◆ STADT · KRETA
Matala liegt an der kretischen Südküste am Libyschen Meer, eingerahmt von einer goldenen Sandbucht und einer Steilwand voller in den weichen Stein gegrabener Höhlen. Aus einem antiken Hafen wurde in den späten 1960er-Jahren ein weltberühmter Sehnsuchtsort der Hippie-Generation – und bis heute trägt der kleine Ort dieses freigeistige Lebensgefühl in jeder Gasse.
Die markanten Höhlen, die sich über der Bucht von Matala in den porösen Sandstein staffeln, stammen ursprünglich aus der Jungsteinzeit. In römischer Zeit dienten sie als Grabstätten, während der Ort selbst zum Hafen der bedeutenden antiken Stadt Gortyn wurde – und vermutlich schon in minoischer Epoche dem nahen Palast von Phaistos als Zugang zum Meer diente.
Weltberühmt wurde Matala jedoch erst in den späten 1960er-Jahren, als Aussteiger aus aller Welt die leerstehenden Höhlen bewohnten und eine Kommune gründeten. 1969 lebte hier auch die Songwriterin Joni Mitchell; ihr Lied „Carey“ erzählt vom Leben am Strand und nennt das legendäre „Mermaid Café“. An der Hafenmauer prangt bis heute das Motto jener Tage: „Today is life. Tomorrow never comes.“
Anfang der 1970er-Jahre wurden die Höhlen unter Denkmalschutz gestellt und als archäologische Stätte für Wohnzwecke geschlossen. Geblieben ist die Mischung aus antikem Erbe und unbekümmertem Strandflair, die Matala bis heute zu einem der eigenwilligsten Orte Kretas macht.
01 · Auf einen Blick
· Stadtviertel
· Sehenswürdigkeiten
· Aktivitäten
02 · Was tun
Kultur & Geschichte
Ein Spaziergang über die kostenpflichtige Höhlenterrasse, vorbei am Hippie-Motto an der Hafenmauer, und weiter zu den minoischen und römischen Wurzeln der Bucht – inklusive Abstecher zum Mythos der Kommune von 1969.
Strände & Küste
Die goldene Hauptbucht lädt direkt im Ort zum Baden ein. Wer mehr will, wandert in rund 45 Minuten über den Felspfad zum rötlich leuchtenden Red Beach oder fährt nordwärts zum weiten Sandstrand von Kommos.
Ausflüge ins Umland
Matala ist idealer Ausgangspunkt für die Archäologie der Südküste: Der Palast von Phaistos liegt nur rund 10 km entfernt, die antike Stadt Gortyn mit ihrem berühmten Gesetzescodex erreicht man in etwa einer halben Stunde.
03 · Wann
Als Ort an der kretischen Südküste profitiert Matala von einem milden, sehr sonnigen Klima. Die Wassertemperaturen laden über viele Monate zum Baden ein, während die Hauptsaison rund um Hochsommer und das Matala Beach Festival den Ort spürbar belebt.
04 · Häufige Fragen
Matala liegt an der Südküste Kretas am Libyschen Meer, im Regionalbezirk Iraklio (Heraklion), rund 75 km südlich der Stadt Heraklion. Am bequemsten erreicht man den Ort mit dem Mietwagen über die Messara-Ebene; in der Saison gibt es zudem Busverbindungen.
Die Höhlen wurden ursprünglich in der Jungsteinzeit in den weichen Sandstein gegraben und dienten in römischer Zeit als Grabstätten. In den späten 1960er-Jahren bewohnten Hippies aus aller Welt die Höhlen, bevor diese Anfang der 1970er-Jahre als archäologische Stätte unter Schutz gestellt und für Wohnzwecke geschlossen wurden. Heute kann man sie gegen eine Eintrittsgebühr besichtigen.
In den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren wurde Matala zum Treffpunkt der internationalen Hippie-Bewegung, die in den Höhlen über der Bucht lebte. 1969 hielt sich auch Joni Mitchell hier auf; ihr Lied „Carey“ verewigt das damalige „Mermaid Café“. An der Hafenmauer steht bis heute das Motto „Today is life. Tomorrow never comes.“
Für warmes Badewetter ohne den größten Andrang eignen sich besonders Mai, Juni und September. Der Hochsommer ist heiß und lebhaft – auch wegen des jährlichen Matala Beach Festivals im Juni –, während Frühjahr und Herbst ideal für Wanderungen und Kulturausflüge sind.
Sehr lohnend sind der Red Beach (per Wanderung oder Boot erreichbar) und der lange Sandstrand von Kommos im Norden. Kulturell locken der minoische Palast von Phaistos rund 10 km entfernt sowie die antike Stadt Gortyn mit ihrem berühmten Gesetzescodex, die in etwa einer halben Stunde erreichbar ist.
05 · In der Nähe
Sagen Sie uns, worauf Sie Lust haben — wir planen Ihre Tage in Matala.
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