.
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Markierte Pfade führen durch duftende Macchia zu Aussichtspunkten über der Brücke.
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Modernes Museum, das die Ingenieurskunst des antiken Aquädukts anschaulich erzählt.
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Am bequemsten mit dem Auto in rund 30 Minuten; geparkt wird am Besucherzentrum. In der Hauptsaison verkehren zudem Busse vom Busbahnhof Nîmes. Von den Parkplätzen sind es wenige Gehminuten bis zur Aquäduktbrücke.
Das Gelände rund um die Brücke ist grundsätzlich frei zugänglich; bezahlt wird die Parkgebühr, die zugleich Zugang zum Besucherzentrum und Museum gewährt. Wer zu Fuß oder per Rad kommt, kann das Monument auch ohne Parkticket besichtigen.
Ja, im Sommer ist der Gardon unterhalb der Brücke eine beliebte Badestelle, und man kann Kanus mieten, um unter den Bögen hindurchzufahren. Frühes Kommen lohnt sich, da der Ort an heißen Tagen schnell voll wird.
Für Brücke und Besucherzentrum reichen zwei bis drei Stunden. Wer wandert, badet oder Kanu fährt, macht daraus leicht einen halben oder ganzen Tag – ideal in Kombination mit dem nahen Städtchen Uzès.
07 · In der Nähe
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