Porto-Vecchio ist der Süden Korsikas in seiner verführerischsten Form: eine genuesische Salzstadt, die hoch über ihrem Golf thront, und vor ihren Toren die wohl berühmtesten Strände der Insel. Über Jahrhunderte lebte die Stadt vom Salz aus den Salinen am Rand des Golfs, daher ihr alter Beiname Cité du Sel, und noch heute prägt dieses Erbe ihre Lage und ihren Charakter.
In der Haute Ville verlieren sich die alten Kalksteingassen zwischen den Resten der genuesischen Befestigung, der Porte Génoise und den Bastionen. Die Kirche Saint-Jean-Baptiste steht am Place de la République, wo abends die Cafés überlaufen und der Bastion-Aussichtspunkt sich mit Menschen füllt, die auf den Golf und die untergehende Sonne blicken. Es ist eine entspannte, südländische Abendstimmung, die den Ort von den schroffen Hafenstädten des Nordens unterscheidet.
Doch der eigentliche Ruhm Porto-Vecchios liegt an seinen Stränden. Palombaggia und Santa Giulia legen ihre Bögen aus rosa Sand und Pinien um ein Meer in allen Türkistönen, zwischen roten Granitfelsen und flachem, klarem Wasser. Sie zählen zu den schönsten Stränden des Mittelmeers und ziehen im Sommer Badegäste aus ganz Europa an. Hinter dieser Küste beginnt sofort das wilde Hinterland: Nach Westen führt die Straße in das Alta Rocca und zu den roten Granitzacken der Aiguilles de Bavella, einem der spektakulärsten Wandergebiete Korsikas, durch das auch der berühmte Fernwanderweg GR 20 verläuft. So vereint Porto-Vecchio Strandluxus, korsische Geschichte und schroffes Gebirge auf engstem Raum und ist der ideale Ausgangspunkt für den Süden der Insel.